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Hundeforum Der Hund
Estray

Worüber habt ihr euch heute geärgert?

Empfohlene Beiträge

vor 15 Minuten schrieb Laikas:

Hab nur den Plot gelesen, aber ich wundere mich, dass dieses Kinderbuch "Tote Maus für Papas Leben" angeblich mit Auszeichnungen überhäuft wurde. Was für ein Müll.

https://www.kinderbuch-couch.de/titel/858-tote-maus-fuer-papas-leben/

"Noch einmal geht sie in die Zoohandlung. Sie berichtet von dem ";schönen Tod" der Maus und fragt sogleich nach einem Hund. Doch Hunde, so der Junge hinter der Theke, verkaufen sie nicht. Kiki macht deutlich, dass sie keinen jungen Hund wolle, sie wolle einen alten, misslungenen Hund. Der Junge ist nun verärgert und Kiki kann ihm beim besten Willen nicht erklären, wofür sie einen "misslungenen" Hund braucht."

 

Scheint inzwischen ganz normales Verhalten von Jugendlichen zu sein, wenn es schwer wird im Leben. Tiere töten, damit Wünsche in Erfüllung gehen. Alte Hunde sind natürlich überflüssig und wenn sie zusätzlich noch "misslungen" sind, kann man sie ja umbringen für einen wichtigen Zweck. Am Ende des Buchs ein paar klärende Gespräche darüber, dass das alles keine gute Idee war und schon ist wieder heile Welt.

Hast du den Auszug komplett gelesen? In dem Buch geht es um für Kinder typisches, magisches Denken, ein starkes Verantwortungs- und Schuldgefühl gegenüber den eigenen Eltern und rücksichtslose Väter. Das Buch ist nicht für Hundebesitzer geschrieben worden, sondern für Kinder die zum Beispiel damit konfrontiert sind, dass sie Schuld empfinden oder ihnen gegeben wird für die unglückliche Beziehung der Eltern  (" Wenn wir dich nicht hätten, dann wäre ich ja schon längst gegangen" ), die Trennung der Eltern ("du bist auch immer zum Papa gerannt, wenn ich nein gesagt habe, deswegen haben wir dann immer streiten müssen"). 

 

Der Hund und die Maus sind metaphorisch für Persönlichkeitsanteile die solche Kinder opfern (oft emotionale Fähigkeiten), es geht nicht darum Kindern zum Opfern von Haustieren zu raten. Deswegen kommt der Vater ja auch wieder obwohl der Hund nicht geopfert wird, weil das Kind eben keinerlei Einfluss darauf hat. Natürlich hätte man das Buch auch als nüchternen Ratgeber verfassen können, aber dann würden es Elfjährige wohl nicht mehr lesen wollen.

 

Ob man das Buch jetzt gelungen findet kann man trotzdem diskutieren, aber hier so zu tun als wären die ganzen veganen Teenies ständig dabei ihre Haustiere um die Ecke zu bringen und dieses Buch dafür verantwortlich zu machen...

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Genau vor dem Hochsitz anfüttern und dann abknallen.

Ist das erlaubt?

 

20190705_180907.jpg.413a00a1ec3f31c06f6341627447dcf1.jpg

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Meine Kamera wurde heute zur Reparatur eingeschickt. Nix Grosses, die automatische Umschaltund zu "Live view" und "Augensensor" funktioniert nicht mehr - wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das richtig doof.

Nun habe ich aber mind. zwei Wochen keine geliebte Lumix mehr :(. Ist zwar noch meine alte Nikon da, aber das sind Welten beim fotografieren. Naja, geht wenigstens noch auf Garantie.

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vor 5 Stunden schrieb Holo:

Hast du den Auszug komplett gelesen? In dem Buch geht es um für Kinder typisches, magisches Denken, ein starkes Verantwortungs- und Schuldgefühl gegenüber den eigenen Eltern und rücksichtslose Väter. Das Buch ist nicht für Hundebesitzer geschrieben worden, sondern für Kinder die zum Beispiel damit konfrontiert sind, dass sie Schuld empfinden oder ihnen gegeben wird für die unglückliche Beziehung der Eltern  (" Wenn wir dich nicht hätten, dann wäre ich ja schon längst gegangen" ), die Trennung der Eltern ("du bist auch immer zum Papa gerannt, wenn ich nein gesagt habe, deswegen haben wir dann immer streiten müssen"). 

 

Der Hund und die Maus sind metaphorisch für Persönlichkeitsanteile die solche Kinder opfern (oft emotionale Fähigkeiten), es geht nicht darum Kindern zum Opfern von Haustieren zu raten. Deswegen kommt der Vater ja auch wieder obwohl der Hund nicht geopfert wird, weil das Kind eben keinerlei Einfluss darauf hat. Natürlich hätte man das Buch auch als nüchternen Ratgeber verfassen können, aber dann würden es Elfjährige wohl nicht mehr lesen wollen.

 

Ob man das Buch jetzt gelungen findet kann man trotzdem diskutieren, aber hier so zu tun als wären die ganzen veganen Teenies ständig dabei ihre Haustiere um die Ecke zu bringen und dieses Buch dafür verantwortlich zu machen...

 

Geht's es dir denn gut, Holo? Denn von rücksichtslosen Vätern und Veganern kann ich nirgends etwas lesen. Weder in dem Link noch in meinem Beitrag ... Hab extra gegoogelt, ob du da mehr von dem Buch weißt als ich, und habe mich leider bestätigt gefunden. Ein Fan des Buches bei Amazon:

https://www.amazon.de/Tote-Maus-für-Papas-Leben/dp/3827053234#customerReviews

"Ich suchte etwas zum Vorlesen für Kinder im Grundschulalter

8. November 2009

Ich denke, dieses Buch hat seinen Platz auf der Liste des Deutschen Jugendliteraturpreises verdient.
Etwas Verrücktes mag doch jeder, gern einmal anstellen. Warum nicht einfach mal einen Hund von der Brücke werfen, wenn Mensch einem lieben Menschen dafür schützen kann? Spannend ist für mich die Darstellung von Veränderbarkeit von Beziehungen und des einzelnen Menschen. Probleme gehören zu unserem Leben. Deshalb sollte ebenfalls unser unterschiedlicher Umgang mit der Bewältigung von Problemen einen Platz in der Jugendliteratur finden. Meine Lienlingsstelle war die Beschreibung des 2. Mauskaufes in der Tierhandlung. "Ich will eine alte Maus. Oder eine kranke."

5 Personen fanden diese Informationen hilfreich"

 

Echt schlimme Welt, wenn "Hund von der Brücke werfen" jetzt sogar unter Erwachsenen als normale Lösung für Probleme gilt, die sich ganz woanders abspielen.

 

Außerdem ist die Identifikationsfigur des Buches bereits 10 Jahre alt, empfohlen wird es ab 11 Jahren. Magisches Denken ist bei Kindern zwischen 2 und 5 Jahren normal, aber dann wächst es sich raus und geht zu kulturell akzeptierten Formen von Magie über (wie Homöopathie oder Kerzen in der Kirche aufstellen, Bauopfer sind zum Glück out). Ich denke, wenn Jugendliche wie in dem Buch außergewöhnlich erwachsene Gedankengänge haben, ihre Probleme nicht artikulieren und stattdessen anfangen, Haustiere über Autobahnbrücken zu werfen, sollten sie dringend Hilfe von einem Jugendpsychiater bekommen. Eltern, die absolut jedes Verhalten ihrer Kinder als normal oder typisch verharmlosen, sind ihnen sicher keine Hilfe. Und auch kein Buch, das für diese Eltern-Zielgruppe in das gleiche schonungsvolle Horn bläst und für die anderen Leser einen reißerischen Stephen-King-Plot über eine psychisch schwer angeschlagene Jugendliche liefert (das bemühte Hineinlesen von Metaphern - wie Hund/Maus sind Fähigkeiten, die verloren gehen - täuscht darüber nur schlecht hinweg).

 

Das ist ja so hilfreich als würde man 11-Jährigen das Buch "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" kaufen, um ihnen zu helfen sich mit den täglichen Problemen des Lebens auseinanderzusetzen: Macht es bitte nicht so, wenn eure Eltern nicht mehr nach Hause kommen! Seltsame Entwicklung auf dem Jugendbuchmarkt, besonders wenn man gleichzeitig liest, dass die Kinderbücher von Ottfried Preussler oder Astrid Lindgren "entschärft" werden mussten, um die Jugend nicht auf Abwege zu bringen.

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Über die Kommentare unter einem Youtube-Bericht. Man solle die ausländischen Kinder doch einfach erschießen, dann wäre auch wieder Ruhe. Man müsse auswandern, weil es in Deutschland nicht mehr zu ertragen sei (favorisieren USA, Korea und Japan...) Plötzlich gäbe es in Ostdeutschland doch kein Problem mehr mit zu vielen Ausländern, da herrsche ja noch Zucht und Ordnung, Westdeutschland habe dafür Stolz und Würde verloren. Man habe sich schon mit Waffen für den kommenden Bürgerkrieg eingedeckt. Ausweise für "Bio-Deutsche". Aber rechts simmer ja net, gell? ............

 

Musste es einfach irgendwo loswerden, es ist durchaus belastend.

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vor 4 Stunden schrieb Laikas:

 

Geht's es dir denn gut, Holo? Denn von rücksichtslosen Vätern und Veganern kann ich nirgends etwas lesen. Weder in dem Link noch in meinem Beitrag ... Hab extra gegoogelt, ob du da mehr von dem Buch weißt als ich, und habe mich leider bestätigt gefunden. Ein Fan des Buches bei Amazon:

https://www.amazon.de/Tote-Maus-für-Papas-Leben/dp/3827053234#customerReviews

"Ich suchte etwas zum Vorlesen für Kinder im Grundschulalter

8. November 2009

Ich denke, dieses Buch hat seinen Platz auf der Liste des Deutschen Jugendliteraturpreises verdient.
Etwas Verrücktes mag doch jeder, gern einmal anstellen. Warum nicht einfach mal einen Hund von der Brücke werfen, wenn Mensch einem lieben Menschen dafür schützen kann? Spannend ist für mich die Darstellung von Veränderbarkeit von Beziehungen und des einzelnen Menschen. Probleme gehören zu unserem Leben. Deshalb sollte ebenfalls unser unterschiedlicher Umgang mit der Bewältigung von Problemen einen Platz in der Jugendliteratur finden. Meine Lienlingsstelle war die Beschreibung des 2. Mauskaufes in der Tierhandlung. "Ich will eine alte Maus. Oder eine kranke."

5 Personen fanden diese Informationen hilfreich"

 

Echt schlimme Welt, wenn "Hund von der Brücke werfen" jetzt sogar unter Erwachsenen als normale Lösung für Probleme gilt, die sich ganz woanders abspielen.

 

Außerdem ist die Identifikationsfigur des Buches bereits 10 Jahre alt, empfohlen wird es ab 11 Jahren. Magisches Denken ist bei Kindern zwischen 2 und 5 Jahren normal, aber dann wächst es sich raus und geht zu kulturell akzeptierten Formen von Magie über (wie Homöopathie oder Kerzen in der Kirche aufstellen, Bauopfer sind zum Glück out). Ich denke, wenn Jugendliche wie in dem Buch außergewöhnlich erwachsene Gedankengänge haben, ihre Probleme nicht artikulieren und stattdessen anfangen, Haustiere über Autobahnbrücken zu werfen, sollten sie dringend Hilfe von einem Jugendpsychiater bekommen. Eltern, die absolut jedes Verhalten ihrer Kinder als normal oder typisch verharmlosen, sind ihnen sicher keine Hilfe. Und auch kein Buch, das für diese Eltern-Zielgruppe in das gleiche schonungsvolle Horn bläst und für die anderen Leser einen reißerischen Stephen-King-Plot über eine psychisch schwer angeschlagene Jugendliche liefert (das bemühte Hineinlesen von Metaphern - wie Hund/Maus sind Fähigkeiten, die verloren gehen - täuscht darüber nur schlecht hinweg).

 

Das ist ja so hilfreich als würde man 11-Jährigen das Buch "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" kaufen, um ihnen zu helfen sich mit den täglichen Problemen des Lebens auseinanderzusetzen: Macht es bitte nicht so, wenn eure Eltern nicht mehr nach Hause kommen! Seltsame Entwicklung auf dem Jugendbuchmarkt, besonders wenn man gleichzeitig liest, dass die Kinderbücher von Ottfried Preussler oder Astrid Lindgren "entschärft" werden mussten, um die Jugend nicht auf Abwege zu bringen.

Ich glaube du warst schon lange nicht mehr Kind. 

 

Der rücksichtslose Vater ist doch offensichtlich der von der Protagonistin, der Held im Krisengebiet spielt und das Kind nicht mal sinnvoll darüber aufklärt. 

 

Was ist an der lieblingsstelle so problematisch? 

 

Und ich glaube niemand hält Hunde von Brücken werfen für eine Lösung, nur weil er das Buch liest. Es hilft ja im Buch auch nicht... Es geht darum, dass dieses Kind probiert  Dinge zu beeinflussen, die sie nicht beeinflussen kann. Du kannst den Hund auch durch eine Giraffe oder die Oma ersetzen, die Geschichte bleibt gleich. 

 

Und sie sucht sich ja Hilfe - im Buch bei ihrer Mutter. "Sprich mit Erwachsenen" wird also durchaus thematisiert. 

meiner Meinung nach ein überdramatisieren eines irrelevanten Buchs. 

Schreibst du als nächstes eine Kritik für Friedhof der Kuscheltiere?

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Von dem Wenigen, was ich bisher mitgekregt habe: ich kann sowas gar nicht leiden.Wenn Erwachsene Kinder zum Protagonisten erheben, wie Kinder angeblich zu sein haben. Sorry, ich kenne kein einziges Kind in dem Alter, das so doof ist. Als obdie meisten Kinder keine Empathie empfänden. Tierquälerische Kinder haben doch alle eine Empathiestörung, die gibt es, sie sind aber massiv in der Unterzahl und auch die sind nicht so doof, dass sie meinen, sie könnten damit ihren Vater retten (der sich eigens in Krisengebiet begibt).

Getötete Opfergaben fand man doch als Kind schon entsetzlich. Warum hier eines erfunden wird, das das nicht rafft... klingt wie zutiefst kinderfeindliche Literatur.

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Soweit ich rauslesen konnte, schafft es das Kind doch gar nicht überhaupt ein Tier zu töten. Darum ja auch die kranke alte Maus, die von alleine stirbt.

Finde es allerdings auch fraglich ein Buch in der Form darüber zu verfassen. Meiner Meinung nach, ist der Ruhm nur durch diese Provokation entstanden. Kein Kind würde darüber nachdenken ein Tier zu töten, weil ein Elternteil verschwunden ist. Sie suchen dort Trost, weil die Tiere nicht antworten.

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vor 3 Stunden schrieb KäptnKörk:

Hunde wirft man gefälligst nirgends WEG.

Auch nicht in Kinder- oder Jugend-Büchern.

 

Vielen Dank!

Muß man das wirklich laut sagen? Ja, wie man sieht, ist es leider so.

In der Kunst ist ja bekanntlich alles erlaubt.

Leider wird dieser "Kunstgriff" häufig verwendet, damit man ins Grespräch kommt. Ist also im Grunde nichts anderes als Marketing. Reisserischer Art.

Schlimm finde ich, dass davon Jugendliteratur nicht ausgenommen ist.

Was kommt als nächstes?

Vielleicht eine Anregung dazu seine Oma zu vergiften, wenn man sich gerade schlecht fühlt? :wall:

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