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Hundeforum Der Hund
Blue2002

Schicksal oder bin ich doch mit schuld

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Ich habe heute ja bereits gepostet, dass mein Seelenhund Kira am Freitag über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Seitdem plagen mich die Selbstvorwürfe. Wir waren am Freitag Abend ja noch beim Tierarzt, sie bekam eine Sedierung zum Zahnsteinentfernen und um ihr das verfilzte Fell rund um die Augen frei zu schneiden. Dieses Jahr hat ihr Sehvermögen stark nachgelassen und sie hat sich nur noch ungern im Gesichtsbereich anfassen lassen (Haare schneiden war überhaupt nicht mehr denkbar). Entschlossen habe ich mich zum Tierarztbesuch, weil ihre Augen seit Dienstag entzündet waren und ich dachte einfach, jetzt kann ich die Narkose für die Zähne nicht mehr länger hinaus schieben und es bringt ihr dann auch Erleichterung.

Kira war an diesem Tag super fit wie immer (lt. Tierarzt Herz alles bestens). Sie ist auch aus der Narkose wieder aufgewacht und mehr oder weniger selbständig aus der Praxis getorkelt. Bei der Heimfahrt ist sie auf dem Beifahrersitz weggedöst - ich hab sie dann Zuhause auf die Couch gelegt. Es war auch alles in Ordnung, sie war ansprechbar und hat dann weiter geschlafen. Ich hab mir auch nichts dabei gedacht, war ja doch alles sehr anstrengend für sie und die ganze Aufregung (sie ging nie gern zum Tierarzt).

1 1/2 h später hat sie dann zweimal leise im Schlaf gefiept und ich bin dann bei ihr gesessen, weil ich dachte, sie träumt schlecht. Hab ihr gut zugeredet und sie gestreichelt. Keine 5 Minuten später kam dann der Krampfanfall. Sie war sofort bewusstlos und 2 Minuten später schlug ihr Herz nicht mehr.

Seitdem frage ich mich, was wäre gewesen wenn ......

 

Der Freitagabend läuft ständig in meinem Kopf ab - habe ich etwas übersehen, hätte ich früher reagieren müssen ....

 

Danke, dass ich mir das hier von der Seele schreiben durfte.

 

lg

Manuela

 

 

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hätte ich früher reagieren müssen ....
 

 

Wie hättest du früher reagieren sollen wenn du der Meinung warst es sei alles ok? Mach dich nicht fertig, das Leben ist nun einmal leider so. Ich lese aus deinem Beitrag dass du die ganze Zeit bei ihr warst, das hat der Hund sicherlich gemerkt und dafür wird er dir dankbar sein. Du hast für deinen Hund das getan was dir das Beste erschien,....nur das ist wichtig. 

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Das mit deinem Hund tut mir sehr leid. :(

 

Letztes Jahr habe ich meine Hündin (keine 5 Jahre alt) auch durch eine Serie von Krampfanfällen verloren. Ein paar Tage vorher war sie in Narkose, da sie an der Hüfte geröntgt werden musste. Ich hatte also die Wahl zwischen Pest und Cholera, da meine Hündin ja Epilepsie hatte. Ich habe mir bislang aber noch keine Vorwürfe gemacht, weil ich a) nicht weiß was der Auslöser war und b ) ich nichts mehr ändern kann.

Ist bitter, ich bin immer noch traurig, obschon ich einen neuen Hund habe.

 

Ich drücke dich mal unbekannterweise. :knuddel Manchmal ist es einfach nur Schei*e, das Leben. :(

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Fühl dich unbekannterweise mal ganz fest in den Arm genommen!

 

So etwas ist ein schreckliches Erlebnis, und ich kann gut nachfühlen, dass dir das unglaublich nahe geht. Ein Stück weit gehören diese Zweifel zu jeder Trauer mit dazu, in so einem Fall natürlich noch einmal mehr. Aber auch, wenn es dir nicht viel hilft es von außen zu hören: Du hast nach bestem Wissen und Gewissen das beste für Kira gewollt und getan. Hast dich bis zur letzten Minute liebevoll um sie gekümmert, warst zu keiner Zeit irgendwie leichtsinnig. Was mehr kann man von sich verlangen?

 

Es ist leicht, sich im Nachhinein zu denken, vielleicht hätte es ja noch mehr gegeben was du hättest bedenken können - hätte, hätte... Ich bin mir sicher, hätte es einen Anhaltspunkt gegeben, der auf so eine Komplikation hingewiesen hätte - dann wärst du sicher die letzte gewesen, die das ignoriert. Aber so etwas konnte ja nun wirklich niemand voraussehen. Und wer weiß, vielleicht ist ihr dadurch auch ein langer Leidensweg erspart geblieben?

 

Deshalb: Weinen und trauern solltest du um sie. Sie schrecklich vermissen, voller Liebe zurückdenken. Aber Schuldgefühle, die sind nicht angebracht. Und ich bin mir sicher, Kira hätte das am wenigsten gewollt.

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Wie hättest du früher reagieren sollen wenn du der Meinung warst es sei alles ok? Mach dich nicht fertig, das Leben ist nun einmal leider so. Ich lese aus deinem Beitrag dass du die ganze Zeit bei ihr warst, das hat der Hund sicherlich gemerkt und dafür wird er dir dankbar sein. Du hast für deinen Hund das getan was dir das Beste erschien,....nur das ist wichtig. 

 

 

Ja, ich war die ganze Zeit nach dem Nachhause kommen - bis auf wenige Minuten nachdem ich sie auf die Couch gebettet habe (musste die beiden anderen Mädls kurz in den Garten lassen) - bei ihr bzw. neben ihr.

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Mach dir keine Vorwürfe, du hattest da eigentlich keinen Einfluss und einem Mediziner muss man irgendwie ja auch vertrauen. Was jetzt tatsächlich ursächlich war, wird wohl so nicht mehr festzustellen sein. Eine Frage habe ich dennoch interessehalber: wurde die Narkose durch Infusion begleitet um die Sedative unterstützend auszuleiten?

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Mach dir keine Vorwürfe, du hattest da eigentlich keinen Einfluss und einem Mediziner muss man irgendwie ja auch vertrauen. Was jetzt tatsächlich ursächlich war, wird wohl so nicht mehr festzustellen sein. Eine Frage habe ich dennoch interessehalber: wurde die Narkose durch Infusion begleitet um die Sedative unterstützend auszuleiten?

 

Nein, wurde sie nicht. Sie bekam erst die Spritze mit der Sedierung und nach der Zahnsteinentfernung die "Hallo-Wach-Spritze".

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So etwas ist ein schreckliches Erlebnis, und ich kann gut nachfühlen, dass dir das unglaublich nahe geht. Ein Stück weit gehören diese Zweifel zu jeder Trauer mit dazu, in so einem Fall natürlich noch einmal mehr. Aber auch, wenn es dir nicht viel hilft es von außen zu hören: Du hast nach bestem Wissen und Gewissen das beste für Kira gewollt und getan. Hast dich bis zur letzten Minute liebevoll um sie gekümmert, warst zu keiner Zeit irgendwie leichtsinnig. Was mehr kann man von sich verlangen?  

 

Genau so ist es, Du musst Dir echt nichts vorwerfen :kuss: :kuss: :kuss: Ich musste letztes Jahr von einem Hund Abschied nehmen, diese Zweifel, ob man auch wirklich alles getan und richtig gemacht hat, sind völlig normal. Auch wenn sie sich schrecklich anfühlen :( Nein, Du musst Dir daran keine Schuld geben :kuss: 

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Die Vorwürfe wirst du dir wohl noch eine Weile machen, ich bin sie bis heute nicht losgeworden. Ich denke mir immer noch, ich hätte meinen Hund niemals einschläfern lassen dürfen, sondern ihm einfach immer weiter Schmerzmittel in hohen Dosen geben, bis er von selbst einschläft.

 

Aber rein sachlich betrachtet: Wenn überhaupt, war es nicht dein Versagen, sondern das des behandelnden Arztes.

 

Und für deine Psyche: Achte mal auf deine Träume in nächster Zeit. Manchmal besuchen sie uns noch einmal.

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Nein, wurde sie nicht. Sie bekam erst die Spritze mit der Sedierung und nach der Zahnsteinentfernung die "Hallo-Wach-Spritze".

Unverständlicherweise noch häufige Praxis. Jedes Sedativ und jedes Narkosemittel bewirken eine "gewollte" Vergiftung. Der Körper muss diese "Giftstoffe" verarbeiten und ausleiten können. Einfach erreicht man das, in dem man mit Ringerinfusion unterstützt. Dadurch werden die Nieren angeregt und die Urinproduktion verstärkt. Die Tiere lassen dadurch zwar einiges an Urin in Narkose laufen, aber der Körper spült sich deutlich schneller und leitet die Stoffe effektiver aus.

Das nur zur Erklärung. Ob das ursächlich oder begünstigend für das euch Geschehene war, kann ich nicht beurteilen.

Aber rein sachlich betrachtet: Wenn überhaupt, war es nicht dein Versagen, sondern das des behandelnden Arztes.

Das ist weder sachlich betrachtet, noch fair. Hier kann keiner etwas zu der Ursache sagen. Solche Mutmaßungen sind schon nahe an übler Nachrede.

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