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Hundeforum Der Hund
Fenris

Wanted: Das Schaf im Wolfspelz

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Einen wunderschönen, guten Morgen euch allen ^^

 

Ich bin neu in diesem Forum und starte doch gleich mit einem eigenen Thema,

da mich ein starker Wunsch umtreibt. Bestimmt könnt ihr euch denken, was das ist:
Ich hätte gerne einen Hund.

Diesen Wunsch hege ich seit...eigentlich schon immer.
Viele Faktoren standen dem nur leider immer im Weg. Nun jedoch stehen die Sterne

glücklicherweise günstiger und ich rücke meinem Traum näher. Obwohl ich mir schon

viele Gedanken gemacht habe, möchte ich keinesfalls etwas überstürzen und dachte,

es wäre klug den Rat von erfahrenen Hundebesitzern einzuholen.

 

Zunächst würde ich euch dazu gerne einen kleinen Steckbrief erstellen,

der meine bisherigen Überlegungen etwas zusammenfasst:

 

Wanted: Schaf im Wolfspelz

 

Präferiertes Aussehen: Mein idealer Hund sollte mindestens mittelgroß sein,

nach oben hin gibt es eigentlich keine Grenze. Die Fellbeschaffenheit ist mir relativ

egal, ich habe jedoch festgestellt, dass mir glatthaarige Hunde in der Regel besser gefallen als

rauhaarige oder gelockte.

Je ähnlicher ein Hund einem Wolf sieht, desto faszinierender finde ich ihn und könnte mich in

seiner Betrachtung geradezu verlieren. (Da Wolfhunde jedoch, soweit ich gelesen habe, ein hohes

Maß an Hundeerfahrung erfordern und ich diese nicht besitze, habe ich den Rahmen "sieht einem Wolf ähnlich" äußerst

weit gefasst - ich zähle den Spitz und Hunde vom Urtyp auch dazu)

 

Charakter:  Dieser Punkt ist mir deutlich wichtiger als das Aussehen. Ich wünsche mir einen Hund, der

vor allem treu und gelassen ist. Diese beiden Aspekte sind ein absolutes Muss für mich. Wäre er noch sanftmütig

und ruhig dazu, so wäre er wahrhaftig perfekt. Ich bin ein recht ernsthafter Mensch, daher wäre ein ernsthafter Hund

womöglich ganz passend.

Auslauf, Pflege und Hingabe: Ich bin gut und gerne bereit mit meinem Hund drei Stunden oder mehr täglich

spazieren zu gehen - das tue ich so, also ohne Hund, auch schon und würde mich freuen, wenn ich bald einen

Partner auf meinen Streifzügen hätte. Ich gehe allerdings oft durch den Wald, der Jagdtrieb meines neuen Freundes

sollte daher wenn möglich gering sein.

Was das Niveau an geistiger Förderung anbelangt, die ich meinem Hund zuteil kommen lassen möchte, fällt es mir schwer,

das klar zu formulieren, vielleicht weil ich mit mir selbst darüber nicht einig bin. Wie jeder Hundebesitzer hätte ich natürlich gerne

einen gehorsamen Hund (wenn auch keinen Sklaven!). Ich weiß nicht, ob es möglich wäre, doch ich hatte die fixe Idee meinem

Hund die Kommandos nicht per Aussprache zu verdeutlichen (z.B. "Sitz") sondern durch eine Art Zeichensprache.

Ich bin mir nicht sicher, ob jeder Hund dafür geeignet wäre und ob das letztlich nicht eine Frage der Erziehung ist.

Zur Fellpflege, kann ich sagen: Wenn ich mich in einen Hund verliebt habe und er nun mal viel Flege bedarf, dann

wird ihm diese unter allen Umständen zuteil werden.

 

Wofür würde ich ihn einsetzen möchte: Mein Wunschbild entspricht dem typischen Ideal des besten Freundes des Menschen.

Ich kenne mich und weiß daher, dass ich, sobald ich mich für einen Hund entschieden habe, mich sehr eng an ihn binden werde.

Eine ebenso enge Bindung an mich würde ich von Seiten des Hundes wollen. Er wäre mein ständiger Begleiter, wohin ich auch gehe

(unter anderem würde ich ihn auch in die Arbeit mitnehmen, das wäre mir prinzipiell möglich, solange es eben ein gelassenes und

ruhiges Tier ist) und das sollte für ihn auch Freude und keine Qual sein.

So sehr ich mir auch die Treue meines Hundes zu mir erhoffe, wollte ich ebenso, dass er sich Fremden gegenüber ein gesundes

Misstrauen behält - oder zumindest eine Art Vorsicht.


So viel zu meinem Hund. Dieser Steckbrief entspricht natürlich lediglich einem Ideal - Abweichungen erachte ich als

selbstverständlich. Und dass jeder Hund einen eigenen Kopf hat, ist mir bewusst. :)

Und was bringt die Lady mit, die so viel verlangt?

Erstmal jede Menge Liebe - aber alleine davon kann der Hund ja auch nicht leben.
Deshalb steht ihm auch ein großer Garten zur Verfügung und rundherum um das Grundstück weite Wiesen,

Felder und Wälder. (Ich wohne extrem ländlich).

Sein Zuhause hätte er ebenfalls in einem relativ  großen, geräumigen Haus.
Dieses wird allerdings bewohnt und zwar nicht alleine von der Lady. Eine ziemlich freche Katze beansprucht es

bereits als ihr Eigen und mit der gilt es, sich zu arrangieren. Ansonsten gehören die vier Wände ganz ihm,

Kinder oder einen Mann, mit denen man noch teilen müsste, gibt es nicht.

Neben diesen materiellen Dingen, bietet die Lady ihre Zeit an.

Der Hund wäre nie lange alleine, er würde mich ja so ziemlich überall hin begleiten.

Neben diesen, ich hoffe doch Vorzügen, gibt es ein paar Abers.
Es braucht dringend einen Hund, der auch mit diesen zufrieden sein kann.

Hobbymäßig schreibe ich nämlich - an Kurzgeschichten, Romanen, etc.
Das geschieht meist abends und dann sollte sich mein Lieber auch alleine beschäftigen können

und nicht mit großen, ennttäuschten Hundeaugen zu mir aufsehen und einem quasi vorwerfen:
"Frauchen, was soll das? Warum spielst du nicht mit mir?"

Daneben gibt es auch meine Arbeit. Dort findet es ein Hund sicher langweilig. Diese Langweile

zu ertragen und vielleicht nicht ganz so sehr als quälend zu empfinden, wäre eine tolle Eigenschaft.
Denn man will ja keinen Hund unglücklich machen.

 

Hunderassen, die ich schon in Betracht gezogen habe:

Vorab: Es muss  natürlich nicht auf Teufel komm raus ein Rassehund sein.
Da ich mich aber mit wünschenswerten Eigenschaften und Wesenszügen eines Hundes auseinandergesetzt habe,

bietet es sich an, mal durch die einzelnen Rassen und ihre Merkmale zu stöbern.

Folgendes kam dabei raus:

Der Irische Wolfshund - anfangs war ich von seiner Erscheinung nicht angetan. Damit war es vielleicht nicht

Liebe auf den ersten, aber auf jedenfall Liebe auf den zweiten Blick! Und inzwischen finde ich keine Hundeaugen

so lieblich wie seine. ^^ Sein Charakter, der durch seinen Spitznamen "Gentle Giant" treffend auf den Punkt gebracht wird,

hat mich vollends eingenommen. Nur leider schreckt mich das Krankheitsbild der Rasse sehr ab. Die Lebenserwartung

ist mit nur fünf Jahren auch recht gering und einen Hund nach diesre Zeit zu verlieren...das würde ich mir gerne ersparen.

 

Der Elo - mir gefällt besonders die glatthaarige Variante sowie, natürlich, die Charaktereigenschaften. Er ist mitunter ganz

oben auf meiner Liste.

 

Der Mudi - hier bin ich hin und hergerissen. Ich habe Beschreibungen dieser Rasse gelesen, die mein Herz höher schlagen ließen.
Seine Anhänglichkeit, seine Treue, die enge Bindung zum Besitzer und angeblich auch leicht zu erziehen...
Aber die Rasse ist in Deutschland ja noch relativ unbekannt und Züchter preisen ihre Hunde gerne mal in die höchsten Höhen.
Er ist ja ein ungarischer Hütehund und ob ein Hütehund ohne fordernde, geistige Aufgabe, welche über Grundkommandos hinausgeht,

froh wird...ich weiß es nicht. Außerdem hab ich nun schon ein paar Mal von seiner extremen Bellfreudigkeit gelesen.

 

Ein Mischling - prinzipiell hab ich gar nichts gegen Mischlinge. Es heißt ja im Volksmund, sie seien die treuer Gefährten, gesünder

und langlebiger. Nur...ich möchte einen Hund ja gerne von klein auf, d.h. schon als Welpen. (Es bietet sich mir demnächst auch die

einmalige Gelegenheit meine Arbeit für ein Jahr komplett auszusetzen, sodass ich dieses eine Jahr komplett dem neuen Hund widmen könnte.)

Und bei vielen Mischlingen weiß man schließlich nicht, welche Rassen alles mitgewirkt haben. Ist das für einen Anfänger wie ich es bin geeignet

oder würdet ihr mir davon abraten?

Geschafft:

 

Wenn ihr es bis hierher geschafft habt, dann vielen Dank fürs Lesen und eure Zeit!
Ich weiß, das war ein Roman.

Nun bin ich gespannt, was ihr zu diesen bisherigen Überlegungen zu sagen habt.
Was ist unrealistisch? Was sollte ich noch einmal überdenken? Oder gibt es eventuell noch eine

Rasse, die euch anhand dieses Steckbriefes einfällt, die gut zu mir passen könnte und ich zu ihr?

 

Einen schönen, restlichen Tag euch und ein angenehmes Adventswochenende.

Mit vielen Grüßen,

 

ein Wolf im Schafspelz ;)
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Willkommen in der Gruppe!

 

Musste grad sehr schmunzeln.. ich hätte am liebsten ein Schaf im Wolfsspelz, einen Hund mit möglichst wölfischem Aussehen.. und dann endet es beim Irischen Wolfshund, Elo und Mudi.

 

wie wäre es mit einem grauen Schäferhund aus einer guten, sehr gemäßigten Leistungslinie? Da hättest du wenigstens etwas wölfisches Aussehen..

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Schäferhund?

 

Sorry dass ich so hereinpoltere, aber Schäferhund (also Deutscher Schäferhund) kommt mir da sofort in den Sinn :) Wobei sich dann die Suche nach einem Hund aus einer wirklich guten Zucht etwas schwieriger gestalten könnte, aber da gibt es bestimmt einige hier, die vielleicht beraten können (und wenn es nur "nein, bloß nicht!" ist ;) )

 

Schade eigentlich, dass es ein Welpe sein soll, bei etwas älteren Hunden ließe sich ja schon etwas mehr über den Charakter sagen (und auch über die Jagdpassion :D ). Aber warum nicht DSH ( = Dt Schäferhund). Solange man nicht gerade ne Bodenlenkrakete unter den Welpen aussucht, sind die durchaus auch für Hunde-Anfänger geeignet - und es besteht übrigens überhaupt kein Zwang, einen Schäferhundverein zur Erziehung aufzusuchen. Mag gut SVs geben, aber ich weiß doch leider von vielen, wo noch Mittelalter bezüglich Hundehaltung besteht :(

 

 

Ach so: willkommen erstmal :)

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Den Elo finde ich für deine Wünsche geradezu perfekt, ansonsten wäre der Islandhund (etwas bellfreudig) vielleicht etwas.

http://www.vdh.de/welpen/mein-welpe/islandhund

Mischlinge sind nicht per se langlebiger und gesünder, das ist ein Mythos.

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Da du so konkrete Vorstellung an das Wesen des Hundes hast, würde ich zu einem erwachsenen raten.

Ließ auch mal die ganzen ....."in Not "Seiten durch.

Dort gibt es immer gute Bsp.warum trotz viel Motivation und gutem Willen, der ein oder andere sich doch verschätzt hat.

Mir fällt ein DSH für dich ein.

Wenn Sie in ein gutes Zuhause geboren werden und gut aufwachsen dürfen, sind es einfach wunderbare Hunde.

Sonst auch :) aber dann oft mit Features.

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Einen sehr tollen Mudi durfte ich ja kennenlernen.

Und dem hätte es seeeeeehr gefallen zu hüten, ganz sehnsüchtige Blicke waren das. Und recht lange Überredungspausen...ich finde, der braucht eine Aufgabe. Wenn du die Möglichkeit hast, zum Hütetraining mit ihm zu gehen, wäre das super, aber auch jegliches Tricksen, Agility und ähnliches wird ihm wohl gefallen. Und er ist redefreudig und hütet auch so. Mittlerweile gibt es einige Epilepsiefälle kommt  wohl gehäuft vor (der Erbgang  wird momentan erforscht), die Wurfzahlen in Deutschland sind sehr gering.

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Vielen Dank für eure Antworten und die Begrüßung!:)

Junie, ich kann absolut verstehen, warum du schmunzeln musstest. Ich bin inzwischen, wie gesagt, sehr weit von meinem Ideal "Wolf" weggegangen auch wenn es weiterhin Ideal bleibt. (Der Tamaskan oder der Tschechoslowakische Wolfshund entsprechend diesem nahezu vollkommen, doch leider wird Hundeanfängern wie mir ja durchaus aus vernünftigen Gründen davon abgeraten.)

Über einen Deutschen Schäferhund hatte ich auch bereits nachgedacht, doch auch hier wurde ich gewarnt, da ich als Unerfahrene seinen Anforderungen nicht gerecht werden könne. Deshalb bin ich kurzfristig überrascht und frage doch zur Sicherheit nochmal nach: Welcher Beschäftigung bedarf denn der Schäferhund?

Auch einen Islandhund hatte ich schon in Erwägung gezogen. Sind das nicht sehr agile, lautfreudige Hunde? Ich hatte sie dann aus meinen Überlegungen ausgeschlossen, da ich dachte sie könnten mit mir auf der Arbeit oder vor einem Manuskript nicht glücklich werden.

Ich bin aber ein Laie und lasse mich gern belehren! ^^

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Lauffreude bedeutet nicht, dass der Hund keine Ruhe schätzt, nicht Mal ein Schlittenhund will laufen, laufen, laufen. Normale Bewegung + geistige Stimulanz reichen einem Islandhund.

Erwachsene Hunde haben ein generelles Ruhebedürfnis von 18-20 Stunden. Sonst könnten wir alle nicht im Forum schreiben.

Weder der TWH noch der Tamaskan erfüllen dein Profil, außer das Aussehen. Die meisten TWH schauen eh immer hündischer (mehr Schäferhund) aus :P

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Welche Beschäftigt bedarf denn der Schäferhund?

 

 

Das Schöne am Schäferhund: Man kann eigentlich alles mit ihnen machen :) Laufen/Joggen, Wandern, Obedience, Dogdancing/Tricksen, Radfahren, Rad Ziehen (Bikejöring), Dummyarbeit, Mantrailing (absolut top dafür), ZOS, Fährtenarbeit, Rettungshundearbeit, Schutzhundesport wenn man das mag ... man KANN das alles machen, aber man muss es nicht tun. Klar gibt es auch mal den einen Hund, der keinen Bock hat auf zB Dummyarbeit, aber generell sind sie einfach unglaublich vielseitig.

 

Und wenn man den Hund nicht von Welpe an mit irgendwelchen Beschäftigungen zu"wirft" sondern eben auch klar ist dass der Hund ausruhen soll wenn mal nix los ist, dann sind sie auch im Haus und/oder Büro gut aufgehoben.

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ernsthaft? Kenne einige Ersthundehalter mit Wolfhunden. Der Tamaskan ist je nach Linie bzw was eingekreuzt wurde ein sehr guter, ruhiger Familienhund. Es gibt auch sehr ruhige, liebe, problemlose TWHs. Meistens übertreiben die, die diese Hunde von Bildern und Erzählungen kennen. Klar haben sie ihre Eigenheiten, wenn man sie kennt, wenn man mit ihnen leben kann, wenn sie ins eigene Leben passen, dann sind es tolle Tiere. Und dass man Ersthundehalter ist, ist teils ein Vorteil, weil man sich nicht blind auf irgendwelche Erfahrungen verlässt, die bei solchen Hunden einfach nicht zählen.

 

Und Schäferhund als Ersthund? Mein erster Hund war ein Schäferhund und dann auch keine einfache Leistungslinie (kamen sehr viele Zufälle zusammen, dass ich sie am Ende aufgenommen hab). Wobei ich das keinem empfehlen kann, aber es gibt eben solche und solche Schäferhunde und es gibt wunderbare Linien, die auch für Anfänger geeignet sind 

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