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Hundeforum Der Hund
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Wolf statt Hund?

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*Räusper*

 

Ich sage ja nicht, dass ich einen Wolf zu einem Haushund abrichten möchte.

Wie ich bereits geschrieben habe, würde das den Wolf um sein natureigenes Wesen

berauben. Das wäre wohl eine Knechtschaft und keine Beziehung auf Augenhöhe.

Geschildert habe ich lediglich, was viele Menschen, so auch ich, an der bloßen Vorstellung

Seite an Seite mit einem Wolf durch die Straßen und das Leben zu gehen, faszinierend finden.

Explizit habe ich geschrieben, dass man, möchte man auf die Vorstellung nicht gänzlich verzichten,

sondern sie zum Teil ausleben (was auch die Verwirklichung eines Traumes bedeutet kann) einen zahmen Wolf,

das bedeutet nur dem Aussehen nicht dem Verhalten nach ein Wolf, zulegen kann nicht soll oder muss.

Letztlich heißt das ja: Man legt sich einen Hund zu.

Die Unterschiede zum Wolf fallen natürlich auf. Doch wie gesagt: Man möchte seine Vorstellung zumindest zum Teil ausleben.

Dass dies in Gänze nicht möglich ist, ist den meisten Menschen ohnehin bewusst.

 

Insgesamt sehe ich nicht, was verwerflich daran sein sollte, sich einen vom Aussehen her wolfsähnlichen Hund zu wünschen.

Es geht im Grunde doch nur um das subjektive Empfinden von Schönheit. Schlicht: Ich finde Wölfe wunderschön.

Andere sehen die reinste Schönheit in Samojeden oder Pudeln oder oder oder...

Wenn ich stolz bin, neben meinem Hund zu gehen, weil ich ihn als Kreatur atemberaubend schön und faszinierend finde,

was ist schlimm daran? Geht es denn nicht den meisten Hundebesitzern so? Findet ihr euer Tier nicht bezaubernd und seid stolz,

es an eurer Seite zu wissen?

Du hast speziell den Wolf beschrieben, so wie ein Hund niemals sein kann. Und gerade, wenn man selbst ihn doch dorthin kriegt, wohin ihn niemand sonst hinbekommt, DANN ist man stolz darauf. Das ist Verklärung und wirkt wie ein Pushen des eigenen Selbstbewusstseins.

Jeder ist stolz auf seinen Hund keine Frage aber diese Verklärung wie Du sie beschreibst, sehe ich darin nicht.

 

Sicher hast Du auch geschrieben, Du nimmst ihm damit vielleicht seine Persönlichkeit aber sie ist dann Deine, und da sitzt der Stolz, daß DU ihn zahm gekriegt hast. Das ist das, worauf die Leutchen hier reagieren und was aus dem Text auch ins Auge fällt. :)

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Wenn ich von einem Porsche 911 träume und mir deshalb einen Flügel auf meinen Golf 5 klebe,so kommt mir dieses Wolfsgemische vor.

Juni sucht auch diese Wesensbesonderheiten das kann ich noch nachvollziehen.

Aber wegen der Optik ?

Ja das ist auch in anderen HundeRassen ein Problem aber das macht es nicht besser.

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die meisten fahren nur auf die Optik ab und haben keinerlei Vorstellung was sie da haben wollen und meiner Erfahrung nach ist es auch sehr schwer auf zu klären, dass Wolfhunde eben doch keine normalen Hunde sind.. Standardantwort ist.. "das hat mein Hund auch schon gemacht und das ist nur ein (beliebige Rasse einsetzen)!" 

 

Klar machen es Hunde auch, Wolf und Hund sind einfach nur Unterarten, sie unterscheiden sich genetisch in einem zehntel (?) Prozent. Nur wie viele Hunde machen es? Wie intensiv ist das Verhalten? Wie viele andere Probleme hat man noch.. ein Wolfhund ist eben meist eine Großbaustelle, während ein normaler Hund eine kleine Renovierung einer Wohnung ist

 

Und Wolfhunde erleben macht es idR auch nicht besser, weil sie einfach faszinierend sind. Die Bewegungsabläufe, die Blicke, die Körpersprache.. Normalerweise erlebt man die Hunde irgendwo unterwegs, man erlebt Miniausschnitte ihres Alltags und die können einfach nur wunderbar problemlos sein. Auch wenn man mit den Hunden Gassi ist erlebt man nur ein sehr kleines Spektrum ihres Könnens :D

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'n Wolf im Wohnzimmer und einen SUV vor der Haustür - wenn ich mal in der Großstadt lebe, dann wird das meine kleine Landflucht sein.  :wub:

 

:clown

 

so weit

Maico

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:D Genau so. :yes:

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Das was Fenris beschreibt ist sicher mit ein Grund, warum in grauer Vorzeit Wölfe domestiziert wurden ;)
 

Warum erfreute und erfreut sich wohl der deutsche Schäferhund so großer Beliebtheit? Ja, weil er einem Wolf ähnlich sieht ;)

 

Ich finde daran nichts verwerflich, solange man das realistisch sieht und sich keinen Hybriden ins Haus holt.

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Was ich an dieser ganzen Frage immer ein wenig schade finde: Es klingt so, als sei der Wolf, ob nun vom Aussehen her oder vom ganzen "drumherum", das große Ideal, und der Hund eine Ersatzlösung, weil man das Original ja vernünftigerweise nicht so im Alltagsleben halten kann. Und das wird keinem von beidem, weder dem Hund noch dem Wolf, gerecht.

 

Wölfe sind wunderschön und faszinierend, wie eigentlich die meisten Wildtiere. Was aber bleibt davon, wenn ich versuche, sie zu einer Art Hund zu machen, indem ich erwarte, dass sie wie ein Hund mit mir spazieren gehen beispielsweise? Oder erhoffe ich mir davon, selbst ein Teil dieser "wilden Welt" zu werden? (Ohne all die kleinen blöden Details, die am Wildnisleben üblicherweise mit dranhängen würden, versteht sich...)

 

Auf der anderen Seite bewundere ich Hunde dafür, dass sie einzigartige Wesen sind, die sich auf unglaubliche Art auf uns Menschen eingelassen haben. Mit ganz eigenen Fähigkeiten, die so kein Wildtier teilt. Zum Beispiel der Bereitschaft, sich voll und ganz auf ein gemeinsames Leben mit uns einzulassen. Genau genommen berührt es mich immer tief, wie sehr Hunde bereit sind, sich an Menschen zu binden, sich auf sie einzulassen, Vertrauen zu schenken.

 

Kurz gesagt: Ich bewundere Wölfe, und zwar als Wildtiere. Und bin unendlich fasziniert von Hunden, unseren verlässlichen Weggefährten. Aber beides mischen zu wollen, in welcher Art und Weise auch immer - das macht mir Bauchschmerzen. Im Interesse aller Beteiligten.

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Die Hunde, die mich bisher begeistert hatten entsprachen alle nicht meinen ursprünglichen ästhetischen Wunschvorstellungen. Dabei gibt es aber Rückkopplungen. Mittlerweile finde ich  bestimmte Hundetypen wegen dieser Hunde wunderschön, ästhetische Wunschvorstellungen passen sich demnach auch an...

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Silkies. "Was ich an dieser ganzen Frage immer ein wenig schade finde: Es klingt so, als sei der Wolf, ob nun vom Aussehen her oder vom ganzen "drumherum", das große Ideal, und der Hund eine Ersatzlösung, weil man das Original ja vernünftigerweise nicht so im Alltagsleben halten kann. Und das wird keinem von beidem, weder dem Hund noch dem Wolf, gerecht."


 


Nicht nur das. oft wird der Hund sogar als dummes Ersatzprodukt gesehen, Seine Sinne sind nicht mehr so scharf, die Intelligenz hat nachgelassen..


 


Dabei werden die wunderbaren Fähigkeiten unserer Hunde, dies sie sich durch jahrtausendelanges Zusammenleben mit dem Menschen angeeingnet haben, einfach übersehen.


 


Große Beutegreifer üben schon immer Fastination auf den Menschen aus. Ob Wolf, Adler, Löwe...

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Nun schön...

 

Ich weiß nicht, wie man meinen Text so missverstehen konnte.

Zum Einen: Ich hab das Geheimnisvolle an einem Wolf beschrieben und das Faszinierende.
Das sind eben die Sagen, Legenden, Refferenzen in den verschiedenen Religionen etc.

Natürlich schreibe ich hier das, was ich an einem Wolf mag, weil danach gefragt wurde.
Das an sich finde ich nicht verklärend - zumal ich ja noch explizit darauf hingewiesen habe,

dass sich das Bild von einem Wolf und mir auf reine Vorstellung bezogen hat.

Träumt ihr nie von irgendetwas, obgleich es defintiv nicht verwirklich wird bzw. ihr diese Verwirklichung

gar nicht anstrebt, sondern euch schlicht an einem Bild erfreut?

 

Zum anderen hab ich geschrieben, dass es Knechtschaft wäre einen echten Wolf zu zähmen -

und genauso sehe ich das! Knechtschaft hat für mich gar nichts Positives und ich wäre sicherlich alles

andere als stolz darauf das Wesen eines Tieres derart gebrochen und ihn so seiner Persönlichkeit beraubt zu haben!
Das wäre dann auch nicht meine Persönlichkeit, sondern überhaupt keine. Ich hätte aus einem freien Geschöpf einen Sklaven

gemacht, nein danke.

Nochmal: Ich wollte niemals einen echten Wolf und erst recht will ich keinen zähmen!
Das wäre kein Ruhm sondern reinste Schande.

 

Noch ein Punkt:
Wo bitte habe ich das rein wöflische Verhalten beschrieben?
Das Aussehen fasziniert mich, ich finde es schön, ja. Aber auf das, was ich schön finde, hab ich keinen Einfluss.

Oder könnt ihr bewusst darauf einwirken, dass euch blau einfach besser gefällt als violett? Persönlich finde

ich ein wölfisches Aussehen - wie es auch beim Schäferhund, beim Husky, in meinen Augen sogar bei einem Spitz in Ansätzen -

schöner als beispielsweise einen Shar Pei. Derjenige, der den Shar Pei hübscher findet, wird sich diesen zulegen, ich

eben beispielsweise einen Schäferhund.

Damit ist der Wolf auch noch längst nicht das Ideal und der Hund Ersatzlösung.

Ich möchte ausdrücklich einen Hund, keinen Wolf. Weil ich einen Begleiter möchte, einen treuen, zuverlässigen Begleiter,

der meine Gegenwart schätzt und ich seine. Übrigens ist dies auch das einzige Verhalten, das ich beschrieben hab:
Ein Mensch, ein Tier, ein Spaziergang bei Nacht.
Das ist in meinen Augen hündisches und nicht wöflisches Verhalten.

 

Das wollte ich nur noch einmal ganz deutlich sagen, damit keine weiteren Missverständisse entstehen.

 

P.S.: Ach ja, ich wollte auch anmerken, dass ich das Wesen und den Charakter eines Hundes immer über sein Aussehen stelle.
Natürlich habe ich, wie jeder Mensch, Vorlieben was das Äußere betrifft. Aber zugunsten eines großartigen Charakters werfe ich

gerne all diese Wunschvorstellungen über Bord.

Lasst mich einen Vergleich heranziehen: Bevor der Mensch seine/n Mrs./Mr. Right findet, gibt es gewisse Vorstellungen wie die Traumfrau/der

Traummann auszusehen hat. (Eine Manche denkt womöglich an Johnny Depp) Dann jedoch begegnet man dieser Person tatsächlich, man verliebt

sich unsterblich und siehe da - sie/er sieht ganz anders aus! Und trotzdem ist es die wahre Liebe.

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