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Hundeforum Der Hund
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Hunde, die einen alleine im Wald stehen lassen

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Nach zwei bis drei Minuten werde ich nervös- nach 60 Minuten würde ich wohl seit mindestens 40 Minuten heulend im Wald stehen :unsure:

 

Friederike kennt ja die Verhältnisse in den Sauerländer Wäldern.

Ich seh es tatsächlich recht unkritisch, wenn der 4,5kg Benny mal außer Sichtweite gerät.

Bei Sammy (24kg) wäre ich da unentspannt, bzw. würde dann eben über die Leine sichern. Denn der kann einem Reh tatsächlich gefährlich werden.

Kaninchen haben wir hier nicht, Hasen so gut wie keine.

Und ich frag mich eh, was Benny wohl mit einem Reh anstellen wollen würde.

Warten, bis es vor Lachen zusammengebrochen ist, um dann den finalen Kehlbiss zu setzen? B)

Mal abgesehen davon, dass der mit seinen kurzen Beinen im Unterholz ja eh kaum voran kommt.

 

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@Lujana:
Das Entfernen eines Hundes vom Menschen hat meiner Ansicht und Erfahrung nach absolut nichts mit Bindung zu tun.
Ein Hund kann die allergrößte Bindung und ein Höchstmaß an Vertrauen in seinen Menschen haben und dennoch die Biege machen, bzw. sich extrem weit entfernen. ;)

 

Das hängt einzig und allein mit den rassetypischen Eigenschaften, Charakter/ Persönlichkeit und damit einhergehender Eigenständigkeit zusammen.
Selbstbewusste, sichere, eigenständige Hunde (und dann vielleicht noch mit Jagdtrieb ausgestattet) finden es völlig normal, sich von ihrem Menschen zu entfernen und ihren Interessen nachzugehen, der Mensch kommt ihnen dabei gar nicht in den Sinn.

Dennoch haben auch diese Hunde eine starke und innige Bindung zu ihren Menschen.
 

Ich halte das für eines der größten (vielleicht auch sprachlichen?) Missverständnisse und vielen Hunden (und Menschen) wird damit großes Unrecht getan, indem man ihnen unterstellt sie hätten keine, oder eine mangelnde Bindung.

Der Grund, warum sie sich entfernen ist ein anderer und ein gutes Training ist angesagt :)

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vor einer Stunde schrieb benno0815:

@Lujana:
Das Entfernen eines Hundes vom Menschen hat meiner Ansicht und Erfahrung nach absolut nichts mit Bindung zu tun.
Ein Hund kann die allergrößte Bindung und ein Höchstmaß an Vertrauen in seinen Menschen haben und dennoch die Biege machen, bzw. sich extrem weit entfernen. ;)

 

Das hängt einzig und allein mit den rassetypischen Eigenschaften, Charakter/ Persönlichkeit und damit einhergehender Eigenständigkeit zusammen.
Selbstbewusste, sichere, eigenständige Hunde (und dann vielleicht noch mit Jagdtrieb ausgestattet) finden es völlig normal, sich von ihrem Menschen zu entfernen und ihren Interessen nachzugehen, der Mensch kommt ihnen dabei gar nicht in den Sinn.

Dennoch haben auch diese Hunde eine starke und innige Bindung zu ihren Menschen.
 

Ich halte das für eines der größten (vielleicht auch sprachlichen?) Missverständnisse und vielen Hunden (und Menschen) wird damit großes Unrecht getan, indem man ihnen unterstellt sie hätten keine, oder eine mangelnde Bindung.

Der Grund, warum sie sich entfernen ist ein anderer und ein gutes Training ist angesagt :)

 

Ist es denn wirklich einzig ein rassetypisches bzw. charakterliches Zeichen? Meine nutzt im großen und ganzen schon eine große Distanz (soweit ich weiß auch nicht untypisch für Dalmatiner), aber das sie in neuen Gebieten nicht mehr hört (obwohl das sonst wirklich ohne Probleme funktioniert) lässt mich fragen ob es nicht doch Unsicherheit sein kann. Ungeachtet dessen, dass beides viel Training braucht und da vermutlich nicht so viel Unterschied macht ;-) 

aber interessieren würde es mich schon. Vielleicht muss man auch unterscheiden, welche Priorität ein Hund zu dem Zeitpunkt setzt. Meine zeigt zum Beispiel keinerlei jagdtrieb (naja soweit ein Hund keinerlei jagdtrieb haben kann :-D) Schnüffelt aber trotzdem sehr, sehr viel. Aber mir scheint sie hat kein klares Ziel. Außer vielleicht ihre Umgebung abzuchecken, aber auch an gewohnten Orten macht sie das und ist trotzdem ansprechbar.

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zudem war sie ja bereits zu Beginn des Trainings extrem unsicher in Bezug auf den Wald. Ich würde also nicht unbedingt in dem Fall von einem selbstbewussten, sicheren Hund reden (zumindest nicht in dieser Situation, in gewohnter Umgebung durchaus). 

Ich denke, dass du in den meisten Fällen mit deiner Annahme durchaus recht hast, aber vielleicht trifft das nicht auf alle zu. Und die Idee von Lujanda es könnte eventuell an der Bindung liegen ist vielleicht gar nicht so falsch. 

Ich denke wir haben schon eine sehr gute Bindung, aber vielleicht muss sie in neuen Situationen einfach nochmal... Wie sag ich das am besten... "Aufgefrischt" werden? So nach dem Motto: woanders ist doch alles supi also denk dran, dass dir hier auch nichts passiert!  ?

 

ich finde persönlich beide Ansätze nicht falsch :-)

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Oder.... Ooooooder... (Sorry für die vielen Posts, aber eure aussagen bringen mich sehr zum nachdenken :-D) ich interpretiere das Verhalten meines Hundes in solchen Situationen falsch und es ist mehr ein: neues Spiel, neues Glück! Bei meiner Dame. Heißt, wenn eine ungewohnte Umgebung vorhanden ist mach ich mal mein Ding und Herrchen darf von vorne zeigen wie weit ich gehen darf. Beides irgendwie meinem Gefühl nach möglich. 

Naja, Hauptsache ich arbeite dran :-D und das funktioniert zwar in kleinen Schritten, aber wir kommen voran :-)

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Ich lasse meinen Hund in einem für ihn unbekannten Gebiet erstmal nicht von der Leine. Der ist so leicht ablenkbar und da gibt es so viel zu entdecken und zu erschnüffeln... da verrennt er sich schonmal. Ich gehe immer erst mehrmals dort entlang bis wir beide entspannter sind und dann darf er freilaufen. Aber er ist auch verdammt leicht ablenkbar. ;)

 

Vielleicht liegt es bei deinem Hund auch daran, Amidala?

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Freefalling bringt es auf den Punkt ;)

Wenn der Hund sehr mit sich und seinen Interessen beschäftigt ist, blendet er viele Dinge einfach aus, das würde ihn überfordern, er nimmt den Menschen nicht oder zu wenig wahr.
Das hat jedoch nichts mit der Beziehung zu tun.
Jeder kennt das von Kindern, wenn sie in ihr Spiel vertieft sind, bekommen sie schlicht nichts mit. :)

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vor 8 Stunden schrieb benno0815:

@Lujana:
Das Entfernen eines Hundes vom Menschen hat meiner Ansicht und Erfahrung nach absolut nichts mit Bindung zu tun.
Ein Hund kann die allergrößte Bindung und ein Höchstmaß an Vertrauen in seinen Menschen haben und dennoch die Biege machen, bzw. sich extrem weit entfernen. ;)

 

Das hängt einzig und allein mit den rassetypischen Eigenschaften, Charakter/ Persönlichkeit und damit einhergehender Eigenständigkeit zusammen.
Selbstbewusste, sichere, eigenständige Hunde (und dann vielleicht noch mit Jagdtrieb ausgestattet) finden es völlig normal, sich von ihrem Menschen zu entfernen und ihren Interessen nachzugehen, der Mensch kommt ihnen dabei gar nicht in den Sinn.

Dennoch haben auch diese Hunde eine starke und innige Bindung zu ihren Menschen.
 

Ich halte das für eines der größten (vielleicht auch sprachlichen?) Missverständnisse und vielen Hunden (und Menschen) wird damit großes Unrecht getan, indem man ihnen unterstellt sie hätten keine, oder eine mangelnde Bindung.

Der Grund, warum sie sich entfernen ist ein anderer und ein gutes Training ist angesagt :)

 

Ich habe gar nicht gelesen, dass Lujana den Punkt Bindung so verwendet hat? Sie bezog sich doch darauf, dass man durch freiwilliges oder unfreiwilliges Verschwinden seinen Hund / sein Kind nicht nachhaltig verstört, wenn die Bindung stabil ist. So habe ich es zumindest verstanden. :) 

 

Wobei ich dir so oder so widerspreche Benno, ich finde schon, dass Bindung eine große Rolle spielt. :) Es hängt nicht einzig mit der Rasse und der Persönlichkeit zusammen, die bleibt nämlich gleich, wenn man sich besser kennenlernt und dennoch ist der Bezug aufeinander irgendwann viel stärker und man achtet mehr auf vertraute Lebewesen, mit denen man eine Bindung hat. Bindung bedeutet, man bezieht sich aufeinander. Sowas wächst. Und sowas spielt natürlich eine Rolle.  

Bindung=Verbindung

 

Kannst du den neuen Hund gleich freilaufen lassen oder braucht es dazu eine Beziehung / Bindung? Der Hund hat immer noch die gleiche Rasse und die gleiche Persönlichkeit, bezieht sich aber mit der Zeit immer mehr auf dich und bindet sich an dich. Beachtet dich mehr und sieht dich als seinen Fixpunkt. Habe ich zig mal erlebt. :) 

 

 

 

 

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vor 8 Stunden schrieb benno0815:

 

Ich halte das für eines der größten (vielleicht auch sprachlichen?) Missverständnisse und vielen Hunden (und Menschen) wird damit großes Unrecht getan, indem man ihnen unterstellt sie hätten keine, oder eine mangelnde Bindung.

Welches Unrecht? Schadet es, sich zu verbinden? Es mag für Hundehalter hart klingen, wenn man ihnen mangelnde Bindung zum Vorwurf macht, das ist auch Quatsch. Bindung wächst durch gemeinsame Erlebnisse und man lernt sich zu verstehen. Das kann einem Hund nicht schaden.

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vor 9 Minuten schrieb Estray:

bezieht sich aber mit der Zeit immer mehr auf dich und bindet sich an dich. Beachtet dich mehr und sieht sich als seinen Fixpunkt.

 

Und /oder lernt, dass es Vorteile hat, in deiner Nähe zu sein?

 

Ich sehe diesen Drang zu Distanz bei Hunden (vorausgesetzt, sie sind schon länger bei diesem Menschen), denen es eher Nachteile bringt, wenn sie in der unmittelbaren Nähe bleiben. Werden dauernd gerufen, kommandiert, gegängelt. Machen in der Nähe des Menschen keine angenehmen Erfahrungen durch ihn. Keine Kekse, kein liebes Wort, keine Sicherheit, kein nettes Spielchen.

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