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Hundeforum Der Hund
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"Hier" durchsetzen

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Hallo!

Ich beschäftige mich ja grad ausgiebig mit dem Thema Heranrufen und stecke mit Fanja mitten im Schleppleinentraining. Deswegen interessiert mich grad auch alles zu diesem Thema sehr. Wie immer bin ich jetzt auf verschiedene Meinungen gestoßen, konkret zum Durchsetzen des Hörzeichens "Hier" bzw. des Rückrufpfiffs (für jeden Tag, nicht "Superpfiff"). Deswegen würde mich mal interessieren, wie ihr hier das so handhabt! Also: ihr habt das Herankommen sauber aufgebaut, seid mit eurem Hund unterwegs, habt ggf. eine Schleppleine dran, ruft oder pfeift, und aus irgendeinem Grund kommt euer Hund nicht. Wie setzt ihr das Signal durch?

Bin gespannt auf eure Antworten!

Viele Grüße, Iris

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Ich hab das Kommando "komm her" mit meiner ganz normalen Leine geübt. Wenn mein Hund ein kleines Stück voraus war bin ich stehengeblieben, hab ihn rangezogen und das Kommando gesagt. Natürlich immer so, das gerade keine Ablenkung und somit kein Anlass für meinen Hund da war, erstmal zu sehen warum ich ihn jetzt rufe.

Wenn er neben mir war hab ich ihn dann gelobt und mit Leckerchen belohnt.

Ich denke das ist eigentlich das was andere mit einer Schleppleine machen, nur eben abgespeckt durch die normale Leine.

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Hallo nochmal!

Wenn mein Hund ein kleines Stück voraus war bin ich stehengeblieben' hab ihn rangezogen und das Kommando gesagt.

...

Ich denke das ist eigentlich das was andere mit einer Schleppleine machen, nur eben abgespeckt durch die normale Leine.

Das ist ja eben genau die Frage, ob das alle mit der Schleppleine so machen. Ich würd nicht fragen, wenn ich das nicht auch schon anders gelesen hätte! ;)

Ich kenne auch die Aussage, dass man NIE die Schleppleine benutzen soll, um den Hund ranzuholen. Deswegen interessiert es mich ja, wer hier wie das Signal "Hier" durchsetzt, und wie die Erfolge mit den verschiedenen Methoden so sind.

Viele Grüße, Iris

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Hallo Iris,

wie Du weißt führen viele Wege nach Rom. Mit meinem Welpen ging ich einen anderen Weg als mit meiner Mischlingshündin die aus dem Tierheim kam und bereits mit 1 1/2 Jahren in 3. Hand gewesen ist.

Mein "gebrauchter Hund" bekam die Schleppleine dran. 14 Tage lang ganz konsequent! Ich habe den Rückruf mit ihr auf jedem Spaziegang geübt, auf dem Hundeplatz - einfach überall! Allerdings verwende ich das Kommando "Hier" niemals weil ich das für die Unterordnung brauchte (Vorsitz an der BH usw.) Mein Befehl war "Name" und "zu mir"! Ist heute noch so...bei beiden Hunden. Kam mein Hund beim ersten mal rufen gab es eine "fette Belohnung" und ganz viel Lob! Rinderherz, Hähnchenbrust, stinkenden Fisch - einfach etwas gaaaaanz leckeres!

Kam der Hund nicht sofort gab es ein Abbruchkommando (ein tiefes grummeln von mir) und der Hund wurde mittels der Leine herangeholt und dann nur sehr verhalten gelobt. Also 14 Tage Schleppleinentraining sind nicht lange....aber mein Gefühl sagte mir es geht! Ich habe die Leine weggelassen und es ging!

Inzwischen kann ich meine Hunde auch mit einem ausgelassenen Spiel bestätigen - finden beide ganz toll! Selbst heute noch lobe ich meine Hunde I M M E R wenn sie zu mir kommen (auch wenn ich nicht gerufen habe!) Nicht immer mit Futter aber ich zeige ihnen ganz deutlich meine Freude darüber! Genauso möchte ich das haben - ist für mich aber niemals selbstverständlich!

Bei meinem Welpen habe ich das auch über super leckeres Futter gemacht - aber ohne Schleppleine. Ich habe von Anfang an kurze "Trainingeinheiten" (Sitz, Platz, Apportieren, kommen) immer mit Futter und spielen belohnt. Mag an der Rasse der Border Collies liegen aber ich war von Anfang an sooooo interessant für den Hund das er ständig nach mir schaute und nichts lieber tat als zu mir kommen! Eine Welpengruppe habe ich bewusst nicht besucht.

Bislang konnte ich in jeder Situation meine Hunde zu mir rufen - egal ob Hase, Katze, Reh oder was auch immer unseren Weg kreuzte. Zu mir zu kommen ist für meine Hunde immer interessanter. Darüber bin ich extreme froh! Wie schon in anderen Beiträgen erwähnt...eine wahre Lebensversicherung für den Hund!

LG,

Karen mit Bonny + Isa

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Ich hab das beim Superpfiff schonmal geschrieben und kopiere es mal hier hin:

Das sichere Hier!!! – Voraussetzung fûr den Freilauf

Was bedeutet „sicheres Hier“?

Das sichere Hier bedeutet, dass der Hund direkt auf kûrzestem

Weg zu mir kommt, wenn ich ihn rufe, unabhängig davon, was er

gerade im Sinn hatte.

Der Hund unterbricht sofort seine Handlungen und kommt zum

Hundefûhrer. Fûr uns ist es die Voraussetzung, dass unser Hund

frei laufen darf, da das sichere Hier uns garantiert, dass der

Hund auf Ruf/Pfiff direkt zu uns kommt.

Welches Kommando wird dafûr benutzt?

Jeder Mensch hat seine eigenen Kommandos, der eine ruft

„Hier“, der nächste ruft „Zu Mir“ und wieder der nächste pfeift

auf den Fingern oder mit einer Hundepfeife……egal, wie wir den

Hund rufen wollen, wir benutzen dieses Kommando immer gleich

und setzen es dann auch immer um.

Und wie zeigt es sich in der Realität?

asb3mlfkq8p9avju5.jpg

Wir rufen und unser Hund kommt nicht direkt sondern er trödelt,

markiert noch in aller Ruhe, schnûffelt, wendet sich erst einmal

ab und schaut in eine andere Richtung…..kurz gesagt, er

gehorcht nicht direkt und kommt besten Falles nach dieser

Zwischenhandlung zu uns.

Warum macht der Hund das?

- Das Signal wurde nicht sorgfältig aufgebaut

- Der Hund hat gelernt, dass das Kommando auf Entfernung

nicht befolgt werden muss

- Das Befolgen des Signals lohnt sich nicht fûr den Hund

- Klingt unsere Stimme zu streng, zu aufgeregt, zu ärgerlich?

- Wirken wir in unserer Körpersprache bedrohlich?

Was muss ich beim Rufen/Pfeifen bedenken?

1. richtiger Zeitpunkt

2. richtige Motivation

3. eindeutige Körpersprache

4. stressfreier grûndlicher Aufbau

5. Bereitschaft mein Signal bei Nichtbefolgen durchzusetzen

6. 1 x rufen, dann eingreifen

7. Klingt meine Stimme „normal“?

asb3nc8wgtk5ffdbh.jpg

1. Der richtige Zeitpunkt

Im Training rufe ich meinen Hund nur dann, wenn ich mir 100%

sicher bin, dass er auch kommt. Ich muss also einen gûnstigen

Zeitpunkt abwarten, wenn er nicht gerade beim Buddeln in einem

Loch verschwindet oder mit anderen Hunden herumtollt.

Ich kann natûrlich auch immer das zufällige Herankommen meines

Hundes nutzen, um das „Hier“ einzusetzen.

2. Die richtige Motivation

Hunde sind Egoisten, sie handeln nur dann, wenn es sich fûr sie

lohnt. Wir mûssen also eine Motivation finden, die den Hund

veranlasst, unser Kommando zu befolgen. Das heißt, ich ûberlege

mir genau, womit ich ihn belohne, der eine Hund bevorzugt

Leckerlis/Futter, der nächste ein Spielzeug und wieder ein

anderer Toben, Knuddeln oder sonstiges. Diese Belohnung wûrde

der Hund bekommen, wenn er dann bei mir angekommen ist,

3. Die eindeutige Körpersprache

Der Hund bedient sich ûberwiegend der Körpersprache um

Informationen auszutauschen. Hunde erkennen viel leichter

Zeichen als verbale Signale. Eine erfolgreiche Kommunikation ist

nicht einfach. Wir Menschen bedenken oft nicht wie unsere

Körpersprache auf den Hund wirkt. Durch unsere Größe können

wir schon bedrohlich auf den Hund wirken.

Eine einladende Armbewegung, rûckwärts Laufen, seitlich zum

Hund stehen, Hinhocken, dem Hund beim Herankommen nicht

direkt in die Augen sehen….dies alles wäre eine Einladung fûr den

Hund heranzukommen. Stehen wir jedoch frontal und breitbeinig

zum Hund, evtl. die Arme in die Seiten gestûtzt, wirken wir eher

abschreckend auf den Hund.

Auch das sofortige Überbeugen und/oder ins Halsband Greifen

sollten wir tunlichst unterlassen.

4. Der stressfreie grûndliche Aufbau

Wie immer, wenn wir ein neues „Kommando“ einfûhren, mûssen

wir uns vorher gut ûberlegen, ob das Wort, welches wir benutzen

wollen, nicht bereits anderweitig belegt ist oder evtl. zukûnftig

anders belegt werden soll.

Wir mûssen uns Gedanken machen, was genau das Kommando

bedeuten soll.

Reicht es uns, dass der Hund bis auf einen Meter herankommt

oder soll er vorsitzen oder in die Sitz-bei-Fuß Position….

Wenn wir also fûr uns festgelegt haben, welches Kommando wir

nehmen und in welcher Form es ausgefûhrt werden soll, beginnen

wir in stressarmer Umgebung, gutgelaunt und motiviert mit dem

Hund zu arbeiten.

Zuerst arbeiten wir ausschließlich mit dem „Kleinen Hier“. Wir

arbeiten zuerst in ruhiger Umgebung und steigern langsam die

Ablenkungen. Immer wieder bauen wir mehrfach kurze

Trainingseinheiten von 12-15 Wiederholungen in unseren Alltag ein.

Wenn das gut klappt, wechseln wir die Leine gegen die

Schleppleine aus und arbeiten in gewohnter Form weiter.

Wichtig ist, dass wir nicht zu schnell vorangehen, bevor wir die

Leine wechseln oder gar ohne Leine arbeiten.

5. Bereitschaft mein Signal bei Nichtbefolgen

durchzusetzen

…..und wenn es nicht klappt? Wenn der Hund nicht reagiert?

Wenn er auf halber Strecke stehen bleibt oder andere Dinge

machen möchte?

…..genau damit mûssen wir anfangs rechnen und uns bereits beim

Rufen darauf einstellen, unser Kommando auch durchzusetzen.

Ich bin also allzeit bereit, in die Leine zu greifen und beim Hund

leicht anzuklingeln, um mich in Erinnerung zu bringen. Das Ganze

wird dann beim Herankommen mit unserem Kommando und

freudigem Jubel unterstûtzt.

Wie immer muss ich auch hier ein ausgesprochenes Kommando

einfordern und auch wieder auflösen. Konsequentes Einfordern

ist natûrlich lästig, aber alles andere wäre absolut

Kontraproduktiv.

6. Einmal Rufen, dann Kontakt halten und evtl.

eingreifen

Auch hier ist es hilfreich das Kommando nur 1 x zu sagen.

Häufiges Wiederholen lässt den Hund das Kommando schnell als

bloßen Kontaktlaut oder akustische Dauerberieselung abwerten,

der zeigt, dass Sie noch in der Nähe sind.

Wir rufen also nur 1 x, halten den Kontakt zum Hund und greifen

beim Nichtbefolgen oder Abbruch wie unter Punkt 5 beschrieben

konsequent ein und setzen uns durch.

7. Klingt meine Stimme normal?

Beim Rufen ist es wichtig, darauf zu achten, dass ich im normalen

Tonfall bleibe.

Aufregung, Angst, Ärger schlagen sich meist in der Stimme nieder

und unsere Hunde erkennen direkt, dass etwas im Busch ist.

Wenn man diese Emotionen nicht aus dem Tonfall verbannen

kann, ist es anzuraten eine Hundepfeife zu benutzen, da diese

immer emotionslos gleich klingt. Das Training mit der Pfeife läuft

genauso ab, wie mit der Stimme.

Das war die Kurzversion der Theorie.

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Huhu!

Aus vielerlei Gründen (besonders weil wir zum Jahreswechsel wieder eine Neukonzeptionierung unserer Kurse vorbereiten) haben wir uns mit dem Thema "Rückruf" intensiv auseinandergesetzt.

Hier der gedankliche Zwischenstand: Wenn ich über Hilfsmittel für den Rückruf, sowie über die "Konditionierung" eines dafür entsprechenden Signals Gedanken mache, wird das Fundament in der Beziehung zwischen Mensch und Hund (Balance zwischen "Geben" und Nehmen", zwischen "Fördern" und "Fordern" zwischen "tue es, weil es schöner ist" und "tue es, weil es besser für dich ist") übersprungen.

Warum?

Für den Hund ist es das Schönste bei mir sein zu dürfen. Wir Menschen hingegen verbringen sehr viel Zeit damit unseren Hunden zu vermitteln, dass Schnüffeln, zu anderen Menschen laufen, mit Artgenossen spielen, die Gegend zu erkunden eine tolle interessante Sache ist. Wir ignorieren "Gesprächsangebote" des Hundes und wundern uns dann über die Folgen. Nun braucht es dann Pfiffe, konditionierte "Hiers" (am besten bestätigt mit dem allerfeinsten Katzenfutter) um dem Hund zu "verkaufen", dass wir doch wichtiger sind.

Dieses "verkaufen" ist im Grunde der Anfang vom Ende. Denn: Wir bieten eine Alternative, das bedeutet der Hund wählt. Ungünstigerweise ist dies ja genau das, was wir nicht wollen. Denn wenn wir ihm das "lernen", dann kann es jederzeit sein, dass er sich gegen unser "Angebot" entscheidet. Weil er gerade keinen Hunger hat, oder weil das andere Ziel (anderer Hund, Reh, Karze...) schneller zu erreichen ist oder zumindest momentan die höhere Motivation darstellt.

Gerade heute, nach einem schönen langen Spaziergang mit unseren vier Hunden habe ich mich wieder in diese Gedanken vertieft. Drei der vier Hunde haben sich während 2 Stunden keine 5m von uns weg bewegt. Den einen haben wir "konditionert". Aber nicht zurück zu kommen, sondern weit vorauszulaufen. Er erfüllt damit glücklich eine Aufgabe: Er ist unsere Polizei. Sieht oder hört etwas zeigt er uns das an.

Gleichzeitig haben wir die Ergebnisse unserer Arbeit über das Jahr ausgewertet. In 65% der Fälle waren einer der ersten Fragen der Hundehalter nach einem Training bei uns: Der Hund geht gar nicht mehr von mir weg, ist das ok? Der muss doch mal laufen....

Hier gibt es noch viel Handlungsbedarf im Bezug auf die Einstellung des Menschen zur Sache. Solange, wie es noch Hundehalter gibt die den Blick ihres Hundes beim Ableinen mit einem "Lauf" beantworten, anstatt mit einem Lächeln... solange es noch Hundehalter gibt die ihrem Hund Kalbsleberwurst anbieten, wenn dieser zurückkommt und erst danach (wenn überhaupt) soziale Interaktion anbieten... solange gibt es noch sehr, sehr viel zu tun.

Passt vielleicht nicht 100% zum Thema, einen Gedanken ist es trotzdem wert. Denn wenn mein Ziel ist, dass der Hund bei mir glücklich ist, dann erübrigt sich die Suche nach der Antwort: was soll ich tun, wenn er nicht kommt.

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Also ich versuche es immer durchzusetzten, was schwer ist, wenn man abgelenkt wird und man ne Panikreaktion hat. :)

Sonst, wenn es ganz schwer ist, zum Beispiel anderer Hund oder Pech, ne Katzte und sie kommt nicht, dann versuche ich ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und zu locken. Im Ernstfall renne ich wie bekloppt durch den Wald, um es interressant zu machen. :Oo

Aber ich rufe sie auch manchmal dreimal, dann ist Schluss, was viele anderes machen, nämlich gleich beim Erstenmal.

Wenn sie nicht kommt und losrennt, hole ich sie mir und bleibt meißt kurz da, bis die Luft rein ist.

Grüße Ilo u Kyra

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Hallo Iris,

wenn Sammy der Meinung ist, dass das Reh da vorne viel interessanter ist als ich, renne ich in die entgegengesetzte Richtung los.

Hat bisher immer funktioniert- ausser letzte Woche:

Da habe ich einen Ball auf (!!!) ein Reh geschmissen, was für mich unsichtbar im Unterholz lag :Oo

Sammy ist gute 100m hinterhergelaufen, bis er festgestellt hat, dass ich nicht *mitjage*.

So wirke ich ein, wenn er nicht auf mein Rufen ragiert, wenn keine Leine dran ist.

Ich drehe mich aber auch um und gehe langsam weg, wenn die Schlepp dran ist.

Sammy weiss sehr wohl, wann die Leine zu Ende ist, und wenige cm bevor sie sich strafft, dreht er ab und kommt mit.

Ansonsten ist er aber bei einem Spaziergang sehr gerne in meiner Nähe- man weiss ja nie, wann das nächste *Spielchen* kommt ;)

Sehr selten entfernt er sich mehr als 10m.

Wenn er mit anderen Hunden tobt ist es natürlich auch mehr :)

DIE Methode hat bei Sammy und mir bisher immer gegriffen.

Bis auf das Reh letzte Woche... :Oo

Liebe Grüsse,

Tina mit Sammy

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Als ich das Thema laß und mir so vorstellte wie es bei mir und Danu so gerade läuft, da dachte ich...mhm...wann ruftst Du sie eigentlich.

Lasse ich mir die letzten Monate noch einmal durch den Kopf gehen, stelle ich mit erstaunen fest, das ich das "Hier" Kommando eigentlich kaum benutze.

Im ersten Augenblick habe ich dann gedacht...ups...Du mußt üben! Aber dann habe ich mir gerade mal unseren heutigen Spaziergang vor Augen geführt und festgestellt, das die Gelegenheiten einfach nicht da sind, um Danu mit einem "Hier" zu mir zu bringen.

Warum?

Sie läuft kaum von mir weg, bewegt sich immer in einem Radius von max. 5 Metern zu mir.

Kommen Spaziergänger oder Hunde, Pferde, Radfahrer oder Jogger, dann bleibt Danu stehen, schaut mich an und wartet bis ich auf ihrer Höhe bin um sie ggf. anzuleinen.

Sehr oft kommt sie auch einfach so, holt sich ihre Schmuseeinheiten, oder einfach nur ein "feines Mädchen" ab...

Will ich sie anleinen, weil wir vielleicht gerade am Ortsrand angekommen sind, dann rufe ich nur ihren Namen und sie bleibt stehen, schaut mich an und wartet...

Ist das überhaupt in Ordnung so,?

Irgendwie kommen wir damit gut klar und in wirklich prenzligen Situationen wird sie auf Entfernung ins Sitz oder Platz gelegt.

Was nicht bedeutet sie könne das Kommando "Hier" nicht ;)

Deshalb kann ich nun so überhaupt keinen Tipp geben :Oo

LG Steffi und Danu

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Hallo!

Das wird ja sehr interessant hier, schön!

@ Anita: besonders interessiert mich dein Beitrag, und ich würde gerne noch mehr wissen!

Dieses "verkaufen" ist im Grunde der Anfang vom Ende. Denn: Wir bieten eine Alternative' das bedeutet der Hund wählt. Ungünstigerweise ist dies ja genau das, was wir nicht wollen. Denn wenn wir ihm das "lernen", dann kann es jederzeit sein, dass er sich gegen unser "Angebot" entscheidet. Weil er gerade keinen Hunger hat, oder weil das andere Ziel (anderer Hund, Reh, Karze...) schneller zu erreichen ist oder zumindest momentan die höhere Motivation darstellt.

Als ich gerade diesen Beitrag gelesen habe, dachte ich: genau das ist es! Klar kann ich mich für meinen Hund zum Affen machen, versuchen, immer interessanter zu werden... aber irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass es falsch ist, wenn ich mich bei meinem Hund permanent anbiedere. Versteht mich nicht falsch, ich bin gerne freundlich zu meinem Hund, spiele total gerne mit ihr, sie kann auch gerne mal ein Leckerli bekommen. Aber ich habe schon einmal gesehen, wie schnell sich auch die tollsten Belohnungen abnutzen können und irgendwann für den Hund eben doch was anderes wieder interessanter ist. :(

Für den Hund ist es das Schönste bei mir sein zu dürfen.

...

Hier gibt es noch viel Handlungsbedarf im Bezug auf die Einstellung des Menschen zur Sache. Solange' wie es noch Hundehalter gibt die den Blick ihres Hundes beim Ableinen mit einem "Lauf" beantworten, anstatt mit einem Lächeln... solange es noch Hundehalter gibt die ihrem Hund Kalbsleberwurst anbieten, wenn dieser zurückkommt und erst danach (wenn überhaupt) soziale Interaktion anbieten... solange gibt es noch sehr, sehr viel zu tun.

Anita, darüber wüsste ich gerne noch mehr! Wie sieht diese soziale Interaktion konkret aus? Warum ist sie für den Hund wichtiger als alles andere? Egal, wie man interagiert, es ist und bleibt doch so, dass ich für den Hund jemand bin, der immer für ihn da ist (das möchte ich grundsätzlich auch nicht ändern, das Fanjas Vertrauen bedeutet mir viel und bringt uns beim Arbeiten auch oft sehr weiter), während sich die Gelegenheit, ein Kaninchen zu jagen, vielleicht einmal alle 2 Monate ergibt und deswegen in diesem Fall die Motivation höher ist?

In 65% der Fälle waren einer der ersten Fragen der Hundehalter nach einem Training bei uns: Der Hund geht gar nicht mehr von mir weg' ist das ok? Der muss doch mal laufen....

Ja, die Frage würde ich euch auch stellen! ;) Nicht, weil ich Bedenken hätte, dass Fanja nicht genügend Auslauf bekommt, sondern weil ich für die Rettungshundearbeit einen Hund brauche, der sich auch von mir löst. Kann es da eine Probleme geben?

Neugierige Grüße, Iris

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