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Hundeforum Der Hund
gast

"Hier" durchsetzen

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Heya!

Würd mich auch freuen, wenn du das noch ein bisschen erklären könntest Anita!

Charlie achtet während dem Spaziergang zwar ziemlich gut auf mich, aber ich bin auch eine, die ihn nach dem Blick beim ableinen wegschickt... Hab mir bis jetzt ehrlich gesagt gar nichts dabei gedacht, sondern angenommen, dass er auf mein OK wartet gehen zu dürfen...

Was soll ich denn ansonsten machen?

Bin schon gespannt!

Helena

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Anita, darüber wüsste ich gerne noch mehr! Wie sieht diese soziale Interaktion konkret aus? Warum ist sie für den Hund wichtiger als alles andere?

das wollte ich auch gerade fragen:

wie muss ich sein, dass es für den Hund das schönste der Welt ist bei mir sein zu dürfen?

Wir waren heute auch mit Meggie spazieren, teils mit Schleppi, teils ohne.

Sie ist gerne bei uns, bleibt MEIST auch in unserer Nähe, dreht sich häufig nach uns um:

erwartungsvoll und freudig, wann wir wieder eines ihrer heißgeliebten Bällchen-suchen-Spielchen einbauen...

Aber dass Meggie es schöner findet bei mir bleiben zu DÜRFEN, und nicht dem Kaninchen nachrennen zu müssen...

:Oo:Oo

davon bin ich wohl doch noch weit ...

LG

Rike mit Meggie.

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Huhu!

Puh.. ok... das mit meinem Fernsehabend verschiebe ich dann mal... ;-)

Rike: Die richtige Frage lautet: Wie darf ich nicht sein? Für alle Eure Hunde ist das Wichtigste bei Euch sein zu dürfen. Das muss man keinem Hund "beibringen".

Der Hund erfüllt unsere Erwartungen. WIR sind es die glauben, Hunde brauchen Auslauf, brauchen Begegnungen mit anderen Hunden... und das kommunizieren wir auch. Daher mein Beispiel mit dem Wort "Lauf". Gerade gestern konnte ich folgendes beobachten: Frauchen leint Hund ab. Hund schaut sie mit grossen Augen an. Frauchen sagt: Lauf!" Hund geht ein, zwei Meter und schaut erneut. Frauchen sagt mit grosser Handbewegung: "Nun, lauf!!"

Momente, wo mein Herz blutet.

Hund geht schliesslich, kommuniziert nicht noch einmal.. geht schnüffeln, buddeln.... und ist daraus nicht abrufbar...

....

Wir sind recht gut darin, unserem Hund zu sagen: Bleib bei mir, hier ist es schöner (Ballis werfen, Leckerlis suchen etc.), aber in der Regel grottenschlecht darin, unserem Hund zu kommunizieren: Es ist sicher, bei mir zu sein. Ich übernehme Verantwortung für Dich...ich beschütze Dich!

Rike.. sie hat Dir sicher vor ihrer allerersten Jagd gesagt: Mama, schau mal.. Lebend-Barf!! Was tun wir? Rufen hektisch "Nein"... "Hier"....

Schau in das verdutze Gesicht eines Hundes, der bewundernd gelobt wird, wenn er ein Reh entdeckt und Du wirst wissen was ich meine....

Hunde reden den ganzen Tag mit uns. Wir reduzieren es oft darauf ihnen zu sagen was sie zu tun oder zu lassen haben... anstatt ihnen zuzuhören und zu antworten...

Helena, ein Hund der Dich anschaut, der spricht! Antworte ihm! Nicht mit "Lauf" (also: geh weg von mir, such dir andere Gerüche, andere Beschäftigungen!), sondern vielleicht mit einem: "Schön, dass Du bei mir bleibst, ich verspreche Dir einen schönen gemeinsamen Spaziergang!"

Achte auf Deine Gedanken, denn aus ihnen werden Worte!

Achte auf Deine Worte, denn aus ihnen werden Taten!

Achte auf Deine Taten, denn sie spiegeln Deine Einstellung!

Iris... Dein Hund spürt Dein Bauchgefühl... Du handelst anders als Du fühlst...

Und Steffi...: Richtig.. Du brauchst kein "Hier" und wenn es doch wichtig wäre eine verträumte Danu mal aus der Entfernung zu Dir zu rufen, dann würde sie auf jedes erfundene Wort hin kommen... weil sie weiss: Bei Dir ist es sicherer!

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@ Danu

wie lange arbeitest du schon mit deinem Hund. Bin beim lesen deines Beitrages richtig neidisch geworden.

Zurück zum Thema.

Ich übe "Hier" mit der Schleppleine. ( Inzwischen ja wieder, da er seit einiger Zeit auf Stur macht.)

Ich lasse ihn laufen, schnuppern usw.

Und irgendwann rufe ich dann "Hier"

Wenn er kommt lobe ich ihn ganz toll und er bekommt ein Leckerli.

Kommt er nicht, ziehe ich leicht an der Schleppleine und sage nochmal, strenger, hier.

Dann kommt er auch schon und ich lobe. Aber ohne Leckerli.

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Hallo Iris,

danke für die Eröffnung dieser spannenden Diskussion ;o)

Ich habe mir Naomi leider das gleiche "Problem".. Meine beiden "Althunde" verhalten sich wie Steffis Danu, ich brauche sie kaum zu rufen..

Irgendwie schob ich das immer auf ihr älter werden und ihren damit deutlich weniger werdenden Bewegungsdrang..

Naomi ist hingegen immer vorne weg. Sie sieht sich zwar alle 2-3m um und ich lobe sie dann dafür, aber ihr Radius wird mit der Zeit eher größer als kleiner :(

nachdenkliche Grüsse

Jessy

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Hey Jessy!

Schau mal, in welcher Situation sie sich wie umschaut.

Lob alleine ist noch keine Anwort. Mit der Zeit gilt es zu verstehen, was der Hund mir sagen wollte.

Beispiel: Der Hund schaut sich um, weil er etwas unheimliches gesehen hat, was mir verborgen blieb. Wenn ich ihn jetzt lobe ist das schön, aber was wenn er sich umschaut um zu fragen: Ist das da ok? Oder soll ich lieber zu Dir kommen...? Oder: Machst Du das oder soll ich das machen?

Weisst Du was ich meine? Es geht nicht nur um Responds sondern vorallem um Kommunikation.

Und: Im Rudel kann es sein, dass die Althunde die Jungen "schicken". Dann müsste man sich auf diese Kommunkation konzentrieren.

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Mir geht es aehnlich wie Danu, da ich es sehr selten brauche, dass Shyla zu mir kommt. Meist fordere ich sie nur auf zu warten, oder mit mir mitzulaufen.

Wenn ich ein "Hier" brauche und Shyla zoegert, liegt es meistens daran, dass ich auf sie zu laufe. Stehen bleiben oder kleine Schritte rueckwaertsgehen ist Aufforderung genug. Wenn ich es stuerrmisch haben moechte breite ich die Arme aus und gehe in die Hocke.

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Hallo!

Anita, danke für die Antwort! Jetzt sehe ich schon etwas klarer!

Natürlich glaube ich nicht, dass ich jetzt das Geheimrezept gefunden habe, mit dem alle unsere "Probleme" auf einen Schlag gelöst sind, aber ich bin wieder ein Stück sensibilisiert. Ich werde von jetzt an noch genauer auf Fanjas Signale achten und versuchen, ihr anders zu antworten. Bin schon gespannt, was dabei rauskommt!

Aber sag mal... ich will nicht nerven, aber wie ist das denn nun mit einem Hund, der sich sicher ist, dass es bei mir am allertollsten ist, und der RH-Arbeit? Denn da bin ich ja der Spielverderber, und Fanja soll von mir weg!

Viele Grüße, Iris

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Iris, du musst mir dann undebingt schreiben, wie deine Antworten aussehen :)

@ Anita

Hm.. eigentlich schaut sich Naomi wirklich fast alle paar meter um, manchmal wenn jmd. kommt und dann rufe ich sie eigentlich immer ran. Aber auch häufig ohne irgendeinen für mich ersichtlichen Grund. Mir kommt es eher vor wie :Frauchen, Lauf schneller ;)

Dazu muss man vielleicht sagen, dass sie, wenn wir im Rudel spazieren gehen viel hektischer ist, als wenn ich z.b. nur mit ihr alleine gehe. Aber ich dachte das liegt vielleicht daran, dass ich dann mehr mit "Übe" als sonst?!

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Hallo Iris!

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Diese Einstellung und RH-Arbeit.. kein Problem!

Im Alltag kommuniziere ich, in der Arbeit konditioniere ich. Ich setze soviele Schlüsselreize als möglich (Kenndecke, Leine, Halsband, Worte mit denen ich den Hund aus der Box hole) um klarzustellen: Mach, was ich Dir gelernt habe! Gehe Menschen jagen! Das kannst Du besser als ich!

Wie gesagt: Meine Einstellung zum Alltag hat meine die RH-Ausbildung nicht gerade vereinfacht. Aber es geht!

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