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Hundeforum Der Hund
Joana789

Hund kann nicht alleine bleibe, nichts hilft!

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Hallo liebe User,

 

ich bin neu hier, und wende mich nicht in eigener Sache an euch.

Kurze Vorstellung :-)

 

In unserem Haus (recht groß) wohnen mein Mann und ich mit meinem 2jährigen Labbimädchen Yule (seit Welpe bei mir, überhaupt keine Probleme). Mein Bruder, Single, (25) wohnt mit uns auf der gleichen Etage. Ihm gehört Labrador-Schäferhund-Mix Rocky seit November 2015. Demnächst zieht meine Mutter (ohne Hund :)) ins Obergeschoss.

 

Rocky ist 3 Jahre alt und sozusagen "3. Hand". Über die ersten Besitzer ist gar nichts bekannt. Rocky kam zu uns, nachdem seine zweite Familie ihn abgeben wollte, und mein Bruder seinen eigenen Hund haben wollte (er bewohnt eine Einliegerwohnung in unserem Haus) Die Familie war ein bisschen seltsam, aber nett.  Zwei kleine Kinder, das dritte unterwegs. Wurde ihnen zuviel, so die Begründung, die Katze sollte auch abgegeben werden. Deren Beschreibung nach kann er für 4 Stunden prima alleine bleiben, ist sozialverträglich, kerngesund, entwurmt, entfloht, geimpft,... usw. Nachdem er sich auch mit meiner Hündin gut verstanden hat, war die Entscheidung klar: Rocky zieht bei uns ein.

 

Die erste Zeit verlief ganz gut. Mein Bruder hatte erstmal Urlaub und alles war gut. Abgesehen davon, dass er voller Flöhe war, die Impfung lange überfällig und dringend eine Wurmkur brauchte (haben ihn kurz nach seinem Einzug beim TA vorgestellt). Dann kam der Tag, an dem er das erste mal zur Arbeit musste. Vom Prinzip her kein Problem - ich bin Vormittags nur 5 Stunden außer Haus. (Mit meiner Hündin von klein auf geübt, und auch kein Problem). Als ich jedoch von der Arbeit kam, das große entsetzen: Er hatte sämtliche Türen geöffnet, sämtliche Mülleimer geleert, überall randaliert und den gelben Sack geplündert. Schlussendlich muss er Durchfall bekommen haben, welches er im Arbeitszimmer (erst Tür auf, dann rein) verrichtete. Also erstmal: Kernsanieren. Ich habe es stillschweigend erledigt, ich weiß, Schimpfen nützt nix. Und ich wusste: Es war eine "Verzweiflungstat".

Aber mit meinem Bruder habe ich gesprochen, dass er sich was überlegen muss und vor allem das Alleinebleiben dringend trainieren muss.
Zweites Problem (aber nicht so dramatisch): Er kommt mit großen, dunkelhaarigen Männern nicht klar, hat panische Angst (<-- mein Mann). Das ist aber noch ein anderes Thema. Fakt ist: In seiner Vergangenheit ist einiges schief gelaufen.

 

Die Monate vergingen, und es tat sich- NICHTS. Mein Bruder übte nicht mit ihm. Immer hatte er eine andere Ausrede parat. Schloss die Tür zu seiner Wohnung ab (die dann bald praktisch ohne Farbe war, weil zerkratzt), sicherte alle Mülleimer usw. Irgendwann beschwerten sich die Nachbarn, er würde ununterbrochen bellen und jaulen. Wieder habe ich ihn mir zur Brust genommen. Es passierte: NICHTS.

 

Mitleiweile vermiete ich ein kleines Zimmer an Gäste. Meine größte Sorge: Die könnten sich auch gestört fühlen. Und; Der arme Rocky tut mir so leid. Inzwischen hat mein Bruder einen sehr großen Kennel (in dem er wirklich bequem stehen, liegen und sitzen und sich drehen kann), weil er natürlich auch nicht mehr wollte dass er alles zerlegte. Ich habe mir den Mund fusselig geredet, dass das nicht die langfristige Lösung sein kann und das er mit ihm üben muss. Ich habe einmal mit Video aufgenommen, als er alleine war. Er jault wie ein Wolf, bellt, horcht, wieder von vorn. Und dazwischen zerlegt er alles was nicht niet- und Nagelfest ist. Sogar den verchromten Kennel. Dieser wurde inzwischen geflickt. Vor einem Jahr wurde er kastriert, also habe ich meine Hündin für die Zeit am Vormittag zu ihm gelassen, damit er nicht so alleine ist. Hat aber nur für 10 Minuten geholfen. Danach das gleiche Spiel. (Habe gefilmt). Man konnte gut erkennen, dass das meine Hündin total nervös und unsicher machte, sie hechelte ununterbrochen und tigerte auf und ab, fiebte und wollte raus. (Wenn ich sie filme, während sie alleine ist, pennt sie 90% der Zeit und sitzt pünktlich 15 Minuten vor meiner Ankunft an der Tür ;-))

 

Also auch nicht die Lösung. Nun weiß ich nicht mehr weiter. Abgesehen davon, dass andere sich gestört fühlen, ist es für den armen Kerl doch wirklich schlimm. Er leidet, und das tut mir richtig in der Seele weh. Ich bin ratlos, und weiß nicht weiter.

Anmerken müsste ich noch: Rocky ist aus meiner Sicht sehr schlau und lernt für sein Leben gern. Leider arbeitet mein Bruder - richtig - GAR NICHT mit ihm. Powert ihn weder körperlich noch geistig aus (morgens 5 Minuten nur Pipi machen). Dabei hätte er Zeit ohne Ende (muss erst um 7.45 aus dem Haus). Auch den Restlichen Tag MAXIMAL mal ein kleiner Spaziergang. Fakt ist aber: Es ist SEIN Hund. Darum will ich ihm die Arbeit und Verantwortung nicht voll abnehmen. Natürlich nehme ich ihn dann ab Mittags zu mir, aber mit zB beiden Hunden spazieren gehen klappt nicht, da er an der Leine sehr aggresiv ist (anderen Hunden (Rüden) und Männern gegenüber) und jagen geht, und zieht wie verrückt.

 

Noch eine Anmerkung: Wenn mein Bruder dann heimkommt, flippt er total aus. Kratzt, zwickt, jault wie irre und kriegt sich kaum noch ein.

 

Alles in allem: Ich bin ratlos. Was kann ich tun, damit es Rocky besser geht, und wichtiger noch: Was kann mein Bruder tun? Also aktiv?

 

Bitte helft mir.

 

Liebe Grüße aus dem Norden!!

 

 

 

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Dein Bruder macht es sich sehr einfach. Mal abgesehen davon, dass er keine Verantwortung für das Wohlergehen des Hundes ergreift, geht es ihm schlichtweg sonst wo vorbei, was du sagst. Dein "Gemecker" geht ihm in ein Ohr rein und in das andere wieder raus. Da ihr eine Familie seid, werden sich die Nachbarn vielleicht auch mal an dich und deinen Mann wenden, wenn die Kläfferei zu heftig wird. Es könnte sich also auch noch ein Streit mit der Nachbarschaft anbahnen.

 

Für mich stellt sich nicht die Frage, was dein Bruder tun kann (das liegt nämlich auf der Hand) sondern was er tun muss. Da sind meiner Meinung nach Konsequenzen und das Aufzeigen von Grenzen gefragt. Wäre das mein haus, würde ich meinen Bruder vor die Wahl stellen, entweder den Hund vernünftig zu erziehen oder er bekäme die Kündigung.

Es ist weder für dich noch für die Nachbarn tragbar, einem solchen Lärm ausgesetzt zu sein. Ist das nicht auch eurer Eigentum, was Rocky häufig auseinander nimmt?

 

ich verstehe, dass dir Rocky's Wohl am Herzen liegt. Aber ich lese aus deinem Beitrag auch heraus, dass du deinem Bruder gegenüber zu nachgiebig bist. Und das weiß er.

Da wirst vielleicht zuerst dran arbeiten müssen.

 

fast vergessen. Willkommen im Forum. :)

 

 

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Tja, was kann dein Bruder tun?! Mit dem Hund arbeiten, oder aber sich überlegen ob es nicht die falsche Entscheidung war einen Hund zu sich zu holen. Klingt mehr als würden sie aneinander vorbei leben, anstatt sich miteinander zu beschäftigen. Aber die Probleme werden ja wahrscheinlich nur noch größer. Auslastung ist ein Grundbedürfnis und wenn das nicht erfüllt werden kann, sollte man sich überlegen ob das für den Hund ne gute Sache ist zu bleiben.

wenn du zu deinem Bruder einen guten Kontakt hast, solltet ihr euch zusammen setzen und nochmal drüber reden. Vielleicht auch den Denkanstoß geben, den Hund eventuell abzugeben (auch wenn das keine schöne Sache ist, aber der Hund durchlebt den puren Stress, dass kann es ja auch nicht sein). 

vielleicht bekommt ihr das ganze aber auch mit einem Trainer auf die Reihe. Vielleicht ist dein Bruder überfordert, weiß nicht mehr weiter und resigniert. Möglicherweise braucht er die Hilfe um wieder Spaß am Hund zu bekommen. Er hat sich das wahrscheinlich anders vorgestellt. Älterer Hund, laut Vorbesitzer erstmal problemlos... Wenn man frustriert ist, verliert man schnell die Lust. 

Ein Gespräch wird sicherlich Klarheit bringen und ich wünsche euch, dass ihr eine gute Lösung für euch und den Hund findet ;)

 

 

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Die Frage ist wohl eher:Wie kriege ich meinen Bruder dazu,sich vernüftig mit seinem Hud zu beschäftigen?

Da kann ich aber eher nicht helfen...und alles,was hier an Ratschlägen und Tipps kommt,wird nix nutzen,weil dein Bruder es nicht umsetzen wird - wie bisher ja auch bzw. auch nicht. ;)

Möglicherweise hilft eine Hundeschule - vielleicht wird dein Bruder aktiver und hat Spaß an der Arbeit bzw. Beschäftigung mit dem Hund,wenn er in einer Gruppe üben und sich mit anderen austauschen kann.Und er hat vielleicht von Stunde zu Stunde ein Ziel,auf welches er hinarbeiten kann.

Dazu muß er ja aber auch erstmal aktiv werden....alternativ würde ich überlegen,den Hund in kompetentere Hände abzugeben.Ein glückliches Hundeleben ist das so ja auch nicht.

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" nichts hilft!" im Titel ist ja ziemlich verkehrt, denn es wird ja nichts getan, was helfen könnte. 

Der Hund ist geistig und körperlich unausgelastet, verbringt einen guten Teil des Tages in einem Kennel (was übrigens aus gutem Grund verboten ist) und verleiht seiner Verzweiflung Ausdruck. 

 

Mit dem Bruder sprechen: will er mit dem Hund was tun, aktiv seine Zeit mit ihm verbringen, oder hat er vielleicht die Nase voll und würde ihn gerne abgeben? Klärt das, erst dann kann man ihn unterstützen -  entweder beim Umgang mit dem Hund, oder bei der Suche nach einem ,passenden zu Hause (und bitte verschweigt das Problem nicht, so dass der neue Besitzer weiß, was auf ihn zukommt. Wenn jemand das weiß, dann lässt er sich bewusst darauf ein und der Hund findet ein zu Hause, in welchem sich sein Problem vielleicht sehr schnell in Luft auslöst. Ansonsten wird er zu einem ewigen Wanderpokal, weil niemand sich auf ihn einstellt.) 

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Mal eine andere Frage: Warum hat dein Bruder sich einen Hund gekauft? Hast du ihn das schonmal gefragt? Offensichtlich hat er ja nicht mal auf das "Mindeste" nämlich gassi gehen Lust... Wozu dann ein Hund?

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vor 10 Minuten schrieb Cartolina:

Mit dem Bruder sprechen: will er mit dem Hund was tun, aktiv seine Zeit mit ihm verbringen, oder hat er vielleicht die Nase voll und würde ihn gerne abgeben? 

 

Das wäre auch meine Frage gewesen. Anscheinend gab es seinerseits ja nichtmal den Ansatz eines Trainingversuches und nur morgens mal 5 Minuten pipi machen ist ja nun auch nicht nennenswert. 

Ich finde es gut das du nach Ratschlägen fragst aber, wenn dein Bruder - ich bin mal so frei und vermute das er keine Lust hat bringt all das nichts. 

Eine Anmeldung in einem Forum ist kein Aufwand, ohne Kosten verbunden und sogar ohne was mit dem Hund zu machen und nichtmal auf diesem Weg sucht dein Bruder sondern du. Ich denke er verlässt sich da sehr auf dich, weil er weiss das du dich eh drum kümmerst?! 

Was macht er denn so mit Rocky ausser morgens pipi? 

 

 

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Lieben Dank für die schnellen und zahlreichen Antworten :-) Aus gegebenen Anlass habe ich ihn mir dann gleich gestern noch einmal zur Brust genommen. Leider habt ihr Recht, ich war bzw. bin oft sehr nachgiebig und genau das wird (nicht nur von ihm....) gern mal ausgenutzt...

Fakt ist zumindest nun: Er will ihn auf gar keinen Fall abgeben, er hängt sehr an ihm (das nehme ich ihm auch sofort ab). Ich auch - er ist wirklich ein toller Hund. Erst hat er nur Vorschläge gemacht, in die ich bzw. meine Hündin immer mit eingebunden sind. Ich habe ihm nun zumindest schon klar machen können, dass er sich unabhängig machen muss - ich bin ja auch nicht immer da.

Im Übrigen haben mich tatsächlich auch schon Nachbarn angesprochen.

 

Er möchte mich in Zukunft zur Hundeschule begleiten. Immerhin, ein Anfang.

 

Aber ja immer noch nicht die Lösung....

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Na,wer weiß....vielleicht ein Anfang der Lösung.

Ich schrieb ja schon - vielleicht trifft er dort Gleichgesinnte,und es macht ihm dann einfach mehr Spaß,den Hund zu beschäftigen und zu trainieren.

Viel Glück!

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Das er dich zur Hundeschule begleiten möchte ist es immerhin schon ein erster Schritt. Die Trainer dort geben Euch dann sicher auch Hilfestellung zu seinen Problemen die Zuhause auftreten. 

 

Bevor man nun irgendwas an Ratschlägen gibt wäre es gut zu wissen was die Hundeschule geraten hat. (Wenn ihr dann da wart). Was aber auf keinen Fall falsch ist, wenn dein Bruder mehr mit ihm macht. Egal ob mehrere kleine Spaziergänge oder kleine Übungen Zuhause.  

Viel Erfolg und halte uns auf dem laufenden :)

 

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