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Hundeforum Der Hund
Luzie.Fer

Und wieder einmal- alleine bleiben trainieren...

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Ich muss leider sowohl in der Wohnung als auch im Büro üben... Ich muss arbeiten :(

 

Ich danke euch schon mal. Ich wollte nur gerne wissen ob ich es richtig mache und ob so ein Rückschritt normal sein kann. 

Danke :)

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Seit 6 Monaten habe ich eine ehemalige Straßenhündin aus Spanien. Sie kannte auch nix. Sie geht auch mit mir ins Büro. Am Anfang hab ich mich selbst unter Druck gesetzt und mit Julie geübt, geübt, geübt.  Es war echt schwierig für mich.  Jetzt kann ich sagen, Julie kann schon 40 Minuten alleine bleiben - wohlgemerkt Zuhause. Im Büro klappt es besser.  Man muss echt zusammenwachsen, der Hund muss einem vertrauen und der Mensch muss berechenbar sein. Das bringt echt die Zeit. Heute bin ich entspannter. Ich lebe auch alleine. Nur ab und zu geht sie zu meiner Mutter, wenn ich mal zu einem Arzt muss. Sonst ist sie immer bei mir. Ich vermisse auch die Zeit, mal ins Kino zu gehen usw. Das wird irgendwann kommen, da bin ich mir sicher. Du musst Deiner Maus Zeit geben und sie ankommen lassen. Julie hat soviel lernen müssen. Wir fahren mit den öffentl. Verkehrsmitteln zur Arbeit, sie meistert das alles und ich bin echt stolz auf die Maus. Zuhause übe ich das Alleine bleiben nur 1x tgl. Ich hab ein Ritual. Wenn ich gehe,  verstreue ich was Leckeres in der Küche und sage ihr dann "muss kurz einkaufen" und schließe die Tür. Julie bleibt dann in der Küche

zurück, die auch recht groß ist. Per Handy, was mit meinem Festnetztelefon verbunden ist, höre ich dann, ob alles gut geht. Wenn ich wieder da bin, wird sie kurz begrüßt. Ich hab echt in kleinen Schritten geübt und dann auch auf mein Bauchgefühl geachtet. Rückschritte wird es wohl immer geben aber man darf nicht aufgeben.

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Für mich wäre es kontraintuitiv, so einem Hund feste Rituale vorzuenthalten. Das ist sehr individuell.

Manche Hunde werden sehr nervös wenn man die Jacke anzieht o.ä.

Aber meinen würde nichts mehr anspannen als die Befürchtung, ich könnte einfach irgendwann weggehen. Das macht mich ja unberechenbar für den Hund. 

 

Ich sage freundlich "Du bleibst hier" mit Handzeichen ("Stop"). Das habe ich anfangs an der Tür stehend gemacht. Da wollte er mir hinterher. Mittlerweile liegt er morgens auf der Couch und öffnet ein Auge. An der Ohrenbewegung sehe ich, dass er es registriert hat. ;)

 

Auch wenn er da sehr entspannt wirkt - Ich würde niemals gehen ohne ihm was zu sagen. Manchmal sage ich nix, wenn ich die Wohnung verlasse und in den Keller gehe. Aber ich weiß, dass er dann hört, ob ich das Haus verlasse. 

 

Es gibt auch noch "Du bleibst hier.... bei xy" wenn jemand bei ihm bleibt. Das klappt auch wenn wir bei meinen Eltern oder bei meinem Freund sind.

Draußen und in fremden Wohnungen hat er auch große Verlustängste. Unsichere Hunde müssen ganz sicher sein, dass man immer zurückkommt und dass man nie einfach so weg ist. Er weiß das inzwischen hier zu Hause und bei meinem Freund. Bei meinen Eltern ist er noch sehr unsicher. Da bleibt auch bisher immer jemand bei ihm.

 

Das mit dem Büro ist für sie jetzt bestimmt besonders schwierig. Meinem hilft ein Gegenstand, den er mit mir identifiziert. Eine Weile lang durfte er mit zu meinem Sportkurs. Da musste er am anderen Ende des Raumes angeleint liegen. Erst hat das nicht geklappt. Aber dann durfte er auf meiner Jacke liegen und meine Tasche, die ich immer am Wochenende mit habe, wenn wir unterwegs sind, stand daneben. Das hat ihm die Sicherheit gegeben, dass ich nicht ohne ihn weggehe. Die steht auch immer auf der Hundewiese und solange die da steht, spielt und rennt er sehr ausgelassen. Sobald ich die Tasche nehme, guckt er, ob ich gehe. Ich bin sogar schonmal testweise ohne Tasche gegangen. Das ist ihm verhältnismäßig spät aufgefallen. :D Im Restaurant liegt er auch immer auf meiner Jacke. Ganz entspannt, denn ohne die gehe ich ja nicht.

Vielleicht gibt es bei euch sowas auch, das du dann zu Hause und im Büro bei ihr lassen kannst? So eine Art Anker.

 

Beim Wiederkommen Ignorieren finde ich auch falsch für euch. Ich begrüße meinen direkt beim Reinkommen kurz und rede mit ihm. Aber sehr ruhig und unaufgeregt. Dann lege ich meine Sachen ab und dann gibt es Streicheleinheiten. 

 

Du solltest wieder minutenweise üben. Damit das Alleinbleiben für sie nichts Schlimmes wird. Ein bisschen fiepen und an der Tür kratzen finde ich nicht schlimm. Das ist ja eine Emotionsäußerung. Sie soll nur keine Panik bekommen.

 

Mein Hund wird nie glücklich sein, dass ich gehe. Aber es ist für ihn okay. Er hat Dinge, die er dann tut. Schlafen, Kausachen, sein Kong, den Mülleimer ausräumen. ;)

 

 

Edit: Diese Tipps habe ich übrigens hier im Forum bekommen und außerdem den vielleicht hilfreichsten:

Bevor man geht und wiederkommt, sollte man seine eigenen Gefühle im Griff haben. Hunde sind sehr stimmungssensibel. Man sollte sich zwingen, innerlich selbst ruhig zu sein und kein schlechtes Gewissen zu haben. Ich weiß, dass das schwer ist, gerade wenn man darauf angewiesen ist, dass das alleine bleiben klappt.

 

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vor 9 Minuten schrieb Freefalling:

 

Beim Wiederkommen Ignorieren finde ich auch falsch für euch.

Geht mir ähnlich (und würde ich überhaupt nicht schaffen:)) Ignorieren wird bei meiner mit Fehler gemacht haben assoziiert (kommt auch selten vor), ich würde nicht wollen, daß sie die Verknüpfung "sie geht weg, weil ich einen Fehler gemacht habe" oder "ich war hier allein und habe scheinbar einen Fehler gemacht" macht.

Aber wie gesagt, es ist typenabhängig.

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Ich habe ein Ritual eingeführt, wenn ich gehe. Ich werfe ein paar kleine Leckerlies verteilt ins Wohnzimmer und sag kurz "jetzt such". Dann bin ich abgemeldet. Mimmo ist das so gewohnt, dass er schon freudig wartet, wenn ich Schuhe und Jacke anziehe. Während ich weg bin schläft er oder beschäftigt sich. Sein Spielzeug ist meistens quer in der Wohnung verteilt. Ich begrenze aber sein räumliches Umfeld, Bad, Kinderzimmer und Schlafzimmer sind geschlossen. Mimmo hat nur Zugang zu Küche, Wohnzimmer, Flur. Ich habe den Eindruck so hat er es lieber. 

 

Beim Heimkommen ziehe ich mich erst aus und dann wird ausgiebig gestreichelt. Ich denke, hier kommt es auf den Hund an. Mein erster Hund blieb prima alleine und ich hab ihn immer freudig begrüßt beim nach Hause kommen. Bei Mimmo nun halte ich es etwas gedämpfter, aber meine Freude zeige ich ihm auch. Ich freu mich ja auch, wenn ich ihn wieder sehe, das spürt der Hund doch ohnehin. Da kann ich es auch ruhig zeigen. 

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Danke!

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