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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

heute wurde ich gebissen - mein erster "Betriebsunfall"

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Als wir Cleo geholt haben, wußten wir auch nicht , daß sie ohne Vorwarnung zuschnappt.

Ist wohl im Tierheim vergessen worden. :Oo

Sie lässt sich nie nicht von Fremden anfassen - und nach meinem ältesten Sohn schnappte sie am ersten Abend.Sie hatte gelernt , daß sie mit Schnappen erfolgreich ihren Kopf durchsetzen kann.

Sie ist draussen gräßlich, mit Fremden schwierig , mit Hunden eine Katatrophe und manch einer würde nicht in meiner Haut stecken wollen - aber das ist alles nicht wichtig , wenn man sie mit meinem ( kleinen ;) ) Sohn auf der Couch beim Schmusen sieht.

EINE Chance, eine einzige Chance sollte sie im Leben bekommen, und die habe ich ihr eingeräumt. Nicht immer ist alles nur schwarz oder weiß.

Und der Hund ist 8 Monate alt , der kann lernen.

Grüsslis

Martina mit Cleo & Yuma

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Hallo Anja

Toll dass du dabei bleibst und die Leute unterstützt! :respekt:

Mit so einem Hund ist es enorm wichtig jemanden zu haben der einen anleitet, dem man vertrauen und den man fragen kann wenn man unsicher wird. So eine Persönlichkeit bist du sicherlich! Ich hoffe die Besitzer erkennen dies und schenken dir ihr Vertrauen.

Ich wünsche dir und der Familie viel Durchhaltewillen, den Besitzern viele positive Kleinigkeiten, damit die Motivation Konsequent zu sein, die Nerven und Konzentration zu behalten bleibt.

Sicher weisst du das, aber ich schreibe es trotzdem...es ist einfach enorm wichtig: ein Restrisiko ist bei solch einem Hund immer vorhanden, man darf nicht leichtsinnig werden, auch wenn die Besserungen einen dazu verleiten sollten.

Viel Erfolg!

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Hallo Anja

:respekt: für Dich und auch die Familie das sie es nochmal versuchen wollen. Ich bin mir ziemlich sicher, das es klappen kann. Natürlich ist immer ein Restrisiko vorhanden, aber wenn alle mitziehen, dann geht das schon. Natürlich muß nun Mutti konsequent das Kind zurücknehmen, und ich denke, das wird sie auch tun.

Ich weiß was ich damals alles mit Nicki geschafft hatte und ich war absoluter Hundeneuling. Ich hatte keine Ahnung auf welches Gebiet ich mich begebe. Und ich hatte keinen Trainer. Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und viel gelesen. Versucht dem Hund Sicherheit, Konsequenz und Liebe zu geben. Es hat funktioniert, auf jedenfall das er die letzten 2 Jahre die er bei mir hatte niemanden mehr gebissen hat. Anfangs sind auch 2 Ausrutscher passiert, einmal bei mir, einmal bei meiner Freundin. Aber dann nie wieder. Auch ich habe zur Sicherheit meinem Hund einen Maulkorb umgemacht, wenn ich zb kurz im Laden drin war etwas einkaufen. Verstanden hat das keiner. Er sah ja nicht bissig aus. Aber ich wollte ihm auch nicht die Möglichkeit geben in altes Muster zurück zu fallen.

Ich finde Du hast ein absolutes Händchen für Hund und Mensch, und ich weiß das Du die richtige Entscheidung triffst, wenn Du sagst, du probierst es, weil die Menschen des kleinen Wuschels es so wollen. 8 Monate ist noch nicht so alt. Man kann noch viel tun.

Ich jedenfalls glaube an Dich, wenn Du die sagst er läßt sich unheimlich viel von dem Kind gefallen, dann ist das schon mal eine gute Basis. An anderen Dingen muss Mutti arbeiten, immer wieder das Kind beiseite nehmen usw. Nicht mehr ganz so arglos an die Sache gehen. Ich denke sie hat sich vorher auch gar nicht so den Kopf gemacht, wenn Du sagst sie hat nur verbal agiert. Da muss der Hund ja schon lange durchgehalten haben bis er doch mal gebissen hat.

Ich drücke alle Daumen , das alles so klappt wie Du dir das vorstellst und die Familie auch mit arbeitet.

Anbei mal ein Bild von meinem Nicki, leider sehr schlechte Qualität :( Ist das einzige was ich von ihm habe :heul:

LG Tanja

post-2265-1406411599,37_thumb.jpg

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Huhu Anja!

Mit der Verantwortung in einem solchen Fall sollte man sehr sorgfältig und selbstkritisch umgehen, denn wenn das ins Auge geht hat es auf vielen Ebenen Konsequenzen.

Ein paar Ratschläge aus der Praxis:

1. Hole auf jeden Fall einen Tierarzt mit Zusatzausbildung Verhaltenstherapie dazu. Aus zwei Gründen: Ein Hund ohne Verhaltensstörung erzählt einen Roman (Länge und Ausführlichkeit sind sehr individuell... manchmal ist es ein "Bruchteileinersekunderoman") bevor sie zubeissen. Entweder es ist Dir ein Teil dieses Romans entgangen, oder aber Deine Beschreibung stimmt. Wenn sie stimmt, deutet das auf unlogisches (weil nicht verlernbares) Verhalten hin und das wiederum auf eine Verhaltensstörung.

In diesem Fall wirst Du ohne einen speziallisierten Tierarzt ohnehin nicht hinkommen.

2. Die gesamte Beschreibung klingt logisch (aus Sicht des Hundes). Hier der Rat: Sich beissen zu lassen, kann für die Vertrauensbildung nützlich sein. Wenn von vorneherein klar ist, dass der Kunde daran keinen Zweifel hat das der Hund beisst, ist diese Demo unnötig und gefährlich. Pass auf Dich auf, Du brauchst Deine Hände!

3. Eine zweite Meinung wird Dir bei dem Thema Verantwortlichkeit sehr helfen. Es entlastet und eine weitere Sicht der Dinge kann der inneren Sicherheit sehr dienlich sein.

Der letzte Punkt ist mir ein persönliches Anliegen: Man sollte sich, gerade wenn man am Anfang solcher Erfahrungen steht, nicht die Verantwortung für Hund und Kunde gleichzeitig aufhalsen. Das führt zu schlaflosen Nächten und Gedankenspiralen.

Erfahrungen mit aggressivem Verhalten sammelt man am besten im Tierheim. Da hat es viele Hunde, an denen man lernen und wachsen kann.

Dort hängt nicht noch eine Familie dran, die man überzeugen will und auch kein 3-jähriges Kind.

Wenn Du magst, erzähle ich Dir dazu gerne mehr Erfahrungen per PN.

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Dieses 3jährige Kind, soll sich also plötzlich an einen Plan mit Regeln halten?

Und während die Mutter sich auf ihr Verhalten dem Hund gegenüber konzentrieren muss, muss das auch noch beim Kind passieren?

Wenn der Hund in seinem Bereich ist, in das das Kind nicht eindringen kann, dann ist erst mal für beide gesorgt.

Wenn die Frau jetzt schon verstanden hat, wo ihre Fehler liegen, dann wird sie ihr Kind besser schützen, denn das war Ihre oberste Priorität.

Ich meine der Hund hat doch das Kind schon gebissen, oder nicht? *dannkannersotolerantjanichtsein*

Er hat nach dem Kind geschnappt, ich habe das heute Mittag noch mal hinterfragt, es klang für mich wie Abschnappen. Hätte er beschädigen wollen, hätte er es getan. Beschädigt hat er bisher die Mutter, da diese auch einmal nach ihm maßregelnd gegriffen hat und ihn versuchte, runter zu drücken.

Sorry, aber wenn es hier wirklich um das Kind ginge, dann wäre der Hund schon nicht mehr dort.

Es geht auch um den Hund...

Ich stelle mich hier nicht hin und versichere, dass dem Kind nichts passieren wird. Denn das KANN ich nicht. Allen Zweiflern verspreche ich, zu jeder Zeit kritisch die Situation zu beobachten und dann im Zweifel gegen den Hund zu beraten, wenn ich ein komisches Gefühl bekomme.

Habt bitte Vertrauen, auch ich sehe, ohne Mutter zu sein, das Kind als oberste Priorität. Es ist meine Nachbarschaft hier. Es steht verdammt viel auf dem Spiel. Und für mich ist es kein Spiel, sondern bitterer Ernst.

LG Anja

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Ichversteh dich schon.

Aber es ist wirklich schwierig. Sag uns bitte alles neue gleich.

Und pass bloß auf dich

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Ich hab gesehen , was ein guter Trainer bewirken kann, ;)

und Dich , Anja , halte ich für eine sehr sehr gute Trainerin , und ich drücke sämtliche Daumen und Pfoten für Dein weiteres Vorgehen.

Die Anregungen von Anita finde ich übrigens sehr gut.

Grüsslis

Martina , die sich sehr für das Hundekind freut, mit Cleo & Yuma

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Bevor ich mich gleich in mein Bett zurück ziehe, möchte ich allen danken, die mir hier in Vertrauen, ihre Ängste, Zweifel und Erfahrungen geschrieben haben. Jeder Beitrag ist für mich wertvoll und hilfreich bei der Überprüfung meiner eigenen Gedanken und Gefühle.

Danke. Ihr seid echt klasse!

Anja

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Ich stelle mich hier nicht hin und versichere, dass dem Kind nichts passieren wird. Denn das KANN ich nicht.

Aber Du KANNST das Risiko eingehen, dass dem Kind etwas passiert.

Ist der Hund wirklich soviel wichtiger wie das Kind?

Oh nein, ich behaupte nicht, dass man bei einem Hund eine 100%tige Sicherheit hat, das geht nicht, die habe ich selber bei meiner Hündin nicht. Aber dieses 1% das fehlt, kann ich locker durch mein eigenes Verhalten absichern, Du kannst das nicht und deswegen finde ich es verantwortungslos.

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Aber Du KANNST das Risiko eingehen, dass dem Kind etwas passiert.

Ist der Hund wirklich soviel wichtiger wie das Kind?

Die Entscheidung, dass der Hund bleibt, habe nicht ICH getroffen. Die haben die ELTERN des Kindes getroffen. Als ich heute Nachmittag dort weg ging, stand die Entscheidung, dass der Hund ins Tierheim geht.

Der Hund ist sicher nicht so viel wichtiger als das Kind, nein, aber er ist auch ein Lebewesen, der eine Chance verdient hat.

Trotzdem respektiere ich Deine Ansicht, dass es für Dich, und auch für andere hier, verantwortungslos sein mag.

LG Anja

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