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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

heute wurde ich gebissen - mein erster "Betriebsunfall"

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Hallo Anja,

viel Erfolg weiterhin!

Ich sehe es so: Ein Trainer kann doch nur beraten, entscheiden müssen die Halter.

Nun haben sie sich entschieden den Hund zu behalten und es gibt zwei Möglichkeiten:

sie bekommen Hilfe von einer Trainerin.

sie versuchen es alleine.

Dass sie es alleine nicht schaffen zeigt die Situation. Und ich selbst würde, wenn ich um Hilfe gebeten würde, diese nicht verweigern. Denn so gibt es zumindest eine Chance dass sich die Situation verändert und man hat immer noch die Möglichkeit darauf hinzuweisen das es doch nicht gutgehen kann.

Lieben Gruß, Karin!

Man hat immer noch die Möglichkeit, darauf hinzuweisen, das es doch nicht gut gehen kann?????

Wann ist diese Möglichkeit? Wenn der Hund der Kleinen richtig Verletzungen zugefügt hat? Dann ist das Geschrei groß ala hätten wir den Hund doch schon früher abgegeben. Wie wollen die Eltern das dann dem Kind später erklären, wenn es Narben im Gesicht hat?

Ein dreijähriges Kind wird sich niemals an Regeln halten, niemals. Es wird immer spontan und unerschrocken nach dem Hund grabschen, wenn es Lust dazu hat. Oder es tritt aus Versehen mal auf seinen Schwanz, auf die Pfote. Was dann? Es nimmt das Fressen weg, weil es grad Bock drauf hat, was macht der Hund dann??

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Hallo Anja,

ich weiß dass Du Dich mit Hunden 1000 mal besser auskennst,

daher nur eine Anmerkung aus Mutter-Sicht:

wenn es mein Hund wäre,

und mein drei-jähriges Kind,

bzw. wenn ich in dieser Situation etwas zu verantworten hätte:

In Gegenwart des Kindes (also wenn Kind und Hund gleichzeitig zu Hause sind)

NUR mit Maulkorb bzw. Maulschlaufe!!

Wenn DU gebissen wurdest,

dann kann bei einem kleinen Kind auch jederzeit mal eine doofe Situation entstehen wo der Hund zubeißt!

Kleine Kinder sind und bleiben UNBERECHENBAR!

Mir wäre das Risiko zu groß...

Alles Gute!!!!

:knuddel :knuddel

LG

Rike mit Meggie.

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So, Ihr Lieben... folgendes hat mich in diesem Haus erwartet:

Ich klingelte, es dauerte einen kleinen Moment, es öffnete sich die Tür und Dobbi saß in seinem Körbchen. Er flitschte noch mal kurz in meine Richtung, ich blieb vor der Tür, Frauchen führte ihn an seiner Hausleine wieder zurück, kam auf mich zu, ließ mich herein, ging wieder zu ihm hin, bestätigte ihn IM Körbchen, kam wieder auf mich zu, gab mir die Hand und dann gab sie Dobbi frei, um mich zu begrüßen, als ich schon ein ganzes Stück im Haus drin war. *Trainerunterkieferrunterklapp*

Wir gingen ins Wohnzimmer, um uns zu setzen, damit wir erst mal unsere Gedanken nach der Nacht sortieren und notieren können. Dobbi legte sich hin und entspannte total. Er lag nicht auf einem Kontrollposten, sondern abseits auf einem Teppich. Als di Katze kam, war Frauchen sehr erstaunt, dass diese nicht sofort belagert und angemacht wurde. Dobbi ruhte.

Erster Eindruck: WOW.

Bei aller Freude über dieses schnell Umsetzen nun aber meine Bedingungen:

Vorerst absoluter Maulkorbzwang im Haus, so lange die Tochter anwesend ist. Sonst lehne ich die Arbeit ab. Ich habe es allerdings nicht so erpresserisch kommuniziert. Leider ist Maulkorb bei den meisten menschen emotional sehr, sehr negativ belegt, so auch bei ihr. Ich musste mächtig argumentieren, um sie zu überzeugen. Noch heute wird sie versuchen, einen guten zu bekommen. Maulschlaufe ist sicher keine Alternative, da der Hund damit nicht hecheln, wohl aber noch Schaden anrichten kann. Das Argument, was letztlich zog, war die Aussage, dass sie mit ihrer Tochter viel entspannter umgehen können wird, wenn sie die Sicherheit hat, dass Dobbi nicht beißen KANN. Wir brauchen eine entpsannte Atmosphäre, um lernen und arbeiten zu können.

Desweiteren wird ein Hundezimmer gebaut. An der Stelle, wo jetzt sein Bettchen steht, wird ein Art überdimensionaler Hasenkäfig gebaut. Dort kann Dobbi nach getaner Arbeit, nach Beschäftigung, bei Kinderbesuch, als Rückzugsmöglichkeit oder oder oder wohnen. Es ist eine Art Maxikennel oder Minizwinger, ohne ihn auszugrenzen. Dort kann er sich auch ohne Maulkorb bewegen, die Türe bekommt eine Kindersicherung, die Maschen werden so sein, dass das Kind nicht rein greifen kann.

Ansonsten haben wir Perspektiven festgehalten, die auf Teambildung, also Bindung und Führung basieren. Es werden Übungen gemacht, die dem Hund signalisieren, dass die Tochter eine Heilige ist.

Meine Kundin hat meinen allerhöchsten Respekt für ihre Herangehensweise. Ich habe noch nie jemanden vor mir sitzen gehabt, der seine Fehler mit einer solche Klarheit erkannte und von sich aus ansprach. Kein Selbsmitleit, kein "der böse Hund", einfach nur Perspektive. Ich bin wirklich beeindruckt.

Trotz allem wissen alle Beteiligten, dass noch alle Möglichkeiten offen sind, dass es keine Erfolgsgarantie gibt und die Verantwortung für das Kind allein bei der Mutter liegt bzw. bei der Tatsache, ob der Maulkorb ab dem Tag X nach der Eingewöhnung immer drauf ist, oder eben mal genau in einer brenzligen Situation nicht.

Für die Übergangsphase gibt es geschlossene Türen und räumliche Trennung von Kind und Hund. Das wurde gestern schon praktiziert und ist problemlos machbar.

LG Anja

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Mensch Anja, deine Bemühungen sind bemerkenswert!!! :respekt: :respekt: :respekt:

Ich denke das mit diesen Bedingungen, die größstmögliche Sicherheit für das Kind gewährleistet wird (wenn der Hund bleiben soll).

Ich wünsche dir und er Familie von Dobbi gaaaaanz viel, Kraft, Durchhaltevermögen und Konsequents für die bevorstehende, mit Sicherheit nicht einfache Zeit! :knuddel

Ich würde mich sehr freuen, wenn du weiter berichten würdest! ;)

Liebe, daumendrückende Grüße

Sandra + Benni

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Hallo Anja,

das klingt soweit gut. Mir stellt sich nur die Frage, warum nicht schon vorher entsprechend von der Dame gehandelt wurde. Unwissenheit? Bequemlichkeit? Wie lange wird dieser Zustand anhalten? Es ist noch viel zu kurzfristig, um sich eine Meinung zu bilden, da stimme ich Dir zu.

Super, daß der Maulkorbzwang von Dir so rüber gebracht wurde, daß dieser nun zum Einsatz kommt.

Beim Training wünsche ich Dir schonmal viel Erfolg. Halte uns mal auf dem Laufenden, wie es nun weiter geht.

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Hallo Anja,

das klingt soweit gut. Mir stellt sich nur die Frage, warum nicht schon vorher entsprechend von der Dame gehandelt wurde. Unwissenheit? Bequemlichkeit? Wie lange wird dieser Zustand anhalten? Es ist noch viel zu kurzfristig, um sich eine Meinung zu bilden, da stimme ich Dir zu.

Super, daß der Maulkorbzwang von Dir so rüber gebracht wurde, daß dieser nun zum Einsatz kommt.

Beim Training wünsche ich Dir schonmal viel Erfolg. Halte uns mal auf dem Laufenden, wie es nun weiter geht.

Dem schließe ich mich an und hoffe inbrünstig das sich alle an die wichtigen Regeln halten und kein Schlendrian einkehrt, wenn es eine Weile gut läuft.

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Hallo Anja,

das klingt soweit gut. Mir stellt sich nur die Frage, warum nicht schon vorher entsprechend von der Dame gehandelt wurde. Unwissenheit? Bequemlichkeit? Wie lange wird dieser Zustand anhalten? Es ist noch viel zu kurzfristig, um sich eine Meinung zu bilden, da stimme ich Dir zu.

Super, daß der Maulkorbzwang von Dir so rüber gebracht wurde, daß dieser nun zum Einsatz kommt.

Beim Training wünsche ich Dir schonmal viel Erfolg. Halte uns mal auf dem Laufenden, wie es nun weiter geht.

Hallo daggi,

in ihrer Eröffnungs hat sie geschrieben, daß der Hund erst seit den Sommerferien, also seit ca. 2 Monaten bei der Familie lebt.

Bis der Hund sich "eingelegt" hat, die neue Situation überblickt hat, vergeht nunmal Zeit.

Unser Cocker hat auch erst nach 3 Monaten seine Probleme gezeigt.

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Super, das nenne ich doch erstmal ein Erfolgserlebnis und ich bin froh das "Frauchen" so super mitarbeitet :respekt::respekt:

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Hallo Anja,

herzlichen Glückwunsch zu diesem kleinen großen Erfolg und meinen ganzen :respekt: . Ich finde es klasse das du dich so da reinhängst und diesen

Menschen so toll hilfst.

Und ich finde dein Vertrauen in diese Geschichte wirklich toll, auch wenn man jetzt noch nicht weiß genau wie sich das entwickelt.

Lass dich nicht verunsichern, du machst das wirklich Spitze und egal was die anderen sagen, das du den Mut dazu aufbringst dich für andere Leute/Tiere einzusetzen macht dich zu was besonderem !

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Hallo daggi,

in ihrer Eröffnungs hat sie geschrieben, daß der Hund erst seit den Sommerferien, also seit ca. 2 Monaten bei der Familie lebt.

Bis der Hund sich "eingelegt" hat, die neue Situation überblickt hat, vergeht nunmal Zeit.

Unser Cocker hat auch erst nach 3 Monaten seine Probleme gezeigt.

Dort steht auch dies hier: "Er wurde nun weder von der Hundemutter vernünftig erzogen, was ja gerade in den letzten Wochen vor der Abgabe für Weplen sehr wichtig ist, noch wurde er danach vernünftig auf Menschen sozialisiert, noch vermutlich auf Artgenossen. Er ist jetzt 8 Monate alt und hat bisher 2 Dinge gelernt: Sich durch sein Gebiss zu verteidigen und die Dame des Hauses auf Schritt und Tritt zu kontrollieren"

Und genau das klingt nicht nach eben aufgetretenen Problemen. Für mich hörte es sich so an, als ob die Probleme sich jetzt so zugespitzt haben, daß der Wunsch der Abgabe durch den Ehemann endlich zur Suche nach Hilfe geführt hat.

Sicher stellen sich die Probleme nicht zwingend am Anfang dar, aber gerade bei so einer "Wundertüte" beginne ich sofort mit klaren Regeln. Ich habe ja selber inzwischen den 2. Hund, dem das nötige Sozialverhalten nicht beigebracht wurde und kenne so einige Probleme, die dann auftreten können. ;)

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