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Hundeforum Der Hund
loca87

Recherche im Internet vor der Anschaffung

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

ich habe mal dieses Thema gestartet, weil mir etwas aufgefallen ist und ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören.

 

Vorab zu mir: Ich bin Anfang 30, stehe mit beiden Beinen fest im Leben, habe einen Vollzeitjob, bin mit Hunden groß geworden, habe aber bisher keinen eigenen Hund, weil es die Umstände aus meiner Sicht nicht zugelassen haben. Dennoch bin ich ein echter Tierfreund und beschäftige mich viel mit Hunden...  dazu gehört auch, dass ich seit Jahren viel über Hunde lese und eben auch im Internet recherchiere. Das macht mir einfach Spaß und ich finde es lehrreich.

 

Gerade bei den Internetbeiträgen in verschiedenen Foren ist mir aber folgendes aufgefallen:

 

Wenn alle ihre Tiere (nicht nur Hunde) so halten, betreuen und versorgen würden, wie sie es in div. Internetforen mitteilen, dann dürfte kein Tier im Tierheim sitzen, nicht in zu kleinen Käfigen, nicht zu lang allein daheim sein und vor allem gäbe es keinen Schwarzmarkt für Tiere. Ich will damit keinesfalls die wichtigen Hinweise zur Haltung der unterschiedlichen Tiere schlecht reden. Im Gegenteil. Ich befürchte eher dass hierdurch  mehr Verunsicherung verursacht wird, bei Leuten, die sich ernsthaft mit der Anschaffung eines Tieres beschäftigen. Es wird teilweise echte Panikmache betrieben und manche Dinge echt übertrieben dargestellt.

 

Beispiel Hund:

- nicht vom Züchter (Gibt genug im Tierschutz) holen

- nicht vom Tierschutz holen (man kennt die Vergangenheit nicht)

- nicht von Privatleuten holen (wer weiß warum das Tier abgegeben wird)

- keine Vermittlung der Tiere an: Rentner (leben selbst nicht mehr so lange und sind nicht mehr fitt genug für Hunde), nicht an Berufstätige (der Hund ist den ganzen Tag allein), nicht an Arbeitslose (die haben kein Geld für die Versorgung), nicht an Familien mit Kindern (gehen zu grob mit den Hunden um)

-usw.

 

Ich möchte keine Wertung  zu den obigen Aufzählungen, sondern nur klar machen, wie unterschiedlich und teilweise echt überzogen und pauschalisiert die Dinge im Netz dargestellt werden.

Und ich befasse mich seit Jahren intensiv mit diesen Themen!

 

Aus meiner Sicht ist es deshalb zwar lobenswert und richtig, sich im Vorfeld zu informieren. Allerdings sollten gerade auch Äußerungen im Internet mit Vorsicht genossen werden, da man häufig nicht weiß, wer sich überhaupt dahinter verbirgt. Mir ist es auch schon so ergangen, dass häufig Kinder bzw. Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren gefährlichen Halbwissen kundgetan haben. Ratsam ist deshalb aus meiner Sicht sich zusätzlich immer auch noch einmal persönlich von einem Fachmann oder anderen Haltern Unterstützung zu holen und sich nicht zu schnell verunsichern zu lassen oder im Schlimmsten Fall durch Fehlinformationen oder Halbwissen aus dem Internet leiten zu lassen.

 

Über eure Ansichten zu diesem Thema bin ich echt gespannt.

Übertreibe ich oder seht ihr das genauso?

 

lg loca

 

 

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Vielleicht ist dieser Thread interessant für dich

 

 

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Danke :)

 

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Hm, auch bei Internetrecherche darf man ja sein eigenes kritisch denkendes Gehirn eingeschaltet lassen und Sinniges von Unsinnigem unterscheiden. Oder, wewnn einem etwas arg spanisch vorkommt, nochmal an anderer Stelle nachfragen.

Ein wenig Medienkompetenz ist doch den Leuten heute zuzutrauen, oder bin ich da zu optimistisch?

 

Natürlich gibt es verschiedene Meinungen zB zum Thema Berufstätige und Hund, Zimmerkäfig, etc, aber das ist nicht nur im Internet so, sondern auch draußen in freier Wildbahn.

 

vor 24 Minuten schrieb loca87:

Ratsam ist deshalb aus meiner Sicht sich zusätzlich immer auch noch einmal persönlich von einem Fachmann oder anderen Haltern Unterstützung zu holen

 

Da kannst du genauso auf die Nase fallen  und wirklich veraltete, blöde Tipps bekommen :D

 

Auf der anderen Seite habe ich gerade in Hundeforen schon superwertvolle Informationen, Gedanken, Ansichten gelesen.

 

Umfassend informieren (Bücher, am besten modernere, Internet, andere Hundehalter,...), um verschiedene Ansichten und Facetten zu kennen, selbst kritisch drüber nachdenken, eigene Meinung bilden.

 

 

 

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Ja, statt einem Fachmann, habe ivh auch lieber verschiedene Infoquellen. Erst durch verschiedene Quellen kann ich eine eigene Meinung bilden.

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Deswegen hab ich mich ja jetzt auch mal hier angemeldet ;-) .. ich fühl mich teilweise schon etwas überfordert... obwohl ich der Meinung bin, dass ich mich gut mit HUnden auskenne. Es ist aber schon immer noch einmal eine ganz andere Nummer, wenn man den Hund als "Kind" hatte, wo er eigentlich den Eltern gehörte und diese damit auch die Verantwortung trugen, oder ob es schließlich der eigene ist. Da überlegt man im Idealfall schon 2 mal mehr, ob man sich einen anschafft oder es sein lässt. Der Wunsch nach einem eigenen Hund reift bei mir auch schon 12 Jahre... trotzdem ist der letzte Schritt bisher nicht getan. Zum Teil weil es wirklich nicht gepasst hat und zum Teil wegen der Unsicherheit über die letztliche endgültige Entscheidung.

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Da kann ich dir nur Recht geben.

Manchmal ist es gar nicht gut, wenn einem jedes Szenario vor Augen gehalten wird.

 

Als wir z.B. unseren ersten Hund bekamen - Schäferhündin, 4 Jahre,

gingen wir völlig unbedarft - fast schon naiv, in diese Situation.

Gott sei Dank hab ich da noch in keinem Forum gelesen (1997)

die Hündin war ein Traum - aber vll. deshalb, weil ich nicht wusste, was alles passieren hätte  können!

 

Sie blieb mit meiner Tochter (10 Jahre) allein z.B.

hätte ich das in diesem oder einem anderen Forum geschrieben - ich wäre in der Luft zerrissen worden!

 

Was ich damit sagen will - manchmal ist weniger mehr!:)

Laß dich nicht kirre machen!

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So gut wie alle Hunde, die ich in meinem Leben so kennenlernen durfte hatten/haben einen Tennisball zum Spielen. Tennisbälle sind halt toll. Kein anderer Ball springt so gut wie die. Alle Hunde sind/waren gesund und glücklich.

 

Irgendwann Ende letzten Jahres stieß ich durch Zufall auf einen Artikel über Hunde und Tennisbälle. Darin hieß es die wären totaaaaaal schädlich für Hunde und man dürfe seinem Hund auf gar keinen Fall einen Tennisball kaufen. Irgendwas mit Vergiftung und Darmverschluss und was weiß ich nicht alles.

Ich war dann vor zwei Wochen oder so in der Stadt, sah Tennisbälle und dachte "Boah da wird Finchen sich aber freuen!". Während ich auf dieses Regal zuging kam mir dann der Artikel wieder in den Sinn, und deswegen hat Finchen keine Tennisbälle. tr14.gif

 

Eigentlich albern, aber ich werd dieses blöde Gefühl nicht mehr los und mag das "Risiko" nicht eingehen. Ein Risiko was vorher für mich gar keins war.

 

Will damit sagen: Internetrecherche ist gut und wichtig, aber man muss bedenken: Was man gelesen hat kann man meist schwer vergessen und noch weniger einfach abtun.

 

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vor 3 Stunden schrieb loca87:

 und zum Teil wegen der Unsicherheit über die letztliche endgültige Entscheidung.

 

Und selbst wenn du dann den endgültig letzten Schritt gegangen bist und dir einen Hund ausgesucht hast, der dein Leben mit dir teilt, kann es dir auch da noch passieren, dass dich zum Beispiel der Welpeblues trifft, wo du dich fragst, schaffe ich das, ist es jetzt nicht doch anders, wie wirklich vorgestellt und und und. Diese Unsicherheiten haben aber viele Leute, also bloß nicht kirre werden.

 

Was ich dann  jedem Hundeneuling wünsche, dass er sieht, klar ..., da kommt jetzt auch einiges auf uns zu, aber da gehen wir durch und gerade der Weg, zueinander zu finden, geliebt zu werden und Liebe zu geben, Vertrauen, was sich aufbaut und Spaß miteinander zu haben, toppt alles, was ich mir in Bezug auf einen eigenen Hund vorgestellt habe. Der Rest lernt sich. :) 

 

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vor 30 Minuten schrieb princesalein:

So gut wie alle Hunde, die ich in meinem Leben so kennenlernen durfte hatten/haben einen Tennisball zum Spielen. Tennisbälle sind halt toll. Kein anderer Ball springt so gut wie die. Alle Hunde sind/waren gesund und glücklich.

 

Irgendwann Ende letzten Jahres stieß ich durch Zufall auf einen Artikel über Hunde und Tennisbälle. Darin hieß es die wären totaaaaaal schädlich für Hunde und man dürfe seinem Hund auf gar keinen Fall einen Tennisball kaufen. Irgendwas mit Vergiftung und Darmverschluss und was weiß ich nicht alles.

Ich war dann vor zwei Wochen oder so in der Stadt, sah Tennisbälle und dachte "Boah da wird Finchen sich aber freuen!". Während ich auf dieses Regal zuging kam mir dann der Artikel wieder in den Sinn, und deswegen hat Finchen keine Tennisbälle. tr14.gif

 

Eigentlich albern, aber ich werd dieses blöde Gefühl nicht mehr los und mag das "Risiko" nicht eingehen. Ein Risiko was vorher für mich gar keins war.

 

Will damit sagen: Internetrecherche ist gut und wichtig, aber man muss bedenken: Was man gelesen hat kann man meist schwer vergessen und noch weniger einfach abtun.

 

 

Herkömmliche Tennisbälle schleifen vor allen Dinge die Zähne ab. Da ist es doch besser, dass der Hund auf einen herkömmlichen Tennisball verzichten muss, alle Zähne behalten darf und einen Ballersatz (diese gibt es ja) bekommt. Ich sehe da jetzt nicht so viel Negatives durch das Wissen.

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