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Hundeforum Der Hund
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Zucht von Klein(st)hunden

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Hallo,

 

ich bin ja selbst Halter eines Kleinsthundes (Zwergspitz Bent). Wichtig bei der Züchterauswahl war mir u.a. gewesen, dass nicht auf Mini, platte Schnauzen, "Kindchenschema", hervorquellende Augen, .... gezüchtet wurde. Das habe ich alles gefunden, aber mit den Jahren des Zusammenlebens und auch Forendiskussionen, kam immer wieder die Frage auf: ist es wirklich nötig, dermaßen kleine Hunde zu züchten? 


Es ergeben sich viele Risiken, Nachteile und evtl. Probleme alleine aufgrund der geringen Größe - sehen das andere auch so?

 

Was bedeutet das für ein Hundeleben? Was bedeutet es für den Menschen?

Welche Nachteile kann der Kleinsthund haben? Für wie gravierend haltet ihr das?

Was würde es im Allgemeinen und/oder für einen persönlich bedeuten, würde man Kleinsthunde nicht züchten?

 

Was ich mir für den Diskussionsverlauf wünschen würde:

Es sollen bitte keine Halter von kleinen Hunden kritisiert werden, auch nicht ihre Beweggründe.

Es soll bitte nicht um Zucht vs. Tierschutz gehen.

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Ich habe nur einen Tipp.

Im aktuellen Schweizer-Hundemagazin sind einige Artikel zu Kleinsthunden. Online sind die wohl ab Ende April verfügbar. Inhaltsverzeichnis und Artikekteile im obigen Link

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Ich hab mit meinen 5 Kilo-Hündchen zwar keinen Kleinsthund, aber ich meld mich trotzdem mal.

 

Ansich find ich die Option einen etwas handlicheren Hund zu wählen richtig toll, nicht jeder möchte/kann einen mittelgroßen/großen Hund halten.

Es sind ja auch vollwertige Hunde, werden nur leider zu oft nicht so behandelt oder angesehen.

 

Probleme seh ich fast immer bei der Sozialisation und dem Umgang mit anderen fremden Hunden.

Finde mal so einfach das passende für einen Welpen einer Rasse, die ausgewachsen 2,5-3 Kilo hat.

So ein kleines Rumgehupse hat das erhöhte Risiko als Beute, anstatt als Sozialpartner angesehen zu werden und selbst im harmlosen Spiel gibt es erhöhte Verletzungsgefahr mit einen großen Tollpatsch, der es eigentlich nicht böse meint.

 

Meine Hündin wurde mal "gemaßregelt" (so hat das der Halter des anderen Hundes bezeichnet, weil seiner von meiner vollgekläfft wurde)..ich dachte echt meine Hündin überlebt das nicht. Bin da auch mittlerweile seeehr vorsichtig geworden, selbst bei ausgewählten Hundekontakten, wenn der andere mehr als das doppelte von meinen Hunden hat.

 

 

 

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Ich traf neulich auf eine Frau mit zwei Yorkies, an sich ja schon keine großen Hunde. Der eine davon(schon etwas älter) war so groß wie ein Yorki-Welpe.

 

vor 58 Minuten schrieb Amaterasu:

 

Was bedeutet das für ein Hundeleben? Was bedeutet es für den Menschen?

Welche Nachteile kann der Kleinsthund haben? Für wie gravierend haltet ihr das?

Was würde es im Allgemeinen und/oder für einen persönlich bedeuten, würde man Kleinsthunde nicht züchten?

 

Für ein hundeleben bedeutet das, dass man immer kleiner sein wird als die anderen. Und wenn man Pech hat, wird man irgendwann lernen dass die eigene Position denkbar schlecht ist und man wird sich immer in der Defensive fühlen.

Für den Menschen bedeutet ein Kleinst-Hund, weit mehr auf der Hut zu sein. Nicht nur vor anderen Hunden, alleine schon wenn man mal ungeschickt ist und den hund versehentlich tritt kann das schwerwiegende Folgen haben. Auch solche Ereignisse wie eine Bekannte mir aus der TA-Praxis berichtete, dass ein paar Jugendliche einfach so, mal eben im Vorbeigehen, den Hund totgetreten haben würden mich als Kleinsthundehalter in dauerhafter Angst um meinen Hund leben lassen. oder ein fußball, der den Hund am kopf trifft.


Das halte ich für sehr gravierend und beängstigend, selbst mit einem normal-großen Hund kommen mir die Tränen wenn ich nur daran denke, wie schnell dir so ein ******loch dein Leben zertrampeln kann - und dabei muss es noch nichtmal wie im Beispiel mit Absicht passieren. kann auch nur jemand doof hinfallen und auf den Hund purzeln!

 

Wenn selbst ein Sprung von einem Sofa für einen Hund den tod bedeuten kann, dann ist das doch kein Zustand mit dem man sich bewusst und absichtlich auseinander setzen möchte. Bzw nein, nichts womit ICH mich auseinander setzen möchte.

 

es gibt kleine Rassen, die sind genauso handlich wie Kleinst-Rassen und sind dennoch stabil genug um den Alltag zu überstehen. Jack Russel, Teckel, normal-große Yorkies, Silkis, Cairn Terrier... etc. Alles schon vorhanden. Wozu muss der Hund nOCH kleiner werden?

 

Was würde es für die Allgemeinen bedeuten wenn so kleine rassen nicht gezüchtet würden? ich denke mal, am Ende des Tages wäre das vollkommen egal. Wie auch bei einigen Jagdhunde-Rassen, bei denen der Nutzen zur heutigen Zeit noch angezweifelt werden kann, und deren "Aussterben" wohl keine großen Verluste (bis auf die Genetische Vielfalt natürlich) bewirken würde, so denke ich dass Minis relativ "leicht" von der Bildfläche verschwinden könnten.

 

tut mir leid wenn ich das so krass sage, aber sachen zu hören wie "toypudel stirbt beim Sturz vom Hocker" ist doch entsetzlich und vollkommen unnötig. Unser alter Butch stürzte einmal die Kellertreppe runter, und das war schon furchtbar weil er sich wer-weiß-was hätte brechen können. Der Yorkie den ich ganz zu anfang erwähnte wäre tot. Vermutlich bevor er am Boden ankommt. Und das nicht, weil es so ein furchtbares Unglück ist, das jeden hätte treffen können, sondern weil mal irgendwann jemand es witzig fand, Hunde zu züchten die die Größe von Meerschweinchen haben.

 

Haha. Sehr witzig... :(  

 

 

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Ich hatte heute ja Besuch von einem wirklich unglaublich süßen, zauberhaften Minihund - ich kann da nicht aufhören, beim Spaziergang aufzupassen, dass meine beiden Großen nicht ungewollt zu stürmisch sind. Eine Bekannte oft mit uns Gassigängerin hat eine Miniyorkie und 3 Chis, kenne das also schon , die Aufmerksamkeit nie nachlassen zu lassen! 

 

Zerbrechliche Kleinstrassen - wie von Friederike beschrieben - wecken mein Mitgefühl, ich wäre nicht geschaffen dafür. Ich würde nur noch kuschelnd herumlaufen und den Hund beschmusen  *schäm*

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Ich glaube halt, dass Hunde 'von Natur' aus etwa mittelgross sind. So ist die Statik des Skelettes angelegt.

 

Wenn in irgendeindeine Richtung etwas Extremes gezüchtet wird, wird es schwierig, dass alles harmonisch zueinander passt, organisch meine ich., optisch ist Geschmackssache.

 

Das gilt m E für ganz, ganz kleine, ganz riesige, extrem breite etc Hunde.

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Das trifft jetzt nur die Hunde, die Kontakt zu anderen Hunden suchen. Zum Einen steht die berechtigte Angst vor Unfällen Begegnungen entgegen, zum Anderen können sie durch eingeschränkte Partnerauswahl wenig Spielstrategien mit Größeren entwickeln, was besonders hart ist, wenn nur Größere sich im Umfeld befinden. Die können dadurch richtig vereinsamen. Ganz schlimm wird es, wenn der Halter diese Ursache nicht erkennt und irgendwelche Dominantheorietips für den Hund erhält.

Besser geht es da Kleinsthunden in Mehrhundehaltung  (wenn sich die Hunde mögen!) oder eben dort, wo es viele Spielpartner gibt.

Es gibt übrigens auch Kleinsthunde, die nur größere Hunde mögen, schon getroffen.

Generell sinde die Qualzuchten natürlich widerlich, wenn leidfreies Leben anatomisch nicht mehr möglich ist.

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vor einer Stunde schrieb Amaterasu:

Was bedeutet das für ein Hundeleben? Was bedeutet es für den Menschen?

 

Diese zwei Fragen nebeneinander sind fast schon symbolträchtig.

 

Ich schließe mich im Prinzip Lemmy an und möchte noch hinzufügen, dass mMn jeder Hund  ein Recht auf einen funktionalen Körper hat.

 

Gegen Funktionalität sprechen alle Übertreibungen, alle Extreme, dazu gehören nicht nur fehlgebildete Körperteile wie Plattnasen und O-Beine, sondern auch über- und untertriebene Größe. 

Die Liste der Nachteile ist leider lang. Vorteile sehe ich in Kleinstheit gar keine (wer einen Kleinsthund halten kann, kann auch einen etwas robusteren Kleinhund halten). 

 

Es wird gemacht, weil`s dem Menschen gefällt.

Es wird oft nicht gefragt, ob`s dem Hund damit noch gut geht :mellow:

 

 

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Man kann einen Hund aus einer miesen Haltung (oder miesen Lebensumständen) oft herausholen, wenn man will. Aus einem mißgestalteten Körper nicht. Menschliche "Ästhetik" darf nicht das einzige Entscheidungsmaß sein. 

 

so weit

Maico

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Ich denke, dass jedes Extrem für die Hunde schwierig ist. Wir sind ja ziemlich am anderen Ende der Skala mit Hodor...und auch da gibt's so Probleme, die man mit einem Hund in Normalgröße nicht hätte. Aber es ist und bleibt halt Geschmackssache...solange die Lebensqualität und die Gesundheit des Hundes nicht durch diese Extreme eingeschränkt wird. Und da habe ich bei beiden Extremen so meine Zweifel...

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