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Hundeforum Der Hund
Sapient

Meine Hündin hat nach Stromschlag am Zaun draussen Angst vor mir - was tun?

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

ich brauche mal Rat. Vor etwa 2 Wochen sind meine beiden Zwerge mir draussen ziemlich durchgedreht, normal habe ich immer einen von Beiden an der Leine weil sie sich gegenseitig gern mal hochschaukeln. Es war ein schöner, sandiger Weg und ab und zu lass ich sie dann auch beide mal laufen. (wir haben hier keinen Leinenzwang). Die Zwei sind dann jedoch einfach in ein Gebüsch abgebogen und haben vor lauter Tobsucht nichts mehr gehört. Ich wartete, ob sie da wieder rauskommen - nein, kamen sie nicht. Hörte sie herumtoben. Nachdem ich eine ganze Weile wartete und sie mich einfach ignorierten, bin ich also hinterher und hab mir einen nach dem anderen eingefangen, Leine dran und wollte raus aus dem Gebüsch. Leider hab ich nicht gesehen, dass an der Seite ein Weidezaun quasi auf Hunderückenhöhe verlief und meine Hündin ist da rein geraten und hat einen Stromschlag bekommen. Seitdem haben wir draussen das Problem, dass sie Angst vor mir hat. Sie läuft nur noch mit eingeklemmtem Schwanz, traut sich nicht mehr wirklich zu schnüffeln, guckt sich dauernd um nach mir und kommt auch nur unterwürfig mit geklemmter Rute zu mir, wenn ich sie rufe. Das tut mir so leid. Zu Hause ist alles OK, da ist sie wie immer, kommt kuscheln und liegt auch jetzt an mich rangekuschelt. Sie möchte auch ausgehen und freut sich - aber dann hat sie draussen die Buxx voll. Der Rüde ist wie immer, der ist aber auch nicht an den Stromzaun geraten.

 

Was kann ich jetzt tun? Ich hatte gehofft, das legt sich nach ein paar Tagen - ist aber leider nicht der Fall. Wenn noch jemand anderes mitgeht, ist es nicht ganz so schlimm. Sie verbindet das also wirklich mit mir. Habt ihr Ratschläge? Einfach ignorieren erstmal?

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Hallo,

 

ohje, da ist ja echt was schief gelaufen für dich und deine Hündin. Das ist echt doof.

 

Wie reagiert sie denn, wenn du draußen mal explizit mit ihr etwas Schönes machst, sprich mal Bällchen mit ihr spielst, sie was suchen lässt, oder sonst etwas, woran sie Freude hat? Die lädst sie quasi ein, mit dir etwas besonders Schönes zu machen, wofür sie dann natürlich auch noch mal suuuuper belohnt wird. So würde ich jetzt versuchen, sie aus der Angstspirale herauszukriegen, indem ich viel Positives mit ihr mache, damit ihre kleine Welt wieder in Ordnung kommt. Ignorieren fände ich nicht so gut, denn dann lässt du sie quasi alleine stehen mit ihrer Angst.

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Huhu,

 

danke für Deine Antwort. Ich habe versucht, sie mit ihrem Lieblingsspiel etwas abzulenken.... sie liebt es, hinter irgendwas her zu jagen. Terrier halt ;) Am Liebsten läuft sie ganz einfach hinter einem Stöckchen her (ich weiss, Stöckchen hören viele nicht gerne - sie rennt aber nur hinterher, schnüffelt und lässt es dann liegen). Aber auch da ist sie ziemlich gehemmt. Sie läuft zwar hinterher, aber nicht so losgelassen wie normal. Dazu muss ich erwähnen, dass ich am Freitag eine OP hatte und mich im Moment nicht wirklich gut bewegen kann, d. h., ich gehe im Moment nur die nötigsten Runden. Kann also rein spieltechnisch noch nicht so agieren, wie ich es gerne wollte. Das merkt sie natürlich auch, dass Frauchen etwas "unbeholfen" ist. Wird aber täglich besser und ich denke ab Mitte der Woche ist das wieder in Ordnung. Leckerchen hab ich dabei, sie kommt natürlich auch wenn ich sie rufe - aber auch eher verhalten und unterwürfig :( Dann hab ich ihr jetzt immer ein kleines Leckerchen gegeben und schon läuft sie mit eingeklemmter Rute wieder vor. Echt doof. Aber auch eben nur draussen. Sobald wir vor der Haustür wieder angekommen sind, geht die Rute hoch und sie läuft ganz normal und fröhlich in die Wohnung.

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Ah ok, dann kommt die Operation noch obendrauf. Gute Besserung erst einmal.

 

Dann könnte ich mir vorstellen, dass sie tatsächlich auch wegen deines Gangbildes noch zusätzlich verunsichert ist. Ich würde das Ranrufen jetzt erst einmal vermeiden, wenn es eben geht. An der Stelle wenn sie kommt und sowieso schon verhalten und unterwürfig ist, würde ich sogar auch nicht belohnen, eher neutral bleiben. :)

Lege ihr doch mal eine Leckerchenspur auf einen Baumstamm, zeige ihr kurz, wo sie hin soll und entferne dich dann, um die nächste Spur zu legen. So hat sie nicht unmittelbar mit dir zutun und kann sich die Leckerchen mit der Suche erarbeiten. :) Also ruhig Dinge anbieten, die nicht unmittelbar in deiner Nähe stattfinden, bis sie wieder lockerer wird.

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Danke, wird täglich besser. Manchmal muss man ja für die eigene Gesundheit was über sich ergehen lassen ;)

 

Gut, dann werde ich es morgen mal so versuchen. Leider muss ich sie ab und an ranrufen, weil sie mit ihrer Klemmrute ziemlich weit vorläuft - Richtung "nach Hause". Sie will irgendwie schnell zurück hab ich den Eindruck. Wenn ich morgen autofahren kann, fahre ich mal woanders hin für eine Runde. Vielleicht ist sie dann abgelenkter. Leckerchenspur nehme ich mal auf den Plan - muss ich irgendwie nur den Rüden davon abhalten, alles weg zu inhalieren ;) Der ist da deutlich fixer als sie. Mir tut das so leid und ich möchte nicht, dass sie Angst vor mir hat :(

 

Nun sitzt sie vor mir auf dem Boden und möchte gerne zum Kuscheln mit aufs Sofa. Also zu Hause ist alles in Ordnung. Echt seltsam.

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Die Idee, mal woanders hinzufahren finde ich gut. Ich drücke euch die Daumen, dass das alles wieder ins Lot kommt. :)  

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Hat sie wegen der Op etwas an? Body? Kragen? Vielleicht hat das Verhalten eher etwas mit den Nachwirkungen der Op zu tun. Ich habe ein Pferd, meine Hunde haben alle schon mehrmals "eine geknallt" bekommen, kurzer Schreck, Frauchen hat versichert Hund überlebt, und damit wars gegessen.

Fehlverknüpfungen kann es aber natürlich immer geben.

Als meine Hündin kastriert wurde (wegen einer Pyometra) kroch allerdings die ganze Zeit ein halb tot geprügelter Hund neben mir her. Rute eingezogen.... schlimm sah das aus. hab mich echt geschämt mit dem Hund raus zu gehen :DKaum war der Body aus, der letzte Faden gezogen, war mein Hund wieder normal.

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Wir hatten vor einiger Zeit auch dieses Problem, auch hier diskutiert unter "Verhaltensänderung nach Stromschlag am Weidezaun". Wir haben viele Hinweise bekommen, auch weniger hilfreiche,. Unser Rüde hatte keine Angst im freien, leider auch nicht vor Weidezäunen, er ließ sich jedoch wochenlang kaum am Rücken und gar nicht an der Rute berühren. Jetzt ist alles wieder gut (Kämmen der Rute allerdings immer noch schwierig), aber es hat mehrere Monate gedauert. Man Tipp wäre: Normales liebevolles Verhalten und Zeit, Zeit, Zeit lassen! Ängstliches Verhalten nicht durch besondere Aktionen belohnen, möglichst ignorieren,

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vor 53 Minuten schrieb Sapient:

Wenn ich morgen autofahren kann, fahre ich mal woanders hin für eine Runde

 

Das hätte ich Dir vorgeschlagen ... jetzt warst Du aber schneller ;).

 

Würde das betroffene Gebiet zunächst für einige Zeit meiden. Hat dann auch den Vorteil, dass Du schnell herausfinden könntest, ob sie den Stromschlag tatsächlich mit Dir oder doch eher mit dem Gebiet verbindet.

 

Lieben Gruss

Rosi

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vor 19 Minuten schrieb Lexx:

Hat sie wegen der Op etwas an?

Nicht der Hund hatte die OP ;)

 

Lieben Gruss

Rosi

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