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Hundeforum Der Hund
Alivion

Hunde abwehren

Empfohlene Beiträge

vor 26 Minuten schrieb Freefalling:

um seinen Hund zu "schützen".

Wieso in Anführungszeichen?:huh:

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Siehste mal wie vorsichtig manche schon sind.

Als wäre das verwerflich und etwas Schlechtes, kommt es in Anführungszeichen.

:D

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Ich wohne ja in Spanien und wenn man eine unkastrierte Hündin hat, ist das zu Zeiten der Läufigkeit alles andere als lustig. Dann wachsen nämlich die geilen Rüden wie Pilze ausm Boden und es kam nicht nur einmal vor, dass liebestolle Rüden tage- und nächtelang vor der Haustüre warteten (und einige heulten dabei).

 

Meine vorige Hündin war nicht kastriert und somit hatte ich bis zu ihrem Lebensende mit diesen Phänomenen zu tun. Natürlich habe ich gelernt Rüden abzuwehren und das öfter mal auf unfreundliche Art und Weise. Hier sind nämlich dann meistens keine Besitzer dabei, die ihren Rüden zurückrufen könnten. 

 

Einen Hund der Nachbarschaft habe ich dann jeden Morgen bei uns im Garten an die Kette gelegt, wenn ich mit meiner läufigen Hündin eine Runde spazieren wollte. Einen anderen Rüden aus der Nachbarschaft habe ich mit lautem "Kssssccccch" auf Distanz halten können. Ein weiterer Rüde ließ sich von so was nicht beeindrucken. Kam er zu nahe, hob ich Steine auf - das kannte er wohl und hielt dann Abstand.

 

Alles nicht schön, aber besser als Nachwuchs in die Welt zu setzen.

 

Meine jetzige Hündin war bis letzten September auch nicht kastriert. Mittlerweile hat der direkte Nachbar vier intakte Rüden. Das war auch sehr lustig...wenn vier Rüden sich unter den Gartenzaun durchgraben und ständig vor der Haustüre stehen. Diese Rüden mag ich sehr und sie mich - während der Läufigkeit haben sie mich aber  fürchten gelernt. Auch sie habe ich sehr unfreundlich weggejagt, denn irgendwann am Tage musste auch meine Hündin mal raus, sich bewegen oder ihre Geschäfte erledigen.

 

Nun lebe ich in einem Land, wo es ganz normal ist, dass Hunde (die einen Menschen haben) frei rumlaufen, wo  es auch viele ausgesetzte Hunde (und somit auch Rüden) gibt und wo Ups-Würfe an der Tagesordnung sind. Rüden abwehren - das ist für mich seit 15 Jahren während der Läufigkeiten normal geworden - und das ohne Schuldgefühle.

 

In Deutschland dürften weitaus weniger Rüden frei rumlaufen. Dort wird laut aufgeschrien, wenn man seine Hündin kastriert und Ups-Würfe sind ebenso verpönt (mit Recht). Wenn ich nun in D wohnen würde, meine Hündin intakt lasse und dafür sorgen will, dass keine Ups-Würfe auf die Welt kommen - dann habe ich wohl auch das Recht, liebestolle Rüden zu verjagen. 

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Wieso in Anführungszeichen?:huh:

 Weil ich danach ja noch was schreibe zu wirklichen Beißattacken. Wollte das einfach voneinander trennen was die Gefährlichkeit angeht. 

Aber das ist Wortklauberei. Für mich fühlten sich die Anführungszeichen in dem Moment richtig an. Denk sie dir gerne weg. 

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Ich finde auch, das hast du Recht, KleinEmma :)

Was mir gerade bei deinem Beitrag, aber auch ansonsten allgemein an diesem Thread gefällt, ist der Fokus auf das Abwägen und die Notwendigkeit der möglichen Abwehrmethoden.

 

Ich gestehe ganz ehrlich, bei der Gestaltung meines Plans für meinen ersten Hund die Geschlechterfrage ganz klar nach diesem Kriterium getroffen zu haben: Es sollte in jedem Fall ein Rüde sein, weil ich mit Jungs durchaus umgehen kann - aber ich hatte null Plan, wie ich mit einer Hündin während ihrer Läufigkeit umgehen sollte :blink:

 

Tja - was soll ich sagen: Ich bin zum Männersammler geworden...

Mann, Sohn, Rüden und ein Wallach :P

 

Dafür haben alle meine Rüden null Probleme mit übersteigerter Sexualität. Glück? Bestimmt, auch - aber ich denke, nicht nur :)

 

Eines weiß ich aber mit Sicherheit: Sollte tatsächlich mal einer meiner Rüden eine Hündin zu sehr bedrängen und ich in dem Moment nicht eingreifen können, dann habe ICH einen Fehler gemacht. Ich hoffe, dann an einen Hundehalter zu geraten, der angemessen mit der Situation umgeht, und es nicht MEINE Jungs sind, die meinen Fehler unangemessen ausbaden müssen. Und die Standpauke, die dann gegebenenfalls folgt, habe ich mir verdient. Selbst wenn es durch Verkettung unglücklicher Umstände zu diesem Fehler geführt hat - MEINE Hunde sind MEINE Verantwortung.

 

Muss ein Mensch in seiner Not meinen Hund am Halsband packen, und schnappt mein Rüde dann nach diesem Menschen - dann FREUE ich mich natürlich darüber, dass mein Hund so klar im Kopf ist und nur GEWARNT und seinen Unmut unbeschädigend zum Ausdruck gebracht hat. Aber ICH entschuldige mich bei diesem Menschen, auch und gerade dafür, dass er durch meinen Hund in Angst und Schrecken versetzt wurde. Denn ich habe diese Situation verursacht, und mein Hund hat nur wie ein Hund reagiert. Wie ein Hund, der klar im Kopf ist.

 

Als Rüdenhalterin bedanke ich mich aber auch für die guten Tipps an die Hündinnenhalter/innen für ein angemessenes und rücksichtsvolles Management während der Läufigkeit einer Hündin :)

 

 

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Marcolino, das entschuldigen wäre hier schon, für mich, mal ein Highlight.

 

Letztens kamen in einem Park mit Leinenpflicht zwei Hunde auf mich zu gerannt.

Pöbelnd, drohend und wirklich nicht nett.

 

Nachdem ich die mit AB, und auf sie zu rennen verscheuchen konnte, ist der Malibesitzer auf mich los und wollte mich verprügeln. 

Und das ist leider keine Ausnahme

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Ich hab immer gesagt, dass es mir leid tut.

Ich meine, nun ist mir meiner nicht 72x mal abgehauen - aber doch schon 2, 3 mal.

Selbst dann, wenn wir mal wieder provoziert wurden.

 

Ich hab hingegen nur Spott und Verachtung sogar von Hündinnenhaltern erfahren, wenn ich um Rücksicht bat.

Schade. Es kam mir vor, als seien die der Nabel der Welt, dürften alles, haben immer Vorrecht. Und wir sind immer der A**** vom Dienst.

Ich hab in der Zeit manchmal schon morgens richtig einen Hals auf jeden mit einer Hündin gehabt und musste mich zwingen, wirklich zu differenzieren, dass eben natürlich nicht alle so sind. (Heute weiß ich das wieder)

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@marcolino: volle Zustimmung zu allem!

 

Wie immer und überall im Leben: gegenseitige Rücksichtnahme statt immer nur auf dem eigenen Recht beharren macht für alle Beteiligten das Leben leichter. Wenn ich die Möglichkeit habe, dann weiche ich mit der läufigen Hündin eben auf einsame Gebiete aus. Warum muss ich denn den Rüdenbesitzern das Leben schwerer als nötig machen? (Edit: Und ganz nebenbei macht man damit dem eigenen Hund auch das Leben leichter ;))

 

Und wenn es eben doch mal passiert, daß ich einen Rüden abpflücken muss, dann mach ich das so sanft wie möglich und gut ist. Entschuldigt sich der Besitzer dann auch noch, dann freu ich mich da ehrlich drüber und wenn nicht ... ja, mei. Nur dass man dann als Besitzer der Hündin beschimpft oder sogar angegriffen wird, das geht klarerweise gar nicht.

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Hier ist es die totale Ausnahme, dass sich mal jemand entschuldigt.

Und das, obwohl ich ja schon selbst verletzt wurde. Statt dessen hat man mich im Dreck liegen lassen und ist weg.

 

In einem anderen Fall wurde der Hund einer Bekannten bis zur Bewusstlosigkeit gehetzt, auch da, keine Nachfrage, sondern Besitzer, als die ihren Hund endlich hatte, abgehauen.

 

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Habt ihr eigentlich schon mal den Gedanken im Kopf gehabt über die Wirkung, die ihr selbst auf Andere habt?

Das meine ich jetzt weder ironisch, noch soll das irgendwie irgendjemanden angreifen - und natürlich erst Recht nicht auf irgendjemanden gemünzt sein :)

 

Ich hatte da vor über 15 Jahren mal ein Schüsselerlebnis mit einem Jogger und meinem ersten Hund. Marco hat nie Jogger gejagt, aber ein Mal hat es der Zufall ergeben, dass uns ein Jogger überholte und Marco ihm hinterherlief. Ich wollte nicht, dass der Jogger sich wegen meines Hundes erschreckt - tja, und was habe ich gemacht?

 

Genau! Meinem Hund hinterhergeschrien :wall:

 

Der arme Mann hat fast einen Herzinfarkt bekommen - und zwar durch mein Schreien, nicht wegen meines Hundes ...

 

Ich spreche meine Hunde im Freilauf sehr freundlich an, sie sind es so gewohnt, und ich weiß worauf ich mich bei ihnen verlassen kann.

 

Mein Vermutung ist, ich habe so wenig Probleme mit meiner Umwelt nicht nur aufgrund besserer Umfeldbedingungen, sondern auch weil ich eine Stimmungsübertragung bei meinen Hunden mache, die aber auch auf Menschen wirkt, die mir begegnen.

 

Nicht dass ich hier jetzt jede/n dazu ermuntern will, zum "säuselnden Hundeflüsterer" zu mutieren :huh:

 

Aber ich denke dabei an die Möglichkeit, negative Stimmung mit negativer Stimmung nur verstärken zu können. Dagegen kann ich rein gar nichts falsch machen, wenn ich negativer Stimmung mit positiver Stimmung begegne. Selbst wenn es nicht auf mein menschlicher Gegenüber Wirkung zeigt - auf meine eigenen Hunde aber mit Sicherheit :)

 

Wobei es dabei nicht nur die Möglichkeit des "Säuselns" gibt, die ja sowieso nicht jedem liegt (was kein Mangel ist, sondern einfach wertfrei von mir gemeint).

Auch Gelassenheit, Ruhe, Unfreundlichkeit von sich Abprallen lassen basieren auf einer freundlichen Intention. Solche Sachen können geübt werden :)

 

 

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