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Hundeforum Der Hund
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Hunde abwehren

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Es gibt aber tatsächlich Hunde, bei denen das lebenslang nicht funktioniert. 

Trotzdem - oder gerade deshalb - ist es wichtig, hier an einer Frustrationstoleranz zu arbeiten.

Dazu gehört mMn zwingend, dem Hund zu vermitteln seine Eigenart zu akzeptieren. 

Auf dieser Basis kann man dann (gemeinsam) lernen, das Auslösen zu modifizieren, z. B. dass der Hund nicht sofort hackt, sondern zunächst erst mal warnt. Er kann auch die Alternative lernen, sich zu entfernen, oder aber Schutz oder Unterstützung durch seinen Halter zu bekommen.

 

Ich habe mir selber vor ein paar Jahren einen Biss in der Hand eingefangen, weil ich übergriffig war. 

War ich selber schuld. Seitdem achte ich noch mehr darauf, nicht übergriffig zu werden.

 

Dennoch habe ich vor einigen Wochen der Hündin eines Bekannten ins Halsband gegriffen (situationsbedingt). Sie hat (erwartungsgemäß) reaktiv reagiert, und ich konnte sie sofort hemmen mit einem "Feiiiiiiin!" und Leckerchen. Die Hand am Halsband lassen war dann überhaupt kein Problem mehr.

Allerdings bedurfte das einiger Vorarbeit. Die Hündin kannte mich bis dahin ausschließlich in NETT, das "Fein" + Leckerchen hatte sie schon vorher verinnerlicht (bekommen).

Ohne diese vorher erarbeitete Erwartungshaltung der Hündin, dass ich ein Mensch bin der ihn gar nichts Böses will, wäre in dieser Situation Blut geflossen. Meins.

 

Man kann sehr viel bei Hunden erreichen, wenn man sich deren Vertrauen erarbeitet. Auch Respekt, der aber nie eine Einbahnstraße ist.

 

Edit:

@2010 Meinst du nicht, persönliche Kritik sollte auch persönlich angebracht werden, per PN? Öffentlich hat doch oft den Beigeschmack des "Anprangerns", und es ist durchaus verständlich, darauf dann auch öffentlich zu reagieren. Das führt aber nur ins OT.

@kareki vielleicht kannst du dir auch nur deinen Teil dazu denken, ohne darauf öffentlich einzugehen?

 

@All: Genau solche Beiträge führen zu einem Moderationszwang ... erinnert euch bitte an die User-Selbstmoderation :)

 

 

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Ich habe meine Kritik höflich formuliert und bin nicht auf die mir entgegengebrachten  Provokationen eingegangen. Ich habe Verständis, dass  manches eben durch eine harte Sprache zustande kommt.

Und das wollte ich ausdrücken. Habe eh fertig.

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Klar gibt es Hunde, die sich nicht ins/ans halsband fassen lassen. keine Frage.

Ich selbst fasse auch nicht gerne Hunden, die ich nicht kenne ins Halsband. Es gibt nicht wenige wehrhafte Hunde. Nur das jetzt hochzustilisieren, dass das ein gewollter zustand ist, macht mir Sorge.

 

Wenn jeder so denkt, dann kann man bald wirklich keinem fremden Hund mehr vertrauen. bei mir kommt es nicht vor, das fremde Menschen meine Hunde am Halsband greifen. Aber wenn es einer täte, wäre es kein Weltuntergang.

Meine Hunde lernen bei mir, sich Menschen gegenüber friedlich zu verhalten, sie lernen, dass sie sich zurückzuziehen haben, wenn sie bedrängt werden. Natürlich beziehe ich Charackter und Rasse mit ein. Aber meine Hunde lernen das bewusst durch mich, weil ich das gerne so habe.

Und dennoch sind 2 von vieren unbestechlich und territorial und beschützerisch unterwegs. Der eine, der lange Zeit nicht gut mit sowas zurechtkam, wurde lange und viel unterstützt durch mich. Und kann nun auch aus den  Situationen einfach rausgehen, die für ihn schwierig sind.

 

Da ich Collies habe ist das auch nicht besonders schwer, weil ich die als einfach zu erziehen empfinde. Aber die Hundesprache kann ich auch bei anderen Rassen lesen und würde da genauso vorgehen. Und wenn einer es nicht kann, mus ich eben zusehen, dass das besser wird oder den Hund unter Kontrolle haben.

 

Ein Hund, der zubeisst, wenn er von einem Menschen, den oder dessen Hund, er belästigt, ins Halsband gegriffen wird, muss besser geführt werden. Bezw muss an der Leine bleiben.

Man kann sich doch mit einem Hund, der beisst, wenn man ihn "falsch" anfässt nicht in der Öffentlichkeit bewegen wie mit einem kleinen Schnuckelchen.

 

Oder wir reden aneinader vorbei. Ein Hund, den ich nicht einfangen kann, weil er vor mir weicht, den bekomme ich von meiner läufigen Hündin ja gut weg, indem ich immer so tue, als wolle ich ihn fangen und währenddessen gehe ich einfach weiter. Das ist ja eine leichte Nummer....

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Zum Thema Hunde abwehren...

 

Ich war mit meiner kleinen gestern auf einer Hundefreilauffläche... ist eine sehr große Wiese und sie spielt einfach gerne mit anderen Hunden, also dachte ich, fahr ich mal wieder mit ihr hin. Da war dann gestern ein Windhund, der meine Kleine irgendwie übermäßig interessant fand, am Anfang ging es noch... er rannte ihr nur die ganze Zeit hinterher und hat geschnuppert. Da war noch alles in Ordnung, er war aufdringlich, aber sie hat ihn ignoriert. Dann hat er aber auch begonnen sie zu lecken und das fand meine Kleine nicht mehr schön. Sie hat ihm dann relativ deutlich mit Knurren, Bellen und angedeutetem Schnappen gezeigt, dass sie das nicht mag, aber er hat es einfach nicht verstanden, dann auch versucht sie zu besteigen und dem Besitzer war das irgendwie egal. Bevor ich allerdings was machen konnte, hatte meine Kleine ihn schon abgeschüttelt und wieder gedroht.

 

Ich bin dann mit meiner Kleinen weg und zur anderen Seite der Wiese gelaufen, ist ja groß genug, und dann war eine Weile Ruhe. Plötzlich stand der aber wieder bei ihr, ging so schnell, konnte gar nicht reagieren. Er hat versucht sie zu besteigen... und dann ist meine Kleine wohl richtig wütend geworden. Sie hat ihn nämlich auf den Boden gedrückt, lag mit ihrem ganzen Gewicht auf ihm... hatte ihr Maul direkt neben seiner Kehle und so extrem aggressiv geknurrt, wie ich sie eigentlich noch nie erlebt habe. Dachte sie geht dem jetzt echt an die Gurgel. Der Windhund hat nur noch gefiept oder gewinselt. Zugebissen hat meine Kleine nicht. Aber der Besitzer des Windhundes fand das dass plötzlich nicht mehr lustig und hat sich aufgeregt und er meinte mein Hund wäre zu aggressiv für die Wiese. :unsure:

 

Aber mal ehrlich... in so einer Situation darf sie doch auch mal Grenzen setzen oder ist das zu extrem von meiner Kleinen?

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ich finde das durchaus etwas "viel", wenn sie einen Kelhbiss angedroht haben sollte, deine "Kleine".
Ne souveräne Grenze setzen ist das für mich nicht. Allerdings find ich das nun auch nicht so furchtbar aggressiv, sie hat eben ROT gesehen. Angemessen nein, furchtbar aggressiv und gefährlich aber auch nicht.

Ich würde einen souveränen Rückzug versuchen ;)

 

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vor 2 Minuten schrieb kareki:

ich finde das durchaus etwas "viel", wenn sie einen Kelhbiss angedroht haben sollte, deine "Kleine".

 

Ja, ich war auch etwas überrascht bis geschockt... hab sie so noch nicht erlebt... hm...

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Also das war nicht der erste Hund, der versucht hat sie zu besteigen... aber der erste bei dem sie jetzt so reagiert hat... die anderen hat sie weggeknurrt und das angedeutete Schnappen... aber bei dem ist hat sie jetzt wohl überreagiert, warum auch immer... :unsure: 

 

Ansonsten kommt sie sehr gut mit den ganzen Hunden aus... gab bisher noch nie Probleme wegen Aggression... eher im Gegenteil, kommt eigentlich mit allen Hunden gut aus... und wenn sie einen nicht mag, wurde der eher einfach ignoriert.

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Ich fasse zusammen ... ;) 

Der Rüdenbesitzer findet es völlig o.k. dass sein Rüde andere belästigt, bedrängt und besteigt - reagiert auch dann nicht wenn die fremde Hündin das eindeutig nicht mag und verwarnt. Die Besitzerin der Hündin geht sogar extra weg ... Rüde verfolgt sie ... und dann regt der Rüdenbesitzer sich auf, dass die Hündin irgendwann sehr deutlich wird.

 

Deine Hündin hat den Rüden doch vorher mehrfach verwarnt, geknurrt und abgeschnappt. Daher finde ich es nicht verwunderlich dass ihr irgendwann der Kragen platzt.

 

Ich kenne das, meine Schäfi kann sich auch gut wehren: sie verwarnt mehrfach! - wird dann aber auch irgendwann heftiger.

Wenn ich sehe, dass belästigende Hunde sich von ihr nicht wegschicken lassen, greife ich immer ein bevor es evtl. Löcher im Pelz gibt.

Andere Hundebesitzer bitte ich dann erst einmal ihren Hund abzurufen (durchaus mit dem Hinweis dass das Plüschtier am vorderen Ende Zähne hat), wenn das nicht klappt verscheuche ich den Aufdringling und gehe mit meinem Hund weg.

 

 

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vor 4 Minuten schrieb Schnüffelmaus:

Ich fasse zusammen ... ;) 

 

Ja, die Zusammenfassung ist so richtig. ;-)

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Leider gibt es viele Rüdenbesitzer die nicht sehen (oder sehen wollen...) dass das nicht o.k. und die ihren Hund nicht abrufen.

(evtl. sogar noch blöde Sprüche machen ...)

 

Ich versuche wie gesagt immer rechtzeitig einzugreifen,

weil ich nicht möchte, dass sich bei meinen Hunde ein aggressiveres Verhalten als erfolgreiches Mittel zur Selbstverteidigung etabliert ...

 

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