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Hundeforum Der Hund
Kleiner Wolf

Trennungsangst-Training

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Hallo ihr Lieben,

 

ich bin hier schon lange stille Mitleserin, jetzt habe ich mich endlich angemeldet um auch etwas fragen zu können. Seit über einem halben Jahr lebt mein 15 Monate alter Hund Odin bei mir, der leider aufgrund groben Fehlverhaltens seines Vorbesitzers unter Trennungsangst leidet.

 

Wir üben schon lange das Alleine sein mit ihm. Nach 2 Monaten damals konnte er es schon 2 Stunden, dann gab es einen herben Rückschlag und wir mussten von vorne beginnen. 

 

Nun sind wir wieder bei 1,5 Stunden angelangt. Wir haben es dieses Mal viel langsamer angehen lassen und er macht sich schon sehr gut dabei, er schläft brav und ist ruhig.

 

Meine Frage an alle, die die Trennungsangst bei ihrem Hund bezwingen konnten oder gerade dabei sind:

 

Wie oft seid ihr am Tag raus gegangen? Wenn der Hund z.B. bei 1,5 Stunden war, habt ihr ihn ein Mal, zwei Mal, drei Mal... am Tag alleine gelassen?

 

Habt ihr wirklich jeden Tag trainiert? Oder auch immer wieder mal einen Tag ausgelassen, so dass der Hund gar nicht alleine war?

 

Stimmt es wirklich, dass der Hund, sobald man bei den 2 Stunden angelangt ist, und er die wirklich gut kann, die Zeit täglich um z.B. 15 Minuten steigern kann?

 

Wie habt ihr das gemacht?

 

Ich hoffe auf viele Antworten zu meinem Problem.

 

Liebe Grüße

 

Tanja+Odin

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Wir hatten das Problem auch. Und es hat aufgehört als ich anfing zu akzeptieren wie der Hund ist. 

Ich habe eine Betreuung organisiert und ihn in der Wohnung hinter mir her laufen lassen.

Da ich Tipps bekam ich solle das nicht zulassen.

Je mehr ich übte desto schlimmer würde es.

Heute mit zwei Jahren kann er 2-3 Stunden alleine bleiben, danach fängt er an sich Beschäftigung zu suchen.

Ich habe aufgehört zu trainieren. Irgendwann ich glaube nach 3 Monaten bin ich ohne nachzudenken zum Mülleimer und der Hund blieb bequem auf dem Sofa liegen.

Dann hab ich angefangen immer länger den Müll runter zu bringen. Aber wirklich nur wenn ich ihn wirklich runter gebracht habe. Alle 2 Tage ungefähr, einmal.

 

 

Also einen guten Tipp für eine schnelle Lösung kann ich dir nicht geben. Außer das du versuchen kannst zu akzeptieren wie dein Hund ist.

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Ich akzeptiere meinen Hund so wie er ist, er ist ja auch keine Maschine, sondern ein einzigartiges Lebewesen.

 

Ich bin Studentin und daher viel zuhause, aber auch Studenten haben immer wieder Kurse mit Anwesenheitspflicht, da muss ich weg.

Mein Freund kann sich seine Arbeitszeit auch viel selber einteilen. Wir verlangen also gar nicht viel von ihm. 3 Stunden alleine bleiben wären mal super, 4 Stunden optimal.

 

Es gibt bei uns auch keine Deadline, es dauert so lange wie es dauert. Hauptsache er kann es wirklich und hat keinen Stress dabei.

 

Bei uns helfen die häufigen Wiederholungen sehr gut. Also viel hilft viel. Zumindest bei uns. 

Wenn ich ihn einige Zeit nur einmal am Tag alleine lasse, merke ich, dass er wieder etwas unruhig wird.

 

Darum wollte ich wissen, wie viel andere üben. Beim ersten Versuch war es bei uns zu wenig, teilweise nur 2 Tage die Woche. Darum hatte er dann auch den Rückfall.

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Ich denke, das ist wieder von Hund zu Hund unterschiedlich. Ich habe früh mit deckentraining begonnen. habe einen Platz ausgesucht, von dem sie die wichtigsten räume und mich im Blick hat und habe sie ins bleib gebracht. Langsam angefangen und dann gesteigert. Es hat lange gedauert bis sie sich entspannt hat, dann mal Wäsche in den Keller bringen, oder Müll raus. Kleine Schritte. dann mal nen kleinen Einkauf, bis zu längeren Einkäufen. Ich habe aber auch nicht jeden Tag das allein sein geübt. Wenn ich zu Hause war wirklich nur deckentraining. Alles habe ich nur einmal am Tag gemacht. Mach ich tatsächlich bis heute. Sie kann mittlerweile problemlos alleine bleiben, aber ich schau dass ich sie so wenig wie möglich alleine lasse (denke das geht den meisten hier so). Zweimal am Tag war am Anfang auch gar nicht drin. Sie wurde sofort unruhig, wenn ich mich wieder fertig gemacht habe und ich wollte nicht, dass sie das fertig machen mit Unruhe verknüpft. Achte auf die kleinen Zeichen. Du musst für dich selber entscheiden wie viel und wie wenig du deinem Hund zutrauen kannst. 

Ich wünsche euch viel Erfolg :)

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Ok, das erstaunt mich doch, dass andere weniger trainiert haben als ich (im positivem Sinne).

 

Bei uns war es manchmal so: Wir waren schon bei einer Stunde. Dann hatte ich mal keine Zeit und er war 3 Tage gar nicht alleine.

Als ich ihn wieder eine Stunde alleine ließ, war er zwar still, aber ich merkte seine Unruhe als ich wieder kam. Er war offensichtlich nicht entspannt.

Also bin ich nochmal eine Stunde raus, danach war er schon ruhiger.

Dann zum dritten Mal eine Stunde allein und es hat ihn gar nicht interessiert, als ich wieder kam. Als hätte er sich gedacht: Na gut, wenn sie eh immer wieder zurück gekommen ist, dann wird sie dieses Mal auch wieder kommen.

 

Ich habe jetzt noch Semesterferien, die Zeit werde ich auf jeden Fall noch viel fürs Training nutzen.

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Mein Hund kann nicht so oft am Tag allein sein. Das stresst ihn. Aber das ist individuell. Dafür bleibt er bis zu 6 Stunden allein. 

 

Was meinem gut hilft: In der Wohnung häufiger mal Türen schließen und nach ein paar Sekunden/Minuten wieder öffnen. Deutlich im Wohlfühlbereich, es die Länge angeht. Dann hat der Hund schnell das Gefühl, dass man wiederkommt. Meiner läuft mir auch meist nach. Aber er ist dabei mittlerweile nicht mehr gestresst. Er wartet meistens auch, ob ich wieder zurückkomme und wenn nicht, folgt er mir erst und legt sich im neuen Zimmer auf seinen Platz. Er hat in jedem Raum einen Platz, außer im Bad und im Flur.

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Ich habe meine Hündin seit 6 Monaten. Davon war sie 4 Wochen krank. Seit 5 Monaten übe ich mit ihr auch das Alleine bleiben. Bis vor 2 Wochen haben wir es auf 50 Minuten gebracht. Danach hatte sie wieder ein Problem damit. Jetzt sind es wieder bei 10 Minuten und sie bellt einmal in dieser Zeit. Danach ist sie wieder ruhig. Da ich sie mit ins Büro nehmen kann, übe ich abends 1x mit ihr. Manchmal mach ich auf mal gar nix.  Für mich ist das auch eine schwere Zeit bedingt durch den Rückschlag. In der Wohnung macht sie auch Fortschritte. Sie kann mich dann auch mal alleine lassen und abends, nach der letzten Runde, verschwindet sie langsam in Richtung Schlafzimmer und möchte schlafen. Ich denke, wir sind schon auf einen guten Weg. Es dauert nur und macht mir manchmal auch zu schaffen a b e r wir schaffen das.:)

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Mein Hund bleibt morgens problemlos allein. Abends findet er das nicht so toll. 

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Ich danke euch für eure Antworten.

 

Petra, ich kenne das mit dem Rückschlag, das ist wirklich sehr frustrierend, da man schon bereits so viel Arbeit investiert hat und dann fällt der Erfolg wie ein Kartenhaus zusammen.

Wir waren damals schon auf 2 Stunden. Dann mussten wir wieder mit Tür auf und zu beginnen. Aber es hilft nichts, es wird auch immer wieder gesagt, dass Rückschläge dazu gehören, man darf nicht aufgeben.

Daheim haben wir gar keine Probleme. Ich kann alle Türen schließen, solange ich in der Wohnung bin, ist es ihm sowieso egal. Er darf auch nicht ins Schlafzimmer, aber die Tür ist die ganze Nacht offen. Er könnte also immer schauen, ob wir eh da sind (macht er aber nicht).

Er schläft also im Wohnzimmer (also im Nebenzimmer) oder sogar noch einen Raum weiter. Das ist gar kein Problem.

 

Ich glaube, dass die Trennungsangst sogar schon weg ist bei ihm, weil neulich ist das passiert:

Er ist schon bei 1,5 Stunden. Wir haben das langsam und sorgfältig trainiert.

Neulich bin ich raus und wollte ihn diese Zeit alleine lassen (eigentlich waren wir zu dieser Zeit schon bei 1 Std 50, ich wollte da aber nur 1 Std 30 machen)

Nach ca 7 Minuten ging sein Gejammere los. Kein Bellen, kein Heulen aber so ein richtig lautes Gequengel. Ich verstand es nicht. Was hatte er plötzlich für ein Problem? Das gab es zu dem Zeitpunkt schon ewig nicht mehr bei ihm.

Ich hab gewartet und nach ca 10 Minuten war Ruhe. Also weiter abgewartet. Dann war schon eine Stunde um, er noch immer ruhig und ich dachte: Ok, geschafft. Ich wollte die 1,5 Std machen. Dann ging es wieder leicht los mit Jammern. Ich wollte abbrechen, aber es war gar nicht so leicht einen stillen Moment zu erwischen. Sobald ich den Schlüssel stecken wollte, jammerte er. Dann bin ich rein nach ein paar ruhigen Sekunden. Er war aufgeregt als ich kam und hat eine Zeit lang gefiept.

 

Aber: Zwischen den 10 Minuten Jammern und dem Jammern am Ende war eine dreiviertel Stunde Ruhe!!! Das hätte es früher nicht gegeben. Wenn er da mal loslegte, hörte er nicht auf. Und da hatte er auch gebellt und gejault. Er hatte sich also unter Kontrolle.

 

Am nächsten Tag bin ich einen riesen Schritt zurückgegangen und hab mit einer halben Stunde weitergemacht. Aber das hab ich ganz schnell gesteigert, weil er keinen Mucks mehr gemacht hat. 

Also hat es ihm meiner Meinung nach an diesem Tag einfach nicht gepasst, dass ich gegangen bin. Aber es war keine Angst, da hätte er sich nicht beruhigt.

 

Sorry für die Länge.

 

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Manchmal ist es auch die Tagesform. Oder andere Faktoren, die man nicht sofort erkennt. 

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