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Hundeforum Der Hund
Jens9

Probleme bei unsere 2 franz. Bulldoggen Damen

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

ich hoffe hier vielleicht ein paar Tips im Vorfeld zu unserem Besuch bei der Hundeschule zu erhalten. 

 

Wir haben vor 3 Tagen zwei Französische Bulldoggen Damen aus schlechter Haltung abgeholt bzw bei uns aufgenommen. Die eine Dame ist 3 die andere 5. Sie kennen sich seit ca 2 Jahren. Beide wurden bislang in einem engen Käfig gehalten bzw.nur zum spielen aus dem Käfig geholt. 

Trotz dieser Behandlung oder Vorgeschichte haben wir festgestellt das das Sozialverhalten sowie das umsetzen von Anweisungen recht gut ist wenn man bedenkt wie die Tiere gehalten wurden. Ich gehe davon aus, dass beide zu beginn rudimentär Erzogen wurden bis die Tiere zu lästig wurden. Die Tiere befanden sich bevor wir Sie abgeholt haben ca. 3 Wochen in einer Hundepension. Die zwei haben eine Woche vor der Abholung einmal bei uns Probegeschnuppert um uns alle kennen zu lernen.

 

Bei dem Probeschnuppern verlief alles super beide ließen sich streicheln waren zutraulich und hörten sehr gut, keine Rivalitäten. 

 

Nun zum eigentlichen Problem: Wie bereits geschildert hören die beiden schon an sich sehr gut, Befehle wie ins Körbchen oder das Sitz vor dem Essen geben funktioniert schon sehr gut. Manchmal gibt es das ein oder andere wo mal einer etwas Dickköpfig ist aber das halte ich für völlig normal nach 3 Tagen. Auch hat man gemerkt das die Tiere ruhiger wurden und sich auch einfach mal hinlegen konnten und friedlich schlummern. Leider hat nun gestern die jüngere angefangen die ältere anzufallen. Die Situation war, dass sich die eine noch streicheln lassen wollte und die andere sich dazwischen drängte. Seit dem habe ich versucht darauf zu achten wer von den beiden der Dominante ist aber nur widersprüchliche Signale erhalten. Die ältere geht immer zuerst durch die Tür und läuft auch häufig bis immer vor der jüngeren. Allerdings "Deckelt" die junge auch die ältere in der Wohnung (versperrt ihr den Weg springt leicht auf den Kopf etc.) wenn Sie versucht zu uns zu kommen oder mit uns spielen will. Ein Kommando wird nur von der älteren in diesem Moment umgesetzt die jüngere widersetzt sich dann auch meinem Kommando. Das schlimme ist, wenn ich nun weiter der jüngeren Kommandos erteile wird Sie der älteren gegenüber aggressiver. Das geht hin bis zu Bissigkeit. Bislang ist nichts größeres passiert ausser einer kleinen Wunde am Ohr aber das macht uns schon etwas sorgen. Bei dem Kampf gewinnt die jüngere. Wenn sich alle beruhigt haben, kommt die jüngere zur älteren und schleckt Sie von oben bis unten ab. Sie schlafen auch umschlungen miteinander und legen sich ohne murren und knurren nebeneinander.

Ich habe zunächst gedacht das ich die Kommandostruktur der beiden nicht untergraben sollte und die Rangordnung im gewissen Umfang auch akzeptiere. Allerdings, geht es ja nicht das ich die jüngere nicht maßregeln kann, ohne das Sie sich offensichtlich vor der älteren direkt wieder beweisen muss. Die jüngere soll in der Vergangenheit das schonmal gezeigt haben, allerdings nie in dieser Intensität. Die kleine ist im übrigen grade in den letzten Tagen ihrer fruchtbaren Phase. Wie es bei der älteren ist kann der Tierarzt momentan nicht sicher Festellen es kann sein das Sie bald ebenfalls den Zyklus startet. Die jüngere hat nun auch schon 3 mal in die Wohnung gepinkelt. Wir wissen nicht ob das eine Art trotz ist oder ob Sie es einfach nicht besser weiß. 

 

Wir werden beide kastrieren lassen aber ich denke das Problem liegt eher in der Kommandostruktur bzw. an uns. Irgendetwas veranlasst die jüngere dazu, Befehle als Schwächung Ihrer Position gegenüber der älteren wahrzunehmen. Gleichzeitig muss ich ja Ihr Fehlverhalten auch erziehen was uns momentan vor einer schwierigen Aufgabe stellt. Das Problem ist wirklich Präsent nur im Haus, beim spazieren gibt es kaum Momente wo das Verhalten auftritt. Wie seht ihr das hier?

 

Vielen Dank und einen schönen Abend!

 

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Hallo,

 

ich würde einen guten, einfühlsamen (!!) Hundetrainer zu euch kommen lassen, um die Situation zu beurteilen.

Die Hunde werden nach 3 Tagen wahrscheinlich auch einfach noch ziemlich überfordert sein und ihre letzten Jahre waren ja auch mehr als schlecht.

 

Franz. Bulldoggen reagieren sehr empfindlich auf erzieherische Maßnahmen und gerade in den ersten Tagen geht es doch darum Vertrauen zu fassen.

Da wäre es sehr unschön wenn ihr jetzt versucht "zu erziehen" aber eigentlich gar nicht wisst, wo der Hase im Pfeffer liegt.

 

Von Rivalitäten bei Franzosen liest man aber öfter, das kann ich so nicht beurteilen da meine friedlich mit drei Hunden anderer Rassen zusammenlebt.

 

Hattet ihr schon mal Hunde? Oder sind es eure ersten?

Zum pinkeln - wo macht sie hin? Wie oft geht ihr raus?

 

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Die letzte Art von Haltung wird schon seinen guten Grund gehabt haben.

 

Ich hatte es auch genbedingt  in einer Linie. Hündinnen sind gnadenlos,

bis zum bitteren Ende. Erst wenn vor dem  Maul lange nichts mehr zuckt

gibt es Ruhe. Ist leider so.

Hilfe war: verursachende Hündinnen in Einzelhand verkauft, Rest rausgezüchtet.

 

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Laßt die doch erstmal ankommen.

Weniger darauf gucken, wer als erster durch die Tür geht usw. hilft. Weniger C.M. auch.

Meinst du sie ist momentan in den Stehtagen oder in der ausklingenden Läufigkeit? Egal, kein Grund bisher einen Gedanken an Kastration zu verschwenden, da keine medizinische Indikation vorliegt.

Falls sich tatsächlich eine Neigung zu aggressivem Verhalten zeigen sollte (was man nach 3 Tagen noch nicht feststellen kann) dürfte eine Kastration dieses noch verstärken, ist also kontraindiziert.

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vor 16 Stunden schrieb Nadja1:

Die letzte Art von Haltung wird schon seinen guten Grund gehabt haben.

 

Ich hatte es auch genbedingt  in einer Linie. Hündinnen sind gnadenlos,

bis zum bitteren Ende. Erst wenn vor dem  Maul lange nichts mehr zuckt

gibt es Ruhe. Ist leider so.

Hilfe war: verursachende Hündinnen in Einzelhand verkauft, Rest rausgezüchtet.

 

 

Bitte was?

Kannst Du das nochmal verständlicher ausdrücken, vor allem den letzten Satz?

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Am 26.2.2017 um 21:55 schrieb Jens9:

Wir werden beide kastrieren lassen aber ich denke das Problem liegt eher in der Kommandostruktur bzw. an uns. Irgendetwas veranlasst die jüngere dazu, Befehle als Schwächung Ihrer Position gegenüber der älteren wahrzunehmen. Gleichzeitig muss ich ja Ihr Fehlverhalten auch erziehen was uns momentan vor einer schwierigen Aufgabe stellt. Das Problem ist wirklich Präsent nur im Haus, beim spazieren gibt es kaum Momente wo das Verhalten auftritt. Wie seht ihr das hier?

 

Mit der Kastration löst Du nur die sexuelle Komponente, nicht die Erziehung selbst,

aber das weißt Du ja sicher.

Da die beiden schon etwas älter sind, hat sich das Problem manifestiert.

Normal gehören solche Tiere in erfahrene Hände, will man beide behalten,

ansonsten kann man mit Hilfe eines guten Trainers versuchen das Problem zu lösen.

Bis dahin sollten Tiere dieser Art,  bei Verlassen des Hauses vorsorglich getrennt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo Jens,

 

für mich hört sich das nach Eifersucht und/oder Überforderung an. Wie oben schon von anderen geschrieben wurde, würde ich auf erzieherische Maßnahmen erst einmal so weit wie möglich verzichten. Die Hunde müssen ankommen und mit vielen neuen Eindrücken fertig werden. Wenn der Halter jetzt noch mit positiver und negativer Verstärkung auf das dünne Nervenkostüm weiter Druck aufbaut, dann kann das zu solchen "Ventil"- Reaktionen kommen.

Mein Tipp wäre die Hunde getrennt Gassi zu führen (auh wenn sie sich dabei gut verstehen)  und wenn ihr Übungen machen wollt,  diese auch mit räumlicher Trennung einzeln mit den Hunden macht. DIe Übungen sollten vor allem dafür sein die Beziehung zwischen euch und den Hunden zu verbessern und natürlich dem Hund Spaß machen! und weniger (erst einmal) zur Erziehung dienen.

 

Wenn die Hunde so wenig ein Herz und eine Seele sind müssten sie ja nicht zwingend zusammen bleiben, ihr könnt auch überlegen ob man sie jeweils alleine hält. Das wäre für euch sehr viel einfacher, ob ihr euch von einem Hund noch trennen wollt, ist sicher eine schwere Entscheidung. In der Regel findet einTierschutzverein aber recht zügig wieder eine neue Stelle für einen Hund wenn das nicht klappt und noch hätten sie sich ja nicht an euch gewöhnt. 

Für jede Mehrfachhundehaltung gilt: Zwei Hunde machen nicht soviel oder wenig mehr Arbeit wie ein Hund, sondern wirklich Arbeit für zwei Hunde!

 

 

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Vielleicht ist es auch eine Art Übersprungshandlung. Die mädels sind (auch wenn aus einer Schlechten ) aus ihrer Umgebung herausgerissen worden. Vermutlich noch gar nicht richtig angekommen. Gebt euch allen etwas Zeit. Lia latscht übrigens ständig vor mir durch die tür und bisher hat sie mir nicht im schlaf die kehle aufgerissen. Ich persönlich denke nicht das solche vehaltensweisen ein Indikator für Aggressionen oder Dominanz sind.

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Am ‎26‎.‎02‎.‎2017 um 21:55 schrieb Jens9:

Das schlimme ist, wenn ich nun weiter der jüngeren Kommandos erteile wird Sie der älteren gegenüber aggressiver.

 

Überleg mal, ob du in bestimmten Situationen vielleicht Druck aufbaust? Oder gar bedrohlich wirkst in deiner "Konsequenz"?

Ob sie das mit ihrem überforderten Nervenkostüm überhaupt aushalten können /sollen?

Ob das nicht vielleicht Frust ist, der an der anderen Hündin rausgelassen wird?

 

Ich finde es etwas befremdlich, wenn du an Tag 3 (!) schon so viel Wert auf "Kommandos" und Maßregelung von Fehlverhalten legst. Das erste, was aufgebaut werden sollte, ist eine Atmosphäre von Geborgenheit, Vertrauen, Sicherheit. Sich kennen lernen, zusammen etwas unternehmen, fröhlich sein :) Dann ergibt sich vieles ganz von selbst und muss nicht krampfhaft erzwungen werden.

 

Also: Zeit, Gelassenheit, ein paar richtig gute Hundebücher lesen (Tipps geben wir gern :) ), Vertrauen aufbauen. Das wäre mein Rat für die nächsten... mindestens 6 Monate.

 

 

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