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Hundeforum Der Hund
Juline

Trieb und Motivation

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Und was machst du, um die Motivation direkter zu befriedigen? 

 

Du könntest selbst Schweiß ausbringen, z.B.

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vor 1 Minute schrieb Hoellenhunde:

Und was machst du, um die Motivation direkter zu befriedigen? 

 

Du könntest selbst Schweiß ausbringen, z.B.

 

ich habe das noch nicht probiert,

kann mir aber kaum vorstellen dass eine Schweißspur meine Hündin mehr glücklich macht als die Suchen die ich jetzt mit ihr mache ... ?

 

Es käme letztlich auf einen Versuch an,

allerdings bräuchte ich Wildblut (Rinderblut wird in der Schweißhundeausbildung bekanntlich deutlich schlechter angenommen) und korrekterweise eine Erlaubnis vom örtlichen Jagdpächter! Meines Wissens ist es nicht ohne weiteres erlaubt Schweißfährten oder Schleppfährten in den Wäldern zu legen und zu arbeiten.

Ich könnte natürlich auch meine Versteckpersonen beim Mantrailing mit einer Flasche Blut tropfenderweise durch die Stadt laufen lassen ...  🙃

 

Aber warum denkst Du, dass es unbedingt notwendig ist mit Wildgeruch zu arbeiten?

Unsere domestizierten Haushunde lassen sich bis zu einem bestimmten Grad doch auch ganz gut auf "ähnliche Alternativen" umlenken ...

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Was hat es dir bisher genau gebracht mit den (naja) Ersatzbeschäftigungen?

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Aus dem positiver-Umgang-Thread zum Begriff "Trieb":

vor 15 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Der Begriff weckt falsche Assoziationen. Gerade auch in Hundeforen.

 

Tut er das tatsächlich oder ist das nur Dein Eindruck, weil Du Dich intensiver mit dem Thema befasst hast und Dir die präzise Unterscheidung wichtig ist?

Für falsche Assoziationen muss man sich ja erstmal mit den wissenschaftlichen Definitionen beschäftigt haben. Und wie ich im anderen Thread schon schrieb: wenn man sich damit beschäftigt hat, müsste einem doch eigentlich auch klar sein, dass man damit zu einer Minderheit gehört und was der gemeine Pöbel unter "Trieb" versteht.

 

Mal abgesehen davon, dass es nie "die eine" wissenschaftliche Definition von "Trieb" gab. Wie falsch der Begriff tatsächlich meist verwendet wird, ist daher relativ.

Im ersten Absatz zur Triebtheorie bei wikipedia ist das so schön formuliert:

"Heute wird das Triebkonzept in der wissenschaftlichen Literatur nur noch vereinzelt verwendet; entscheidende Elemente davon leben aber in den moderneren Fachbegriffen der Motivation und des Motivationssystems fort."

 

Ein schulternzuckendes "Kann man nichts machen, ist halt ein Trieb!" kann man auch durch "Kann man nichts machen, ist halt intrinsisch motiviertes Verhalten!" ersetzen, es bleibt die gleiche faule Ausrede (und diejenigen, die das nicht nur sagen sondern auch wirklich glauben, wissen erst recht nicht, worin sich die Begriffe unterscheiden...).

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vor 21 Minuten schrieb Hoellenhunde:

Was hat es dir bisher genau gebracht mit den (naja) Ersatzbeschäftigungen?

 

warum so skeptisch ... ? ;) 

Ich habe einen sehr menschenfreundlichen Hund der gerne Menschen verfolgt

(und meine Rassen sind wirklich keine "ursprünglichen Hunde" mehr, die kaum andere Alternativen annehmen würden ...)

 

Meine Beaglehündin (inzwischen neun Jahre alt) hatte das ebenfalls sehr gut angenommen mit dem Trailen:

je länger desto weniger reagierte sie im Wald auf die Wildspuren während sie im Training begeistert auf der Spur abging.

Sie wurde ein wirklich zufriedener und entspannter Jagdhund den ich auch gut ableinen kann.

(allerdings lasse ich in wildreichem Gebiet lieber die Leine dran - falls direkt vor ihrer Nase plötzlich Reh oder Hase hochgeht wär's mir zu riskant)

 

Menschenspuren sind immer zweite Wahl, keine Frage!!

Natürlich geht nichts über das verfolgen der im jeweiligen Hund genetisch verankerten (Beute)Tiere - vorausgesetzt lebendige Tiere haben die Spur gelegt.

Ich war z.B. wiederholt mit Jägern und ihren Beaglen im Revier, habe mir interessiert angeschaut wie die Hunde auf Schweiß trainiert wurden.

Ebenso wie eine Hasen-Schleppe von Beagles gearbeitet wurde ... ich kann nicht sagen, dass die Hunde jetzt dabei mehr jagdliche Leidenschaft gezeigt haben als mein gut motivierter Beagle auf dem Trail.

Denn das Interesse eine Schleppe zu verfolgen, die mit einem Kadaver gezogen wurde ist nicht mehr zu vergleichen mit einer Spur von einem lebendigen Tier.

Ebenso lösen vereinzelte Blutstropfen quer durch den Wald weit weniger jagdliches Interesse beim Hund aus, als eine echte Wundfährte!

 

Ich vermute daher sehr stark, ich müsste schon einen Jagdschein machen und meinen Hund auf echten Wildspuren arbeiten lassen damit ein wirklich deutlicher Mehrwert gegenüber dem Verfolgen von Menschenspuren herauskommt.

 

Aber wie gesagt, ich habe es noch nicht probiert ... 😉 

 

 

 

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vor 20 Stunden schrieb KuK:

Ein schulternzuckendes "Kann man nichts machen, ist halt ein Trieb!" kann man auch durch "Kann man nichts machen, ist halt intrinsisch motiviertes Verhalten!" ersetzen, es bleibt die gleiche faule Ausrede (und diejenigen, die das nicht nur sagen sondern auch wirklich glauben, wissen erst recht nicht, worin sich die Begriffe unterscheiden...).

 

ja, sicher ... wer eine Ausrede sucht, dem ist es zweitrangig welche Vokabeln dafür taugen. 😜

 

Ich persönlich assoziiere mit "Motivation" etwas überwiegend positives, während in dem Begriff "Trieb" für mich auch eine stärkere negative Komponente mitschwingt.

Eine "Motivation" unter Kontrolle zu bekommen oder in gewünschte Bahnen umzulenken erscheint leichter möglich zu sein, als einen "Trieb" ... oder geht das nur mir so?

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vor 1 Minute schrieb Schnüffelmaus:

Ich persönlich assoziiere mit "Motivation" etwas überwiegend positives, während in dem Begriff "Trieb" für mich auch eine stärkere negative Komponente mitschwingt.

Eine "Motivation" unter Kontrolle zu bekommen oder in gewünschte Bahnen umzulenken erscheint leichter möglich zu sein, als einen "Trieb" ... oder geht das nur mir so?

 

Nun ja... eine Frage der Semantik, und sicher auch individuell gefärbt.

Ich persönlich orientiere mich an der Problematik, die ich meine verbessern zu müssen. Welcher Terminus dabei in der streng wissenschaftlichen  Betrachtung nun richtig ist,

ist für mich nicht so bedeutend (KuK hat das ja schön beschrieben).

Aber die Diskussion hier hat mich schon etwas verunsichert.

Öfter mal habe ich mich dabei ertappt, in der Umgehung eines möglicherweise falschen Terminus einfach von "Jagdpassion" geschrieben zu haben.

Einwände? :think:

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vor 3 Minuten schrieb Renegade:

Öfter mal habe ich mich dabei ertappt, in der Umgehung eines möglicherweise falschen Terminus einfach von "Jagdpassion" geschrieben zu haben.

Einwände? :think:

 

sehr clever ... 😀

und bezüglich dem Jagdverhalten finde ich das auch zutreffend!

 

Von einer "Fresspassion" beim Beagle oder von der "Fortpflanzungspassion" vieler Rüden zu reden, klingt aber irgendwie etwas merkwürdig ...

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Dem gehetzten Hasen ist es ziemlich egal ob ich sage mein Hund hat Jagdtrieb oder ist jagdlich motiviert oder passionierter Jäger oder ne olle Jagdsau. 

An meiner Art sowas zu verhindern ändert auch keiner dieser Ausdrücke was. 

 

Ja, ich weiß daß Sprache wichtig ist und so weiter, aber mir ist die Praxis wichtiger als die Definition. 

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@Siobhan: Sehe ich auch so, eigenmächtiges Jagen/Wildern habe ich als Hundehalter zu verhindern!

 

 

Aber in der Haltung zu meinen Bemühungen, ist es für mich persönlich dann doch nicht ganz egal ob es ein "Trieb" oder eine "Motivation" ist.

 

Ich zitiere mal aus dem Eingangspost zu diesem Thread:

"Der Unterschied ist nämlich, dass ein Trieb nur von Außen reguliert werden kann, während eine Motivation eine intrinsische Regulation ermöglicht."

 

... oder hier: (um nur zwei Beispiele in ähnlicher Art aus den ersten 4 Seiten zu nennen)

Am ‎18‎.‎03‎.‎2017 um 14:22 schrieb hansgeorg:

Wie du selbst schreibst, beruhen deine Motivationen auf sehr unterschiedlichen Ursachen, aber das Wesentliche daran ist, du hast es in der Hand zu entscheiden, welcher der Motivationen du folgen magst, oder auch nicht, trotz der inneren/äußeren Zwänge die nun mal gegeben sind, die in der Natur der Sache liegen, mit all seinen Konsequenzen.

 

Die Triebtheorien sagen da etwas Anderes, salopp gesagt, du kannst dich nicht entscheiden, du musst.

 

Bin ich der Meinung, meine kleine Jagdsau hat einen extremen Jagd-"Trieb", bin ich eher dazu geneigt mich in Gedanken schon resigniert mit lebenslangem Leinenknast abzufinden. Denn einen so ausgeprägten "Trieb" werde ich vermutlich nie gänzlich in Griff bekommen ...

 

Der Begriff Jagd-"Motivation" impliziert für mich deutlich bessere Chancen mit ihren jagdlichen Anlagen zu arbeiten und in gewünschte Bahnen zu lenken.

 

 

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