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Hundeforum Der Hund
Anja69

Angsthund nach Beißvorfall

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Ohjeh, da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen.

 

Tipps bezüglich anderer Hunde wurde ja schon gegeben. Ich kann dir auch nur raten:

 

- Gehe mit dem Hund ab jetzt erst einmal alleine raus. Leine sie (erst einmal) nicht mehr ab - sie hat bei dir kein Schutz gesucht, wenn sie nun Angst hat wird sie wer weiß wo hin rennen..

- vermeide Hundebegegnungen, bis sie wieder gerne hinaus geht und auch dann nur kontrolliert mit freundlichen, bekannten Hunden

- Gehe öfter und am Anfang durchaus kurz heraus, damit sie merkt: Da passiert nix. Mach ihr diese Zeit besonders schön

- Lerne deinen Hund vor anderen zu beschützten und solange dein Hund kein Vertrauen in dich hat und nicht bei dir Schutz sucht oder sich rufen lässt sondern stattdessen durch die Gegend rennt - laß sie nicht von der Leine. Dann kannst du dich vor ihr stellen, ansonsten rennt sie ja unkontrolliert durch die Gegend und du kannst ihr nicht helfen..

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vor 12 Stunden schrieb DerOlleHansen:

Hund in einer solchen Situation NIEMALS auf den Arm nehmen! Auch einen kleinen nicht! Das hat nichts mit "verpönt" zu tun, sondern ist aus mehreren Gründen kontraproduktiv. Für viele der ankommenden Hunde wird das "Opfer" dadurch noch viel interessanter. Ein großer Hund wird eventuell Hund samt Halter anspringen und zu Boden werfen.

 

 

Im Prinzip richtiger Tip, aber:

 

Unser kleiner 4 kg Hund ist auch sehr unsicher bei Hundebegegnungen. Er bellt dann. Nach Jahren des Rumprobierens - ich war früher immer der Meinung, man soll einen kleinen Hund nicht hochnehmen - sind wir seit geraumer Zeit dazu übergegangen, sie hochzunehmen.

Es sieht so aus:

Fremder großer Hund kommt angerannt. Ich bringe den kleinen Hund hinter mich (Kommando "zurück", funktioniert nicht immer aber meistens), blocke bei Bedarf (wenn nicht ganz klar ist, was der andere Hund so vorhat) den großen Hund ab. Ich biete aber auch dem kleinen Hund mit meiner Hand über dem Boden an, ihn hochzunehmen, wenn sie es will. Meist will sie. Sie fühlt sich dann der Situation eindeutig nicht so ausgeliefert. Das hindert sie zwar nicht am Bellen, sie ist aber in der Situation und besonders auch danach entspannter und fährt schneller wieder runter. Ansonsten kann sie sich nämlich in ein nervöses Gebelle und Überdrehtsein hineinsteigern und das dauert dann sehr viel länger als die kurze Begegnung mit dem fremden Hund.

 

Fremde, auch große Hunde abzublocken, kann man lernen. Kopf hoch, Schultern zurück, Körperspannung. Reicht oft schon. Evtl. Schritt auf Hund zumachen, Hand vorschieben, Knie dazwischen schieben. Letzteres aber oft gar nicht notwendig, nur wenn der andere echt frontal auf einen zuschießt. Die meisten Hunde laufen von selbst einen kleinen Bogen und nähern sich eher seitlich, das ist für mich normale Begrüßung, wenn ich da den kleinen Hund rausnehme, ist oft schon alles gut für sie. Ruhig bleiben. Weggucken ist auch nicht schlecht (wenn es geht). Bestätigt sich das Harmlose, kommt der kleine Hund auch wieder auf die Erde.

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Ich stelle das jetzt nur mal in den Raum: Wenn der Hund dann auf dem Arm weiterbellt, wird er durch den Körperkontakt nicht belohnt und in seinem (eigentlich unerwünschten) Verhalten verstärkt?

Am schönsten wäre doch eine total "coole" Begegnung, die wird aber so niemals erreicht werden, oder?

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Nein, natürlich wird der Hund nicht durch den Körperkontakt belohnt/verstärkt/wasauchimmer...

 

Ist die Frage überhaupt ernst gemeint? Bin mir da gerade nicht sicher.

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vor 20 Minuten schrieb Tina+Sammy:

Ist die Frage überhaupt ernst gemeint?

 

Ja, absolut.

Das mit der Selbstbelohnung oder mit der "versehentlichen Belohnung " geht nämlich oft schneller, als man denkt bzw. man kommt selber gar nicht drauf - sagten mir mehrere Hundetrainer. Deshalb versuche ich, solche "Fallstricke" zu vermeiden.

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wenn mir der andere Hund nicht geheuer ist, hab ich meine Hunde auch hoch genommen. Allerdings waren sie damals Welpen, weil irgendwann wurden sie einfach zu schwer. Aber warum nicht? Ist es besser, dass sie eine schlechte Erfahrung machen, nicht jeder Hund lässt sich so einfach blocken und dann muss man noch darauf achten wo der eigene ist, ob er wirklich hinter einem steht.. Ich kann es vollkommen verstehen, dass man seinen eigene Hund schützt und ihn deswegen auf den Arm nimmt. Und es ist schade dass es sein muss, aber das eher eine Reaktion auf vorangegangenes Fehlverhalten

 

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vor 25 Minuten schrieb DerOlleHansen:

 

Ja, absolut.

Das mit der Selbstbelohnung oder mit der "versehentlichen Belohnung " geht nämlich oft schneller, als man denkt bzw. man kommt selber gar nicht drauf - sagten mir mehrere Hundetrainer. Deshalb versuche ich, solche "Fallstricke" zu vermeiden.

 

Ja. Aber das sind doch zwei völlig verschiedene Paar Schuhe...

 

Ich hab ja nu auch zwei kleine Hunde.

Eine liebe, nette und einen kleinen Sack :D

Wenn der kleine Sack sich bedrängt sieht, kommt er zu mir. Und der will dann auf den Arm. Weil er weiß, dass er da sicher ist.

 

Ich lasse doch nicht zu, dass ich sein Vertrauen in mich dermaßen enttäusche, nur weil eventuell, vielleicht etwas "falsch bestärken" könnte.

Das würde mir wirklich niemals in den Sinn kommen.

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Völlig losgelöst vom eigentlichen Thema: das sehe ich auch so @Tina+Sammy

 

Das Vertrauen meines Hundes ist das Wichtigste für mich. Vor 2 Tagen hatten wir eine Situation die ich so noch nie hatte.

Ein ungestümer junger, großer Rüde rannte wild umher und um uns herum und verunsicherte meine Hündin. Sie kam zu mir uns sprang mich hilfesuchend an. (ganz klar nicht aufgedreht, sie ging nicht auf dass Spiel ein, sondern "Frauchen , mach was") 

Die Situation war absolut ungefährlich, wirklich ein netter, verspielkter junger Kerl. Aber irgendwie war dass meiner Kleinen nicht geheuer. Vielleicht weil sie jetzt auch wieder heiß wird.

Ich habe sofort darauf reagiert und bin zügig weiter gegangen, als uns der Hund folge und meine Hündin bedrängte habe ich ihn kurz entschlossen, aber noch nett,  aus unserem Bereich "verwiesen". Und das war scheinbar genau dass was meine Kleine wollte. 

Die nächsten Hundebegegnungen waren wieder komplett normal. Ich muss nicht alles für meine Hunde regeln, aber wenn mein Hund mich um Hilfe bittet bin ich da. 

Ich denke dass ist auch ein sehr wichtiger Punkt in der Hund-Mensch Beziehung.

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vor 10 Minuten schrieb Lexx:

... Ich muss nicht alles für meine Hunde regeln, aber wenn mein Hund mich um Hilfe bittet bin ich da. 

Ich denke dass ist auch ein sehr wichtiger Punkt in der Hund-Mensch Beziehung.

 

Da bin ganz deiner Meinung.

Ich habe das Argument auch nur eingeworfen, weil ich es wichtig finde, dass man manchmal kurz nachdenkt, ob man sich nicht "selbst eine Grube gräbt" und ob es nicht eine bessere Alternative gibt.

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