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Hundeforum Der Hund
NannyPlum

Welche Rituale haben eure Hunde?

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Femo kommt mich morgens pünktlich wecken. Dann muss ich erst seinen Kopf kraulen und dann seinen Hintern. :D Manchmal geht er dann wieder ins Bett.

Lange schlafen ist bei uns aber nicht. Denn leider ist der morgendliche Zimmerwechsel sein Ritual und er besteht darauf, dass ich mitkomme. Sonst ist was falsch. Er wechselt aber unabhängig von mir abends wieder zurück und legt sich aufs Bett. Wenn ich dann ins Bett gehe, steht er von selbst auf uns legt sich in seins. 

 

Außerdem: Beim Bürsten auf dem Balkon besteht er darauf, Leckerlies vom Gartenstuhl zu fressen. Das hab ich mal angefangen, weil er sonst nicht stillgehalten hat. Jetzt geht's nicht mehr ohne. Danach wartet er auch immer auf ein besonderes Leckerchen.

 

Und immer wenn wir draußen waren, geht er als erstes trinken. Auch wenn er vorher getrunken hat und wir nur 2 Min. Pipi machen waren. :D 

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vor 18 Stunden schrieb Estray:

Meine Hunde bestehen gefühlt nur aus Ritualen und von morgens bis abends ist fast ihr ganzes Verhalten Ritualisiert. :) 

Sind ganz schöne Spießer die Beiden und nicht sonderlich kreativ in ihren Verhaltensweisen. :P 

 

 

Ich glaube ja, dass Rituale den Hunden "Halt" geben und ihnen manches Verhalten erleichtern - Hund braucht gar nicht nachdenken, ob er nun dieses oder jenes Verhalten an den Tag legen soll, denn es wird ja immer so gemacht, wie in dem Ritual. ;) Wenn ich merke, dass mein Hund von sich aus ein Ritual aufbaut und es gefällt mir, bestärke ich ihn natürlich darin. Vermutlich haben auch wir viel mehr Rituale, als mir jetzt  einfallen würden.

 

Aber ein Ritual habe ich so eingeübt mit meinem Hund, weil es wirklich Vorteile bringt, und zwar beim Aufbruch aus der Wohnung:

  • Ich zeige erste Anzeichen des Aufbruchs.
  • Hund sucht seinen Ball und kaut darauf herum (hat er sich ausgedacht; ich denke, das Kauen baut seinen Stress /seine Aufregung ab).
  • Ich bin "reisefertig" und hole das Halsband.
  • Hund muss es schaffen, sich von seinem Ball zu trennen und macht vor mir "sitz" (inzwischen ohne Kommando, ich brauche nur 5-30 sec zu warten), dann lege ich das Halsband an. (Leine brauchen wir erstmal nicht)
  • Ich öffne die Tür, Hund wartet, dass ich ihn mit einladender Geste heraus bitte.
  • Hund setzt sich neben mir auf die Fußmatte.
  • Ich schließe die Tür und gehe die Treppen hinunter, Hund folgt mir selbständig. Dadurch habe ich die Chance, samt Hund stehenzubleiben, wenn ich sehe, dass gleichzeitig jemand aus der Wohnung unter mir hinausgeht oder kommt. Die Familie ist nett und hat keine Angst vor Hunden, aber sie mögen keinen Hundekontakt. Wenn sie uns sehen, winken sie uns vorbei und schließen schnell wieder für einen Moment die Tür bzw. huschen in die Wohnung.
  • Unten vor der Haustür wieder "sitz", warten, hinauswinken, "sitz" bis ich die Tür verschlossen habe, dann gehen wir ganz ruhig los.

Das mag jetzt umständlich und langwierig klingen, ist es aber gar nicht. Das Lernen ging ganz schnell und über den Ablauf mache ich mir wenig Gedanken, es klappt einfach - manchmal mit ganz etwas Hilfestellung, wenn mein Hund sehr aufgedreht ist. Und Hund macht es einfach, weil wir es immer so machen - ein Ritual eben.

Wenn wir heimkommen, geht der Ablauf rückwärts, bis Hund im Flur neben mir sitzt, während ich Jacke und Schuhe ausziehe. Bei Schmuddelwetter geht es dann direkt ins Bad, damit ich den Hund säubern kann, sonst einfach Halsband ab und gut ist.

 

Inzwischen gibt es das gleiche Ritual auch, wenn ich eine befreundete Hundehalterin besuche. Bei den ersten Besuchen gab es ein wildes Gewusel mit ihren zweien und meinem einen Hund und manchmal noch ein Pflegehund dazu. Das war uns bald beiden zu blöd, zumal die Hunde auch anfingen zu bellen.

Seither haben wir uns abgesprochen: Ihre Hund dürfen melden, wenn es klingelt, dann müssen sie zurücktreten in die Wohnzimmertür - von da können sie immer noch alles sehen. Ich trete mit Hund ein, wie oben beschrieben, nur eben den Ablauf rückwärts. Menschen begrüßen sich und geben dann die Hunde frei. Seither begrüßen die sich auch viel ruhiger, freuen sich aber trotzdem genauso wie früher, denn die mögen sich alle sehr.

 

Noch ein winziges Ritual fällt mir ein: Wir halten grundsätzlich einen großen Schritt vor der Bordsteinkante, wenn eine Straße überquert werden soll, auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist. Hund muss kurz sitzen und ich kontrolliere nach rechts und links, selbst bei leerer Straße. Dann geht es "bei Fuß" bis zur anderen Seite, dann darf Hund wieder locker neben mir gehen.

Vielleicht ist dieses Ritual mal zu irgend etwas gut ... :unsure:

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Die aktuellen Rituale der Restrumse:

Morgens - Garten, danach gleich wieder ins Körbchen und sofort weiterpennen.

 

Ich greife die Fototasche:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

Ich wechsle ein Objektiv:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

Ich nehm die SD Karte aus dem PC:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

Ich schau die Kamera an:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

Ich wende meinen Blick vom Bildschirm ab:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

Ich setz meine Finger von der Tastatur ab:

"Juchuuu, es geht raus!" - sie wuseln erwartungsvoll umher.

 

Weiterhin gilt: Nach dem Speisen muss man scheiß... also müssen sie dringendst nach jedem Futtern in den Garten. Das wird immer mit höchstem Drama abgespielt.

 

Abends bestehen sie auf eine Runde durch die Kleinstadt. Ich glaube, das ist das wichtigste überhaupt. Alles unter einer Stunde wird als Beleidigung interpretiert.

Und abends wird grundsätzlich gezockt.

 

so weit

Maico

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Hunde sind ja supergute Beobachter und erkennen unsere Rituale deshalb schnell und passen sich daran an. :) 

Mir war gar nicht bewusst, wie berechenbar ich "Freigeist" eigentlich bin, bis meine Hundebeamten meine mir unbekannten Strukturen entlarvt haben. :) 

 

 

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Wie ist es mit dem morgendlichen Begrüßen? Einige haben es ja beschrieben und Leni macht es auch. Wenn wir aufgewacht sind springt sie zu uns ins Bett und legt sich zu uns/auf uns drauf. Ich finde es insofern interessant, da sie bei uns im Schlafzimmer schläft (im Körbchen). Sie könnte also jederzeit ins ins Bett kommen, tut sie aber nicht. Sie kuschelt abends zum Einschlafen und wie beschrieben morgens. Außer dass wir aufstehen passiert für sie dann eigentlich erstmal nichts, also kein Fressen oder Gassi gehen was die große Freude über unser Erwachen erklären könnte. Sie freut sich also einfach nur über uns. Bei euch auch?

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Hier Ohrläppchen knabbern und übers Gesicht schlecken, da paßt sie auf daß keiner ausgelassen wird.

Beim Gassigang gibt es bestimmte Erwartungshaltungen an bestimmte Orte.

An Picknickbänken oder anderen Orten wo sie ein Picknick gesehen und auch was gefunden hat wird nach Nahrung geschnüffelt, die meistens längst ein anderer Hund gekriegt hat, an der anderen Wiese schaut man nach anderen Hunden, an wieder einer anderen, wo man öfter welche gefunden hat ist es kein Problem etwas zu warten, an anderen Stellen besteht eine Chance auf Pferdeäpfel... Wenn  an diesen Orten etwas anders ist z. B.ein ganzer Kindergarten auf dem verlassenen Waldstück, wo wir immer Verstecken spielen, muß das auch mal bellend gerügt werden, während dieselben Kinder später auf dem Spazierweg freudigst begrüßt werden, weil da trifft man ja Leute und Kinder waren doch schon immer gut.

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Wenn ich mich abends zum letzten Mal ins Bad begebe steht Brienne anschließend in der Küche und wartet auf ein Gute-Nacht-Leckerlie. Keine Ahnung, wie sie mir das beigebracht hat, aber ich bin da gut trainiert :D

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Oh ja,  es gibt hier Viiiele Rituale..:rolleyes:

 

Herrchen wird am PC angeflirtet bis er endlich sagt 'na gut dann los' ..dann traben beide in die Küche zur Leckerli Box.  Dort macht nyla schon vorsorglich Sitz , mann streckt die Faust hin, nyla gibt 5 und lässt die Pfote für exakt 3 Leckerli auf seiner Hand :D... Wiederholung Folgt Spätestens nach Einer Stunde , wenn herrchen noch vorm PC rumsitzt...

 

Wenn sie raus muss, läuft sie kleine Volte vor der Terrassentür , wartet und schaut ob jemand reagiert, dann wieder Volte. ..

 

Wenn ich mittags Futter in die pferdetröge schütte, weiss sie dass wir Pferde von der Wiese reinholen und ist sofort sehr euphorisch, rennt zum stallschrank und wartet dass ich ihren Kong bzw Ball gebe, den sie zum pferde holen immer wichtig tragen darf :lol:

 

Könnte endlos weiter aufzählen. Wir sind halt doch alle recht autistisch an gewohnte Abläufe adaptiert, ob nun 2 oder 4 Beiner. ..denn auch bei meinen Pferden gibt es unzählige ritualisierte Abläufe ;)

 

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Schöne Rituale eines Hundes kann man lesen - aber ich empfehle das Hörbuch - in der wundervollen Geschichte

"Nurejevs Hund" von Elke Heidenreich.

 

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Oh ja, Rituale gibt es hier auch viele :)

Morgens, wenn mein Wecker klingelt oder ich am Wochenende das Licht anklipse, kommt Nala aus ihrer Höhle gekrochen und dehnt sich erstmal. Wenn ich nicht schnell genug aufgestanden bin, stellt sie sich an die Bettkante und begrüßt mich. Sobald ich aufstehe, gibt es erstmal ein Begrüßungsritual, Nala schubbert sich dabei über den Boden und ich kraule ihren Bauch. (Sie steht nie von alleine auf, auch wenn sie schon wach ist bleibt sie so lange in ihrem Bett, bis ich wirklich das Licht an mache)

Beim Spazieren gehen sucht Nala die Umgebung immer nach der nächsten Möglichkeit, irgendwo raufzuspringen. Entweder Baumstumpfe, große Steine, große Erdhügel, eigentlich alles, was irgendwie eine Erhöhung darstellt. Sie setzt sich dann dort oben rauf und wartet geduldig, bis ich dort angekommen bin und ihr ein Leckerli gebe oder - wenn ich nicht dort hin komme, weil mir der Erdhügel zu hoch ist - bis ich sie zu mir rufe und sie das Leckerli bei mir bekommt. Das hab ich tatsächlich nie wirklich mit ihr "trainiert", das hat sich von ganz alleine so ergeben.

 

Nachmittags liegt sie auf der Treppe, um ja nicht zu verpassen, wenn ich nach Hause komme. Sie ist dort dann von niemandem wegzukriegen -_- 

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