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Hundeforum Der Hund
AngiemitBalu

Alleine bleiben in der Pubertät

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Hallo ihr lieben, 

Wir haben neuerdings ein Problem mit dem alleine bleiben...

Vorab unsere Geschichte:

Unser kleiner Beagle Balu wurde bereits mit 8 Wochen von dubiosen Vorbesitzern abgegeben. Zu Hause stellten wir gleich fest der kleine hat Flöhe und wir wunderten uns warum er immer gegen Wände und Gegenstände gelaufen ist...
Also auf Grund der Flöhe sofort zum Tierarzt. Bei diesem Besuch gleich die Augen untersuchen lassen. Gesagt getan... Kurzfassung: Balu hat angeborenen grauen Star, welcher vererbt wurde, da keine weitere Krankheit vorliegt. Problem: Hund kann erst operiert werden, wenn sein Auge ausgewachsen sind. 
Alles soweit kein Problem. Regelmäßige Kontrollen und wir lernten damit umzugehen.
Gleich in der 9. Lebenswoche sind wir mit ihm in die Welpengruppe der Hundeschule. Die Kursleiter der Hundeschule sind alle der Meinung er war jünger als auf seinen Papieren angegeben. 

Kurz zur Erklärung: nein er wurde nicht im Ostblock gekauft... er wurde hier ganz normal bei einer Familie zu Hause von uns abgeholt, weil er einfach unser Herz erobert hat. Daher ist es uns auch egal ob er krank ist, er hat einfach ein schönes Leben verdient. Und wenn nochmal jemand verlangt diesen Hund zurück zu geben , dann spring ich demjenigen ins Gesicht!

Wir gewöhnten in schrittweise daran alleine zu bleiben. Hierbei hatten wir Hilfe von meiner Schwiegermutter. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst und ich habe Gleitzeit. 
Jedenfalls haben wir es in ganz kleinen Schritten über Monate hinbekommen unseren Balu Max 5 Stunden (kommt alle paar Wochen mal vor, in der Regel ist es weniger) alleine zu lassen. Hund war entspannt zu Hause, ohne Box, ohne Verwüstung, ohne Zerstörung und ohne Pfützen zu hinterlassen. 
Er verfolgt mich auch nicht immer in der Wohnung. Mal ist er im gleichen Raum, mal liegt er nebenan.

Nun das Problem: 
Ich war jetzt aufgrund schlechter Auftragslage mehr zu Hause als auf der Arbeit und mein Balu steckt gleichzeitig noch mitten in der Pubertät. Er ist mittlerweile einfach in jede Hündin verliebt ;) steht an der Türe und piepst weil Nachbars Hündin läufig ist.

Jetzt hat sich innerhalb dieser kurzen Zeit (8 Wochen) alles verändert. Er hat angefangen zu bellen und zu zerstören. 
Wir haben ihm jetzt auf Anraten der Hundeschule eine Box gebaut. In diese geht er auch freiwillig. Ich kann die auf und zu machen wie ich will. Kein Problem... aber wehe mein Mann oder ich verlassen das Haus! (Wir gehen immer ohne große Verabschiedung) Es wird gebellt und in der Box randaliert. Wenn wir wieder zur Haustür reinkommen ist er urplötzlich ruhig, obwohl wir ihn nicht gleich rausholen. Wir begrüßen ihn auch nicht. Wir gehen auch erst zur Türe rein, wenn er kurz ruhig ist.

Er ist immer völlig gestresst, ganz nass vom Sabber und nur am hecheln...

Wir haben ihn jetzt mehrfach gefilmt um das Problem zu entdecken, werden aber nicht schlau. Mal fängt er nach 5 Minuten an zu spinnen, mal erst nach zwei Stunden. Mal hilft ein Knochen, mal nicht.

Könnten da Bachblüten helfen ? Oder was kann uns helfen ? Bin ratlos. In der Hundeschule heißt es, er sei verliebt und überfordert weil sein Körper sich verändert. Aber ich muss jetzt halt wieder arbeiten gehen und meine Schwiegermutter ist nicht so fit im Moment. 

Ich hoffe alle relevanten Informationen geschrieben zu haben.

Eins noch, mir geht es nicht darum eine für mich bequeme Lösung zu bekommen! Sondern ich will meinen Hund wieder Stressfrei bekommen

Danke für eure Hilfe 

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Wenn ihr die Box abschließt und dann geht, wie lange geht ihr dann? Lasst ihr ihn dann 5 Stunden in der Box?

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Bitte die Hundeschule wechseln und das Schloß der Box entfernen.

Der Hund ist gestresst, das wird nicht besser indem man ihn einsperrt. Das ist leicht nachvollziehbar.

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vor 3 Stunden schrieb Lique:

Wenn ihr die Box abschließt und dann geht, wie lange geht ihr dann? Lasst ihr ihn dann 5 Stunden in der Box?

Nein im Moment versuchen wir ne halbe Stunde. Aber geht nicht. Das Problem ist , alleine in der Wohnung, wie bisher geht auch nicht mehr. Das hatten wir vor der Box 2,5 std probiert. 

 

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Können die grundängste (Problem hat sich ja vor 8 Wochen entwickelt. Nicht langsam sondern innerhalb kurzer Zeit und ohne Box) durch die Pubertät kommen ?

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Ja schon, aber indem ihr die Situation für ihn noch unangenehmer macht, wird es für ihn nicht einfacher, das Verhalten abzustellen. 

Ich kann verstehen, dass er nicht die Wohnung zerstören kann, wenn ihr geht. Aber vielleicht habt ihr eine Möglichkeit ein Zimmer entsprechend herzurichten und ihm das zur Verfügung zu stellen?

 

Ich würde eher weiterüben und eine Betreuung suchen, als den Hund in Abwesenheit in eine Box zu sperren. 

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Ja ich bestehe ja auch nicht auf die Box. Ich will ja einen Rat um was anderes zu versuchen 

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Aber das mit dem Raum kann ich auch versuchen

Danke 

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Also ich war auch schon Mal in einer ähnlichen Situation, meine Hündin hat zu Beginn der Pubertät, bis sie dann 2 Jahre alt war. Das hat sich gebessert, als ich ihr meine Socken zum riechen gegeben habe und den Müll, den sie gerne klein gemacht hat, aus dem Zimmer gestellt habe. Ganz weg war das Problem dann mit dem Umzug in eine neue Wohnung. Dort hat sie nur noch die Farbe vom Fensterrahmen zerkratzt (Fenster gehen bis zum Boden), weil sie vermutlich draußen Katzen gesehen hat. Wir haben dann Stühle davor gestellt und dann kann sie noch beobachten, aber sie macht nichts mehr kaputt.

 

Ich habe mal gelesen, dass Hunde in der Pubertät anfälliger sind für Angstgefühle, die zur gefestigten Angst führen können im erwachsenen Alter. Gerade dann sollte man ihnen viel Unterstützung bieten und möglichst wenige schlechte Erfahrungen (Einsperren in der Box) machen lassen. Sucht euch nen guten Trainier und bietet eurem Hund eine Alternative für seine Angst. Lenkt ihn vielleicht ab, indem ihr ihm was zum Kauen da lasst (statt dessen zerkaut er dann keine Schuhe. Kauen beruhigt übrigens). Kann sich aber verschlucken oder so, wenn er alleine ist. Oder so einen Futterball, den er durch die Gegend rollen kann. Lastet ihn vor dem Weggehen richtig aus, damit er schlafen kann oder gewöhnt ihn an das Hintergrundrauschen des Fernsehrs, wenn ihr mal weg seid. Ansonsten könnt ihr ihm ja einen Hundesitter besorgen.

Bietet ihm doch auch die Möglichkeit, etwas zu beobachten. Unsere Hündin beobachtet gerne Eichhörnchen und Katzen draußen und das Kratzen haben wir dann mit den Stühlen unterbunden.

 

Was ihr auch machen könntet, wäre das übliche "rausgeh"-Ritual abzuführen: Jacke anziehen, Schuhe anziehen, Schlüssel nehmen... Dann verfallen Hunde nämlich auch schon in Stress, da sie die Erwartung haben, dass es entweder raus geht oder ihr weg geht. Genau dann, wenn er unruhig wird, könntet ihr - so angezogen - einfach eurer normalen Arbeit nachgehen zuhause, ohne ihn zu beachten. Sobald er sich beruhigt hat, könntet ihr dann mal für ein paar Minuten aus der Haustür verschwinden.

Ich hab sowas schon probiert und es hat meinem Hund auch geholfen. Kann helfen, muss aber nicht.

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vor 33 Minuten schrieb Alivion:

Also ich war auch schon Mal in einer ähnlichen Situation, meine Hündin hat zu Beginn der Pubertät, bis sie dann 2 Jahre alt war. Das hat sich gebessert, als ich ihr meine Socken zum riechen gegeben habe und den Müll, den sie gerne klein gemacht hat, aus dem Zimmer gestellt habe. Ganz weg war das Problem dann mit dem Umzug in eine neue Wohnung. Dort hat sie nur noch die Farbe vom Fensterrahmen zerkratzt (Fenster gehen bis zum Boden), weil sie vermutlich draußen Katzen gesehen hat. Wir haben dann Stühle davor gestellt und dann kann sie noch beobachten, aber sie macht nichts mehr kaputt.

 

Ich habe mal gelesen, dass Hunde in der Pubertät anfälliger sind für Angstgefühle, die zur gefestigten Angst führen können im erwachsenen Alter. Gerade dann sollte man ihnen viel Unterstützung bieten und möglichst wenige schlechte Erfahrungen (Einsperren in der Box) machen lassen. Sucht euch nen guten Trainier und bietet eurem Hund eine Alternative für seine Angst. Lenkt ihn vielleicht ab, indem ihr ihm was zum Kauen da lasst (statt dessen zerkaut er dann keine Schuhe. Kauen beruhigt übrigens). Kann sich aber verschlucken oder so, wenn er alleine ist. Oder so einen Futterball, den er durch die Gegend rollen kann. Lastet ihn vor dem Weggehen richtig aus, damit er schlafen kann oder gewöhnt ihn an das Hintergrundrauschen des Fernsehrs, wenn ihr mal weg seid. Ansonsten könnt ihr ihm ja einen Hundesitter besorgen.

Bietet ihm doch auch die Möglichkeit, etwas zu beobachten. Unsere Hündin beobachtet gerne Eichhörnchen und Katzen draußen und das Kratzen haben wir dann mit den Stühlen unterbunden.

 

Was ihr auch machen könntet, wäre das übliche "rausgeh"-Ritual abzuführen: Jacke anziehen, Schuhe anziehen, Schlüssel nehmen... Dann verfallen Hunde nämlich auch schon in Stress, da sie die Erwartung haben, dass es entweder raus geht oder ihr weg geht. Genau dann, wenn er unruhig wird, könntet ihr - so angezogen - einfach eurer normalen Arbeit nachgehen zuhause, ohne ihn zu beachten. Sobald er sich beruhigt hat, könntet ihr dann mal für ein paar Minuten aus der Haustür verschwinden.

Ich hab sowas schon probiert und es hat meinem Hund auch geholfen. Kann helfen, muss aber nicht.

Danke :)

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