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Hundeforum Der Hund
DerOlleHansen

Erfahrungsaustausch: Rückruf klappt nicht - Wie reagiert ihr?

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Mich interessiert einfach mal, wie ihr in der Situation reagiert, wenn der Rückruf mal nicht klappt.

 

Bitte ausdrücklich NICHT erzählen, wie man ein Rückruftraining aufbaut, etc.

Ich setzte mal voraus, der Rückruf funktioniert ... eigentlich ... fast immer ... ;) Aber dann, wenn es mal nicht klappt, was macht ihr?

  • Zum Hund gehen und ihn abholen?
  • Umdrehen und weggehen?
  • Hund ignorieren?
  • Loben, wenn er doch endlich angetrabt kommt, nachdem er "noch mal extra" irgendwo geschnüffelt/gepinkelt hat?
  • Oder wenn er sogar zum Jagen ausgebüxt ist und er kommt dann "irgendwann" freudestrahlend zurück - loben oder ...
  • oder was?

 

Weiß eventuell sogar jemand, wie Hunde unter sich reagieren würden, wenn einer eine "Ansage" missachtet?

Habe das 1x vor Jahren erlebt: Ich (mit Terriermix) war mit Nachbarin (mit Shelti) unterwegs, Hunde offline. Nachbarin ruft ihren Hund, weil inzwischen viel zu weit weg - nix passiert. Mein Hund sieht uns an, sieht zu Shelti in der Ferne, rennt zu ihm hin, umkreist ihn bellend, sodass Mensch denkt, der schimpft ihn jetzt aus: "Ey, die haben gerufen - jetzt aber flott!" Meiner kam dann mit Shelti "im Schlepptau" sofort zurück.

 

Bin gespannt auf eure Antworten. :) (Bin aber erst abends wieder am Computer.)

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Heute früh! Voll die Katastrophe! Hund abgehauen aus dem Haus, und wir hätten doch losgehen sollen mit dem Auto... ich ging dann einfach davon, zum Auto, und siehe da, plötzlich stand sie hinter mir und liess sich ins Auto heben. Nochmals Glück gehabt. Weggehen bzw weitergehen ist bei uns das einzige, was irgendwie annähernd das Gewünschte bewirkt.

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Aufgrund des Risiko des falschen Timings bei Lob und Tadel (das kann alles kaputt machen), habe ich mich für zwei Vorgehensweisen entschieden.

 

1. wenn er komplett auf Durchzug stellt, dann gehe ich ihn ruhig und unaufgeregt zu ihn, leine ihn an und nehme ihn mit.

2. wenn er dann irgendwann mal von selbst kommt, leine ich ihn unaufgeregt und kommentarlos an.

 

Dieses Verhalten ist "neutral" und bietet mir die beste Gelegenheit nichts falsch zu machen im Sinne von Lob und/oder Tadel. Ich schaffe damit eine Grundlage es nächstes Mal besser zu machen. Bis es zum nächsten Mal kommt, erfolgt erneutes Schleppleinentraining. Abruf muss sitzen, sonst gibt es keine Leinenfreiheit.

Ich gehöre aber auch zu denen die ihre Hunde erst von der Leine lassen wenn der Abruf auch unter hoher Ablenkung oder Fremdreiz funktioniert. Ist mir lieber und sicherer. 100% gibt es nie. Ein Hund bleibt ein Tier. Aber ich prüfe den Abruf lieber dreimal, bevor ich in den Vertrauensvorschuss gehe.

 

 

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Bei dem normalen Rückruf (Femo, komm!):

 

- wenn andere Hunde oder Leute im Spiel sind, die bedrängt werden, hole ich ihn ab. Das mache ich aber ungern.

- wenn er einfach so nicht kommt, gehe ich oder renne sogar weg. 

 

Er darf da generell aber noch kurz zu Ende schnüffeln oder eine Extrarunde drehen und muss auch nicht angerast kommen. Er soll einfach nur mitkommen.

 

Beim Notfallruf (Hiiiiiier!):

- ich renne weg oder warte da, wo er mich gesehen hat. War bisher aber nur zweimal.

 

Generell rufe ich nur, wenn ich relativ sicher bin, dass er kommt. Das ist eine Frage des Timings. Und ich gehe immer weiter und gucke nicht erst ob er kommt. Er weiß, wenn ich "Komm!" rufe, gehe ich. Und wenn er nicht mitkommt, gehe ich trotzdem weiter und er bleibt im Zweifel allein zurück (natürlich nicht wirklich). Das zieht. 

 

Ich belohne das Kommen IMMER (!), egal ob er direkt kommt oder nicht. 

Für mich ist es nicht sein Fehler, wenn der Rückruf nicht sitzt. Dann hab ich zu wenig Motivation für ihn. Oder die falsche. 

Den Notfallrückruf nutze ich beim Spaziergang höchstens einmal zu Übungszwecken.

 

 

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Da bei meinen der Rückruf eh nur verlässlich funktioniert, wenns seitens der Hunde passt, gehe ich bei Bedarf hin, löse die Situation auf und dann kommen sie immer mit.

Ist es situationsbedingt "egal", bzw. unwichtig  dass sie kommen und sie kommen dann irgendwann,  ist das rassebedingt ebenso normal und alles ist gut. In der Regel melden die sich dann kurz durch Stupsen an der Hand und alles ist in bestet Ordnung. Wenn ich mich umdrehen und weggehen würde, könnte ich im schlimmsten Fall bis zum St. Nimmerleinstag warten, denn dann müssen sie selbst klären. Das kann nicht nur lange dauern, sondern auch sehr ungangenhem werden. Igronieren muss ich manches eh, gelobt oder ähnliches wird auch eh, da wir uns ohnehin freundlich "unterhalten" und mit jagen habe meine nix am Hut.

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Unser Rückruf ist zum Glück sehr zuverlässig.

 

Aber wenn es dooch hapert: natürlich nicht loben wenn der Hund irgendwann mal kommt. So lernt der Hund nur dass es egal ist wann er kommt - die Belohnung bekommt er eh.

 

Ich mache  es je nach Situation. Ist der Hund einfach total vertieft, kommentarlos hingehen und holen. 

Wenn ein Junghund aber auch einfach mal testet ob er hören muss oder nicht, gehe ich auch mal schnell weg - oder ich hoile ihn, leine ihn an und wir üben nochmal kurz an der Leine, dann wieder frei unser "hier" Kommando. Und das dann schon etwas mit Nachdruck (aber nein, keine Leinenrücke) . Natürlich wird der Hund dann auch wieder sofort überschwänglich gelobt wenn er gut hört.

 

Von immer belohnen halte ich absolut nichts. Dann ist die Belohnung nichts besonderes mehr und schwächt ab. Was ich aber z.B. mache ist einen Hund auch immer mal wieder für Dinge belohnen die "selbstverständlich" erscheinen, wie ein "Sitz".

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Nochmal rufen, im Weggehen nochmal nachdrücklich laut und verzweifelt rufen, spätestens dann kommt sie, passiert aber selten. Einsammeln oder Pfeife waren noch nicht nötig. Wenn es nicht klappt, gibt es verhaltenes Lob und kein Leckerlie, wenn es sofort klappt  Party mit allem.

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Wenn meine Hunde etwas sehr Interessantes entdeckt haben, mache ich so gut wie nie den Rückruf. (Siehe Edit :) )

Wenn es unbedingt sein MUSS, dass sie sofort kehrt machen müssen, dann kommt der Super-Rückruf: Trillerpfiff + Wegrennen.

 

In den Jungendjahren meiner Hunde habe ich immer eine Korrektur gemacht, wenn sie mal etwas nicht so ausgeführt haben wie ich wollte.

 

Für mich heißt Korrektur allerdings: Wir machen das Gleiche nochmal, aber diesmal besser.

Dabei kann ich selber besser damit umgehen, wenn ich meinen Hunden freundlich mitteile, dass ich das jetzt nicht gut fand und es deshalb noch mal mache - mit freundlicher Motivation.

 

Ich glaube, meine größte Stärke war dabei meine gleichmütige, freundliche Beharrlichkeit, mit der ich immer zum Ziel gekommen bin. Manchmal waren Umwege dabei kürzer :)

 

Derlei Korrekturen brauche ich heute nicht mehr. Nicht, weil meine Hunde perfekt sind, denn das sind sie nicht.

 

Aber die wenigen Situationen, in denen sie tatsächlich sogenannten "Ungehorsam" zeigen - da habe entweder ich gepennt oder eine Situation falsch eingeschätzt, oder meine Jungs wussten es besser als ich. Manchmal auch Beides :)

 

Da sehe ich heute gelassen drüber weg, weil ich mich eben grundsätzlich auf sie verlassen kann. 

 

Allerdings kenne ich auch die Situationen, in denen ich verlassen werde ... :ph34r:

 

Mit Amigo z. B. mitten durch eine Hühnerschar durchlaufen - NO GO! Mit Abstand hinsetzen und beobachten lassen geht aber super - und anschließend umdrehen und weggehen und was Anderes machen, ohne dabei einen hyperventilierenden Hund managen zu müssen, geht mittlerweile auch :)

 

Vasco erst einen Kontakt zu einem Hund zuzulassen um ihn dann sofort zurück zu rufen, geht gar nicht. Soviel Freiheit muss er haben, eine Interaktion selber zu einem guten Schluß bringen zu dürfen. Dafür kann er sehr verlässlich darauf warten, ob ich einem Kontakt zustimme.

 

Meine Hunde hören weder gut noch schlecht - wir haben einfach einen gemeinsamen Weg gefunden, nicht als Ärgernis durch die Welt zu gehen - weder als Ärgernis für uns, noch für Andere :)

 

Edit: Statt Rückruf hat sich bei mir ein bewährtes Warten etabliert, mit einem "Sitz" auf Distanz.

 

 

 

 

 

 

 

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@Lexx Ist das nicht individuell? 

Ich finde nicht, dass man da etwas verallgemeinern sollte. Meiner wird dadurch eher dann erinnert, wie toll es bei mir ist.

@Herdifreund hat auch gerade beschrieben, dass einfach weggehen eine schlechte Idee sein kann. Bei meinem ist das eine ziemlich gute Idee in den meisten Fällen. 

 

Aber jeder Hund verknüpft doch anders. Ein Hund, der sehr direkt verknüpft, bezieht meine Reaktion, wenn er dann irgendwann mal kommt, auf das Kommen. Ein anderer auf das späte Kommen. Ein noch anderer auf das nicht Hören. 

Für uns funktioniert das Prinzip Ich = Party sehr gut. Das schnelle Kommen befördere ich ja durch hohe Motivation und das Weggehen. "Die Partygesellschaft zieht weiter" sozusagen. :D

In den letzten 6 Monaten ist er zweimal beim Hier nicht gekommen bzw das eine Mal erst nach ne Minute. Einmal wars eine Katze und einmal ein Hase. Das finde ich verschmerzbar. ;) 

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Hallo,

unser Sammy ist lernstur, daher ist es sehr wichtig, das richtige Timing zu erwischen. Da er erst 6 Monate alt ist, geht manches noch daneben, wenn Ablenkung da ist.

Für den Abruf habe ich die Pfeife auftrainiert. Wenn ich meine es passt, dann pfeife ich zwei Mal. Kommt er, gibts was ganz Tolles, was es sonst nicht gibt. Kommt er nicht beim ersten Mal, dann hole ich ihn ab und leine an. Kommentarlos.

 

 

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