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Hundeforum Der Hund
Karlotte

Probleme mit der Schulter - Wer hat Erfahrungen mit Arthroskopie und / oder Phen-Pred?

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Unser Hund hat schon seit längerem ab und zu und nun leider etwas länger und deutlicher einen hängenden Gang, weil er Probleme mit der rechten Schulter hat.

 

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Das RöBild ist schon von 2014, ein jüngeres soll aber nicht große Veränderungen zeigen.

 

Er hat vor kurzem 10 Tage lang Rimaldyl bekommen. Leider ohne erkennbare Wirkung auf seinen unrunden Gang.

 

Nun hat heute der Tierarzt Phen-Pred für 21 Tage empfohlen. Alternativ hat er auch eine Arthroskopie ins Gespräch gebracht, allerdings mit dem Zusatz, dass das eventuell nichts mehr bringt, dass ich dann aber genauer Bescheid wüsste, ob man sonst nichts mehr machen kann.

 

Wer hat Erfahrung mit einer diagnostischen und / oder therapeutischen Arthroskopie, insbesondere bei älteren Hunden (unser Hund ist über 9 Jahre alt).

 

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Phen-Pred?

 

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Hi!

 

Meiner Hündin wurde einmal die linke Schulter und der linke Ellbogen sowie 2 Jahre später der rechte Ellbogen aus diagnostischen Gründen arthroskopiert. 

Ich hab damals (bei der linken Vorhand) einen "Rundumschlag" gemacht (MRT, CT, Arthroskopie), einfach weil ich endlich eine Diagnose wollte. Meine Hündin humpelte da schon fast 4 Monate mal mehr und mal weniger stark, und das trotz Rimadyl und massiver Schonung. Bei der rechen Seiten habe ich nicht lange gefackelt. Die Symptomatik war ähnlich der Vorangegangenen, also habe ich recht zeitnah einen Termin in der Klinik zur Arthroskopie gemacht.

Ich habe nie bereut, es machen lassen zu haben. Auch wenn jeder Eingriff im Gelenk das Arthroserisiko stark erhöht. 

 

Meine Hündin war zu dem Zeitpunkt 3 bzw 5 Jahre alt

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Prednisolon erzeugt bei vielen starke Durstgefühle, daher trinken sie viel und müssen entsprechend häufiger mal raus. Zudem wird nach recht kurzer Zeit auch das Fell stumpf und glanzlos. Prednisolon sollte man zudem nach der akuten Zeit ausschleichen, also nicht abrupt absetzen sondern über einen Zeitraum von ca 14 Tagen zunehmend geringer dosieren.

 

so weit

Maico

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Wart ihr nur bei dem einen TA - ansonsten vielleicht nochmal eine zweite Meinung einholen?

 

Ich täte mir sehr schwer damit einem 9 Jahre "alten" Hund dauerhaft Schmerzmittel oder Cortison zu geben. (wie groß/schwer ist der Hund denn?)

Mein Rüde (über 30kg) hat mit knapp 12 Jahren noch eine komplette Goldakupunktur (schwere HD, Spondylose, Arthrose in diversen Gelenken, Bänderabriss) bekommen weil ich eben erst alles ausschöpfen wollte bevor er dauerhaft unter Medikamenten laufen muss.

 

Trotzdessen hatte er letztens ein paar Problemchen, sodass er für 3 Wochen PhenPred bekommen sollte, zum testen, ob es besser wird.

Wurde es nicht und er hat es auch nicht vertragen.

 

Der Rüde einer Freundin (13 Jahre, großer Hund über 35kg) läuft nun dauerhaft damit, allerdings niedrig dosiert, regelmäßige Blutbilder

und einfach mit dem Wissen "Pest oder Cholera".:mellow:

 

Edit: Erfahrungsgemäß kann PhenPred schon eine deutliche Verbesserung bringen, kommt aber auf das Krankheitsbild an.

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Vielen Dank für die diversen Infos und Erfahrungsberichte!

 

Habe noch ein paar Nachfragen...

 

vor 14 Stunden schrieb Graefin:

Meiner Hündin wurde einmal die linke Schulter und der linke Ellbogen sowie 2 Jahre später der rechte Ellbogen aus diagnostischen Gründen arthroskopiert. 

Ich hab damals (bei der linken Vorhand) einen "Rundumschlag" gemacht (MRT, CT, Arthroskopie), einfach weil ich endlich eine Diagnose wollte. Meine Hündin humpelte da schon fast 4 Monate mal mehr und mal weniger stark, und das trotz Rimadyl und massiver Schonung. Bei der rechen Seiten habe ich nicht lange gefackelt. Die Symptomatik war ähnlich der Vorangegangenen, also habe ich recht zeitnah einen Termin in der Klinik zur Arthroskopie gemacht.

Ich habe nie bereut, es machen lassen zu haben. Auch wenn jeder Eingriff im Gelenk das Arthroserisiko stark erhöht.

 

Was ist denn bei der Arthroskopie rausbekommen und inwieweit hat sie die weitere Behandlung (mit Tabletten ?) beeinflusst?

 

vor 14 Stunden schrieb Wilde Meute:

Wart ihr nur bei dem einen TA - ansonsten vielleicht nochmal eine zweite Meinung einholen?

 

Ich täte mir sehr schwer damit einem 9 Jahre "alten" Hund dauerhaft Schmerzmittel oder Cortison zu geben. (wie groß/schwer ist der Hund denn?)

 

Dauerhaft möchte ich auch noch nicht Schmerzmittel geben. Bisher waren es seit ca. 2 Jahren mal wieder die 10 Tage Rimaldyl und nun steht eben erst einmal für 21 Tage  das Phen-Pred im Raum. Ich habe beim Arzt so verstanden, als führe zur Zeit eben eine akute Entzündung zum verstärkten Humpeln, das man dann erst einmal mit den drei Wochen eventuell wegbekommt. Aber für wie lange?

 

Unser Hund ist ca. 60 cm hoch und wiegt ca. 31 kg.

 

vor 14 Stunden schrieb mikesch0815:

Prednisolon erzeugt bei vielen starke Durstgefühle, daher trinken sie viel und müssen entsprechend häufiger mal raus. Zudem wird nach recht kurzer Zeit auch das Fell stumpf und glanzlos. Prednisolon sollte man zudem nach der akuten Zeit ausschleichen, also nicht abrupt absetzen sondern über einen Zeitraum von ca 14 Tagen zunehmend geringer dosieren.

 

 

Wenn er dafür weniger Schmerzen hat, wäre das stumpfe Fell und etwas mehr Durst nicht soooo schlimm. Allerdings zeigt er außer dem Humpeln keine Schmerzreaktion, aber er ist sowieso ein Indianer in Bezug auf Schmerzen.

Ich weiß nicht, ob ich bei der Gabe von zunächst einmal nur drei Wochen ( 2 x 2 am Tag) auch noch ausschleichen sollte?

 

 

Noch habe ich nicht angefangen, es zu geben, vielleicht gehe ich wirklich erst noch einmal zu einem anderen Doc...

 

Die Arthroskopie würde sowieso bei einem anderen erfahrenen TA gemacht. Vielleicht kennt ja jemand DIE bekannte Praxis in Erftstadt???

 

 

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vor 7 Stunden schrieb Karlotte:

Was ist denn bei der Arthroskopie rausbekommen und inwieweit hat sie die weitere Behandlung (mit Tabletten ?) beeinflusst?

 

Raus kam eine Ruptur ihrer Subscapularissehne sowie des Aussenbandes und eine massive Knorpelquetschung im Ellbogen.

Beeinflusst hat es die Behandlung dahingehend, dass wir nun definitiv wussten woran wir sind. Mia musste weitaus extremer geschont werden als uns bisher geraten wurde und Rimadyl (bzw im weiteren Verlauf Cimalgex) konnten wir absetzen. Ich selber habe dann sehr sehr viel mit Nahrungsergänzungen (Chondroitin, Glucosamin, MSM, Collagen, Hyaluron etc) gearbeitet. Medikamentös konnte man bei der Verletzung nichts ausrichten. 

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vor 21 Stunden schrieb Karlotte:

Er hat vor kurzem 10 Tage lang Rimaldyl bekommen. Leider ohne erkennbare Wirkung auf seinen unrunden Gang.

 

Nun hat heute der Tierarzt Phen-Pred für 21 Tage empfohlen. Alternativ hat er auch eine Arthroskopie ins Gespräch gebracht, allerdings mit dem Zusatz, dass das eventuell nichts mehr bringt, dass ich dann aber genauer Bescheid wüsste, ob man sonst nichts mehr machen kann.

 

Zu welcher Diagnose kam dein Tierarzt denn ?

 

Bei ungeklärter Ursache würde ich hier auf alle Fälle eine Arthroskopie durchführen (lassen). Denn die Ursache zu finden bringt immer was und steigert die Chance, auch nach über 2 Jahren noch was zu machen.

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vor 7 Stunden schrieb Karlotte:

Wenn er dafür weniger Schmerzen hat, wäre das stumpfe Fell und etwas mehr Durst nicht soooo schlimm.

 

PhenPred sollte nicht zu lange gegeben werden . Wichtig sind regelmäßige Blutuntersuchungen während der Gabe.

Phen (Phenylbutazon)  Pred (Prednisolon), also eine Kombi aus Schmerzmittel und Cortison/Entzündungshemmer mit allen typischen Nebenwirkungen. 
Das Problem bei PhenPred ist die Cox-I und II Hemmung.  Hierbei werden bei der  Entzündungsbekämpfung auch wichtige Abläufe im Körper gehemmt,

Leber-Nieren und Verdauungsprobleme sind möglich. Also leider nicht nur Durst und stumpfes Fell

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Haben hier ein Hundeasyl mit 50 Hunden und mehrere solche Fälle. Ich nähe einen "Vita-Chip" in das Halsband und setze alle Medikamente ab. Das heilt nicht, verschlechtert sich auch nicht, aber der Hund ist nach wenigen Tagen dauerhaft schmerz- und beschwerdefrei. Habe jetzt schon 8 Hunde mit dem eingenähten Chip. Info findest Du im Internet, kommt aus der Schweiz und wurde ursprünglich von Russen und USA in der Raumfahrt entwickelt. Übrigens ich habe auch einen im Handy und habe so meine Artrosis beseitigt. Sowohl ich als auch mein erster Hundefall waren 2014 und sind bis heute schmerz und beschwerdefrei.

Ist im Vergleich zu Medikamenten noch dazu sehr billig.

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Will hier mal kurz updaten, weil ich nun Erfahrungen mit der Behandlung mit Phen-Pred gemacht habe.

 

Dosierung seit Ostersamstag:

2 Wochen lang 2 x 2 Tabletten (= empfohlende Höchstdosis),

dann ´1 Woche lang 2 x 1,5 Tabletten,

dann 1 Woche 2 x 1 Tablette,

ab heute 2 x 0,5 Tablette.

 

Die Wirkung der Tabletten setzte nach ca. 2 - 3 Tagen ein: positiv: kein Humpeln mehr, Nebenwirkungen: starker Durst, nach ca. einer Woche: starker Hunger, was sich etwas gegeben hat. Fell schon etwas stumpfer, Verdauung aber einigermaßen okay, allenfalls etwas weicher, aber kein Durchfall. Eine Blutkontrolle werde ich demnächst noch machen.

 

Nach den ersten beiden Wochen war ich noch mal beim Arzt, um über die Medikation zu reden, weil im Beipackzettel stand, dass man das Medikament nur eine Woche nehmen solle. Die Tierärztin sagte jedoch, dass sie es bei vielen Hunden als Dauermedikament einsetzen und dass eine mindestens dreiwöchige Gabe für den Rückgang der Entzündung angebracht sei. Sie sagte, ich könne ausprobieren, ob eine leichte Reduzierung möglich wäre, ohne dass er wieder zu humpeln anfängt. Daher habe ich nun wochenweise reduziert.

Im Medikament ist Cortison, allerdings laut Ärztin nicht so viel, dass man unbedingt ausschleichen lassen muss. Ich mache es aber dennoch, um zu sehen, wann oder ob das Humpeln wiederkommt.

Bis jetzt nicht. :1_grinning:

Ich werde es nun noch mindestens eine Woche mit 2 x 0,5 weiter geben und dann mal ganz absetzen.

 

Vielleicht kommt dann ja eine humpelfreie, medikationsfreie Phase.

 

Ob ich bei erneutem Auftreten doch noch mal einen Arthroskopie mache, weiß ich noch nicht. Mal sehen.

 

 

 

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