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Hundeforum Der Hund
2Cocker

Fast 5 monate alte Cockerhündin beißt

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Hallo alle zusammen :)

Wir haben zwei Cocker. Der Rüde ist 6 Jahre alt, die Hündin wird Ende April 5 Monate.

Wir hatten immer Hunde, sind also nicht unerfahren.

Doch die kleine Hündin lässt uns wirklich den Kopf zerbrechen :huh:

 

Sie ist ein ganz liebes Mäuschen. Hat schon viel gelernt, versteht sich super mit Kindern und allen anderen Hunden (Besuch, Spaziergang, eigener Hund).

 

Der Knackpunkt ist Futter.

Am Napf ist das gar kein Problem. Da knurrt sie höchstens den Rüden an, der sich das auch gefallen lässt und abzieht. :blink:

Wenn sie beispielsweise Kaninchenohren hat, oder irgendwas, wofür sie "länger braucht" knurrt sie und beißt auch zu. Sie schnappt nicht, Nein sie beißt sich direkt fest. Sie hat meinen Daumen so unglücklich erwischt, das die Sehne verletzt wurde und hat nicht los gelassen. Mein Mann hat ihr dann das Maul aufhalten müssen, weil ihr Zahn tief in meinem Daumen steckte.

Selbst, wenn man drei Meter entfernt nur in den Raum kommt, fängt sie an zu knurren. Das geht nun schon seit 1 1/2 Monaten so. 

Wir haben mit drei Hundetrainern gesprochen und jeder hatte eine andere Meinung. Die spektakulärste davon war, ihr doch sowas einfach nicht zu geben :wacko:

Das ist für mich keine Option. Sie holt sich auch mal heimlich ein altes Brötchen aus dem Hühner Gehege. 

 

Ich mache mit ihr Fährtenarbeit, apportieren, Grundgehorsam und sie hat ausgedehnte Spaziergänge. Ist also nicht Unausgelastet. Sie hat ein tolles Gemüt, und ist insgesamt ein toller Hund. Aber das Futter Problem müssen wir beseitigen. 

Kinder und Hunde darf man nie allein lassen, das ist klar. 

Neulich aber im Garten saß ich mit der  1. Jährigen im Sandkasten . Sie aß ein Milchbrötchen. Plötzlich fiel die 4 jährige vom Trapez und ich bin aufgesprungen und bin zu ihr hin.

In der Zwischenzeit hat die Hündin sich das Milchbrötchen geschnappt und hat es neben der jüngsten gefressen und verteidigt. Nicht gebissen, aber geknurrt und ja, so ein kleiner Welpe kann auch die Zähne zeigen.

Das sind eben so Situationen, wo ich denk, das darf nicht passieren.

Unserem Rüden vertraue ich. Der ist einfach göttlich. Die kleine aber ist eine kleine (wie wir liebevoll sagen) Kröte.

 

Ich würde gern mal eure Meinung zum vorgehen hören, Ohne das ich vorher sage, was uns empfohlen wurde oder was wir bisher gemacht haben :)

 

Danke im voraus und ein schönes Oster Wochenende

 

Edit: Alles andere, Bälle, Spielzeug, Stöcke usw. Lässt sie sich problemlos abnehmen.

 

 

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Puh, Du hast das so nett geschrieben...

 

Ich konnte hier Futteraggression bei jedem meiner Hunde in den Griff bekommen, indem ich ihnen ausreichend (also unendlich ^^) Futter zur Verfügung gestellt habe (das kommt beim Cocker so nicht in Frage, denke ich), und indem ich sie immer im Vorbeigehen mit etwas leckerem beworfen habe, was wertiger war, als ihre "Beute"; in der Hoffnung, dass irgendwann im Hirn ankommt, dass ich keine bösen Klau-Absichten habe, sondern, im Gegenteil, noch was tolles dazu kommt.

 

Die Erwartungshaltung mir gegenüber wurde dann schnell eine andere, positivere, und der Abstand konnte immer weiter verringert werden.

 

 

Allerdings waren die Hunde nie so massive Verteidiger, sondern nur Knurrer, und das Verhalten konnte sich nicht über Wochen festigen. Ich hab das schon in den Ansätzen so gemacht.

 

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vor 56 Minuten schrieb 2Cocker:

Ich mache mit ihr Fährtenarbeit, apportieren, Grundgehorsam und sie hat ausgedehnte Spaziergänge

Der Hund ist 4 Monate... und da fehlt das Wort spielerisch, das hört sich nicht gut an und kann Frust und Anspannung aufbauen. Eine These: Beim Fressen wiederum läßt sich Frust abbauen, DAS will sie sich dann nicht nehmen lassen. Ich habe in den Napf oft einfach etwas hinzugefügt, du könntest mit zuwerfen arbeiten.

Insgesamt nicht mit Leckerlies sparen, damit Futter den besonderen Status verliert, fände ich auch gut.

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Was Ann schreibt: im vorbeigehen Futter dazu werfen.

 

Das klappt auch bei Hunden, die so massiv Futter verteidigen :)

Mein kleiner Blondling ist auch über mehrere Meter auf Angriff gegangen, wenn er was zum Kauen hatte.

Heute bleibt er entspannt liegen, wenn ich 2cm an ihm vorbei gehe.

Weil auch jetzt, 3 Jahre später, kann es in seltenen Fällen noch vorkommen, dass ein Stück Schinken oder ähnliches dazu geflogen kommt. :)

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vor 1 Stunde schrieb 2Cocker:

Am Napf ist das gar kein Problem. Da knurrt sie höchstens den Rüden an, der sich das auch gefallen lässt und abzieht. :blink:

 

Da brauchst du nicht erstaunt zu sein, das ist ganz normal, dass der Rüde sich das gefallen lässt. Es ist asozial einem Welpen das Futter wegzunehmen und hat nichts mit Chef sein zu tun, im Gegenteil. Sich einfach über das Knurren hinwegzusetzen und das Futter wegzunehmen fördert die Aggression nur noch mehr und die Hündin hat erst recht einen Grund besorgt zu sein.

 

Kann es sein, dass ihr das selbst verursacht habt? Wie seid ihr am Anfang mit dem Thema umgegangen? Habt ihr ihr Dinge weggenommen, mit der Absicht, es ihr so beizubringen? 

Seid ihr der Annahme, dass ein Hund sich jederzeit alles wegnehmen lassen muss und es nicht ihr Recht ist, "den Chef" anzuknurren?

 

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Ich schließe  mich Estray ihren Fragen  an. Wurde ihr Futter weg genommen?

 

Und  ich finde  das beschriebene  Programm  für einen  5 Monate  alten  Cocker  etwas viel.  

 

Klar sind  die lebhaft  aber meine  Hündin  ist 15 Monate alt  wir trailen  einmal  die Woche.  Ansonsten  baue ich Übungen  in  unsere Spaziergänge  ein.  Wenn ich die Cocker lassen  würde  wären  wir 10 Stunden  mit Vollspeed  unterwegs.  Da dosiere ich.  

 

Futter hat Buddy verteidigt  als  wir ihn  bekommen haben.  Ich habe es ähnlich  wie Tina gearbeitet.  Allerdings  konnte ich recht nah  ran. Ich habe  ihm beim  Fressen  was dazu getan.  Oder mich nur neben ihn  und seinen  Napf  gesetzt.  Später  seinen  Napf  im Schoß  gehabt wenn er gefressen  hat. Oder  auch sein  Kauzeug.  Heute tausche  ich teilweise  noch wenn ich mal gezwungen  bin was weg zu nehmen.  Da wird Käse  oder  Fleischwurst  gerne genommen  wenn was abgegeben  wurde.  

 

Bei Enya, der Kleinen  ist Ruhe beim  Fressen wichtig. Sie frisst in einer offenen  Box.  Sonst  knurrt sie bei der kleinsten  Bewegung.  Sie war bis 8 Monate  beim  Züchter  und da waren  6 Hunde, die sich gegenseitig  das Futter weg genommen  haben.  

 

Sie  hat gelernt  das sie hier Ruhe hat  und nicht verteidigen  muss. 

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meine Hunde können sich drauf verlassen, dass sie ihr,

also wirklich ihr zugedachtes Futter immer in Ruhe fressen dürfen!

Sie haben beide einen eigenen Platz, wo keiner, auch die Kinder, sie  stören dürfen.

Hunde , die Fressen, werden in Ruhe gelassen!

Und Kinder rennen vor den Hunden nicht mit potentiellen Fressbaren rum.

Entweder mache ich die Tür zu, wenn Kinder Kekse oder ähnliches haben, oder Kinder sitzen am Tisch.(Kinderwagen unter Aufsicht eventuell)

Für alle eine verlässliche Regel.

 

Milchbrötchen im Sandkasten, würde keine Sekunde dauern, Lucie hätte Beute in Sicherheit gebracht.

Kann ich nicht gebrauchen.

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Noch etwas, was nicht auszuschließen ist: Hat sie evtl. Hunger? Wie oft füttert ihr? In dem Alter füttert man ja noch öfter.

Insgesamt also mit noch zwei kleinen Kindern, der "Auslastung" und der Futterressourcenproblematik, könnte auch Stress mit hineinspielen, sofern ihr die Futterproblematik nicht aktiv durch übermäßiges Reglementieren befördert habt.

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Naja, es ist ja nicht so, das wir den ganzen Tag nichts anderes machen als mit ihr zu arbeiten. Es wird halt einfach in den Alltag eingebaut. Weil wir es mit dem großen eben auch machen.

Genug gespielt wird auch ;)

 

Das mit dem Futter hinwerfen klingt für mich interessant. Jedoch bin ich verwirrt. Wenn ich vorbei gehe und sie knurrt, assoziiert sie das doch als Belohnung fürs knurren und ich würde die Aktion auch noch bestätigen?!

Sie knurrt ja schon, bevor ich sie überhaupt registriert habe.

 

Unsere 3 Kinder dürfen sehr wohl auch mal außerhalb vom Tisch essen. Gerade im Sommer.

Und der nun 6 Hund (nacheinander) sollte das nicht ändern.

 

Das wir es gefördert haben, Kann ich nicht sagen. Es ist wie gesagt nicht der erste Hund und es kam für uns ganz unerwartet. Eben beim vorbei gehen.

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Du kannst Verteidigungsbereitschaft durch die Gabe von Leckerchen nicht erhöhen, du erhöhst sie, in dem du ihr Futter wegnimmst und nicht gibst ;) .

 

vor 11 Minuten schrieb 2Cocker:

Das wir es gefördert haben, Kann ich nicht sagen. Es ist wie gesagt nicht der erste Hund und es kam für uns ganz unerwartet. Eben beim vorbei gehen.

 

Finde es schade, dass du da nicht näher drüber nachdenkst und mal rekonstruierst, wie eurer Verhalten das Problem beeinflusst haben kann. 

 

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