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Hundeforum Der Hund
Alivion

Nur an der Leine führen?

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Hab mich schon wieder abgeregt :)

 

 

 

 

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vor 17 Minuten schrieb 2010:

Hab mich schon wieder abgeregt :)

 

 

 

 

:D

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vor 2 Stunden schrieb Nebelfrei:

ich hätte da auch nur Positives rausgelesen.

 

Das ist ja das Problem ... Mensch liest nur das, was er lesen will und zunächst sind wir positiv eingestellt.

Nur Juristen lernen im Studium, einen Text wortwörtlich und sachlich zu lesen - das ist wirklich schwierig.

Das Meiste, was wir glauben, heraus zu lesen, steht nicht geschrieben, wir interpretieren es hinein. ;)

 

Ist man erst mal negativ eingestellt, kann man jeden Text wunderbar "zerlegen":

 

Die (eigentlich nicht) genannte Trainerin gestaltet ihre Website überwiegend mit Bildern eines Fotoservices (siehe unter "Fotonachweise/ Bildquellen:"), nicht mit ihren eigenen und schmückt sich mit diesem populistischen Aufsatz in der tz. Schlechtes Verhalten von Hund und Halter wird dort so verallgemeinert, dass die geneigte Leserschaft nur empört rufen kann: Alle Hunde an die Leine! Sofort!

Vermutlich lesen so etwas dann auch diejenigen, die gerade an der Überarbeitung des Textes der Hundeverordung ihrer Gemeinde sitzen ...

Sehr bezeichnend auch diese Aussage in o.g. Text: "Ich bin selbst Halterin von zwei großen Hunden, die ich gerne mal an der Leine führe. Einfach so. Gibt keinen Grund. Manchmal mag ich einfach meine Ruhe haben mit meinen Hunden."

Wenn Frauchen ihre Ruhe haben will, kommen die Hunde eben an die Leine ... oder was lese ich da heraus ... :think:

 

Übrigens ... die genannte Ausgbildung "Tierpsychologie Studium- Spezialgebiet Hund" wird von der ATN nicht angeboten. Es gibt dort nur die Ausbildungsgänge

  • Assistenzhundetrainer Ausbildung
  • Erlebnispädagogik Ausbildung
  • Hundeernährung Ausbildung
  • Hundetrainer Ausbildung
  • Hundetouristikmanagement Ausbildung
  • Hundeverhaltensberatung Ausbildung
  • Hundeverhaltenstherapie Ausbildung
  • Hundevereinsmanagement Ausbildung
  • Hundewissenschaften Ausbildung
  • Tiergestützte Arbeit Ausbildung
  • Tierhomöopathie Ausbildung
  • Tierpsychologie Ausbildung
  • Tierpsychologie Allgemein Ausbildung". 

 

Und so funktioniert ein "Studium" bei ATN:

Zitat

 

Unser Lernmedium: ConnectiBook

ConnectiBook ist ein vernetztes elektronisches E-Book mit integriertem sozialen Netzwerk, das die Schüler nutzen können, um gemeinsam zu lernen, die Lerninhalte zu diskutieren und sich auszutauschen.

 

 

Man studiert also bei Facebook ...

 

Aber die Firma ATN (Die "Akademie" ist ein Schweizer Handelsunternehmen) informiert absolut korrekt:

 

Zitat

Prüfung und Abschluss

Den Lehrgang Tierpsychologie beenden Sie mit einer schriftlichen Prüfung mit MC-Fragen. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten Sie ein Abschlusszeugnis der Akademie für Tiernaturheilkunde als Nachweis Ihrer Kenntnisse auf dem Gebiet der Tierpsychologie.

Die berufliche Ausübung einer tierpsychologischen Beratung ist gesetzlich frei. Da der Beruf des Tierpsychologen gesetzlich nicht geregelt und die Berufsbezeichnung auch nicht geschützt ist, ist mit dem Bestehen der Prüfung oder dem Zeugnis keine öffentlich-rechtliche Anerkennung verbunden.

 

 

So eine "Ausbildung" funktioniert also grob umrissen so: Man wirft ca. 3.000 Euro ein, liest 2 Jahre lang Texte mit irgend einem fachlichen Bezug bei Facebook und bekommt nach erfolgreicher schriftlicher (Fern-)Prüfung eine Urkunde. Und wie wird kontrolliert, dass man persönlich die Antworten schreibt und nicht irgend ein "Ghostwriter"? Aber es nicht so schwer, "Multiple Choice"-Fragen zu beantworten: Schimpansen haben eine Trefferquote von 50%.

 

Die Firma ATN handelt also mit "Bildern", die einen Stückpreis von ca. 3.000 Euro haben.

Von "Praxis" ist nichts zu finden, als "Auszubildende/r" braucht man auch keinerlei Bezug zu irgendwelchen Tieren.

Man kauft eine Urkunde mit 24 Monaten Lieferzeit. 

 

Dann prangt auf der Website der selbsternannten Trainerin (denn die ATN kann nur die Teilnahme an einem Seminar bestätigen) ein "Qualitätssiegel" des BVdH, des "Berufsverbandes der Hundepsychologen". Das ist ein privater Verein, dem "jede natürliche oder juristische Person" gegen Zahlung einer Jahresgebühr von derzeit 45 Euro beitreten kann, wenn man sich dazu bekennt, "gemeinsame Qualitätsstandards" (was ist das?), Gewaltfreiheit bei der Arbeit mit Hunden, respektvollen Umgang der Hundepsychologen während ihrer Arbeit mit Hund und Mensch anzuerkennen. Außerdem muss man sich zum Verhaltenskodex bei der Arbeit mit Hunden bekennen:

 

 

Zitat
  1. Die Mitglieder des Vereines verpflichten sich grundsätzlich bei der Arbeit mit Hunden auf Methodenund Erziehungshilfen zu verzichten, die Schmerzen und Leiden bei Hunden verursachen.
  2. Die Verwendung von Stachelhalsbändern, Zughalsbändern ohne Stopp und Erziehungsgeschirren mit Zugwirkung unter den Achseln sowie Reizstromgeräten ist den Mitgliedern verboten. 

 

Aber wer kontrolliert das, was man auf seinem Mitgliedsantrag bestätigt?

 

Fazit: Einmal 3.000 Euro bezahlen, dann eventuell jemanden finden, der einem beim Ankreuzen der richtigen Antworten der Abschlussfragen hilft (oder selber irgend etwas ankreuzen ... wird schon passen), jährlich 45 Euro für ein "Qualitätssiegel" und fertig ist die "Gelddruckmaschine" ... :D

 

Aber eigentlich braucht man nicht soviel Aufwand betreiben, denn

  • Die berufliche Ausübung einer tierpsychologischen Beratung ist gesetzlich frei.
  • Der Beruf des Tierpsychologen ist gesetzlich nicht geregelt.
  • Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt.
  • Mit dem Bestehen irgend einer Prüfung ist keine öffentlich-rechtliche Anerkennung verbunden.

So, Ende der "Zerlegung" nicht nur dieser "Hundeschule" ...

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Das kann man natürlich bei vielen freien Gewerben machen, besonders krass im Gesundheitsbereich.

 

Aber wie sucht man im Bedarfsfall eine Hundeschule? Mundpropaganda?

 

Da sind auch schon viele reingefallen, ich wüsste auch nicht, wen ich fragen sollte. Ich kenne einige nette Leute, die in Hundeschulen sind, aber das was ich von den Kursen gehört habe, überzeugt mich gar nicht. Das gleiche gilt für Vereine. Liegt aber vielleicht auch an mir, ich bin da zu anarchistisch (naja eher chaotisch) um mich einer bestimmten 'Schule' anzuschliessen.

Warscheinlich müsste ich auch einfach ausprobieren.

 

Deshalb habe ich einen einfachen Hund gekauft :D

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vor 3 Minuten schrieb Nebelfrei:

Aber wie sucht man im Bedarfsfall eine Hundeschule? Mundpropaganda?

 

Ja, eine Möglichkeit.

 

Eine Trainerin in AT gibt eine Zufriedenheits-Garantie mit "Geld zurück". Das macht nur, wer sicher ist, dass er/sie eine gewisse Qualität abliefert. Abgesehen von objektivem Fachwissen muss man ja auch "miteinander können". Wenn es nicht passt, ist keiner böse, Geld zurück und fertig.

Etliche Trainer/innen haben Youtube-Videos, die man zur Beurteilung heranziehen kann.

 

Hier im örtlichen Tierheim bieten einige Pfleger/innen private Gruppenkurse an. Keine Verpflichtung, pro Teilnahme 10 Euro und wenn es nicht gefällt, kommt man eben nicht wieder.

Grundsätzlich: Bei Fragen zum Verhalten von Hund und Mensch kann man immer im örtlichen Tierheim fragen!

 

Im Hundeverein des Nachbardorfes kann man als Gast dabei sein und zahlt pro Monat (keine Mitgliedschaft), den man dort ist, 10 Euro. (Ich denke, das sichert den Verein rechtlich und versicherungstechnisch ab.)

Das habe ich mal ein viertel Jahr genutzt und habe einige Methoden kennengelernt, habe Tipps bekommen und so mein Wissen erweitert. (Wie ich das alles beurteile und verwende, ist ja meine Sache ... ;))

Es war schon eindrucksvoll, einen guten Polizeihundeführer zu beobachten. Die Atmosphäre war nett, die Hunde hatten Spaß. Aber mehr "Hundeverein" wollte ich dann nicht.

 

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@DerOlleHansen

und ich dachte schon, nur mich nervt der "Verein". Ich kenne eine Trainerin, die hat dort auch wirklich die Basics gelernt. Aber die hat 1. eine Begabung Hunde auszubilden und hat immer nebenbei Praxis gehabt.

Die Basics, ohne jetzt arrogant zu sein, die hab ich auch, da weiss die nicht mehr. BZW, es wurde nichts gelehrt, was man als Autodikakt nicht auch so lernen kann. Und das ist wirklich bitter.

Und da tud mir dann das Geld leid.

Es kostet viel und man hat dann ein "Pseudo" "Studium" absolviert.

 

Rütter hat ja auch dieses "Studium". Nutzen tud einem das natürlich, wenn man dann so eine schöne Webseite macht und den Kunden rät, den Hund einfach immer an der Leine zu lassen :)

 

Böse: 0/8/15 das wäre ein guter Name :)

ich hör ja schon auf....47/11 ginge auch..

 

 

 

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Ich möchte auch nochmal unterstützen, dass eine Hündin gegenüber aufdringlichen Hunden ruhig mal böse werden darf. 

Meiner macht das manchmal. Wenn ich nicht schnell genug da bin um ihn runterzuholen, freue ich mich immer sehr, wenn die Hündin selbst eine Ansage macht. 

Viele Hundehalter rügen ihre Hündin dann und ich sage dann immer: "Lassen Sie sie doch, sie hat doch Recht und meiner versteht das!"

Manche erziehen ihre Hunde geradezu zur Unselbständigkeit und funken ständig dazwischen. Aber nicht, wenn sich der andere Hund respektlos verhält, sondern wenn der eigene anfängt sich zu wehren, wird er zurückgepfiffen.

Femo wurde letztens auf der Hundewiese von einem jungen Labby zur Begrüßung quasi aus dem Hinterhalt umgerannt. Er war total empört (er hat das zu Anfang selbst gemacht ;) ) und hat den jungen Hund recht heftig gemaßregelt. Die Besitzer und ich haben das zugelassen. Als ich gemerkt habe, dass meiner den dann in jeder Situation wieder versucht hat zu dominieren, hab ich ihn für 5 Min. pausieren lassen und danach wars ok. Aber das Umrennen muss er sich nicht gefallen lassen. 

 

Natürlich brauchen Hunde, vor allem ängstliche, Hilfe und Anleitung und man sollte die Kontakte aussuchen. Wenn Saya aber ihre Angst verliert und wieder souveräner wird (das ist doch das Ziel hier), dann kann sie auch selbstbewusst gegenüber anderen Hunden auftreten. 

Irgendwie sehe ich immer weniger, wieso du zur Hundeschule willst. Ihr Verhalten ist nicht besonders schwierig. 

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Also mit der Hundeschule lasse ich es jetzt einfach mal sein... Ich habe jetzt angefangen, Spiele mit ihr zu machen, die ihr mehr Selbstvertrauen geben sollten. Bei Sichtkontakt mit anderen Hunden nehme ich sie erstmal an die Leine und gehe weiter - außer, man kennt sich.

Das einzige Problem bei Saya ist ihr Drang zum Schützen. In ihr steckt halt auch ein Herdenschutzhund und das merke ich seitdem sie 3 Monate alt war. Da hat sie schon an der Tür gebellt und sich vor die Tür gelegt. Sie hat auch eine Zeit lang alle Menschen und Hunde verbellt, wenn ich irgendwo auf einer Parkbank saß. Was sie auch nicht mag ist, wenn andere Hunde an mir hochspringen. Füttern und Streicheln ok, aber hochspringen nicht. Ressourcen verteidigt sie auch sehr gerne... Sie bellt übrigens nur, wenn jemand zuhause ist. Hat also meiner Meinung nach weniger mit Revierverteidigung zu tun.

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vor 12 Minuten schrieb Alivion:

Sie bellt übrigens nur, wenn jemand zuhause ist. Hat also meiner Meinung nach weniger mit Revierverteidigung zu tun.

Wen soll sie auch rufen wenn keiner da ist? Das Verbellen ist wahrscheinlich das Geh Weg -Bellen eines unsicheren Hundes (die Tatsache, daß das so früh angefangen hat unterstreicht das noch) , ein typischer Herdenschutzhund stellt sich eher blockend evtl. knurrend davor, was normalerweise reicht, um den nötigen Abstand zu schaffen.

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Gerade eben schrieb gebemeinensenfdazu:

ein typischer Herdenschutzhund stellt sich eher blockend evtl. knurrend davor, was normalerweise reicht, um den nötigen Abstand zu schaffen.

Das macht sie, wenn jemand rein kommt.

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