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Hundeforum Der Hund
Estray

"Wissenschaft kann keine Hundeerziehung"

Empfohlene Beiträge

Nur überflogen bisher.....

 

 

 

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Ich kenne den Artikel von Baumann nicht, aber ich kann nachvollziehen das die allgegenwärtige Marginalisierung wissenschaftlicher Arbeiten und die schlichtweg existente Ignoranz von Fakten wirklich anstrengend ist.

Dazu braucht es nicht mal die verklebten Nudelstellungen, man findet dieses Phänomen inzwischen allgegenwärtig.

 

Wir hatten ja auch hier einige User, die in bester pawlowscher Konditionierung immer wieder einwenden mussten, das Wissenschaft überflüssig wäre. 

 

so weit

Maico

 

 

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Ich kenne Baumanns Artikel auch nicht, aber der Kommentar hier spricht mir doch in einigen Aspekten aus der Seele... Nur... Nicht jeder Wissenschaftler freut sich, hinterfragt zu werden, denn es sind auch nur Menschen und Kritikfähigkeit muss man erst lernen.

Ich studiere im Moment Soziologie und Statistik und es erschrickt mich, was für einen Mist ich lesen und mir anhören musste in der Uni in Soziologie. Es wird realitätsfremd, subjektiv und ohne jegliche Beweise argumentiert. Mag sein, dass es andere Profs und Dozenten gibt, die das besser auf die Reihe kriegen, aber es geschieht leider zu oft - auch in anderen Bereichen der Wissenschaft -, dass die Parameter oder die Interpretation einer Studie absichtlich, oder noch schlimmer aus Unwissenheit, manipuliert werden.

 

Es gilt ja, dass eine Studie immer wieder durchführbar sein muss und dann immer das gleiche Ergebnis rauskommen sollte. Da sich aber Wissenschaftler so kein Geld verdienen, indem sie Studien anderer auf Fehler überprüfen und die Zeitschrift auch nicht mehr Leser dadurch bekommt, wird das ganze einfach nicht finanziert.

Hier noch ein Artikel dazu:

https://www.wired.de/collection/science/error-wie-die-wissenschaft-mit-ihren-fehler-umgeht

 

Mein Vater ist auch Prof. und Wissenschaftler und beschwert sich bei mir regelmäßig, wie viel EU Gelder in Forschungsprojekte gesteckt werden, die entweder total sinnlos sind oder erst gar nicht fertig gestellt werden. Das ist aber natürlich nur seine subjektive Meinung als Informatiker (für den sind Geisteswissenschaften ja eh für die Katz) :D

 

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vor 11 Minuten schrieb Alivion:

Das ist aber natürlich nur seine subjektive Meinung als Informatiker (für den sind Geisteswissenschaften ja eh für die Katz) :D

 

Er ist mir sehr sympathisch. :lol:

 

Wobei streng genommen Mathematik und auch der theoretische Überbau der Informatik (Turingmaschine) pure Geisteswissenschaft sind. Ohne Laberfaktor. ;) 

 

so weit

Maico

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So so ... ein Facebook-Text ... Was ist schon Facebook? Eigentlich ein "Gesichtsbuch", das sind an amerikanischen (Hoch-)Schulen Verzeichnisse mit Passbildern der Schüler und Studenten.

Die Zuckerberg'sche Version ist eine virtuelle Kneipe, in der viel gelabert wird (inklusive Stammtischparolen), in der es aber auch Clubräume gibt, in denen sich Gleichgesinnte treffen können. Dort wird dann auch allerlei gelabert  (inklusive Stammtischparolen), nur eben in "Hinterzimmern".

Wo auch immer sie geführt werden, alle Gespräche werden mitgehört und über jeden Teilnehmer wird ein geheimes Dossier geschrieben, in dem man ihm/ihr Eigenschaften zuschreibt, die angeblich auch andere "Gäste" haben, die sich für ähnliche Themen interessieren oder die ähnliche Räume des Etablissements aufsuchen. Weil der Wirt diese Dossiers höchstbietend verkauft, ist der Eintritt frei.

 

Also wen schert's, wer was in der Kneipe "Zum Zuckerberg" von sich gibt ...

Wer Gehaltvolles von sich geben möchte, wählt ein besser geeignetes Medium.

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Gnihihi, ich hatte die Tage mal wieder in einigen Klassen herumgefragt, wie angesagt Facebook denn (noch) so ist. Ein müdes Gähnen und ein Abwinken. 

 

so weit

Maico

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Ich schließe mich dem Baumann Artikel - dem Nachtrag, den orginal habe ich nicht gelesen-, an. Man gewinnt schon oft den Eindruck dass Hundeerziehung extrem verkopft und "wissenschaftlich" geworden ist. Wobei man auch immer bedenken muss dass die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse von heute die veralteten von morgen sind.

Da hat man dann irgendwelche Hundetrainer(innen) die eine "Ausbildung" als Hundetrainer gemacht habe, alles ganz wissenschaftlich etc. und eigentlich keine Ahnung haben. Vor allem wenn mal etwas nicht nach Schema F läuft. Keinerlei Erfahrung. Ich verlasse mich auch gerne mal auf mein Bauchgefühl, natürlich ist ein gewissen Wissen absolut nötig.

 

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(bearbeitet)

Und ich habe das Gefühl, dass man lieber an seinem "Bauchgefühl" hängt als es mal an den Nagel zu hängen und zu prüfen, ob Erkenntnisse aus der Welt der Wissenschaft nicht ein Zugewinn für einen selbst ist.

 

Baumann mag Tauschgeschäfte nicht, weil das wäre ja nicht auf sozialer, sondern materialistischer Ebene. Muss er nicht machen, aber es ist für einige Hunde ein toller Türöffner, um zu verstehen, dass man dem Menschen bei Ressourcen vertrauen kann.

 

Irgendwann hat sich der ein oder andere Trainer einen weiteren Gedanken zum Tauschgeschäft gemacht. Basierend darauf, dass Hunde eben doch Eifersucht empfinden können (was ja lange Zeit als Blödsinn galt) und die Prämisse aufgestellt, dass man mit Tauschgeschäften auch versehentlich Wertigkeiten reinbringt und der Hund sich am Ende verarscht fühlt und erst recht ressourcenverteidigend reagieren kann (besonders wenn ihm der weggerauschte Gehenstand nicht zurückgegeben wird), noch schlimmer, wenn man mehr als einen Hund hat: Der andere fühlt sich durch das Tauschen vielleicht zurückgestellt und verweigert dann die Mutarbeit oder wird selbst aggressiv.

 

Wie will man das mit "Bauchgefühl" herausfinden? Das muss man beobachten und analysieren.

 

Und weiter: Baumanns proklamierte Methode auf "sozialer Ebene" arbeitet mit zwanghaft abnehmen des Gegenstsndes und dan. Wieder zurückgeben, damit der Gund lernt, es wird ihm gar nicht "weggenommen". Das kann funktionieren und wieder andere Hunde behalten nur im Kopf, dass es ihnen weggenommen wurde, seine Gegenkonditionierung (ja, nichts anderes ist das) bleibt nicht Gedächtnis.

 

Hier täte ein bisschen Wissenschaft (was passiert bei Stress/Verlust) ganz gut, finde ich.

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Baumanns Methode wieder mit "zwanghaft" zu deklarieren.... nee nun wirklich nicht.

Ich habe mal ein sehr schönes Video gesehen wie er Welpen Sachen abgeben beibringt.

Da wurde keinem Welpen etwas aus dem Maul gerissen und zwanghaft entnommen. Ich habe es jetzt leider nicht gefunden.

Baumann mag reine Tauschgeschäfte aus gutem Grund nicht - und ist da nicht alleine der Meinung. Es ist keineswegs so das "Tauschgeschäfte" jetzt als DAS Mittel der Wahl sind um Hunden beizubringen Dinge abzugeben.

Baumann sieht die Gefahr das der Hund nicht lernt Dinge abzugeben, sondern nur wenn der Mensch eine bessere Alternative zu bieten hat Dinge abgibt. Ist dies nicht der Fall, gibt der Hund halt auch nichts ab. Und solche Fälle kenne ich leider absolut zu genüge.

Ich mache es z.b. auch so das der Welpe das "Aus" Kommando lernt indem ich etwas zum tauschen biete. Aber das bleibt nicht so. Irgendwann bekommt der Hund etwas zur Belohnung NACHDEM er etwas ausgegeben hat. Die "Technik" der Hund hat das Brötchen im Maul und Frauchen hält ein Stück Schinken hin, sonst hat sie keine Chance, sieht man leider oft. Lerneffekt beim Hund gleich 0.

Mit Stress setzt sich Baumann übrigens in seinen Büchern sehr intensiv auseinander. Ich habe 5 Bücher von ihm und muss echt sagen dass ich sie sehr empfehlenswert finde. Gerade auch die Bücher zur Welpenerziehung.

Das wollte ich einfach nur mal erwähnen. Natürlich finde ich auch Dinge weniger gut, ist bei allen Trainern von denen ich Literatur habe oder schon mal etwas gesehen habe.

 

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vor 2 Stunden schrieb Lexx:

Ich schließe mich dem Baumann Artikel - dem Nachtrag, den orginal habe ich nicht gelesen-, an. Man gewinnt schon oft den Eindruck dass Hundeerziehung extrem verkopft und "wissenschaftlich" geworden ist.

Also ich hab den Baumann Artikel gelesen und verstehe die Aufregung von "Rant, the dog?" nicht. Weder klopft er WISSENSCHAFT in die Tonne, noch hat er eine Proklamation auf das "Bauchgefühl" verfasst. Habe seinen Text so verstanden, dass er ein Plädoyer für ein ausgewogenes Verhältnis hält. Dabei darauf hinweisst, dass er zunehmend ein gesundes Bauchgefühl vermisst (so verstanden: es ist gar nicht da um darauf zurückzugreifen) und hierbei darauf hingewiesen, wo die Grenzen einer seriösen Wissenschaft liegen.

 

Und die liegen, wenn ich das korrekt verstanden habe, eben in der Zweckentfremdung/Missbrauch von Wissenschaft. Elemente aus der Wissenschaft herausgepflückt, nicht auf den Realitätsbezug hin überprüft und ohne Bauchgefühl, also ohne Sozialkompetenz eingesetzt (quasi blind - und ich gehe davon aus, nicht einmal immer korrekt verstanden - übernommen). Hierzu hat er das Beispiel "Rudelstellungen" herangezogen. Finde ich sehr passend, wurde doch auch unter dem Label der Wissenschaftlichkeit verkauft, ebenso blind übernommen. Und m.E. war hierfür Voraussetzung, dass man jedwede Sozialkompetenz am Eingang zum Workshop an der Garderobe lässt, die Logik sowie die seriöse Wissenschaft selbstverständlich gleich mit.

 

Er beschwert sich m.E. darüber, dass man in Ermangelung eines gesunden Bauchgefühls, quasi als Ersatz, direkt auf jeden Trend aufspringt, auch wenn die wissenschaftlichen Erkenntnisse das gar nicht zulassen. Hab nichts davon gelesen, dass er Wissenschaft und ihre Nützlichkeit nicht respektieren würde, nicht erkannt hätte. 

 

Aber vll. hab ich auch wieder etwas falsch verstanden, denn @kareki, Deine Ausführungen hab ich jetzt auf jeden Fall nicht ganz verstanden, also als widersprüchlich empfunden.

 

vor 2 Stunden schrieb kareki:

Eifersucht empfinden können (was ja lange Zeit als Blödsinn galt)

Was lange Zeit seitens Interpretationen der Wissenschaft als Blödsinn galt. Wie viele andere Empfindungen und rationale Möglichkeiten, die Hunden abgesprochen wurden und noch werden (im Moment, finde ich, tut sich derart viel in der Verhaltensforschung, dass einem m.E. gar nichts anderes übrig bleibt, als noch ein bisserl zu warten, damit das eine runde Sache werden kann). Wissenschaft ist halt nicht perfekt und, Stand heute, niemals wirklich fertig.

 

Wenn jemand Eifersucht in Hunden gesehen hat (wissenschaftlich anerkannt, k/A, hab ich jetzt nicht nachgeprüft), dann doch mit Bauchgefühl. Womit sonst? Eifersucht ist eine Emotion, die kann man nur interpretieren. Nur Soziopathen machen so etwas rein rational. Alle anderen nutzen dafür den Verstand, der sich aus einem gesunden Zusammenspiel von Rationalität und "Bauchgefühl" zusammensetzt. Noch kann man rein objektiv-rational-wissenschaftlich längst nicht alles auf einem der bunten Bildchen erklären. Kommt sicher noch, davon gehe ich aus.

 

vor 2 Stunden schrieb kareki:

Wie will man das mit "Bauchgefühl" herausfinden? Das muss man beobachten und analysieren.

Hä? Wie beobachtet und analysiert Mensch denn und vor allen Dingen womit?

 

Also bis man das auf den Bildchen nachweisen kann, bleibt die Wissenschaft in der Verhaltensforschung so subjektiv (also per Bauchgefühl) in ihren Interpretationen gefangen, wie die jeweiligen Forscher ihre Beobachtungen analysieren, mit ihrem Verstand interpretieren.

 

Und ich glaube, genau auf diese Diskrepanz bei der Interpretation derer, die wissenschaftliche Elemente aufgreifen und werten, wollte Baumann hinweisen. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

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