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Hundeforum Der Hund
Marylovesherpet

Einschläfern - Hund lässt sich nicht anfassen

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Hallo liebe Tierfreunde,

 

es geht um meinen Schatz, einen Goldenretriever-Schäferhund-Mischling. Er ist 13 Jahre alt und meine Familie hat sich dazu entschlossen, ihn demnächst einschläfern zu lassen. Unter anderem weil er (vermutlich auch durch Demenz) ein Familienmitglied gebissen hat und ein anderes mehrmals angefallen hat. Leider ist ihm so nicht mehr zu trauen, vor allem weil wir noch einen Kater haben.

Nun ist es leider so, dass er sich schon immer sehr schwer von einem Tierarzt hat anfassen lassen, ihm eine Spritze zu geben war fast unmöglich. Für eine notwendige Untersuchung hat er Tabeltten bekommen sodass er sehr sehr ruhig wurde. Es war allerdings schrecklich. Weil er nicht wusste was los war, warum er nicht aufstehen konnte etc. hat er die ganze Zeit gejammert und geweint und das hat uns so das Herz zerissen.

Ich frage mich nun, wie das mit dem Einschläfern funktionieren soll?! Der Tierarzt kommt zu uns nach Hause....ich hab auch gelesen dass die Ärzte bei agressiven Hunden die so in die Tür einklemmen um dann die Spritze zu geben....aber das soll doch nicht unsere letzte Erinnerung an unseren Schatz sein? Geschweige denn dass er auch noch den Tierarzt anfällt??

Hat jemand Erfahrung mit sowas gemacht?

Liebe Grüße

Mary

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Hallo Mary,

 

das ist ja ein trauriger Anlass :(

 

Es tut mir sehr leid für euch und für euren Hund, diese Entscheidung auf diese Art und Weise treffen zu müssen.

 

Wenn sich altersbedingt solche Veränderungen ergeben, für die der Hund ja nichts kann, trägt der Mensch noch zusätzlich an der Last der Entscheidung.

Aber bevor noch etwas passiert, was all die schönen Jahre die ihr zusammen verbracht habt in den Hintergrund drängt, ist es sicher besser so.

 

Zu der Vorgehensweise: Spreche doch mal mit deinem Tierarzt, ob es nicht eine Möglichkeit für die orale Gabe eines starken Betäubungsmittels gibt. Ist der Hund betäubt, und nicht nur ruhiggestellt wie oben von dir beschrieben, so bekommt er von der Kanüle die ihm für die Euthanasierung gesetzt wird, nichts mit.

 

Ich empfehle dir, auch wenn dein Hund schon betäubt ist, UNBEDINGT zunächst die vor der eigentlichen Euthanasie notwendige Narkose machen zu lassen.

Nur dadurch ist gewährleistet, dass dein Hund von der letzten Spritze und deren Wirkung nichts mehr mitbekommt.

 

Ich wünsche dir viel Kraft für den Weg, der nun vor euch liegt.

 

Lieber Gruß

Moni

 

 

 

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(bearbeitet)

 

@marcolino Liebe Moni, danke für deine Antwort und dein Mitgefühl!

 

Zitat

 

Zu der Vorgehensweise: Spreche doch mal mit deinem Tierarzt, ob es nicht eine Möglichkeit für die orale Gabe eines starken Betäubungsmittels gibt. Ist der Hund betäubt, und nicht nur ruhiggestellt wie oben von dir beschrieben, so bekommt er von der Kanüle die ihm für die Euthanasierung gesetzt wird, nichts mit.

 

 

Das werde ich auf alle Fälle erfragen, vielen Dank für die Idee.

Liebe Grüße

Mary

 

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Hi,

 

welch trauriger Anlass.....! Ich weiß garnicht, was ich dir raten könnte!

 

Vielleicht gibt es ja etwas, das man in Leberwurst mischen kann, Tabletten zermörsert oder Tropfen, um eueren Hund "ruhig" zu stellen. Und dann, wie Marcolino schon schrieb, auf die Narkose vor der eigentlichen Sprize achten, damit der Hund auch wirklich nichts mehr mitbekommt!

 

Irgendwelche anderen Erkrankungen sind ausgeschlossen? Zahn- oder Rückenschmerzen zum Beispiel? Es tut mir leid, aber ich hoffe bis zum Schluß, das doch noch alles gut wird.....

 

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft für den Weg, der vor Euch liegt!

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@sammy120 Danke für deine Antwort!

 

vor 17 Minuten schrieb sammy120:

Irgendwelche anderen Erkrankungen sind ausgeschlossen? Zahn- oder Rückenschmerzen zum Beispiel? Es tut mir leid, aber ich hoffe bis zum Schluß, das doch noch alles gut wird.....

 

Er hat zusätzlich noch Prostata-Krebs und die Schäferhund-typischen Hüftschmerzen, die wir auch nur mit Tabletten (also eigentlich nur Schmerzmittel) behandeln. Das trägt natürlich zusätzlich zu unserer Entscheidung bei, ihn einschläfern zu lassen. Er kann nur noch wenig laufen und mit einem Bein nicht mehr auftreten und hat trotz Tabletten Schmerzen, vor allem beim Aufstehen...

Ich werde auf alle Fälle nochmal mit dem Tierarzt telefonieren.

Vielen Dank!

Liebe Grüße

Mary

 

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Hallo Mary, das ist ja sehr traurig... wären nicht die gesundheitlichen Gründe würde ich dir nochmal ins Gewissen reden. Denn es ist tatsächlich so das ein Hund im Alter meist irgendwelche Probleme hat weswegen er aggressiv wird. Das können Kleinigkeiten wie ein entzündeter Zahn sein.

wenn ihr ihn einschläfern lassen wollt bittet den TA zu euch nach Hause zu kommen. Er kann ein vorher wie hier bereits erwähnt etwas zum sedieren geben. Da gibt es einige Möglichkeiten.

Ich benutze z.B. für meine Flugreisen ein neues Medikament mit dem Namen Sileo. Das wirkt normalerweise nicht sedierend nur angstlösend (und es wirkt bei uns super), in der Packungsbeilage steht aber dass es bei Überdosierung sedierend wirkt. da es einafch auf die Mundschleimhaut aufgetragen wird finde ich das es sehr einfach anzuwenden ist.

Viel. wäre das ja eine Möglichkeit, frag mal deinen TA. Und eine Überdosierung ist bei einer Euthanasie ja herzlich egal.....

Achte bitte unbedingt das der TA mit Pentobarbital einschläfert (und frag VORHER danach), Handelsname ist z.B. Narcoren.

Auch da ist es zumindest für den Besitzer am schönsten wenn das Tier auch noch vorher eine normale Narkose bekommt.

Ich habe auf genau diese Art und weise im Nov 2016 meine Hündin gehen lassen (Ta kam nach Hause etc.) und es war wirklich - wenn man das so sagen kann - eine schöne Euthanasie. da ich schon viele Tiere hab gehen lassen müssen (Hund, Katze, Pferd, Kleintiere...) habe ich da einige Vergleichsmöglichkeiten.

Ist er denn Maulkorbgewöhnt? Sonst den eben auch dran machen.

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so traurig,aber ein Tier kann man erlösen...einen Menschen nicht.

Ich habe Angst vor diesen Entscheidungen und möchte euch viel Kraft wünschen.

Fragt euren Tierarzt ,ob er es bei euch zu Hause macht ,in der vertrauten Umgebung.Vielleicht vorher Beruhigungstabletten ins Futter?

Seine Menschen streicheln ihn und während dessen kann er die Beruhigungsspritze setzten.Das geht einfach in den Muskel.Dann wird er schon vor sich hin dämmern.Danach kommt die eigentliche Spritze in die Vene.Bleibt bei ihm ,das ist sein größter Trost.

Ich fühl mit euch.

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Mir tut es auch sehr leid für dich und deine Familie, eine so schwere Entscheidung treffen zu müssen. Es wurden ja schon einige Ratschläge gegeben und ich habe keine weiteren für dich. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es für alle ein "schönes" Ende wird.

 

Ich möchte aber gern einmal in die Runde fragen: Habt ihr alle so schlechte Erfahrungen gemacht, dass gleich mehrere extra erwähnen, man müsse darauf achten, wie und mit welchen Mitteln eingeschläfert wird? Ich kenne einen einzigen Fall, wo ein Tierarzt im Notdienst die Spritze mit T61 direkt ansetzen wollte und zum Glück noch gestoppt wurde. Die Klinik hatte einen sehr schlechten Ruf. Ich dachte das wäre die absolute Ausnahme!!!

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In diesem Fall habe ich extra noch mal auf eine sichere Narkose hingewiesen, weil der Hund sich ja anscheinend sehr aufregt in Tierarztsituationen. Das kann dazu führen, dass bestimmte Medikamente, die nicht zu einem Narkosezustand führen, nicht die gewünschte Wirkung der tiefen Bewusstlosigkeit haben.

 

Einer Freundin hat vor Jahren bei ihrem Hund das Aufwachen erlebt während die letzte Spritze wirkte. Er war zuvor unter Narkose gesetzt worden für eine Untersuchung. Noch während er unter Narkose lag, wurde dann die Entscheidung gefällt, ihn nicht mehr aufwachen zu lassen. Leider wurde die Narkose, die zunächst für die Untersuchung gemacht worden war, nicht noch einmal vertieft, weil man die Wirkung noch für ausreichend hielt. Das erwies sich leider als Irrtum.

 

Mein Marco wurde zu Hause von der Tierärztin zunächst unter Narkose gesetzt. Erst als diese ausreichend wirkte, wurde ihm eine Überdosis des gleichen Narkosemittels gesetzt. Er ist friedlich in meinen Armen eingeschlafen.

 

Mary, noch mal alle lieben Gedanken für diesen letzten Weg, der euch bevorsteht. Auch für die Zeit danach findest du hier Menschen, die dich in deiner Trauer begleiten :kuss:

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Bei einer Euthanasie wird der Hund immer vorher sediert. Am Besten wäre ein Maulkorb. Oder du nimmst ihn im stehen zwischen deine Beine und greifst sein Halsband hinter den Ohren zum festhalten. Dann kann die Sedierungsspritze von hinten in den Oberschenkel gegeben werden. Das geht eigentlich sehr schnell.

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