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Hundeforum Der Hund
Colomba

Calcinosis cutis

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(bearbeitet)

Hat jemand Erfahrungen damit? Ich habe einen Hund mit einem diagnostizierten Lupus Erythematodes (Autoimunerkrankung) und wir kämpfen seit 3 Jahren gegen diese Erkrankung. Seit fast 2 Jahren bekommt er Cortison, das sich nicht mehr weiter runter dosieren lässt. Wir haben auch alle anderen Medikamente gegen diese Krankheit durch, die es auf dem Markt gibt. Die Krankengeschichte ist seeeehr lang und ich verschone euch damit. Ggf. bitte einfach fragen.

 

Vor fast zwei Monaten, als wir zuletzt versucht hatten, das Cortison runter zu dosieren (ich hatte eine Salbe zur lokalen Behandlung gefunden, die angeschlagen hat), bekam er Verdickungen unter der Haut und eine dicke Hornhaut im Nackenbereich, mit teils entzündlichen und aufplatzenden Stellen. Weder der Tierarzt noch ich haben das zunächst mit dem Lupus in Verbindung gebracht, weil der sich bisher immer an den Haut- Schleimhautübergängen abspielte. Also gab es erstmal ein Shampoo, später Antibiotika, das nach 3 Wochen wieder abgesetzt wurde, das Cortison wurde auf den Ursprung hoch gesetzt, dazu ein Cortisonspray... Es breitet sich aber weiter aus und ist kaum noch entzündlich. Einfach eine dicke Hornhautplatte, die sich vom ersten Halswirbel bis zum ersten Schwanzwirbel zieht und eine gute Hand breit ist.

 

Ich war wöchentlich beim Tierarzt, der inzwischen meint, es wäre wohl doch der Lupus und das Runtersetzen des Cortisons, das die Symptome ausgelöst hat. Wir sind heute zu der Entscheidung gelangt, nochmal ein anderes Cortison zu benutzen, das er noch nicht kennt. Ich fühle mich in der Praxis sehr gut aufgehoben, weiß aber auch, das die Erkrankung schon sehr speziell ist und die wenigsten Tierärzte damit praktische Erfahrungen haben.

 

Nun habe ich heute lieber nochmal mit einer Tierärztin telefoniert, die ich von früher kenne und in die ich großes Vertrauen habe, was Haut-Sachen angeht. Außerdem habe ich mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover telefoniert. Insgesamt kam dabei heraus, dass es sich wohl um Calziumeinlagerungen in der Haut handelt, die häufig als Begleiterscheinung bei Morbus Cushing und auch beim Lupus Erythematodes auftreten. Ich habe ein bißchen im Internet geschaut und es sieht haargenau so aus, wie Bilder von einer Calcinosis cutis (spezielle Form dieser Calziumeinlagerungen). Diese Erkrankung wird u.a. mit Cortison eingedämmt.

 

Pu, jetzt wird der Text doch länger als geplant. Ich hoffe es liest noch jemand. Meine wichtigste Frage ist jedenfalls: Wenn diese Erkrankung häufig in Zusammenhang mit Morbus Cushing auftritt (und von selbst zurückgeht, sobald der Hund medikamentös eingestellt ist), dann bricht die Erkrankung doch bei einem hohen Cortisolgehalt im Blut aus und wird bei sinkendem Cortisolspiegel eingedämmt. Warum kann die Erkrankung dann mit Cortison behandelt werden? Bei meinem Hund ist sie ja ausgebrochen, als ich weniger Cortison gegeben habe...

 

Ich hoffe, der vermeintliche Widerspruch ist verständlich... Vielleicht ist es ja auch ein Unterschied, ob nun körpereigenes Cortisol oder zugführtes Cortison? Ich würde nur gern wissen, ob ich die Krankheit vielleicht doch noch mit einer hohen Cortisongabe eingedämmt bekommen kann. Sonst gibt es nämlich keine Möglichkeit mehr, nach allem was ich rausgefunden habe.

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