Jump to content

Klasse, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast!

Erstelle in wenigen Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich noch einfacher mit Deinem Facebook oder Google account ein. 

➡️  Konto erstellen | Login

Hundeforum Der Hund
Kruemeltier

Eure Einschätzung zu unserer jungen Dobi-Hündin

Empfohlene Beiträge

Hallo an Alle,

 

wir haben eine fast 9 Monate alte Dobermann-Hündin, die wir als Welpen bekommen haben und über alles lieben :wub: Natürlich haben wir uns vor dem Kauf ausreichend über die Rasse informiert und sind uns bewusst darüber, dass Dobermänner Powerpakete sind.

 

Nun haben sich bei uns die Lebensumstände etwas verändert – kurz, mein Mann war bis vor zwei Wochen rund um die Uhr zu Hause und Hauptbezugsperson für unsere Maus. Ich bin im 5. Monat mit unserem ersten Kind schwanger und hatte anfangs so sehr mit Übelkeit zu kämpfen, dass ich Februar bis April nur im Bett verbracht habe und für den Hund nicht mehr so präsent war. Glücklicherweise hört sie trotzdem noch halbwegs auf meine Kommandos. Mittlerweile geht es mir wieder besser, ich muss fast nicht mehr arbeiten und bin viel mit Hund zu Hause. Gleichzeitig hat mein Mann eine neue Arbeitsstelle in einer anderen Stadt angenommen und ist bis abends 19:00 gar nicht mehr zu Hause.

Sprich, wir haben Rollen getauscht und das ist natürlich auch für unsere Dobi-Maus eine Umstellung. Hinzu kommt, dass sie mein erster Hund ist, während mein Mann viel Hundeerfahrung hat. Bei vielen Kleinigkeiten bin ich deshalb eher unsicher und würde mich freuen, wenn ich hier vielleicht ein paar Rückmeldungen dazu erhalte, was „normal“ ist und – auch mit Blick auf das kommende Baby – wo wir jetzt noch dringend dran arbeiten müssen.

 

-      Meine erste Frage wäre zum Thema Spazieren gehen, und zwar tanzt uns die Dame zurzeit etwas auf der Nase herum. Bis sie 8 Monate alt war ist sie im Wald immer frei gelaufen, Rückruf hat super geklappt. Dann ist sie plötzlich einem Reh hinterher (Rehe haben sie vorher nie interessiert). Seitdem kommt sie öfter an die (Schlepp-)Leine, woraufhin sie uns jetzt oft wegrennt, wenn sie merkt, dass sie wieder angeleint werden soll. Das Gleiche passiert, wenn sie erkennt, dass es sich um den Rückweg handelt, dann kommt sie auch nicht. Meine Reaktion darauf: noch mehr Schleppleine, damit ich sie eben auch heranziehen kann. Meint ihr, da gibt es ein grundlegendes Problem, oder ist das die Pubertät? Habt ihr weitere Verhaltenstipps? Leckerli interessieren sie draußen übrigens überhaupt gar nicht, höchstens ihr Lieblingsspielzeug, ein oranger Ball, zieht noch. Wenn sie den aber gerade sowieso schon im Maul hat habe ich gar keine Chance mehr, ich bin schon einmal 300m weit weggerannt und sie hat nur dort gestanden und mir hinterher geschaut. Verstecken geht etwas besser aber ist auch keine Garantie.

 

-      Meine zweite Frage bezieht sich auf ihr Verhalten im Haus. Hier schläft sie generell viel, dann ist auch alles gut. Allerdings schläft sie am ruhigsten/am längsten, wenn ich mich dabei auch ruhig verhalte (am PC bin oder so). Am besten schläft sie, wenn ich mich mit ihr auf unsere alte Hundecouch lege, und wir zusammen ein Nickerchen machen. Jetzt ist es aber ja auch so, dass noch andere Dinge anstehen: Sie ist so neugierig, dass ich immer eine Hundenase zwischen allem habe, in der Waschmaschine, beim Kochen etc. Manchmal hab ich das Gefühl, sie ist nur zufrieden, wenn sie Aufmerksamkeit kriegt. Gerade wenn sie müde ist, fängt sie sonst an, absichtlich verbotene Sachen zu machen (sie geht auf „unsere“ Couch, klaut Schuhe etc.). Mit geklauten Gegenständen rennt sie dann auch gern an mir vorbei, wie eine Spielaufforderung, und ich bin immer unsicher ob ich ihr hinterher soll (je nach Gegenstand ist das ja schon notwendig) oder ob ich ihr damit nur ihren Wunsch erfülle. Im Garten ist sie gern auch allein unterwegs, da muss ich aber wiederrum aufpassen, weil sie sonst auch mal Löcher buddelt, d.h. ich steh ganze Zeit am Fenster oder mit im Garten dann um zu schimpfen. Ab und an lässt sie sich mit einem Futterball beschäftigen oder kaut auf ihrem Geweih, dann ist auch Ruhe, sonst ist hier nur Action angesagt wenn sie wach ist. Wenn ich duschen gehe und sich gerade eine Wachphase hat, kann ich sicher sein, dass sie irgendwas klaut und zerbeisst, oder sie jault vor der Tür. Ist das normales Junghunde-/ Rasseverhalten, oder muss ich da aufpassen? Gerade wenn es mir nicht gut geht merke ich, wie ich manchmal den Weg des geringsten Widerstandes gehe und mich mit ihr auf die Hundecouch lege oder im Haus mit ihr spiele, damit Ruhe ist.

 

-      Die dritte Frage überschreitet wahrscheinlich etwas diesen Thread, aber: sie zieht so an der Leine :mellow: Mein Mann hat das Thema leider etwas vernachlässigt, beim Spazieren war es – solange der Rückruf noch gut klappte – oft ohne Leine einfacher, und auf dem Hundeplatz geht sie perfekt bei Fuß, so dass wir uns zu sehr in Sicherheit gewiegt haben. Ich übe seit zwei Wochen täglich mit stehen bleiben und Richtungswechsel, und sie korrigiert sich auch schon selbst immer besser. Dennoch ist es eher ein Stop-and-Go statt ein flüssiges Korrigieren im Laufen, dementsprechend kriege ich andauernd einen starken Ruck ab. Ich habe sowieso schon Rückenschmerzen und mache mir Sorgen, wie das im Laufe der Schwangerschaft noch werden soll :wacko: Sicherlich braucht alles seine Zeit, aber ich bin unsicher, erste kleine Fortschritte nach zwei Wochen, kann man da einfach so weiter üben wie bisher oder ist noch etwas neues nötig? Wir waren auch schon mit der Leiterin unserer Junghundgruppe auf der Straße um ihr das Problem zu zeigen, und da ging unsere Maus dann super gut mit (grrrrrrr, Vorführeffekt). Kinder, Bälle, andere Hunde oder Trecker sorgen im Alltag aber für Zieh-Attacken und generell zieht sie durchgehend, außer auf dem Rückweg vom Wald, wenn sie müde ist. Zudem gehe ich fast nur noch mit ihr am Hundegeschirr, weil das für mich besser zu halten ist als am Halsband. Gleichzeitig muss ich aufpassen, dann auch nicht selbst nachlässig zu werden...

 

Vielleicht kurz zur Auslastung: Wir lassen unsere Maus zum Pinkeln oft in den Garten und gehen sonst mind. zwei Mal täglich mit ihr raus. Vormittags meist für mind. 1h, manchmal länger, in den Wald. Dieser Spaziergang enthält dann auch Ball-Werfen und Übungen (Sitz, Platz, Pfötchen etc.). Nachmittags gehe ich mit ihr, seit ich zu Hause bin, für das Leinentraining nur noch durch (ruhigere) Wohngebiete. Wir brauchen Ewigkeiten für kurze Strecken, sind aber meist so 30-45Minuten unterwegs. Wenn sie mal sehr unkonzentriert ist, gehe ich früher nach Hause und werfe stattdessen im Garten nochmal Ball. Zudem spiele ich in der Wohnung mit ihr ca. 30-45Min pro Tag, und eine ausgiebige Kuschelstunde gibt’s natürlich auch immer. Einmal pro Woche verbringt sie einen Tag beim Hundesitting (4 Stunden spielen mit anderen Hunden, danach Ruhe im Körbchen), weil ich dann arbeiten muss. Außerdem besucht sie einmal die Woche die Junghundegruppe im Hundesportverein, dort macht sie super begeistert mit, ist aber bekannt dafür dass sie schnell aufgeregt/hibbelig ist und dann z.B. mehr hüpft als ruhig bei Fuß geht :D

 

So, das war ein ziemlich langer Text. Vielen Dank für alle, die das gelesen haben!!!! Insgesamt sind wir glücklich und zufrieden mit unserer Maus, sie macht auch vieles gut (mal 2-3 Stunden alleine bleiben, vor Geschäften warten, Auto fahren etc.). Da es sich um meinen ersten Hund handelt, freue ich mich einfach über ein wenig Austausch/Vergleiche/Tipps und Rückmeldungen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi :) erstmal Glückwunsch zu so einem tollen Hund. Ich kann grad nicht viel schreiben, muss gleich los.

Aber mir fallen da 2 Dinge ein: Impulskontrolle mit ihr machen und mehr Sport/Kopfarbeit. Sie soll aber vorallem lernen, auch wieder runter zu kommen. 

Dobis eignen sich übrigens hervorragend für den Zughundesport :wub:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Für mich klingt das nach einem ganz normalen fröhlichen Junghund in der Pubertät. Vieles erkenne ich wieder, meiner war sehr ähnlich, eher noch deutlich wilder. Es kam durchaus vor, dass er mich umgerissen hat, wenn ich nicht darauf gefasst war, dass er losspurten könnte (z.B. bei Sichtung einer Katze). Darauf solltest du bei deiner Hündin Augenmerk haben, zumal du schwanger bist und es nicht gut wäre, hinzufallen. Ständig Umgebung scannen, stehen bleiben, Richtungswechsel und sie gut beobachten.

 

In dieser "wilden" Zeit hatte ich meinen Buben meist an der Schlepp, er zog sonst gar zu weite Kreise und hatte auch nicht unbedingt Lust auf Rufen zu kommen. Bis das wieder klappt mit dem Herankommen vll. eine Option für dich. Ich glaube zu dieser Jahreszeit ist eh Leinenpflicht wegen Brutzeit.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Kruemeltier:

Im Garten ist sie gern auch allein unterwegs, da muss ich aber wiederrum aufpassen, weil sie sonst auch mal Löcher buddelt, d.h. ich steh ganze Zeit am Fenster oder mit im Garten dann um zu schimpfen.

Bitte nicht schimpfen. Wozu auch? "Nein" reicht als Abbruch, biete ihr dann Alternativbeschäftigung an z.B. Fährtenlegen. Nimmt sie wirklich keine anderen Spielzeuge? Mit dem Ball haben wir sehr wenig gespielt, lieber gezergelt. In Hinblick auf Hetzmotivation sind Ballspiele leider förderlich. Wie seid ihr mit Wild bisher umgegangen?

Wir machen von Anfang an Zeigen und Benennen, sie weiß auch, daß ich die Tiere "lieb" finde und geht dann selber lieb damit um, auch wenn sie gerne mal an der Taube schnuppern würde. Ich glaube schon, daß der Hund diesen Zugang mitnimmt, wenn man ihn seit Welpenalter hat. Dazu kennt  sie "vorsichtig".

 

Leinenführigkeit würde ich üben, wenn sie etwas müder ist, geht auch mit Geschirr, wenn die Leine straff ist: "Nein nicht ziehen", Leine locker lassen, Alternativverhalten "Langsam" laufen und Laufen fortsetzen. Aber auf keinen Fall zu weite Strecken so zurücklegen, so erzeugt man Leinen- und Lernfrust. Lieber mal kurz auf der Spazierstrecke einstreuen.

 

Ansonsten:

Ich halte eure Spaziergänge für zu kurz, vielleicht auch für zu langweilig, trifft sie da Artgenossen? Den Freilauf finde ich unabdingbar, lieber würde ich in ein Hundefreilaufgebiet gehen als deie ganze Zeit an der Schleppleine unterwegs zu sein. Guckt sie denn unterwegs nach euch, bzw. schaut sich um?

Meine hört vorrangig auf mich, alles andere ist nachgelagert und wird z.T. auch gar nicht beachtet, ich kümmere mich aber auch primär um sie. Fang den Hund-Spiele mache ich nicht , sie entsprechend bei mir auch nicht. (Bei denen, die Fangen mit ihr spielen schon).

Ich würde zunächst eure Bindung stärken und viel mehr gemeinsam erleben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Stunden schrieb Kruemeltier:

Ist das normales Junghunde-/ Rasseverhalten, oder muss ich da aufpassen?

Das ist mir noch aufgefallen, warum mußt du hier "aufpassen". Dobis sind anhänglich und sensibel, am liebsten würden sie normalerweise alles zusammen machen. Was sie am wenigstens brauchen ist Härte, Beschäftigung dagegen sehr viel, BH-Vorbereitung bitte nicht mit geistiger Auslaftung verwechseln.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Kruemeltier,

 

zum ersten thema: der Rückruf scheint noch nicht richtig zu sitzen, oder wurde vielleicht auch einfach ein wenig ausgereizt. Grade wenn die Pubertät losgeht ist es für uns Herrchen und Frauchen manchmal ein wenig frustrierend :-D ich habe in der Pubertät tatsächlich einen neuen Rückruf eingeführt, den ich konsequenter geübt habe und habe mich fürs pfeifen entschieden, damit man nicht hört wenn ich mal angenervt bin :-D aber auch bei uns gab es immer mal Situationen wo es nicht perfekt geklappt hat (aber ich glaube damit können wir alle leben). Zudem habe ich jetzt natürlich das Glück, dass meine keine Ambitionen zum jagen hat.

zu Hause klingt das ganze für mich normal. Meine hat ständig Wollsachen verschleppt oder Schuhe durch die Gegend getragen. Wenn ich weg war, habe ich versucht die Sachen außer Reichweite aufzubewahren. Ansonsten durfte sie auch mal auf dem Socken rumkauen. Hier hat es sich irgendwann von alleine beruhigt. 

Ich persönlich spiele nicht groß in der Wohnung (zumindest nichts aufreibendes, eher suchspiele) und verlager Aktivitäten weitest gehend nach draußen. Aber auch hier gibt es die dollen fünf Minuten, und am Anfang überwiegte natürlich die Neugier. Aber das ist ja auch gut und gesund. Wenn dich die Nase stört, die immer und überall dazwischen ist Versuch es mit deckentraining, aber ich persönlich glaube, dass es nicht notwendig ist. 

Zu der leinenführung kann ich erstmal nicht viel zu den anderen kommentAren hinzufügen. 

Viel Spaß noch und genieß die Zeit.

lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Hallo, 

 

vor 3 Stunden schrieb Kruemeltier:

 

-      Meine erste Frage wäre zum Thema Spazieren gehen, und zwar tanzt uns die Dame zurzeit etwas auf der Nase herum.

 

von solchen Gedanken würde ich mich verabschieden. Junghunde wollen vieles, nur nicht die Weltherrschaft an sich reißen. ;) 

 

vor 3 Stunden schrieb Kruemeltier:

Seitdem kommt sie öfter an die (Schlepp-)Leine, woraufhin sie uns jetzt oft wegrennt, wenn sie merkt, dass sie wieder angeleint werden soll. Das Gleiche passiert, wenn sie erkennt, dass es sich um den Rückweg handelt, dann kommt sie auch nicht.

 

Klingt, als sei die Leine negativ verknüpft. Wenn die Leine immer nur bedeutet, dass sämtlicher Spaß aufhört z.B.
Artikelserie um Rückruf zu üben: http://markertraining.de/series/komm-zuruck-spiele-fur-einen-sicheren-ruckruf/

 

vor 3 Stunden schrieb Kruemeltier:

-      Meine zweite Frage bezieht sich auf ihr Verhalten im Haus. Hier schläft sie generell viel, dann ist auch alles gut. Allerdings schläft sie am ruhigsten/am längsten, wenn ich mich dabei auch ruhig verhalte (am PC bin oder so). Am besten schläft sie, wenn ich mich mit ihr auf unsere alte Hundecouch lege, und wir zusammen ein Nickerchen machen. Jetzt ist es aber ja auch so, dass noch andere Dinge anstehen: Sie ist so neugierig, dass ich immer eine Hundenase zwischen allem habe, in der Waschmaschine, beim Kochen etc. Manchmal hab ich das Gefühl, sie ist nur zufrieden, wenn sie Aufmerksamkeit kriegt. Gerade wenn sie müde ist, fängt sie sonst an, absichtlich verbotene Sachen zu machen (sie geht auf „unsere“ Couch, klaut Schuhe etc.). Mit geklauten Gegenständen rennt sie dann auch gern an mir vorbei, wie eine Spielaufforderung, und ich bin immer unsicher ob ich ihr hinterher soll (je nach Gegenstand ist das ja schon notwendig) oder ob ich ihr damit nur ihren Wunsch erfülle. Im Garten ist sie gern auch allein unterwegs, da muss ich aber wiederrum aufpassen, weil sie sonst auch mal Löcher buddelt, d.h. ich steh ganze Zeit am Fenster oder mit im Garten dann um zu schimpfen. Ab und an lässt sie sich mit einem Futterball beschäftigen oder kaut auf ihrem Geweih, dan

 

Nochmals: weg von diesen Machtspielchen. Sind doch nur ermüdend, nicht?

Dass Schimpfen nichts bewirkt, scheinst du ja selbst zu merken. Wie sieht es denn stattdessen mit Alternativverhalten aus? Was habt ihr der Hündin gezeigt, was sie statt Verhalten X tun könnte?
Abbruchsignal schön und gut, wird ja auch befolgt, aber ein Abbruchsignal bedeutet eben nicht immer auch gleichzeitig "mach stattdessen dies" oder "fang auch nicht wieder damit an".

 

vor 3 Stunden schrieb Kruemeltier:

Leckerli interessieren sie draußen übrigens überhaupt gar nicht, höchstens ihr Lieblingsspielzeug, ein oranger Ball, zieht noch. Wenn sie den aber gerade sowieso schon im Maul hat habe ich gar keine Chance mehr, ich bin schon einmal 300m weit weggerannt und sie hat nur dort gestanden und mir hinterher geschaut. Verstecken geht etwas besser aber ist auch keine Garantie.

 

Belohnung kann mehr sein, als Leckerchen.

 

vor 3 Stunden schrieb Kruemeltier:

Wenn ich duschen gehe und sich gerade eine Wachphase hat, kann ich sicher sein, dass sie irgendwas klaut und zerbeisst, oder sie jault vor der Tür. Ist das normales Junghunde-/ Rasseverhalten, oder muss ich da aufpassen?

 

Jeder Hund muss das alleine bleiben erst lernen, von daher ist das eine völlig normale Reaktion.

 

Wegen der Leinenführigkeit: wie wäre es denn, das gewünschte Verhalten zu bestärken? Anstatt den Umweg zu gehen, Fehlverhalten zu korrigieren?

Vielleicht ist das stehen bleiben einfach nichts für deine Hündin und dich. Deshalb würde ich über einen anderen Ansatz nachdenken. Manchmal ist es sogar so simpel, dass ein Meter Leinenlänge mehr ausreicht. 

http://www.clicker-doggies.de/wp-content/gallery/images/german_teaching_politetely_leash.jpg

http://www.clicker-doggies.de/wp-content/gallery/images/leinenfuehrigkeit2.jpg

 

Stupides Ball-Werfen als "Auslastung", davon halte ich nicht so viel....

 

Jetzt schreibst du unten, dass sie 2 bis 3 Stunden alleine bleiben kann. Aber du kannst nicht duschen, ohne dass sie etwas zerstört?

Wie bleibt sie denn alleine?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Herzlichen Dank für die Rückmeldungen!!!

 

Zunächst einmal freue ich mich riesig, dass die beiden ersten Beiträge von normalem Junghund-Verhalten sprechen :D Ich habe einfach keine Erfahrungen und keine Vergleichsmöglichkeiten. Zudem hört man ja oft, Dobermänner seien sensibel und nicht so leicht zu erziehen, da will ich einfach frühzeitig mögliche Fallstricke erkennen damit es später auch mit Baby alles gut läuft.

 

So, ich versuche mal der Reihe nach auf eure Antworten zu reagieren.

 

@Alivion: Vielen Dank für den Tipp mit dem Zughundsport, davon hatte ich vorher noch gar nichts gehört! Das Stichwort "Impulskontrolle" trifft es glaub ich auf den Punkt, ich hab da eben mal gegoogelt und werde die Richtung weiter verfolgen :)

 

@gebemeinensenfdazu: So viel in einem Beitrag! Also, du hast Recht, sie nimmt auch anderes Spielzeug, wenn auch nicht so begeistert, da sollte ich wohl nochmal was zum Ziehen benutzen. Wild war bisher einfach kein Thema, weil sie so auf uns fixiert war oder nur am Rand geschnuppert hat, dass sie einfach daran vorbei gegangen ist, auch bei Wildgehegen zum Beispiel. Der Wandel kam für uns ziemlich plötzlich, erst hat sie sich auf einmal für Vögel interessiert und denen im Himmel nachgeschaut, dann war der eine Vorfall mit dem Reh, alles innerhalb von einer Woche.

Allgemein guckt sie regelmäßig nach uns auf Spaziergängen. Ich mache sie weiterhin von der Leine, allerdings nur noch begrenzt auf großen einsehbaren Wiesen o. ä., bzw. wenn ich direkt mit ihr spiele. Hundefreilaufgebiete gibt es hier nicht, tatsächlich ist es wie Fricco sagt, es gibt eine Leinenpflicht auch im Wald und ich möchte es nicht riskieren, dass ein Jäger sie beim durch den Wald rasen erwischt! Aber natürlich trifft sie Artgenossen auf den Spaziergängen, und wenn deren Besitzer zustimmen lasse ich sie auch zum Spielen von der Leine, die Hunde rennen zwei Runden und im Notfall lenk ich meine Maus mit ihrem Lieblingsball wieder zu mir (war bisher nur einmal nötig). In der Familie (sehen wir etwa einmal im Monat) gibt es außerdem weitere Hunde mit denen sie sich, auch mal auf einer eingezäunten Hundewiese bei denen in der Nähe, auspowern kann.

Das mit der Auslastung/Länge der Spaziergänge ist natürlich diskussionswürdig, in Anbetracht der Tatsache, dass sie jung ist, finde ich soll sie noch nicht zuviel laufen/rennen sondern den Tag lieber mit anderen Aktivitäten füllen. Ich möchte ihr auch kein Beschäftigungspensum antrainieren, dass ich vielleicht mit Säugling nicht mehr erfüllen kann. Später wenn sie ausgewachsen ist wollen wir ihr das Laufen neben dem Fahrrad beibringen. Und natürlich ist sie neben den zwei expliziten Spaziergängen auch so mal eingespannt, begleitet uns morgens beim Brötchen holen, oder heute war sie mit im Fressnapf etc.

Deine Erklärung mit dem Tiere selbst „lieb“ finden und dass sich die Haltung auf den Hund überträgt klingt für mich zwar schön, aber keinesfalls auf jeden Hundecharakter übertragbar – stell dir das mal bei einem Jagdhund vor… Abgesehen davon weiß ich gar nicht, was unsere Maus tun würde, WENN sie denn mal etwas erjagt, ich glaube ihr geht es mehr um das Hinterherrennen.

Mit dem „aufpassen“ meinte ich natürlich keine Härte in dem Sinne, und auch mein "Schimpfen" besteht aus einem strengen Nein und sonst nix. Wie oben beschrieben kann ich es einfach nicht gut einschätzen, was vielleicht später im Alltag mit Säugling noch problematisch werden könnte. Ich hatte da vor allem an so Situationen gedacht wie wenn ich stille, der Hund aber Sachen zerstört und nicht warten kann bis er raus kommt, weißt du? Also ich halte es für wichtig, dass das Tier ein wenig Geduld und Ruhe erlernt. Hast du vielleicht noch Tipps für konkrete „geistige Auslastung“, wenn du BH-Vorbereitung nicht dazu zählst?

 

@Amidala: Danke, die Idee mit einem neuen Rückruf oder einer Pfeife werde ich mal mit meinem Mann besprechen, es kann tatsächlich sein, dass der Ruf einfach ausgereizt ist und die Umwelt jetzt zu spannend wird! Wenn wir im Haus spielen, dann auch eher ruhig, Leckerlis erschnüffeln, Sachen verstecken und suchen oder beim kuscheln auf Spielzeug rumbeißen sind hier die Renner :D

 

@Amaterasu: Danke für den Artikel! Die Machtspielchen finde ich auch total ermüdend. Hast du mir das mit dem Alternativverhalten vielleicht noch konkreter erklären, sagen wir, wenn sie Sachen klaut, oder wenn sie im Garten buddelt und Pflanzen zerreißt, was soll ich ihr dann anbieten? Unsere Maus ist auch sehr clever, wir müssen immer aufpassen, ihr durch Ersatz nichts Falsches anzutrainieren. (Wenn ich mit ihrem Spielzeug ablenke, klaut sie schnell mit Absicht, damit wir dann mit ihr spielen. Das ist uns schon öfters so passiert.) Ich würde beim Leinentraining auch gerne bestärken, aber ich hatte gehofft, die Einführung eines Clickers nicht auch noch machen zu müssen. Andererseits gehen mir andere Ideen aus. Leckerli lässt sie wie gesagt fallen, auch die ganz tollen Sachen wie Käse oder Wurst. Ich lobe auch öfter, wenn sie sich umdreht und die Leine runterhängt, muss aber aufpassen dass man mir nicht anhört wenn ich gestresst bin oder dass ich zu früh lobe und sie schon wieder weiter zieht. Wenn ich Spielzeug raushole, insbesondere den Ball, läuft sie neben bzw. vor mir und starrt mich an, manchmal springt sie dann auch, ich weiß nicht genau wie ich das in vernünftiges Leinentrainung umwandeln soll (aber immerhin lässt sie sich so ablenken in brenzligen Situationen wie Trecker/große Straßen).

Achso, und es ist genauso wie ich geschrieben habe: Bin ich im Haus im Badezimmer, gibt’s Theater. Alleine bleibt sie, indem ich alle Türen bis auf Wohnzimmer und Flur (vorher gut aufgeräumt) schließe, und einfach gehe. Es war nie was kaputt, sie jault nicht während ich gehe und auch von draußen hab ich bisher nichts gehört, wenn ich zurück komme ist sie verschlafen. Allerdings achte ich natürlich darauf, dass ich mit ihr draußen war, bevor ich sie allein lasse. Das Duschen-Problem ergibt sich meist morgens wenn der Hund schon putzmunter und ungeduldig ist und los will.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Kruemeltier:

Wenn ich mit ihrem Spielzeug ablenke, klaut sie schnell mit Absicht, damit wir dann mit ihr spielen.

 

*lach*

Das macht meine immer mit Müll draußen. Sie hat gelernt, dass sie ein Leckerchen kriegt wenn sie wieder fallen lässt. Nu geht sie los, holt Dinge und lässt sie vor meinen Füßen fallen. ;)

Ich nehm's mit Humor. Lieber so, als dass sie das Zeug frisst. :)

 

Was den Clicker angeht, kann ich den nur vollstens empfehlen. Ich hab viele Dinge versucht um zu meiner Hündin durchzudringen, aber wirklich zufriedenstellend hat nichts geklappt - bis der Clicker kam. Ich möchte ihn nicht mehr missen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 1 Stunde schrieb Kruemeltier:

wenn sie Sachen klaut, oder wenn sie im Garten buddelt und Pflanzen zerreißt, was soll ich ihr dann anbieten?

 

Klauen? Solange es nichts Schlimmes ist: ist wohl Schabernack, ob man das abgewöhnen kann (auch mit Alternativverhalten)? Meiner macht das immer noch, Vermutlich weil es ihm Spaß macht, denn ich will meine Sachen ja wiederhaben, für ihn: Uuii, ich hab Frauchen zum Spielen gelockt *freu*

 

Buddeln? Vielleicht gelingt es dir, ihr einen Platz im Garten anzubieten, wo sie das darf.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.