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Hundeforum Der Hund
VanessaPsy

Hund aus dem Tierschutz schnappt

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Hallo liebe Leute,

seit Dienstag haben wir unseren Trio. Er ist 8 Jahre alt, ein Schäferhund Mischling und recht entspannt. Er war Straßenhund und wurde von Polen in ein Deutsches Tierheim gebracht. Er hat sich schnell an seine Lage gewöhnt und kann auch gut mit anderen Menschen. Mit Hunden, vor allem Weibchen ist er ebenfalls gut verträglich. 

Am ersten Tag hat Trio zwei mal nach Meinem Freund geschnappt. Am nächsten Tag noch einmal allerdings ohne geknurre. An sich verstehen sie sich super, Trio springt ihn dauernd an, will spielen und kuscheln, sieht ihm hinterher, jammert wenn er weggeht u.s.w. und von jetzt auf gleich schnappt und knurrt er. Gerade lagen sie auf dem Sofa, mein Freund darf den Ball nicht wegnehmen..sofort schnappt und knurrt er. Darauf hin wurde er vom Sofa geworfen. Nach mir hat er noch nicht geschnappt, bloß mal geknurrt als ich ihn wohl zu sehr bedränkt habe. Es macht mir Sorgen, was können wir tun und wieso tut er das?

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Ich finde, einen Hund vom Sofa zu schmeißen ist nie gut. Egal ob der nun schon lange da ist oder erst kurz.

 

Hat er auch genug Ruhe Zuhause, Zeit, in der er nicht bespaßt wird? Gebt ihm Zeit, anzukommen, zu lernen, dass er euch vertrauen kann (was schwierig wird bei Maßnahmen wie vom Sofa schmeißen) und dass er keine Ressourcen verteidigen muss, weil ihr ihm nichts wegnehmt.

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vor 7 Stunden schrieb VanessaPsy:

Am ersten Tag hat Trio zwei mal nach Meinem Freund geschnappt. Am nächsten Tag noch einmal allerdings ohne geknurre.


Was waren das für Situationen? Kannst du das genau beschreiben, auch eure Reaktion auf das Schnappen?

 

vor 7 Stunden schrieb VanessaPsy:

Gerade lagen sie auf dem Sofa, mein Freund darf den Ball nicht wegnehmen..sofort schnappt und knurrt er.

 

Dann lasst es erst mal sein. Eventuell verteidigt er seine Ressourcen.

 

Ich würde da Vertrauen aufbauen, ihn in Ruhe lassen. Eventuell Tauschen trainieren.

Nicht einfach von der Couch werfen - das war euch doch sicher bewusst, dass ein Hund aus dem Tierschutz eventuell Dinge erst noch lernen muss?

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Lass ihm sein Spielzeug. Bei uns gibt es sein Spielzeug (ein paar Kuscheltiere, ein Tau), womit er vor allem allein spielt und das er auch immer verteidigen darf (im angemessenen Rahmen natürlich, also er knurrt leise). Das nehme ich ihm nie weg. Im Gegenteil: Ich lobe ihn ab und zu, wenn er es hat und streichle ihn. Der Ball ist gemeinsames Spielzeug und den gibt es nur draußen und ich entscheide wann. Da bin ich dann aber nicht sehr streng. Er muss ihn nicht sofort zurückbringen und ich tausche in der Regel. Und dann gibt es meine Sachen, mit denen er gern spielen würde, aber nicht darf (Socken z.B.) und da sage ich "meins" und das muss er akzeptieren. Ich sage das beim ersten Versuch.

 

Vom Sofa schmeißen würde ich nicht. Wenn er runter soll, Leckerlie auf seine Decke (oder was auch immer sein Platz ist) werfen und "Decke" sagen. Oder "runter". Oder aufstehen und ihn zu euch locken. 

 

Generell würde ich versuchen, die Situation nicht angespannt werden zu lassen. Wenn er nicht vom Sofa runtergeht, wär mein Ansatz, einfach zu gehen und das Sofa langweilig zu finden. Meinem Hund ist meine Nähe wichtiger als die Weltherrschaft. Daher funktioniert das. :D 

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vor 7 Stunden schrieb VanessaPsy:

An sich verstehen sie sich super, Trio springt ihn dauernd an, will spielen und kuscheln, sieht ihm hinterher, jammert wenn er weggeht u.s.w. und von jetzt auf gleich schnappt und knurrt er.

 

Und dein Freund geht dann auf ihn ein? Hm...ist das ein Verhalten, was ihr fördern wollt? 

Der Hund beginnt und beendet den Kontakt, dein Freund scheint keinen Plan zu haben, was der Hund lernen soll und sich nur passiv zu verhalten.

Ihr seid aber doch die Erziehungsberechtigten und braucht schon ein Konzept, wie ihr mit dem Hund umgehen möchtet und welche Dinge er wie lernen soll.

Nach "Verstehen sich super" klingt das nicht gerade. 

Weist dem Hund doch mal Plätze zu, bringt ihm behutsam Signale und arbeitet daran, dass er euch versteht. 

Er kennt es nicht, mit Menschen eine Beziehung einzugehen und war sein Leben lang "vogelfrei". Er muss das alles erst lernen, liebevoll und mit unendlich viel Verständnis. Wenn er was "falsch" macht, habt ihr vermutlich zuvor was "falsch" gemacht. Ihr braucht ne Anleitung, um ihn anleiten zu können....schon mal an einen Trainer gedacht, der einen Hausbesuch bei euch macht? 

 

 

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Ich sehe es wie Estray.

 

Für mich ist das Anspringen und das Jammern wenn er weg geht schon ein Zeichen dass Trio bestimmt wie es zu laufen hat. Dass er dann sein Spielzeug verteidigt ist die Konsequenz davon. Spielsachen und andere Ressourcen würde ich zu dem jetzigen Zeitpunkt komplett weglassen. Da müsst ihr erst Vertrauen aufbauen. 

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(bearbeitet)

Ein Hund aus dem TS, den ich noch nicht kenne und ihn daher noch nicht einschätzen kann, muss sich die "Privilegien", die ein Hund üblicherweise bei uns hat, erst verdienen. Privilegien sind z. B.: auf dem Sofa liegen, beim Kochen direkt neben mir sitzen, falls was "herunter fällt", mir im Haus hinterher laufen, irgendwo in der Gegend herum liegen. Kommt der Hund neu zu uns, zeige ich ihm seinen Platz und dort muss er erstmal bleiben. Das setze ich am Anfang konsequent durch. Nett, freundlich und leise, aber konsequent.

 

Er kann uns von dort aus beobachten und unseren Tagesablauf in Ruhe kennen lernen. Er lernt, dass er dort sicher ist, in Ruhe gelassen wird und entspannen kann. Natürlich laden wir ihn oft ein, zu uns zu kommen und mit uns gemeinsam die Räume des Hause kennen zu lernen. Oder wir fordern ihn auf, mit uns in den Garten zu gehen, wo gespielt, gekuschelt und gekämmt wird. Dann gehts wieder auf seinen Platz. Das hat übrigens auch den Hintergrund, das wir Katzen haben, und die zweite, wichtige Regel, die ein neuer Hund bei uns einzuhalten hat, lautet: Den Katzen wird nicht hinterher gerannt! Und das lässt sich besser einhalten, wenn der Hund auf seinem Platz liegt.

 

Wenn wir dann die Eigenheiten des Hundes besser kennen gelernt haben, lade ich ihn auch mal zum Kuscheln aufs Sofa ein und schaue, wie das funktioniert. Würde ein Hund anfangen, mich zu maßregeln, so wie das bei euch den Anschein hat, ginge es wieder auf Anfang und er müsste wieder kleine Brötchen backen. Interessanterweise fanden alle unsere Hunde die ihnen zugewiesenen Plätze gut und haben sich dann auch später immer gern dorthin zurück gezogen.

 

Es geht also in den ersten Tagen nicht darum, dem Hund viel Spaß, Unterhaltung und Liebe zu geben. Man sollte ihm stattdessen Zeit zum Beobachten lassen, ihm Ruhe gönnen, die neuen Eindrücke zu verarbeiten und ihm klare Regeln vorgeben, an denen er sich orientieren kann und er nicht selbst entscheiden muss, welche Regeln gelten. Diese ersten Tage legen nach meiner Erfahrung ein wichtiges Fundament für die ganze spätere Beziehung. Kriegt man es dann gut hin, hat man es später einfacher.

 

 

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Ich finde Klarheit, Regeln und Ruhe auch wichtig. Allerdings dufte mein Hund von Anfang an mit aufs Sofa. Die ersten Nächte hat er sogar mit im Bett geschlafen und das hat uns viel gebracht. Wir sind hier aber auch nur zu zweit. 

Mit Katzen ist das mit dem Platz sehr sinnvoll. Ansonsten... Wir haben es auch etwas lockerer geschafft. Was aber definitiv stimmt: Man selbst muss aktiv sein und nicht nur reagieren.

Was macht ihr denn draußen bisher?

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Felix hat auch in seiner ersten Nacht bei mir im Bett geschlafen :6_smile: Er war ein so verunsichertes kleines Kerlchen und hat menschliche Nähe sooo vermisst, dass es für ihn tatsächlich das Beste war, um überhaupt runter zu kommen. Schon in der zweiten Nacht hat er mich dann nur noch kurz besucht und den Rest der Nacht auf seinem Platz geschlafen.

 

Man muss also sein Verhalten natürlich auf den Hund abstimnmen und nicht immer die gleiche Schiene fahren. Bei dem Hund in diesem Thema scheint mir aber der langsamere Weg der bessere.

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Ich finde die Platzzuweiserei eine Unart. Sie ist nur sinnvoll bei Hunden, die gefährliches Verhalten zeigen (nachrennen und in die Wasen zwicken). 

Auf dem Sofa gabs einen Auslöser: "Ball wegnehmen". Der Hund vertraut euch noch nicht, das ist nicht überraschend.

 

Das Platzzuweisen ist ein ständiges Dominieren des Hundes, der sich seinen Platz nicht selbst aussuchen darf, der Hund weiß viel besser, wo er sich gerne aufhält.

 

Deckentraining kann man machen, um ihn mal kurzzeitig (!!) auf den Platz zu schicken, wenn es nötig ist, aber das dort Liegenbleiben... gefiele mir als Hund auch nicht und ich sehe da auch keine klare Struktur, die der Hund braucht.

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