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Hundeforum Der Hund
pablo64

Knochenkrebs

Empfohlene Beiträge

Ich hatte mal einen Hund mit Knochenkrebs in der rechten Pfote vorne. Ich habe ihn erlösen lassen als es nicht mehr ging. Eine Chemo oder Strahlentherapie mute ich grundsätzlich keinem Hund zu. Eine Amputation wollte ich auch nicht aufgrund der unklaren Prognose und der großen Schmerzen.

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Wir Menschen haben nicht gelernt (das versagen bisher auch alle Schulen), so zu denken, wie die Natur arbeitet: in der Natur entwickelt sich alles exponentiell (1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, ...) - aber wir lernen nur linear (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, ...). Ein Beispiel: Ein Seerosenteich ist nach 29 Tagen halb mit Blättern zugewachsen und die Fläche der Blätter verdoppelt sich täglich. Auf die Frage, wann kein Wasser mehr zu sehen ist, antworten die viele Leute "nach weiteren 29 Tagen". Das wäre linear. Aber der Teich ist natürlich schon am 30. Tag zugewuchert.

So wächst auch der Krebs im Körper: exponentiell. Ich habe das bei meinem ersten Hund miterlebt. Ein bis dahin unauffälliges "Fett-Dingens" unter der Haut wurde zu Pfingsten schmerzempfindlich und begann, recht schnell zu wachsen. Ende August hatte der Hund es hinter sich und gerade am Ende konnte man die rapide Entwicklung wahrnehmen. Am vorletzten Tag sagte der TA, ich solle den Abend nutzen, um mich vom Hund zu verabschieden und am nächsten Morgen zum Einschläfern kommen. Ich dachte, wieso schon morgen, so schlimm ist es doch noch gar nicht ... Aber am nächsten Morgen war klar, dass es jetzt schnell gehen muss, um das Leiden zu beenden.

Das ist die eine Entwicklungsmöglichkeit deines kranken Hundes.

 

Die andere, schon beschriebene Möglichkeit ist, dass dein Hund auf drei Beinen noch viele Jahre lustig weiterlebt.

Natürlich leidet man mit - mehr als wäre man selbst betroffen, wenn eine Pfote oder ein Bein amputiert werden muss. (Ich konnte schon die Kastration kaum mitertragen, die damals bei Tierheimhunden noch "Pflicht" war.) Wenn das Bein bis zum Knie erhalten bleibt, würde ich mir einen begabten Orthopädiemechaniker suchen, der Freude daran hat, eine Prothese für den Hund zu bauen. Da gehen unglaubliche Dinge, wenn der Handwerker sich engagiert. Auf drei Beinen entwickeln sich die Muskeln anders als auf 3+1 Beinen. Du wirst dich schnell daran gewöhnen, dass dem Hund ein Bein fehlt der Hund ein Bein weniger hat. Dem Hund wird das noch schneller gelingen, daher "fehlt" es ihm schon bald nicht mehr.

 

Im Kopf bleibt dir wohl nichts anderes, als "zweigleisig" zu fahren. Beide Möglichkeiten können eintreffen - und alles dazwischen auch. Wichtig ist ein TA, dem du vertraust und der dich gut begleitet - auch mit einer ärztlich fundierten Meinung, die die unangenehm sein könnte. Also einer, der dir nicht irgendwelche Behandlungen aufschwatzt, um damit Geld zu verdienen, sondern einer, der das Wohl des Hundes und auch dein Wohl mit den Behandlungsmöglichkeiten abwägt.

 

Im Alltag ist ja klar, der Hund soll eine schöne restliche Zeit bei dir haben, so kurz oder lang sie auch sein mag. So wie du schreibst, wird der Hund es sicher gut haben bei dir.

 

Und ... ja, heulen hilft!

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vor 30 Minuten schrieb RiverOrange:

Eine Chemo oder Strahlentherapie mute ich grundsätzlich keinem Hund zu.

 

Mir wurde damals auch nur schwammige "Erfolgs"-Aussichten in Aussicht gestellt. Man berichtete von ein paar Wochen Lebensverlängerung - begleitet von den Nebenwirkungen der Behandlung ...

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Es kommt bei der Chemo wohl sehr drauf an. Sie ist auf jeden Fall nicht mit einer menschlichen Chemo zu vergleichen. Mit meiner Hündin die ein Hämangiosarko hatte, waren wir in Hofheim und haben die Möglichkeit einer Chemo überlegt (wir hätten es wahrscheinlich auch gemacht). 

Dies wäre nur eine palliative Chemo gewesen für die wir zu unserem HTA hätten gehen können und es wurde uns absolut glaubhaft versichert dass die Hunde darunter keine oder nur sehr geringe Beschwerden (Übelkeit dirkekt anch der Verabreichung) haben. Wir hätten es probieren können und sofort abbrechen falls es unserer Hündin nicht gut geht.

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Sofern es noch geht, würde ich auch zur Amputation raten. EIn Hund aus dem Forum hatte auch gerade diese scheußliche Diagnose erhalten, da wurde das betroffene Hinterbein amputiert aber es sieht leider leider so aus, als hätte der Krebs schon gestreut :(

 

Wenn amputieren nciht mehr möglich ist, hilft leider wirklich nichts als dem Hund sobald es akut wird den letzten Weg so angenehm wie möglich zu machen. Mir tut das wirklich sehr sehr leid - ich habe auch grade erst meinen Kumpel gehen lassen müssen, und die Vorstellung dass ein neuer Hund den ich aussuchen würde auch so bald stirbt ... :(

 

Ich wünschte, hier könnte man von tollen Wunderheilungen erzählen, das wäre sicherlich allen hier lieber.

 

 

Ich wünsch deinem Hund auf jeden Fall eine lange Zeit ohne große Beschwerden, und sollte eine Amputation vielleicht noch helfen und du hast genug Ressourcen (seien wir ehrlich - das ist auch nicht unwichtig!) dann drücke ich die Daumen dass es hilft.

 

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Ich würde auch zu einer Amputation tendieren, wenn er noch nciht gestreut hat. Ich kenne viele Hunde, die problemlos auf drei Beinen unterwegs sind und denen man das beim rennen überhaupt nicht anmerkt. Nur bei Hunden, die sehr massig sind und dazu noch kurzbeinig sind, würde ich da nochmal anders überlegen.

Wie ist denn dein Hund gebaut?

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Amputationen oder Hilfsmittel ( wie Rolli oder Prothesen ) scheinen dem Menschen so, als wenn die Tiere dann noch gute Lebensqualität hätten. Das mag auch solange der Fall sein, wo ein solcher Hund alleine oder in seinem bekannten Rudel unterwegs ist. Klar haben die dann scheinbar noch Freude. Bis ein fremder Hund auftaucht. Dann wird gemobbt wie doof.

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Das kenne ich anders, Gerhard. Wir hatten schon einige Dreibeine im Tierheim und bisher haben sich die anderen daran nicht gestört

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Mobben sollte man ja immer verhindern. Und es gibt auch absolut gesunde hunde die schnell opfer werden... die hunde die bei uns in der pension waren, waren mit fremden hunden zusammen. Das war nichts anders als sonst auch. Klar können tiere mit behinderung in einer großen gruppe gemobbt werden. Aber der hund ist (glaube ich) einzelhund. Da kann man ja alles steuern. Bei spaziergängen achte ich darauf dass meine hunde nicht von anderen platt gemacht werden. Finde ich jetzt auch nicht so schwer.

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 Das Problem hier sehe ich nicht in der Amputation. Wenn der Hund nicht so alt/groß/schwer ist kann er normalerweise gut lernen, mit drei Beinen klar zu kommen. Sollte zum Beispiel nach einem Unfall eine Amputation nötig sein, ist das oft kein großes Problem. 

 Hier reden wir aber von Knochenkrebs, und das ist eine verdammt tückische Geschichte.  Ich weiß wirklich von keinem einzigen Hund, der dabei nach Amputation und Chemo noch länger als ein paar Wochen gelebt hat - dafür hatte er aber die OP Schmerzen und so weiter. Ich würde mich wirklich freuen, wenn ihr da (bei dieser Diagnose) Gegenbeispiele hättet?

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