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Hundeforum Der Hund
gast

Hund verteidigt neuerdings ressourcen

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Hallo Forum, 

 

Ich hätte da mal eine Frage zum Thema Ressourcen verteidigen (achtung etwas länger):

 

Mein Hund (fast eineinhalb Jahre alt - männlich unkastriert) hat sich seit einiger Zeit "angewöhnt" massiv seine knabbersachen zu verteidigen :/ das sieht dann z.B. so aus : 

 

Wir geben ihm etwas, er nimmt es und knabbert darauf rum. Läuft man nun an ihm vorbei meint er wohl das man es ihm wegnehmen will und schießt vor und schnappt einen dann auch ab. Selbes wenn er z.B. auf dem Sofa liegt und entspannt und man sich auch hinsetzt (kann auch auf die andere Seite des sofas sein, also nicht neben ihn) dann kann es auch vorkommen das er sofort anfängt sein Essen das da irgendwo liegt zu verteidigen. 

 

Wir haben ihm allerdings nie was weggenommen. Er bekommt so viel Futter wie er mag (wenn er offensichtlich noch Hunger hat gibt's nochmal ein bisschen mehr ) und wir stehen dann auch nicht daneben. Knabbersachen die er bekommt nehmen wir ihm auch nie weg. Also wir wollen sein Futter auch gar nicht und wollten es auch nie.

Es kommt auch mal vor das er hinten im Raum lieg und vorne irgendwas liegt wo man dran vorbei geht und schon hat er Angst das man es nimmt. Das ist nicht immer so, aber nun doch schon oft genug das es mir auffällt und ich gerne daran arbeiten würde das er da entspannt bleiben kann. 

 

Ich muss dazu sagen wir haben hier nur einen Raum wo wir uns neben Küche/ Bad und Flur aufhalten und so hockt man nah aufeinander und kann es nicht immer umgehen mal an ihm vorbei zu laufen wenn er was knabbert. Wir ziehen zwar Ende des Monats in eine große Wohnung und haben 3 Zimmer + Garten und Küche/Bad aber bis dahin sind wir noch hier und das Problem besteht.

 

Jetzt frage ich mich wie wir das ganze am besten angehen. Sollten wir ihm eventuell wenn er was für ihn total wertvolles (knabbersache) hat ihm eventuell im vorbeilaufen immer mal was von seinem lieblingsleckerlie hingeben oder hinwerfen damit er merkt das das nichts schlimmes ist und wir ihm nichts "böses" wollen? Oder wie würdet ihr dieses Problem angehen ?

 

Ich wäre über Tipps / Vorschläge sehr dankbar :) ich will ja nicht das er dauernd Stress hat, knabbern soll ja was tolles entspannendes für ihn sein 

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(bearbeitet)

Wenn es irgendwie gefährlich/heikel werden könnte, würde ich auf jeden Fall einen (positiv arbeitenden) Trainer hinzuziehen und das ist bei so Problemlagen eigentlich immer mein erster Rat. Ansonsten klingt Superleckerlies werfen für mich nach der Art von Ansatz, auf die es hinauslaufen sollte. Aber am besten erst mal von weitem und ohne vorbeigehen, so weit das möglich ist. Man kann ja timen, wann man dem Hund Kausachen gibt und/oder das auch mal vorübergehend seltener werden lassen?

 

Und wenn möglich, würde ich auch erst mit Dingen üben, die für den Hund nicht so wertvoll sind, also statt der Lieblingsknabbersache erst mal irgendwelches Futter/Leckerlies oder eine doofere Knabbersache - und wenn es eine Karrotte ist. Weiß ja nicht, was er zu kauen bekommt und ob er da wirklich alles extrem klasse findet? Und da bei weniger wertvolleren Resourcen dann erst mal das Leckerliewerfen auf Entfernung praktizieren (und wenn er besonders auf Käse oder Wurst oder Fisch oder gekochtes Fleisch abfährt oder auf Leberwurst, würde ich auf jeden Fall das zum Werfen nehmen).

 

Würde das aber wie gesagt wenn möglich mit einem Trainer zusammen angehen, glaube ich. Grade wenn es dann direkt ums näher ran/vorbeigehen geht. Da reicht es ja evtl., wenn der einmal vorbei kommt und konkret vor Ort draufschaut und eine genaue Anleitung gibt.

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vor 9 Stunden schrieb Mrs.Midnight:

Wir geben ihm etwas, er nimmt es und knabbert darauf rum. Läuft man nun an ihm vorbei meint er wohl das man es ihm wegnehmen will und schießt vor und schnappt einen dann auch ab. Selbes wenn er z.B. auf dem Sofa liegt und entspannt und man sich auch hinsetzt (kann auch auf die andere Seite des sofas sein, also nicht neben ihn) dann kann es auch vorkommen das er sofort anfängt sein Essen das da irgendwo liegt zu verteidigen. 

 

vor 9 Stunden schrieb Mrs.Midnight:

Es kommt auch mal vor das er hinten im Raum lieg und vorne irgendwas liegt wo man dran vorbei geht und schon hat er Angst das man es nimmt. Das ist nicht immer so, aber nun doch schon oft genug das es mir auffällt und ich gerne daran arbeiten würde das er da entspannt bleiben kann. 

 

Wie habt ihr reagiert bisher?

 

Was denkst du, warum er das tut? 

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(bearbeitet)

Zunächst zum ABSCHNAPPEN: Das ist ein Kommunikationssignal ohne Beschädigungsabsicht. Dein Hund teilt dir mit, dass ihm etwas nicht passt. MEHR NICHT.

Falsch wäre, dieses Signal zu ignorieren/zu übergehen, oder gar zu unterbinden. Du kannst selber aktiv auf dieses Signal eingehen, indem du dann ausweichst, und evtl. mit freundlicher Stimme deinem Hund sagst, dass du seine Leckerei überhaupt nicht willst. Ich denke, das kannst du noch einige Tage so durchhalten, oder? :)

 

Sein Futter vor Anderen zu verteidigen, es als seinen Besitz zu beanspruchen, ist ein VÖLLIG NORMALES Verhalten für einen Hund. Es ist sein RECHT, das Futter was er hat, behalten und vor dem Zugriff Anderer verteidigen zu dürfen.

Insofern ist dein Hund kein Problemhund. Ich vermute, dieses Verhalten hängt ein wenig mit seinem Alter zusammen; Er ist ein Jungspund auf dem Weg ins Erwachsen-Werden, und "probiert sich aus".

Für dich ist das eine große Chance, in eurer Beziehung noch mal eine Qualität zu vertiefen und zu verfestigen, auf die du dich dann beim erwachsenen Hund absolut verlassen kannst: Gegenseitiges Vertrauen :)

 

vor 10 Stunden schrieb Mrs.Midnight:

Wir haben ihm allerdings nie was weggenommen. Er bekommt so viel Futter wie er mag (wenn er offensichtlich noch Hunger hat gibt's nochmal ein bisschen mehr ) und wir stehen dann auch nicht daneben. Knabbersachen die er bekommt nehmen wir ihm auch nie weg. Also wir wollen sein Futter auch gar nicht und wollten es auch nie.

 

Ohne jetzt genauere Hintergründe zu eurem Umgang zu wissen, liest sich diese Aussage so, als hättet ihr eine (für mich) wichtige Lektion verpasst: Das Wegnehmen - und zwar mit der Intention, dass etwas weg nehmen grundsätzlich nichts Schlimmes für den Hund bedeutet, und man (Hund) immer erst mal abwarten kann, was denn nun nach dem Wegnehmen kommt.

 

Deshalb würde ich jetzt zunächst so vorgehen, wie schon von Miss Wuff angeregt: Mit deutlich weniger Anreiz belegten Dingen/Kausachen das NEHMEN UND ZURÜCK GEBEN üben. Allerdings würde ich diese Gelegenheit dazu nutzen, eine positive Hemmung operant zu konditionieren. 

 

Das geht so: Du möchtest, dass dein Hund dir etwas gibt, ein Spielzeug z. B. In dem Moment wo er es freiwillig gibt, verknüpfst du dieses Verhalten (das GEBEN) mit einem freudigen Stimmsignal, etwa ein "Fein!", welches du mit einem tollen Leckerchen verstärkst. Wichtig ist, dass du dir für den Beginn etwas zum Geben suchst, bei dem du dir sicher bist dass dein Hund es dir gerne und freiwillig gibt. Hilfreich ist hier natürlich ein Signal für das GEBEN; Dies kann die ausgestreckte Hand sein, oder das Stimmsignal "Aus". Vielleicht hast du da ja schon etwas Eigenes konditioniert :)

 

Das machst du die nächsten Tage, mehrfach am Tag, möglichst mit unterschiedlichen Dingen, immer mit einer oder maximal zwei Wiederholungen - also KURZ.

 

Parallel dazu baust du einen besonderen Platz auf für die Knabbereien, die dein Hund derzeit verteidigt. Von Vorteil ist, wenn dein Hund hier schon einen Lieblingsplatz hat, an dem er bevorzugt diese Leckereien verspeist.  Das sollte natürlich ein Platz sein, der etwas außerhalb des üblichen Geschehens ist, also nicht an einer engen Stelle, die häufig passiert werden muss von den Menschen. An diesem Platz hat der Hund dann die nötige Ruhe, die er braucht, und dort sollte er auch für die nächste Zeit völlig in Ruhe gelassen werden mit seiner Knabberei. Wichtig ist, dass du diese Ressourcen-Knabbereien ganz konsequent immer an diesem Platz gibst. Unwichtig ist zunächst, ob dein Hund dann an diesem Platz BLEIBT. Die Verknüpfung: "An diesem Platz habe ich immer Ruhe, deshalb nutze ich diesen Platz für diese besonderen Leckerien." braucht einige Zeit, weil es ein kleinschrittiger Prozess ist, der Einsicht erfordert. Einsicht lässt sich nicht erzwingen.

Bleibt dein Hund nicht an diesem Platz und schleppt die Knabberei woanders hin, lässt sie dort später liegen - dann lass ihn :) Verfahre in den nächsten Tagen so, wie ganz oben von mir beschrieben, also ausweichen, evtl. freundlich sagen dass du seine Knabberei überhaupt nicht willst und weggehen.

 

Nach einigen Tagen sollte dieses freudige Stimmsignal "Fein" bei deinem Hund so fest etabliert sein (= er verknüpft damit eine freudige Stimmung bei dir), dass du dieses "Fein" als positive Hemmung in den "prickelnden" Situationen nutzen kannst. Du "bewaffnest" dich also ganz bewusst mit einem tollen Leckerchen, und passierst dann deinen Hund während er die Knabberei hat. So rein aus dem Bauch heraus wäre für mich jetzt der Weg des geringsten Widerstandes der, dass ich JEDES MAL in dieser Situation das Passieren mit einem "Fein!" und dem Werfen eines Superleckerchens gestalte, und zwar bevor der Hund überhaupt reagiert - und dann einfach weitergehe zu meinem Ziel. Ich würde meinen Hund also erst gar nicht auf den Gedanken kommen lassen, seine Knabberei mir gegenüber verteidigen zu müssen. Konnte ich damit einige Tage lang erfolgreich verhindern, dass mein Hund sein Verteidigungsverhalten gezeigt hat, dann würde ich mir überlegen, welches Alternativverhalten ich etablieren könnte.

 

Für die weitere Vorgehensweise müsste ich vor Ort sein und dich und deinen Hund kennenlernen.

 

Ich glaube, das bekommst du aber auch alleine hin :)

 

Du kennst deinen Hund, und du kannst einschätzen, welche weiteren Übungen/Vorgehensweisen du einleitest, um dieses "Problem" durch die Erkenntnis bei deinem Hund zu ersetzen: Es ist überhaupt nicht nötig, diese Knabberei zu verteidigen - weil es überhaupt nicht notwendig ist, diese Position des Verteidigens meinen Menschen gegenüber einzunehmen.

 

 

 

 

 

 

 

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Super danke euch. Als "Problemhund" sehe ich ihn nicht. Ich sehe nur das verteidigen das er momentan zeigt als zunehmendes Problem an dem zu seinem Wohle gearbeitet werden muss. Er ist sonst ein super toller, lieber kleiner Hund, der sich klasse entwickelt hat. 

 

@Estray bis jetzt sind wir kommentarlos weiter gegangen. Bzw. Wenn er auf dem Sofa dann verteidigende ankam haben wir uns bis jetzt einfach weggedreht und ihn ignoriert bis er von selber wieder weggegangen ist. 

 

@marcolino dein Ansatz gefällt mir sehr gut und du hast recht wir haben ihm damals tatsächlich nie beigebracht Sachen "aus" zu geben, weil es auch nie (aus unserer Sicht) nötig war. Bei Spielzeug kappt das zwar mittlerweile ganz gut, das hat sich so im Spiel entwickelt das er das dann ausgibt aber mit Futter haben wir das nie weiter geübt. 

 

Ich werde das mal ab heute so versuchen :)

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Ich finde es seltsam, dass er damit jetzt anfängt und würde an eurer Stelle forschen, warum er das "nötig" hat.

Ist er unzufrieden? 

 

vor 5 Stunden schrieb marcolino:

Für dich ist das eine große Chance, in eurer Beziehung noch mal eine Qualität zu vertiefen und zu verfestigen, auf die du dich dann beim erwachsenen Hund absolut verlassen kannst: Gegenseitiges Vertrauen :)

 

Stimmt :). Würde auch eure Beziehung nochmal genau unter die Lupe nehmen, irgendwas ist das faul, wenn er sich so verhält. 

Die Ressourcenverteidigung ist ja nur ein Symptom und nicht die Ursache. 

 

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Hmm wie genau soll ich das anstellen das unter die Lupe zu nehmen ? 

 

Er macht es nicht immer und nicht bei allem was er so hat, bzw. wechselt das. 

 

Ob er unzufrieden ist ? Mein erster Gedanke als das aufkam war "Platzmangel" - ist halt alles sehr eng hier weils nur ein Raum ist. in der Küche oder in den Flur geht er nie mit seinem kaukram den frisst er nur in diesem einem Raum. 

 

Ich habe ihm jetzt eine schlafhöhle (ist eigentlich ne Stoff Transport Box soll aber als höhle dienen, gefiel mir besser als diese engen schlafteile) bestellt weil ich hoffte das er eventuell dann einen rückzugsort hat wo auch keiner reinschauen kann von oben sodass er sich so vielleicht geschützter fühlt:35_thinking:

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Ich würde halt genau schauen, wie er euren Umgang mit ihm empfindet. Fühlt er sich oft "übermannt" und wird gegene seinen Willen zu Dingen genötigt? Kommt bei kleinen Hunden ja oft vor, leider. Oder wird er von euch zu wenig beeinflusst, so dass er euch gar nicht als erziehende Personen wahrnimmt und ihm Begrenzung fehlt? Das sind jetzt 2 Extreme....ich bin davon überzeugt, dass Hunde mit dieser Ressourcenverteidigungssache anfangen, wenn ihnen etwas fehlt und ein Mangel vorherrscht. Welches Defizit das ist, gilt es heraus zu finden und zu bearbeiten. Er tut das nicht, weil er sein Essen nicht teilen will. Das ist nicht der Grund, da steckt mehr dahinter. 

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Schreib dir mal die Situationen genau auf. Wann, welches Verhalten, mit welcher Ressource, gegen wen gerichtet. Vor allem was BIS DAHIN so passiert ist.

Plötzliche Ressourcenverteigung kann aufkommen wenn in der Beziehung mit Bezugspersonen was nicht stimmt...

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War es nicht bei euch so, dass ihr recht viel Kundenverkehr habt? Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang? Nur geraten.

 

Ansonsten fiel mir auch sofort auf, dass es für ihn vielleicht einfacher wäre, er würde nicht überall rumliegen mit seinem Knabberzeug, sodass man ihn quasi räumlich bedrängen muss, nur weil man sich normal bewegt. 

 

Vielleicht gefällt ihm die Box nicht als Ort zum Knabbern? Vielleicht möchte er gern mehr sehen? Keine Ahnung. 

 

 

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