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Hundeforum Der Hund
ruhrschwabe

Mino ist ängstlich, ungeduldig und oft sehr überschwinglich

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Mein Mino ist jetzt 20 Monate und wie ich schon woanders geschrieben habe, kam er als ganz junger Straßenhund aus Ungarn.

Er hat das Sozialverhalten von seiner Mutter wohl nie gelehrt bekommen.

Sein Verhalten ist für einen Terrier finde ich sehr ruhig in den meisten Fällen.

Wenn wir daheim sind, liegt er auf seinem Platz auf dem Sofa, schläft oder beobachtet mich. Er zeigt mir durch Anstubsen meiner Hand oder durch sein "Auf meinen Schoß springen", wenn er spielen möchte. Wenn er muss, hat er auch schon mal sein Halsband vor meine Füße gelegt.

Gehe ich mit ihm spazieren, so geht er super an der Leine. Lasse ich ihn los, rennt er immer gute 20 bis 30 Meter vor, bleibt oft stehen und kommt auch meist auf mein Zeichen zurück.

Er lernt gerade, dass wenn ich stehen bleibe, meine ausgestreckte Hand hinhalte, er dann diese anstubsen muss, wenn es weitergehen soll.

So bekomme ich ihn dazu, dass er nicht weiter wegläuft und auch zurück kommt. Andere Versuche sind oft fehlgeschlagen.

 

Jetzt aber zu meinem "Problem", bzw. SEINEM Problem:

 

1. Er ist angeleint und wir begegnem einem anderen Hund. Zuerst fiepst mein Hund und zeigt mir somit, dass er dort eigentlich hin möchte. Dann schlägt das winseln um in Bellen und die Haare stellen sich auf. Er zieht an der Leine und bellt. Das macht er aber nicht immer. Wir sind auch schön völlig ohne Reaktion an anderen Hunden vorbei gegangen, aber genauso gut auch mit heftigem Bellen und von mir gedeutete Lust meines Hundes, den anderen Hund einfach mal bissle herauszufordern.

 

2. Mein Hund weiß, dass wir kurz davor sind, eine gute Bekannte zu besuchen  (hat auch Hunde) oder meinen Ziehsohn (hat keinen Hund). Je näher wir nun der Haustür kommen, umso mehr jault und schreit mein Hund. Er schreit teils sogar so laut, dass es sich anhört, als würde man ihn abstechen. Für Menschen, die uns nicht direkt sehen, muss es wirken, als würde ich meinen Hund quälen.

 

3. Mein Hund hat noch sehr wenig Selbstvertrauen und wir üben fleißig daran, dass er mutiger wird (aber nicht überheblich). Das mache ich durch kleine Aufgaben wie z.B. Suchspiele, Zerrspiele, die er immer wieder mal gewinnt, bzw. gehen wir an Fahrzeugen vorbei, die ihm Angst machen. Aber es kommt auch vor, dass er einfach dasitzt und zittert, weil er Angst hat.

 

Nun meine Frage:

Hat jemand zu einem der Punkte noch einen Tipp/Ratschlag? Punkt 2 bringt mich ehrlich gesagt am meisten zur Verzweiflung, weil ich da ziemlich hilflos bin.Ich kann ihn ja nicht dauernd auf den Rücken legen bis er still ist. Kaum steht er auf, geht´s von vorne los und Gewalt will ich keine anwenden. :D

 

Danke schon mal vorab :D

 

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Hallo!

 

Muss erst mal fragen: "Auf den Rücken legen"? O_O Verstehe ich das grade komplett falsch, oder ist das so was wie die "Alpharolle" aus der alten Schule?

 

Mein Hund ist ja auch so eine, wo wenn sie wo gaaanz schnell hin will das Hirn ausgeht und jaulen und bellen kann sie da auch. Sie weiß aber, dass es dann nicht weiter oder je nach Situation/Heftigkeit wieder zurückgeht und ihre Selbstbeherrschung nimmt immer mehr zu. Allerdings würde ich das nicht gleich bei einer Situation anfangen, wo der Hund schon 100% "abschaltet". Das würde wahrscheinlich nur zu Frust führen, wenn der Hund in dem Zustand nicht mal für 2 Sekunden denken kann.

 

Zur Problematik mit anderen Hunden könntest du dich in Gegenkonditionierung einlesen (auch platt "schönfüttern" genannt) und ich würde immer einen möglichst großen Abstand einnehmen beim Üben - wenn das in einer Situation nicht geht, dem anderen Hund soweit möglich aus dem Weg gehen.

 

Aber das mit dem auf den Rücken legen... das klingt ungut, wie läuft denn bei euch die Erziehung so allgemein?

 

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Hilft es wirklich, den Hund Zerrspiele gewinnen zu lassen, damit er mehr Selbstvertrauen bekommt?

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zu 1.

ich glaube, was Du da schilderst/  beobachtest, sind Anzeichen, daß der Hund aufgeregt ist, aber NICHT notwendigerweise aggressiv/ auf Kräftemessen? aus (Du schreibst "herausfordern" ) ... klingt aber so, als könnte es auch bloße Neugier oder Sympathie UND Schüchternheit sein...

 

daß Fellaufstellen ein bloßes automatisches körperliches Erregungszeichen ist ohne auf eine Richtung (Aggression) festgelegt zu sein und auch bei nicht besorgniserregenden Anlässen vorkommen kann, kam erst vor relativ kurzem in einem Thread auf, weiß leider nicht in welchem.

 

---

Das Hand anstupsen finde ich eine interessante Methode!

 

Beim "Rückendrehen" hab' ich mich beim Lesen auch gewundert...

 

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Zu Punkt 2, was ja dein dringendstes Problem ist, kann ich nur sagen, dass ich es HEUTE erstmal ignorieren würde.

 

Alles zusammen ist ein komplexes geschehen.

Der Hund weiss nicht, was er tun soll, du weisst es auch nicht. Der Hund kommt aus schwierigen verhältnissen und ist 20 Monate auf diesem Erde, abzüglich der Zeit, wo er nicht mal die Augen auf hatte sind es nur 19 Monate, abzüglich der Babyzeit sinds 18 Monate..

 

Also insgesamt fängt sein Leben erziehungstechnisch jetzt an.

 

Nun liegt es an dir, dem Hund vorzugeben, was dieser lernen soll.

 

Ihr zwei seid beide Anfänger.

DU musst dir hilfe vor Ort holen, gleichzeitig kannst du dich theoretisch in Hundeerziehung einlesen.

 

Dreh deinen Hund bitte nicht mehr auf den Rücken. Das ist ein Fehler.

 

Ich denke, dein Hund ist ein superschlauer Hund! (beispiel mit dem Halsband)

Gerade die superschlauen hunde, benötigen ganz viel RUHE und GELASSENHEIT...deinerseits

 

 

Liebe Grüsse

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