Jump to content
Hundeforum Der Hund
Hova

Hundebiss aus dem Nichts heraus

Empfohlene Beiträge

Ich denke, dass "Marcolino" mit seinem Beitrag absolut Recht hat.

 

Zitat

 

Gerade bei der TE @Hova sehe ich hier das Problem, dass die Wehrhaftigkeit ganz "dicht an der Oberfläche" des Verhaltensrepertoires liegt, und deshalb sehr leicht getriggert werden kann.

Wer je einen stark in eine Richtung gezüchteten Hund hatte, der wird das bestätien.

Ein ACD aus einer richtigen Arbeitslinie tackert alles was er für ein Rinderbein hält.

Und die Hunde sind wahnsinnig phantasievoll.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@KäptnKörk Ich finde, deine Worte bestärken nur das, was ich selber grundsätzlich auf diesen einfachen Nenner bringe:

 

1. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten des jeweiligen Individuums Hund beachten und MIT ihnen gehen

2. Den Hund Diskrimination lernen lassen, also die Vielfältigkeit des Lebens und der darin befindlichen Individuen zeigen, erfahren und damit umgehen zu lehren.

 

Dann kann eigentlich jeder Hund - mit individuellem Management - einen angenehmen Platz in diesem Leben einnehmen.

 

Wobei es da eine Einschränkung gibt, auf die @Rosilein schon hingewiesen hat: Manche extremen Zuchtlinien  können enorme Einschränkungen im Lernverhalten haben, was über die spezielle Selektion zu Erklären ist. X-Mechelaar halte ich auch für besonders brisant, haben aber auch als Abnehmer ein "besonderes" Klientel.

Es ist Zufall, wenn solche Hunde in Hände außerhalb dieses Klientels landen, wie im Fall der TE.

Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen mMn zwingend notwendig, wie z. B. ein Maulkorb, zumindest in bestimmten Situationen.

 

Ich hoffe, dass Hova sich hier noch mal meldet :)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 2 Minuten schrieb KäptnKörk:

Ich denke, dass "Marcolino" mit seinem Beitrag absolut Recht hat.

 

Mit "ihrem" ... ;) 

 

Aber:  danke :)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Estray:

"Herdi" (ich hasse diese Bezeichnung) sieht einer von euch als Herder (Hollandse Herder ---> Hütehund) und der andere als Herdenschutzhund, kann das sein? 

 

 

LOL ganz offensichtlich.

 

Da ich  auf MEINE präferierte Rasse (Ich arbeite heute nur noch und ausschließlich mit HSH, also Herdenschutzhunden) amgesprochen wurde, antworte ich natürlich darauf. Worauf sonst? :-) Ausserdem wäre mein Nick ansonsten ja nicht "HerdI-", sondern "HerdeRfreund".

 

Hmm, jetzt muss ich nachdenken; mein erster Cattle Dog war ein fähiger Bub am Vieh hatte aber die Sch H 1.War er ein Spezialist oder ein Universalkönner?

Mein Border Collie war ein überaus toller Schafhund, aber erst nach cirka 2 Jahren Training, wohingegen er die Obedience-Sachen hurtig gelernt hat.

Und Spock macht sich gut an Schafen, ist aber eine Rakete im Cross-Dogging. Ach, es ist alles so schwierig.

 

Eigenltich nicht,.

Ein Dackel ist zwar ein Jagdhund, kann aber auch wunderbar als Haushund gehalten werden. Er wird nie ein brauchbarer Schutzhund sein und als Hütehund eignet er sich nicht ein bisschen. Ein SH oder Malinois, kann bei entsprechender Ausbildung mit zur Jagd genommen werden (zumindest kenne ich Jäger die das machen), kann Schutzdienst, Drogenspührhund, Lawinenhund, Rettungshund, Sporthund (in verschiedenen Disziplinen), Haushund, Blindenhund......

 

HSH können neben ihrer Aufgabe als Herdenschutzhunde noch faulen Familienhund, Und je nach Rasse evtl. noch (eher schlechte und sehr eingeschränkt) Dienste als Hütehunde leisten. Ach ja, Kangals können noch ein bisschen Jagdhund... sind aber nicht spezialisiert und rennen meist dem Wild nur hinterher. Sport mit HSH? i.d:R ein absolutes NoGo und nur in seltenen Fällen und dann sehr eingeschränkt möglich. -  Ein SH oder Malinois, kann bei entsprechender Ausbildung mit zur Jagd genommen werden (zumindest kenne ich Jäger.... und, und, und..  Sporthund (in verschiedenen Disziplinen), Haushund, Blindenhund...... Ach so: Er kann bei entsprechender Ausbildung auch recht gut Herden schützen, nicht nur von der Veranlagung her, sonder auch vom Körperbau.

 

Ein Beagle..., Ein Labbie..., Ein Dobermann ..., Ein Bernhardiner .....,. etcl. etc.

 

Aber ich glaube, ich verstehe wo Dein Problem liegt: Alle Tätigkeiten, die Du für Deine Hunde aufführst harmonisieren mit den grundlegenden, rassespezifischen Merkmalen deiner  Hunde, beinhalten oder fördern sie sogar. Natürlich ist ein ausgesprochener Hütehund  wunderbar für Obedience geeignet (HH die nichts zum Hüten haben, machen  was? Genau, sie suchen eine Hundesportart, die den rassebedingten Fähigkeiten ihrer Hunde am nächsten kommt  um sie auszulasten. Die jeweils benötigten  Fähigkeiten decken sich. Und warum soll ein gelehriger Cattle Doc, der an Kühen eingesetzt wird ist und noch über recht hohe natürliche Instinkte verfügt, keine Schutzhundeprüfung machen können? Er bring alles mit, was dafür nötig ist, incl. dem Körperbau und dem Lernwillen.. Und wo bitte macht Dein Spock tatsächlich etwas anderes als mit Schafen umgehen, wenn er die dazugehörige, Auslastungssportart Crossdogging gut kann? Alle für das Hüten benötigten Fähigkeiten finden sich in den zum Crossdogging gehörenden Sportarten wieder.

 

 Würdest Du Deine Hunde aber tatsächich in von ihren Merkmalen abweichenden Bereichen  einsetzen wollen, DANN würde es schwierig. Was meinst Du, wie sich Dein Collie als Schutzhund machen würde? So gegen Einbrecher oder vielleicht auch gegen Wölfe? Ich weiss nicht, wie gut die Nase Deines Cattle Dog oder die von Spock war oder ist, aber würden sie sich SO GUT für die Fährensuche eigenen, wie der Schäferhund (der das in der Regel tut, aber eben auch das Hüten sehr gut leisten kann? Natürlich gibt es Unschärfen und Überschneidungen. Einfach weil es natürlich viele Sinne und Merkmale gibt, die ein Hund hat. Und je mehr" will to please", je mehr "Lernfähigkeit und Lernwillen" vorhanden ist, desto breiter wird das leistbare Spektrum. Aber dann kommen z.B. körperliche Merkmale zum trage, die den Hund ungeeignet machen.

 

Einach mal ein bisschen auf die Hintergründe der jeweiligen Zucht schauen und sich ein klein bisschen mit der Historie von Hunderassen auseinandersetzen, dann klappt das auch mit dem Zynismus. Hier jedenfalls ist er absolut fehl am Platz. Der deutsche SH wurde nie auf die Eignung in einer speziellen Arbeitsumgebung gezüchtet. Grundsätzlich war das Ziel, einen guten, gelehrigen und eben vielseitigen Gebrauchs- und Arbeitshund zu züchten. Was Herrn Max von Stephanitz ja auch ziemlich gut gelungen ist. Was daraus gewordenist ist eine völlig andere Sache.

Bei anderen Rassen war Vielseitigkeit nie das Ding. Ganz im Gegenteil. So manche Eigenschaft/Fähigkeit die ein Mehrgebrauchshund haben muss, ist  für einen Spezialisten ein aboslutes  Ausschlusskriterium.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Äh, ich will überhaupt nie zynisch sein, Du hast ganz sicher wahnsinnig viel Ahnung

und mir reicht es viel mit meinen Hunden gemacht zu haben.

 

Aber Hütehunde sind real oft doch ganz anders als.......... Da kannst Du hier wirklich jeden fragen,

mein Border Collie war der beste Schutzhund den ich je hatte.

Der war deutlich wachsamer und eher bereit seine Zähne einzusetzen als meine ACDs.

Der rote Border Collie einer guten Freundin ist auch so ein Kandidat,595cc3c6504a4_JananundSpock1.jpg.77fbec6cc726ffc556ccf2f9033f58a9.jpg

der überaus wirkungsvoll auf seine Chefin aufpasst.

Manolson schreibt "I know a lot of Border Collies, that put shame on the German Shepherd

as a guarding-dog".

 

Nun stehe ich so gar nicht auf apodiktische Aussagen,

weil es doch soo wahnsinnig viele unterschiedliche Meinungen gibt,

von denen ich glaube, dass oft mehrere, wenn nicht viele ihre Berechtigung haben.

 

Doch über Herdenschutzhunde weiß ich eigentlich nichts.

Nur, dass sie nicht mein Interesse wecken.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Herdifreund

 

Kapiere nicht, worum es Dir geht.

Das liegt vll. schon daran, dass ich bei Deinen Zitaten völlig durcheinander komme ... nicht mehr nachvollziehen kann wer was schreibt.

 

Davon abgesehen hat Dir doch keiner was getan. M.E. gibt es genug echte Aufreger, wie z.B. die Bärenhundekiste. Missverständnisse kommen doch schon mal vor, das ist nicht schlimmes. Deswegen muss man doch niemanden angehen ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 5 Stunden schrieb marcolino:

Das zweifel ich in dieser Grundsätzlichkeit enorm an. 

Die vielseitige Einsetzbarkeit mag früher bei Schäferhunden vorgeherrscht haben. Bei der heutigen Selektion habe ich da arge Zweifel, weil hier doch sehr weit verbreitet die Selektion auf Wehrmotivation und Bereitschaft zur Aggression liegt.

Kann ich nicht bestätigen. Über Wehrmotivation "auszubilden" kommt zum Glück nicht mehr gut bei den Richtern an. DSH und Malinois werden auf extrem viel will to please gezüchtet, sie lernen schnell, weil sie überhaupt kein Problem damit haben, Dinge so lange zu wiederholen, bis Herrchen lächelt.

Woraufhin nach meiner Empfindung weiter gezüchtet wird, ist enorme Spielmotivation ( da sind sehr viele Balljunkies darunter). Genau diese Sucht macht man sich dann beim Verbellen zunutze.

Und genau dieses Suchtverhalten und dieses übertriebene Es-recht-machen-Wollen führt zu sehr gestressten und oftmals unterforderten oder einseitig ausgelasteten Hunden, die aus Stress zu schnappen anfngen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Hova: Ich weiß nicht, ob es dir weiterhilft aber vielleicht macht es Sinn, deine Erwartungen an das Thema alte Menschen und Verträglichkeit vonseiten deines Hundes etwas herunterzuschrauben. Ich halte es mit Hunden ungewisser Vorgeschichte mit hohem Aggressionspotenzial jedenfalls so, dass ich erstmal viel über Management arbeite. Ähnlich, wie es dir mit dem Kindergitter beschrieben wurde, würde ich auch draußen alles aufbauen: Wenn ihm was komisch vorkommt, ranrufen, ins "Fuß" nehmen oder sonst irgendwas, wobei er sich an dir orientiert und selbst schauen, was da los ist. Eien Kontakt zu älteren Menschen oder sonstigen "Feinden" würde ich zunächst gar nicht herstellen. Dadurch lernt er (im besten Fall - es kann immer anders kommen, als man denkt), dass du ihm diese unangenehme Begegnung nimmst und dafür sorgst, dass er mit diesen Personen nichts zu tun haben muss, du ihn vor Begegnungen dieser Art schützt. Ich denke, wenn du dir als Trainingsziel setzt, dass er irgendwann in deiner Anwesenheit die Gegenwart älterer Menschen aushalten kann, dann ist das realistischer, als der Glaube, er fände sie irgendwann nicht mehr schlimm oder gar sympatisch, weil sie immer Futter geben. Ich denke, dieser Hundetyp wird da sehr unbestechlich sein.

 

Ich fühle mich ein bißchen an meinen ersten Hund erinnert. Der hat sich knurrend und fletschend auf eine Radkappe oder Mülltüte gestürzt. Fremde Menschen gingen bei ihm anfangs allerdings gar nicht und er ist viel mit Maulkorb gelaufen. Sehr nervös, sehr reaktiv und sehr selbstständig (ohne es sein zu wollen). Er kannte keine Alternative und ich habe ihm vor allem erstmal beigebracht, den Rückwärtsgang einzulegen und eben zu mir zu kommen (als Privileg, statt Selbstverständlichkeit). Es hat 1 Jahr gedauert, bis er diese Dinge als gute Alternative begriffen und verfestigt hatte und sie freiwillig ausführte. Der Hund war später bei meiner Anwesenheit sehr sicher führbar und trug nur noch beim Tierarzt den Maulkorb.

Zurzeit habe ich einen Hund, der ähnlich auf Kinder reagiert und ich fahre bislang mit demselben System sehr gut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 4 Stunden schrieb Herdifreund:

Der deutsche SH wurde nie auf die Eignung in einer speziellen Arbeitsumgebung gezüchtet. Grundsätzlich war das Ziel, einen guten, gelehrigen und eben vielseitigen Gebrauchs- und Arbeitshund zu züchten. Was Herrn Max von Stephanitz ja auch ziemlich gut gelungen ist. Was daraus gewordenist ist eine völlig andere Sache.

Das stimmt so nicht ganz. Den dsh gab es schon vor der Rasseerfindung. Er war wie der name schon sagte der hund der schäfer. Früher gab es keine "Rassen" sondern bloß schläge die in gebieten mehr vertreten waren und es wurde munter nach gebrauchtûchtigkeit selektiert gemischt. Und das aussehen variierte extrem.

Der "dsh" war ein herdengebrauchshund, und wurde NUR auf diese Eigenschaften selektiert. Eine Herde treiben können, Gefahren abwehren etc. Die guten Eigenschaften der Hunde waren bereits da und wurden erkannt  als nützlich für andere Tätigkeiten z.b. polizeidienst. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich möchte nochmal auf mein geliebtes buch "dogs of the shepherds" verweisen. Mit vielen tollen bildern. Auch vom dsh, was für ein toller hund es mal war und was die hochzuchtlinien heute für krüppel sind...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.