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acerino

"Urhundliche Bedürfnisse"

Empfohlene Beiträge

Vhenan   
(bearbeitet)

Ja, das war auch alles subjektiv - und deshalb kann keine Erklärung von anderen dazu richtig sein, weil es mein Begriff und meine Definition ist. :)

Ich wollte deshalb auch keine Diskussion dazu, aber sie ist halt da gewesen - und deshalb wars mir wichtig, dass verstanden wird, was ich mit meinen gewählten Begriff meine.

Ich wollte nur "Urinstinkte" umschiffen - und zustimmen muss mir da auch keiner :)

Ich fands nur wichtig, dass man dem Malamuten viele Hundesachen zugesteht und ihn nicht nur am Dogscooter "auslastet".

 

 

 

@Noena

Kurz dazu - ich hatte ja geschrieben, dass man nicht alles zulassen und/oder bieten kann.

Dennoch ist ein erlerntes Mäusejagen viel freier als ZHS. Denn der Hund bestimmt wann er jagt, wie er jagt und wann er aufhört.

 

Bsp. (nicht gucken, wenn man keine toten Tiere sehen kann - das Quietschen habe ich überblendet und versucht am Schluss die junge Maus wegzuschneiden):

 

 

 

Ich denke schon, dass die Entscheidungen sehr stark beim Hund liegen.

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2010   
(bearbeitet)

Ich finde auch wichtig zu erwähnen, dass Hundehalter mit Hunden bitte nicht nur Dogscooter fahren!

Ich hab zwar noch NIE einen gesehen aus mir selbst, aber mir ist das jetzt auch ganz wichtig!

 

Bitte lastet eure Malamuten nicht ausschliesslich damit aus! Und wenn er nicht scooten oder Bike-Jöring möchte, dann macht was anderes mit ihm oder ihr.

 

 

 

 

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marcolino   
(bearbeitet)
Am 28.10.2017 um 22:09 schrieb Vhenan:
Zitat

marcolino: 

Hm - urhundlich versus modern kommt mir da immer in den Sinn.

 

Meinst du nicht auch, der Begriff "Grundbedürfnisse" würde es besser treffen?

 

Da sind dann auch die Unterschiede durch unterschiedliche Domestikationsstufen außen vor, weil Grundbedürfnisse ALLEN Hunden, unabhängig von der selektiven Einwirkung des Menschen, gemein sind. 

Nein, da Grundbedürfnis auch alles  einschließt, was Hunde heutzutage brauchen, was sie "damals" nicht bekamen:

Fellpflege, Kuscheln, Ruhe, Sicherheit vor Übergriffen, usw.

Oder Dinge, die man ihnen heute nicht oder weniger zugesteht wie:

Artgenossen blöd finden, Aggressionen zeigen, jagen, Aas und Kot fressen/sich darin wälzen, Müll klauen...

 

Es sind auch Sachen, die nicht jeder Hund gerne macht, aber dennoch ins ursprüngliche Canidenverhalten gehören. 

 

Auch Dinge wie freie Bewegung ohne Geschirr und Halsband, Traben, Stop&Go., 50 Mal zum gleichen Grashalm zurücklaufen. Sich abfallen lassen, vorauslaufen...

 

Grundbedürfnisse ist zu sehr allgemein, Fressen, Saufen, Schlafen, ...

 

Es gibt da sicherlich Überschneidungen. Ich hatte es damals genau erklärt - wenn man dabei an Hunde niedriger Domestikationsstufen denkt... mir fällt nach wie vor kein guter Begriff ein. 

 

@Vhenan Es lässt mir einfach keine Ruhe ... :D

 

Ich finde es immer problematisch, wenn eigene Definitionen angewandt werden. Da ist dann immer so ein Rattenschwanz an miss- und unmissverständlichen Interpretationen und vorangegangenen (Teil-)Diskussion mit hintendran, der in jeweils neue Diskussionen oft ungewollt mit reingeschleppt wird...

 

"urhundliche Bedürfnisse" trifft es nicht, "Grundbedürfnisse" aber auch nicht - vielleicht können wir uns hier mal auf die Suche begeben nach einer Begrifflichkeit, die es wirklich trifft :)

 

Anfangen würde ich jetzt erst mal mit einer Auflistung der Aspekte, die wir unter "urhundliche oder Grund-Bedürfnisse" fassen - vielleicht erkennen wir dann gemeinsam einen Begriff, der das was wir meinen, richtig gut trifft. Ich glaube nämlich, wir sind da gar nicht so weit voneinander entfernt ... wenn überhaupt :)

 

Mir gefällt da zum Beispiel der Begriff "ursprüngliches Canidenverhalten" aus deinem obigen Zitat deutlich besser, weil er für mich mehr in die Richtung zu gehen scheint, die ich hier anstrebe.

 

 

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Vhenan   

Mir gefällt der Begriff nicht. 

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marcolino   

Ich würde den Begriff bzw. die Suche danach auch erst mal hinten an stellen :)

 

Du hattest z. B. einen Punkt erwähnt, den ich auch sehr wichtig finde: Die Beschränkung in der Kommunikation, die die oftmals irrigen Vorstellungen der Menschen/der Umwelt den Hunden als unerwünscht aufzwingt. 

 

Was an Kommunikation ist "natürlich", und warum?

Warum ist es so wichtig, dem Hund größtmöglichen Freiraum in seinem Ausdrucksverhalten zu ermöglichen?

Diese Frage ist für mich z. B. sehr leicht zu beantworten: Ein Hund, der in seinem Ausdrucksverhalten extrinsisch (von Außen) dauerhaft beschränkt wird (z. B. Unterdrücken von Knurren), stellt seine Kommunikation ein.

Ohne Kommunikation ist aber ein angemessenes Auseinandersetzen mit der Umwelt nicht möglich - und das hat weitreichende Folgen im sozialen Verhalten des Hundes.

 

Ergo: jegliches hündische Ausdrucksverhalten gehört zum "normalen Inventar" eines Hundes; Dementsprechend hat JEDER Hund auch das Bedürfnis, dieses Inventar in seiner gesamten Vielfalt auch anzuwenden. Was also zählt zum hündischen Ausdrucksverhalten?

 

Anpassungsfähigkeit: Ohne diese hätten Hunde nicht ihren Siegeszug als erfolgreichstes Haustier antreten können. Darunter zählt aber auch ihr Explorationsverhalten, also die Fähigkeit, sich mit der Umwelt auseinander zu setzen UND dieses auch zu wollen. Auch hier sind ja sehr viele Beschränkungen durch das Leben in der Menschenwelt vorgegeben (Leine, Kontaktebeschränkungen z.B.) Ein sehr wichtiger Bestandteil ist hier die Umweltwahrnehmung über die Nase.

 

Territorialverhalten ist auch noch ein sehr wichtiger Punkt, der aus meiner Sicht zum hündischen Verhaltensinventar gehört.

 

Ganz wichtig ist auch die Fähigkeit unserer Hunde zu interspezifischer Kommunikation - kein anderes Säugetier hat neben dem Menschen diese Fähigkeit, "mehrsprachig" zu denken.

Das macht Hunde einzigartig unter den Caniden, und auch hier sollte dem Hund die Möglichkeit gegeben werden, dieses "Bedürfnis" ausleben zu können.

 

 

 

 

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Zurimor   
vor einer Stunde schrieb marcolino:

Anpassungsfähigkeit: Ohne diese hätten Hunde nicht ihren Siegeszug als erfolgreichstes Haustier antreten können.

Zumindest in Deutschland ist die Katze das meist gehaltene Haustier, mit relativ großem Abstand. Das aber nur am Rande. :)

 

Zitat

Ganz wichtig ist auch die Fähigkeit unserer Hunde zu interspezifischer Kommunikation - kein anderes Säugetier hat neben dem Menschen diese Fähigkeit, "mehrsprachig" zu denken.

Die Aussage ist, denke ich, falsch. Mir fallen da spontan Affen, Delphine und Rabenvögel ein. Zumindest bei Affen weiß ich sicher, daß sie auch "Fremdsprachen" lernen können.

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marcolino   

Nein, diese Aussage ist richtig. Selbst Menschenaffen kommen an diese Fähigkeit der Hunde nicht ran.

 

Artübergreifende Interaktionen sind - in deutlich geringerem Ausmaß - zwar bei anderen Säugetieren vorhanden, können aber nicht als Fähigkeit zur Mehrsprachigkeit angesehen werden.

 

 

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