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Hundeforum Der Hund
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Was ist Aversion Teil 2

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Nee, das machen die anders. Der Hund soll "Ohrfeigenreif" werden, damit er an einer Korrektur nicht zerbricht, sondern sie ihn nur ein bißchen Wwachrüttelt". 

Ruck mal an einem Hund, der noch nie ein Halsband trug oder einen sensiblen Halter hat, der wird davon verstört sein und aus der Bahn geworfen werfen. Sind die Hunde das gewohnt, dann nehmen sie es weniger intensiv wahr. 

 

 

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Das ist die Abstumpfung die ich meine. Liegt wohl daran, daß sie fest davon ausgehen, der Hund bräuchte Ohrfeigen. Dabei reicht bei einem sensiblen Hund wirklich eine leichte Bewegung an der Leine um dieses Stören/"Wachrütteln" zu bewirken. Vermutlich liegt es daran, daß nicht alle (wahrscheinlich sogar wenige) Hunde beim Gestörtwerden mit Aufmerksamkeit reagieren,sondern mit z.B. Beschwichtigungsgesten, also greifen sie gleich zum Schmerzreiz und "arbeiten" mit "sichererem" Meideverhalten-zumindest die Leute, die sich das so erklären.

Es gibt da auch ein paar, die Sensibilisierung befürworten und es bei einem Rütteln belassen.

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vor einer Stunde schrieb gebemeinensenfdazu:

Das paßt hier ganz gut und bezieht sich auf diese euphemistisch "Erziehungs"halsbänder ("Korallenhalsband", "Dressurkette" etc.)

 

Erst gestern beim Stöbern in einem der grossen Onlineshops für Tierbedarf diese Bewertung entdeckt:

 

"Ich und mein Hund sind begeistert!!! Ich habe einen Straßenhund und einige wissen ja wie die so drauf sind.

Sensibel, ängstlich und freiheitsliebend. Leider hören sie meist nur wenn sie wollen und nicht wenn sie sollen hi hi.

Seit wir mit dem Erziehungsband arbeiten genießen wir beide jeden Spaziergang und sie ihre neu gewonnene Freiheit."

 

Bewertet wurde ein sogenanntes Erziehungshalsband welches wahlweise mit Ton/LIcht/Vibration bedient werden kann.

Aufgelistet übrigens unter "Spiel, Spielzeug & Erziehung".

 

Sick sad world... :(

 

 

 

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Ich spreche einfach Anwendern und Befürwortern solcher Gerätschaften zwei Dinge ab: Ahnung von Hunden und Liebe. Diskussionen bringen nichts. 

 

so weit

Maico

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Erziehung (und das Leben ganz allgemein) ohne Aversivreize ist, meines Erachtens, weder möglich noch besonders erstrebenswert in letzter Konsequenz.

 

Im Rahmen der Erziehung kommen wir nicht umhin gewisse unangenehme Reize/Zustände für den Hund zu produzieren.

Neben den ganzen übertriebenen absichtlich gesetzten Aversivreizen, sind in meinen Augen die viel schlimmer, die uns nicht bewusst sind, weil sie im Alltag der Hunde eine viel größere Rolle einnehmen.

 

Sich dieser versteckten Negativreize bewusst zu werden, würde die Lebensqualität so mancher Vierbeiner erheblich verbessern.

 

Wenn man es dann auch noch schafft individuell auf seinen Hund zu gucken, statt hundeschulprogramm xyz abzuspulen, könnte man sich vermutlich auch einen Großteil der bewusst gesetzten Aversivreize sparen.

 

Ich kriege allerdings Stresspickel, wenn jemand sagt, jedes "Problem" bekomme man ganz sicher ohne jedlichen Aversivreiz weg und man wäre nur zu unfähig dies umzusetzen.

Das ist als würde ich behaupten, jedes Problem lasse sich ganz sicher mit Aversivreizen lösen. 

Es ist in beiden Fällen falsch und undifferenziert. Von umsetzbar und erstrebenswert mal ganz abgesehen.

 

Eigentlich ist es ein sehr sachliches Thema; Lernverhalten/-biologie und co.

Aber es wird in den meisten Fällen emotional und damit schwer diskutierbar.

 

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Ich sage nicht, daß das Leben ohne Aversivreize wäre - so realitätsblind bin ich wahrlich nicht. Es ist nur die Frage, ob man diese bewusst und zur Alternative anderer Methoden einsetzt oder nicht.

 

so weit

Maico

 

 

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vor 12 Minuten schrieb acerino:

Neben den ganzen übertriebenen absichtlich gesetzten Aversivreizen, sind in meinen Augen die viel schlimmer, die uns nicht bewusst sind, weil sie im Alltag der Hunde eine viel größere Rolle einnehmen.

 

Sich dieser versteckten Negativreize bewusst zu werden, würde die Lebensqualität so mancher Vierbeiner erheblich verbessern.

 

Kannst du mal ein paar Beispiele nennen? 

 

 

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vor 12 Minuten schrieb Estray:

 

Kannst du mal ein paar Beispiele nennen? 

 

 

Das ist ja sehr vielfältig und individuell.

Aber ein Klassiker, den ich sehr oft wahrnehme, ist die mangelnde körperliche Distanz zum Hund in allen möglichen Situationen.

Also zB. streicheln/berühren des Hundes, obwohl der das situativ nicht angenehm findet, der Mensch aber denkt, er sei gerade lieb und zärtlich zum Hund.

 

Hundebegegnungen, wo ein Hund verunsichert ist, das anzeigt, aber Mensch stur gerade ausläuft (unbewusst in den Konflikt hineinläuft), statt auf die Körpersprache seines Hundes zu reagieren. 

 

Unbewusst Druck aufzubauen durch Körpersprache etc.

Unbewusst ins Meideverhalten bringen.

 

Allgemein Stresssituationen nicht erkennen oder sogar produzieren.

 

 

Ich denke, die Liste kann man unendlich fortführen und für jeden einzelnen Hund könnte man andere Dinge auflisten.

 

 

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Nein, am schlimmsten ist die Kombination aus beidem:

Negativreize nicht erkennen und den Hund fürs eigene Nichtwissen dann noch zu bestrafen.

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Also ich habe ja schon mehrfach geschrieben dass ich nicht grundsätzlich jede aversive handlung ablehne. Teilweise nutze ich das eben auch. Z.b. bringe ich meinen hunden "nicht vom tisch klauen" praktisch nur durch meideverhalten und "strafe" bei. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie ich das positiv beibringen sollte. Voraussetzung dafür ist aber dass der hund erstmal die bedeutung von "nein" erlernt hat, und da hört es fast immer schon auf. Auch versuche ich wo immer es geht (also bei praktisch allem anderen) dem hund erstmal freundlich beizubringen was ich will - und dann die große kunst: dass der hund es genauso gerne will. Die motivation warum er es will ist da erstmal 2 rangig. (Kommt mein hund zu mir weil er mir gefallen will? Oder weil er ein leckerlie will etc).

Die nächste sache ist dass sehr, sehr viele hh ihre hunde nicht richtig einschätzen bzw ihr verhalten nicht lesen können und ihre motivation. Bsp szene agility vor einigen wochen: hunde die warten sind im platz am zaun angebunden. Mixrüde ist an der reihe. Immer wieder rennt hund an den geräten vorbei. (Wir sind noch im anfängerkurs). Herrchen wird zusehens ungeduldig. Hund fängt an zu den anderen hunden zu rennen und vollkommen unangebracht zu toben. Hh wird zusehens genervt, holt den hund irgendwann immer wieder  recht ungeduldig zurûck. Leider erkennt weder die trainerin noch hh die situation. Kommenrar d. Trainerin: der hund ist halt anders als ein bc, die wollen gefallen und arbeiten. Der rüde will nur seinen spaß.. und geht halt irgendwann. Meine einschätzung war: der hund wusste nicht was er machen sollte. Er merkte die ungeduld des hh was ihn zusehens nervöser machte. Das ausbrechen und spielen  war dann eine übersprungshandlung und sollte die nerven beruhigen. 

Leider wurde die körpersprache des hundes nicht beachtet. Der hund hat die körperlichen übergriffe des hh nicht gerade angenehm gefunden...richtig wäre gewesen wieder 3 schritte zurûck zu gehen und den hund dann wieder in etwas zu bestärken was er gut macht. Das hebt dann auch die motivation :-) das war ein ganz harmloses bsp, aber da fängt es halt schon an.

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