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Freilaufende Hunde - Frust und ratlos

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gast   
vor 4 Stunden schrieb 2010:

Dass Shibs in Pensionen gerne gehen oder nicht, hab ich noch nie gehört. Ist das ein Rassemerkmal.

Schönen Sonntag.

 

 

Ja, tatsächlich. Es sind nicht *die* Gruppenhunde, die fühlen sich in der Gruppe eher unwohl, auch im Tierheim und Hundepensionen.

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gast   

@Doris2

Der Rüde wurde als nicht verträglich mit (erst später "einigen") Rüden beschrieben.

Wer den unverträglichen Hund hat, weicht aus, meiner Meinung nach. Mach ich auch. Warum soll ich den anderen die Mühe machen mit den verträglichen Hunden?

 

Noch dazu MUSS ein Shiba unbedingt verstärkt das Ausweichen (großflächig) lernen, sonst macht er genau das, was den TE bei anderen ärgert: andere Hunde belästigen, aber eher auf die "aggressive" Tour. Shibas sind für Hundeausläufe nicht gemacht. Sie haben oft Probleme damit.

Es ist eine Voraussetzung für den Freilauf beim Shiba!

 

Man tut also seinem Hund einen Gefallen, wenn man ausweicht. ;)

 

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gast   
vor 4 Stunden schrieb kareki:

Wer den unverträglichen Hund hat, weicht aus, meiner Meinung nach. Mach ich auch. Warum soll ich den anderen die Mühe machen mit den verträglichen Hunden?

 

Ganz einfach - damit andere Hunde UND auch deren Menschen die Erfahrung machen, dass es auch nette Hund-Mensch-Gespanne gibt, die ihnen gegenüber rücksichtsvoll sind ... :D

 

Tatsächlich verblüffe ich die meisten Menschen mit "verhaltensorigenellen" Hunden mit meinem Verständnis und daraus resultierendem Umgang mit ihrem Problem.

Das ist dann oft Ausgangspunkt für überaus nette, positiv verlaufende Kontakte - zwischen Mensch-Mensch und Hund-Hund.

 

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gast   

Alles ein Rutsche.

Rücksichtnahme.

 

Ich habe Sympathie für nette "Tudnixe" ebenso wie für unnette "Tudwasse".

Nur beide mag ich nicht in meinen Hunden reinballern sehen und genausowenig, lasse ich meinen "T-A-T-Was" andere in Angst und Schrecken versetzen.

 

Aber ich möchte genausowenig einen  "Tud- oder Tat-was" in meine 3 "meistens tun sie nichts" oder wahlweise, "das haben sie ja noch nie gemacht" reingeballert haben und auch keinen :"der macht nur was, wenn ihrer nichts macht", weil ich habe einen "der würde gerne mal was machen, wenn der andere anfängt" dabei.

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MathildeDirt   

Ich muss hier auch mal eben meinen Frust loswerden. Wir waren grade eben auf unserer Schleppleinentrainingsrunde (Monty ist seit 2 1/2 Wochen bei mir und mittlerer Fall von Angsthund) und das hat uns beiden die letzten Tage immer richtig Spaß gemacht. Das sind die ersten Momente wo er wie ein unbeschwerter Hund über das Feld gehoppst ist und alles angeschnüffelt hat wonach ihm ist. Vögel beobachtet, alles prima. Und dann kam die Englische Bulldogge aus dem Gebüsch gerannt... Und das sehr schnell, blieb kurz vor Monty stehen (natürlich kein Schwanz, also für mich auch noch nicht in Sekundenschnelle definierbar ob gut gelaunt oder angriffslustig) und schon fing er an knurrend und bellend auf Monty loszugehen. Schleppleine sei Dank konnte er sich Raum verschaffen und im großen Radius wegrennen, aber die kleine Kampftonne sprang immer wieder auf ihn auf und hat versucht nach seinen Beinen zu schnappen :angry: Und eh die dazugehörige Dame dann mal mit ihrem Kaffeebecher angeschlendert kam verging gefühlt eine Ewigkeit. Der Bulli ließ sich weder abwehren noch hat er auf irgendwas gehört, was die Frau ihm zurief. Und ich sag noch "Holen sie den Hund zurück, ich hab hier einen Angsthund" und sie erwiederte nur: "Ein Rüde?" und machte ewig garnichts. Irgendwann bekam ich Monty dann zu fassen und hab ihn hochgehoben. Sie hat sich nur gewundert, was denn mit ihrem Hund los sei und sich ganz leise entschuldigt, legt dem Hund die Leine an und ist gegangen. Auch dem Rückweg, sehe ich dann natürlich in der Ferne Frau X mit Hund X wieder im Freilauf wie er bellend auf die Raben losgeht. Ich bin nur froh, dass sich mein kleiner überhaupt noch anfassen lässt. 2 Wochen Arbeit für die Katz. Sein Ohr hängt auch komisch runter, aber scheint nicht verletzt zu sein sondern ist irgendein Haar, was in der Ohrmuschel schief liegt. Monty zu liebe hab ich keine Szene draus gemacht sondern bin einfach mit ihm im Arm weggegangen. Danach lief er auch relativ normal weiter, war aber noch schreckhafter als sonst. Jetzt schläft er erstmal und hat ein paar Leckerlies gefuttert. War meine erste Situation, die sich partout nicht auflösen ließ. Der Schreck sitzt mir noch in den Knochen und ich bin auch echt sauer, aber das hilft ja niemanden weiter. Wenn man sich nicht sicher sein kann, dass der Hund ohne Probleme hört, lässt man ihn doch nicht zig Meter vor rennen, auch noch in ein Gebiet was schwer einsehbar ist. Brrr. Ich kann Monty doch nicht bei jedem, kupierten Freigängerhund der auf uns zugerannt kommt vorsorglich auf den Arm nehmen. Das ist Mist :( Aber ich geb mir die größte Mühe weiterhin sein aufmerksamer, gelassener Fels in der Brandung zu sein aber jetzt grade bin ich echt aufgewühlt. Danke fürs zuhören :) Das musste jetzt einfach raus.

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gast   

Solche Halter gibt es immer wieder, denen begegnet man m.E. regelmässig immer mal wieder (so rückblickend auf die lange Zeit meiner Hundehaltung gesehen ... und sofern man nicht von solchen Hunden begleitet wird, bei denen gerade solche Besitzer wahre und vorher völlig unvermutete Sprinterqualitäten aufzeigen ... so bei mir Stand heute: aber ich erinnere mich noch gut, an die Massen Fleisch und Muskeln, die sich recht regelmässig über meine Kleinen hinwegwälzten ... sehr gut sogar ...).

 

So etwas wühlt mich auch heute noch auf, wenn ich es von anderen lese, höre oder gar sehe. Deswegen kann ich Dich gut verstehen. Aber mit der Zeit wird man handlungsfähiger (was man braucht, wenn so etwas recht häufig passiert ... soll ja Gebiete geben, da passiert so etwas niemals, liest man immer wieder). Man entwickelt Strategien, um mit solchen Situationen umzugehen (was bleibt einem auch übrig). Denn es sind häufig immer dieselben "Pappenheimer" und, sie kommen selten nur vereinzelt vor. Man lernt seinen Hund und gleich die der anderen kennen (ihre Halter auch).  Es nutzt nichts, sich lange darüber aufzuregen, es gehört einfach fest zum Hundehalterdasein dazu, abgedroschen kann man formulieren: So ist das Leben.

 

Für die engl. Bulldogge könnte ich mir z.B. gut als Strategie vorstellen, dass man sie mit einer normalen Leine anleint (führe immer eine mit, auch wenn schon Schlepp dran). Den Vorgang wird sie höchstwahrscheinlich gar nicht zur Kenntnis nehmen (die sind sehr auf das Objekt ihrer "Begierde" fokussiert, blenden alles andere aus). Wenn doch, dann merkst Du das, so dass Du immer noch die Zeit hättest, davon abzulassen. Denn Deine Erfahrung deckt sich mit den meinigen. Bullis kann man nicht mal so eben blocken, das funktioniert nicht. Aber man kann sie anleinen, wenn einem zu heikel ist, den Hund am Halsband zu führen (ist auch eine blöde gebückte Haltung ;)).

 

Dann kannst Du entscheiden, was Du mit dem Bulli an der Leine machst. Eine der krasseren Varianten die ich gelesen habe, dass jemand den Fremdhund einfach entführt, mit dem Vorsatz, ihn beim TS abzugeben. Meine persönliche Haltung: Führe den Hund zum Besitzer, übergebe ihn wortlos, will auch nichts hören, gehe einfach. Also bis vll. auf: "darf ich meine Leine zurückhaben?" (Diese Frage ist erstaunlicherweise häufiger nötig, weil der Besitzer nicht selten wie vom Donner gerührt, völlig eingefroren vor mir steht.)

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gast   

Solche Vorfälle sind leider Alltag. Und gerade bei Bulldoggen hilft auch mein sonst bewährtes Vorgehen "Kekse über den Kopf schmeißen" leider nicht wirklich. Im Prinzip kann man wirklich nur versuchen, seinen eigenen Hund mit so wenig Schaden (körperlich wie seelisch) da wieder rauszuholen. Und sich damit abfinden, dass man dank solcher Hunde und ihrer Halter niemals die Sicherheit beim eigenen Hund erreichen wird, die eigentlich möglich wäre. Traurig, aber wahr.

 

(Ich gestehe aber, mir kommen oft schon ziemlich gemeine Fantasien. In Bezug auf die Hunde ohne Halter weit und breit hab ich mir schon öfter vorgestellt, wie es wohl wäre wenn ich einfach so eine Dose Faschingshaarfarbe einstecken würde, und dem Tutnix damit ein großes grünes Kreuz auf den Buckel sprühen würde. Allein der Gedanke, wie der Tutnixhalter DAS seinen Mitmenschen dann erklärt, erheitert mich ungemein. Und über diesem Lächeln kann ich dann auch irgendwie meinen Ärger verdrängen. Und wer weiß, vielleicht setze ich das auch tatsächlich ja irgendwann mal in die Tat um! :P)

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MathildeDirt   

Zur Sorte "Entführer" gehör ich schonmal nicht :D Aber ja, danke für den Tipp. Ich hatte ja auch die zweite Leine in der Tasche, aber so geistesgegenwärtig war ich dann auch nicht. Zumal das in dem Fall schwieriger geworden wäre, da der Bulli ja garkein Halsband trug. Was ja auch nochmal eine Hausnummer ist. Sie hat ihn dann an der Nackenfalte festgehalten <_< Bis heute hab ich die beiden auch noch nie auf dem Feld gesehen, im Bestfall bleibts also auch dabei. Schon auf dem Hinweg bin ich extra einen großen Bogen um sie gegangen (sicher ist sicher, haha) aber auf der Rückrunde haben sie uns dann eiskalt erwischt. Naja, alles nochmal gut gegangen. Jetzt muss ich erstmal zusehen, wie ich Monty bei dem Sturm heut Abend zum Pipi machen bekomme und dann wird der Tag einfach unter Ulk verbucht und abgehakt. Mein kleiner Kerl hat es heut echt nicht einfach.

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gast   

Oh, das tut mir leide für deinen Hund und dich.

 

Ich finde aber, du hast das Bestmögliche aus der Situation gemacht, indem du selber möglichst unaufgeregt reagiert hast.

 

Damit hast du einen guten Teil dazu beigetragen, die Arbeit der letzten Wochen NICHT für die Katz gemacht zu haben.

Dass Monty dir danach schreckhafter vorkam, liegt einfach an seinem Stresspegel - der ist ja nicht einfach weg nach dem Auflösen der Situation.

Schau einfach, dass du dich Morgen und auch Übermorgen möglichst in Bereichen bewegst, wo du dich vor solchen Übergriffen sicher fühlst.

Dann kann auch Monty diesen Schreck gut und lange genug verarbeiten.

 

Ich würde also an deiner Stelle in den nächsten beiden Tagen nichts Neues mehr mit Monty machen (neue Reize heißen auch wieder neuer Stress).

Statt dessen mehr Knuddeleinheiten, vielleicht verstärkt mit Monty gemeinsame Beschäftigungen machen, und die nötigen Gassigänge so unspektakulär wie möglich.

 

Dann festigst du auch weiter dein Bestreben, für Monty "der Fels in der Brandung zu sein".

 

Schön wenn du deinen eigenen Ärger hier etwas verarbeiten konntest :)

 

P.S.: Wenn du die Situation mal mehrfach in deinem Kopf durchgehst und dir dabei vorstellst, wie du den Hund/einen Hund dann anleinst ... denkst du zukünftig wahrscheinlich eher daran, das dann auch zu tun. Ganz ruhig, unspektakulär und völlig selbstbestimmt.

Ich würde den Hund dann evtl. irgendwo festmachen und mich mit etwas Abstand dazu stellen, und dort auf den Besitzer warten.

Mit dem Kommentar: "ich warte nur darauf, dass sie mir die Leine zurück geben (die brauche ich für den nächsten Hund, der einfach in uns reingedonnert kommt :)"

 

 

 

 

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gast   
(bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb MathildeDirt:

Zumal das in dem Fall schwieriger geworden wäre, da der Bulli ja garkein Halsband trug.

Nein, eigentlich wird es dann einfacher.

 

Denn dann bleibt einem gar nichts anderes übrig, man macht eine (Würge-) Schlaufe aus der Leine. Persönlich versuche ich so etwas immer zu vermeiden (möchte auch einen fremden Hund nicht einer Würgeschlaufe aussetzen, wenn es nicht sein muss), mache mir quasi mehr Arbeit. Aber es geht wesentlich schneller und einfacher - gerade auch bei wuselnden Bullis - eine Schlaufe über den Kopf zu ziehen (sicherer ist es nebenbei bemerkt auch), statt feste in das Halsband zur greifen, das Gewicht auszubalancieren, um mit der zweiten Hand den Karabiner dran zu fummeln ...

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