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Hundeforum Der Hund
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Freilaufende Hunde - Frust und ratlos

Empfohlene Beiträge

Der TE hier erscheint mir jemand zu sein, der immer alles richtig macht. Da kann man natürlich auf die herabschauen und sich ärgern, die nicht alles richtig machen.

 

Ich habe seit 22 Jahren Hunde. Meine Hunde sind nicht fehlerfrei. Nicht die jetzigen und erst recht nicht die davor. Und die anderer Leute auch nicht.

Aber Situationen, wie vom TE geschildert, kamen in diesen ganzen Jahren vielleicht einmal im Jahr vor. Ich habe schon von Fällen gehört, die echt mies waren. Wenn ich genau überlege, sind es in 22 Jahren 2 Fälle, wo Hunde durch andere freilaufende Hunde zu Schaden kamen.

 

 

 

Dieser Anfangspost erinnert mich ein wenig an eine Diskussion mit einem Ehepaar vor einiger Zeit.

Sie hörten, dass ich Hunde habe und fingen sofort an, sich zu beschweren, dass Hunde sehr oft nicht angeleint wären, hochgefährlich. Sie seien schon mehrfach gebissen worden.

Auf meine Nachfrage kam Folgendes:

Das Ehepaar fährt sehr gerne Rad. Sie haben Angst vor Hunden. Begegnet ihnen auf einem Weg ein freilaufender Hund, beginnen beide zu rufen und zu schimpfen, der Hund solle angeleint werden. So radeln sie auf Hund und Halter zu. In den meisten Fällen regt sich der Halter auf und auch der Hund. Und sie wurden in die Füße gebissen.

 

ich habe nun versucht zu erklären, dass, fängt man schon von weitem an zu schreien, Hunde sehr hellhörig werden, fängt dann auch noch der Halter an, irgendetwas im Zweifelfalle "er tut nix" zurückzurufen, sind die Hunde alarmiert. Fährt man dann fluchend an einem ebenfalls ärgerlich und lauter werdenden Halter vorbei, sieht der harmloseste Hund Handlungsbedarf und fängt an, sich an der Auseinandersetzung zu beteiligen. Das endet dann durchaus damit, dass er das Fahrrad jagd und im schlimmsten Fall in die Füße beisst.

Da läuft dann an allen Fronten alles schief.

 

Ich dachte nun in meiner grenzenlosen Naivität, dass man dass verstehen könnte und mein Ratschlag, am besten gar nichts zu sagen und einfach am Hund vorbei zu radeln, weil dann in der Regel nichts passiert, doch wenigstens angedacht würde.

Nichts dergleichen. Sie steigerten sich in ihre Beschimpfungen hinein

und fast

ja wirklich nur fast

wäre ich auch zu einem Radfahrerjäger geworden.

 

 

 

 

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Man vergisst ja auch schnell die eigenen Unzulänglichkeiten.

Caillou als Welpe hat mich wieder auf den Boden gebracht. NATÜRLICH ist der mal ungefragt zu anderen gerannt, war nicht abrufbar.

Der kam ja nicht erzogen auf die Welt.

Ich hab den auch eingesammelt, mich entschuldigt. Und trotz aufpassen isses halt passiert.

Da hab ich erstmal wieder dran gedacht, wie ärgerlich ich oft war als der Jack da war... und völlig außer Acht gelassen habe, das solche Dinge eben mal vorkommen.

Und ein bisschen Verständnis kam zurück.

 

Insgesamt gab es genau 3 wirklich Überfälle von Hunden, die wirklich ernsthafte Absichten hatten.

In *rechne* 15 Jahre? Hundehaltung.

Alle mit 3 Beschädigungsabsicht, aber ohne Tötungsabsicht. Die Gelegenheit dazu war da.

Alle 3 mit tiefen Löchern im Hals und Bauch.

2x die Hexe, 1x der Jack.

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Der Schrei nach mehr Verordnung, also einer  Einschränkung für alle, auch die die sie nicht brauchen und darunter leiden (alternativ Pfefferspray:angry:) löst überhaupt keine Probleme, es schafft sie.

Hier gibt es sogar Berichten nach eine Frau, die angeleinte Hunde, die sie nichtbeachtend passieren mit Pfefferspray angreift. Sie wolle keine Hunde im Naherholungsgebiet. Dieser Wahnsinnigen bin ich zwar glücklicherweise nie begegnet, aber der Hund war länger in tierärztlicher Behandlung.

 

Eine Frau neulich hat im Hundefreilaufgebiet ihren Hund angeleint, als sie mich mit unangeleintem Hund kommen sah, ich signalisierte ihr, daß das nicht nötig sei. Die war so erleichtert. Der Rüde war 9 völlig verträglich. Aber sie getraut sich nicht mehr unangeleint zu gehen (hier herrscht nicht überall Leinenpflicht!), weil sich sofort jemand über einen unangeleinten Hund beschwert, der neben ihr trottet. Die hat sich mehr fachbedankt, daß ich ihr sowas Selbstverständliches zugerufen hatte:(.

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@freejVielleicht wäre es eine Möglichkeit mit anderen zusammen spazieren zu gehen. Wichtig wäre es, dass es ruhige, souveräne Hunde wären, die eurem Hund Sicherheit vermitteln. So lernt er, dass die Welt   nicht böse ist.

Dazu kommt, dass auch ihr selbst lockerer werdet und so wiederum positiv auf euren Hund wirkt.

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Ich kenne nur HH von Großhunden die bis zu einem Jahr Top erzogen wurden

und folgen wie ein "Deckchen".  Hätte ich selbst einen Mittel-bis Großhund

würde ich auch erst mal "Gas geben und erziehen' bis dieser Straßen-,Park-,

Wald-und Wiesentauglich ist. Kann ich das nicht garantieren, lasse ich die

Hände davon. Ein Restrisiko wird immer bleiben, aber ich habe wenigstens

minimiert. 

Viele Postings hier, klingen aber ganz anders und genau das finde ich traurig,

wenn Hunde weit über einem Jahr immer noch ihren HH erziehen und machen

was sie wollen.

 

Ich war gestern beim TA mit Hündin und 3 Babys, 2 Tage alt. Routinecheck und

Krallenregulierung. Auf dem Rückweg machte ich Halt, deckte die Hündin mit dem

Hardtop plus Verriegelung ab und als ich mich umdrehte stand so 2,5 m weit ein

Großhund (vermutlich Listi) in Schlepptau mit seinem HH. Selbstverständlich ohne

Leine. Mir wurde es gleich anders. Meine Güte, sah der Hund komisch gefährlich aus

und Herrchen noch viel schlimmer. Straße, reger Verkehr usw., der Hund war abgelenkt

und 'las Zeitung'. Mein Auto war nun geschlossen, er nahm also keine Witterung auf, GsD.

Es muss ja auch nicht immer etwas passieren.

Mir ging durch den Kopf 'ohne Leine, Raubtier, bloß weg hier.......' Ja und es ist sehr

verantwortungslos, denn wir haben immer noch "Raubtiere" an der Leine,  die erzogen

werden müssen, das vergessen Viele. Der HH selbst machte eher den Eindruck von

'Catwalk und posieren' so zwischen gehen und stehen und irgendwie war ich froh, dass

der Hund beschäftigt war;  ich ging und musste diesen Anblick nicht mehr ertragen.

 

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@Nadja1Magst du eigentlich Hunde? Es klingt nicht so.

Erziehung dauert manchmal eben länger (growüchsige Rassen sind übrigens oft erst ab 3-4 Jahren geistig erwachsen), die Größe ist dafür nicht der maßgebliche Faktor, signifikanter sind Erfahrungen (Hund /Halter), Methode und Wissen.

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Oh mein Gott, ein böser Listi :( ohne Leine .....Vorurteil über Vorurteil.....traurig das daß von einem HH kommt.

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vor 21 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Der Schrei nach mehr Verordnung, also einer  Einschränkung für alle, auch die die sie nicht brauchen und darunter leiden (alternativ Pfefferspray:angry:) löst überhaupt keine Probleme, es schafft sie.

 

Es gibt keinen Schrei nach mehr Verordnung, völliger Unsinn, sondern diese müssen erst mal eingehalten werden

und dann 'posiere' ich auch nicht mit Hunden unbekannter Herkunft und Erziehung und ja, habe gestern das

Pfefferspray zum ersten Mal in der Drogerie gesehen und wenn die Hunde erzogen wären, würde es Pfefferspray

in dieser Form sicher nicht geben.    

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Es gibt auch Rudelführer-Hömöopathie obwohl es keine Rudelführer gibt.

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vor 8 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

@Nadja1Magst du eigentlich Hunde? Es klingt nicht so.

Erziehung dauert manchmal eben länger (growüchsige Rassen sind übrigens oft erst ab 3-4 Jahren geistig erwachsen), die Größe ist dafür nicht der maßgebliche Faktor, signifikanter sind Erfahrungen (Hund /Halter), Methode und Wissen.

 

Hunde schon,  nur unfähige HH nicht und da scheinen wir ja dicht

besiedelt zu sein.

 

Ich kenne die Erziehung anders, besser auch Großhunde, die man

erziehen lässt und hier erst hat man Wissen.

Mit 3/4 Jahren stehen die ja schon wieder kurz vor der Rente, gemessen

an der Lebenserwartung.

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