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Hundeforum Der Hund
RiverOrange

Immer auf den Einen, wieso? Mehrhundehalter gefragt!

Empfohlene Beiträge

Am ‎10‎.‎08‎.‎2017 um 13:23 schrieb RiverOrange:

Wie sieht das bei anderen Mehrhundehaltern aus? Habt ihr einen "Opferhund" dabei oder trifft es mal den einen mal den anderen?

 

Ich habe oft zwei oder mehr Hunde dabei, meine Tschuli immer, der zweite (und evtl. dritte)  ist nicht immer derselbe, das wechselt.

 

Was mir seit Jahren auffällt ist, dass fremde Hunde sich immer zuerst Tschuli zuwenden -egal in welcher Weise- ich vermute weil sie spüren, dass sie der "wichtigere" Hund ist, der der entscheidet, wie dem Fremdhund begegnet wird und auch der, von dem am ehesten Gefahr ausgeht. Sollte es also jemals zu einem Angriff kommen, dann höchstwahrscheinlich zuerst gegen Tschuli, da bin ich mir sicher, obwohl z.B. die alte Retrieverin ein viel wehrloseres Opfer wäre. Oder das viel kleinere Zwergwildschwein. Aber dazu müsste man erst an Tschuli vorbei, siehe oben. Sie ist sozusagen der Kopf der Gruppe.

 

Wie ist das bei deinen beiden, findest du Parallelen? Ist der Rüde präsenter, wichtiger, trägt er mehr Verantwortung, hat er mehr Entscheidungsgewalt?

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vor 3 Stunden schrieb RiverOrange:

@Gerhard:

Naja ich sage mal so.  Wenn ein anderer Hund angerast kommt dann wartet mein Rüde eigentlich nur darauf, dass er endlich mal wieder einen anderen Hund vermöbeln kann... Er provoziert nicht, geht aber auch keiner Konfrontation aus dem Weg.

Du bist auf deinen Hund stolz . Er befriedigt er dein Verlangen.

Solange das so ist, wird die Situation so bleiben.

Bis du endlich deinen Hund aus der Verantwortung nimmst.

 

Lass den alten Hund nicht weiter ackern. Schick ihn auf Rente. Die hat er sich verdient.

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vor 4 Stunden schrieb RiverOrange:

 Wenn ein anderer Hund angerast kommt dann wartet mein Rüde eigentlich nur darauf, dass er endlich mal wieder einen anderen Hund vermöbeln kann... Er provoziert nicht

 

Ach, das hab ich ja überlesen.

Er wartet darauf, andere zu vermöbeln? Warum?

 

Das wird er wohl ausstrahlen, und das ist eine Provokation. Auch wenn du als Mensch das vielleicht nicht siehst, Hunde erkennen eine solche Gesinnung beim anderen und reagieren entsprechend.

 

Dann wundert`s mich ehrlich gesagt nicht, dass ihr immer wieder angegriffen werdet, ich wundere mich eher, dass deine Frage nicht lautet: wie kann ich meinen Hunden helfen, dass das nicht mehr vorkommt :huh:

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Vermutlich ist Dein Rüde der Dominantere von Beiden. Es  ist wie im Täglichen Leben. Greift man den Stärkeren an, werden dei Schwächeren schn klein bei geben.

LG

roem

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vor 16 Stunden schrieb 2010:

Puuuuuuhhhh, manchmal muss man auch einfach mal Glück haben. Ich hab meine Hunde ins Auto packen-schmeissen -werfen-schubsen können, dann hatte ich natürlich den Fremdhund richtig auf Brast, aber ich rutschte mit einem letzten, wirklich authentischem: HAU AB!!!! ins Auto und wir waren in Sicherheit.

Übel.

Uhh ... klingt wirklich übel nach "Puuuhhhh ... "

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vor 15 Stunden schrieb gatil:

Meine erste Hündin, allgemein immer gerne das Oberweib spielend, gehörte zu den Hunden, die alte und gebrechliche Hunde angehen. Natürlich ein absolutes No-Go, es brauchte von mir einiges an Managment, dies sehr vorrausschauend zu verhindern.

Eine Verhaltenstherapeutin erklärte mir damals, dass es bei Hunden, im Gegensatz zu Wölfen, im Rudel durchaus üblich ist, alte und gebrechliche Tiere zu killen. Dies wird in erster Linie auch von den 'Oberen' ausgeführt. Ich weiss, dass Züchter, die mehrere Hunde halten und selbst nicht viel zu sagen haben in dieser Gruppe

( ich umschreibe das etwas, etwas unglpcklich, aber ich will durch dalsche Wortwahl eine Diskussion nicht in die falsche Richtung bringen) dieses Problem bereits hatten.

Das war mir (so) nicht wirklich bekannt (also bei Züchtern, dass sie sich selbst rausnehmen). In meinen eigenen Verbänden (bin kein Züchter) hab ich davon noch nichts gesehen, den allgemeinen Frieden hab ich immer den (zusammen-) gewachsenen Strukturen zugeschrieben. Mir ist aber klar, dass Fremdhunde anders auf Gebrechen reagieren können (erlebe es ja auch so). Bin mir nur manchmal unsicher, ob die schiefe Haltung und das nach vorne Starren (weil er nichts bzw. nur noch Licht und Schatten sieht) nicht evtl. hin und wieder völlig von Artgenossen fehlinterpretiert wird. Die können ja nicht wissen, dass er sie weder sieht, noch hört noch riecht, sondern sich darauf konzentriert, gerade aus zu laufen und/oder dem nächsten "Schatten" auszuweichen (was er nicht brauchen würde, dafür sorge ich schon ... aber dass weiss er wiederum nicht immer so genau ;)).

 

Die meisten HH (davon gehe ich aus), kennen ihre Kandidaten sicherlich und diejenigen, die vorausschauend handeln, sind in der Regel nicht unser Problem (Deine Schilderung finde ich gut). Hatte (leider) nur ein einziges Mal einen Vorfall mit solch einem Halter (Schnalle gerissen oder sowas, nachdem wir schon gekreuzt hatten). Das ging dann trotz kurzem Schrecken und kleiner Verletzung (nur winzige Schramme, Desinfektion und Salbe drauf, fertig) gut aus. Zum einen war der Halter nicht böse auf mich, dass ich seinen Hund verschreckte und zum anderen war er selbst sofort bereit zu handeln (und der hatte noch zwei andere dabei, die liessen sich allerdings zuverlässig ablegen ... allerdings hätte ich den Aggressor nicht als den "Obereren" eingeschätzt, ganz im Gegenteil, eher: Unsicherer Hund sucht sich einen noch schwächeren).

Dann steht man mit dem Problem nicht so alleine da (und ich bin dann auch nicht sauer .. Unfälle passieren).

Ansonsten hat man es eher mit überforderten Haltern zu tun, Realitätsverweigerern, die die Situation falsch einschätzen (der spielt doch nur) oder desinteressierten Haltern (was hinter mir passiert tangiert mich nicht).

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vor 7 Stunden schrieb Rosilein:

 .. Unfälle passieren).

 

Ansonsten hat man es eher mit überforderten Haltern zu tun, Realitätsverweigerern, die die Situation falsch einschätzen (der spielt doch nur) oder desinteressierten Haltern (was hinter mir passiert tangiert mich nicht).

 

Und das ist eben so unnütz.

Auch als uninformiertester Halter muss man doch irgendwann mal das eigene Hirn einschalten, und andere Menschen um Hunde nicht zu belästigen, in Angst und Schrecken zu versetzen oder zu gefährden.

 

 

 

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vor 4 Stunden schrieb 2010:

Und das ist eben so unnütz.

Klar ist das unnütz

 

vor 4 Stunden schrieb 2010:

Auch als uninformiertester Halter muss man doch irgendwann mal das eigene Hirn einschalten, und andere Menschen um Hunde nicht zu belästigen, in Angst und Schrecken zu versetzen oder zu gefährden.

Wir wissen doch beide, dass es bei dieser Wunschvorstellung bleiben wird ...

Darüber kann man sich aufregen (also im Alltag), man kann es aber auch gleich sein lassen und sich darauf einstellen, dass es immer solche Menschen gegeben hat und in langer Zukunft auch noch geben wird (wenn jemals irgendwann in grauer Zukunft einmal überhängig Vernunft und Weitsicht regieren sollte).

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@Juline:

Ist bei mir eigentlich genauso. Der Rüde ist der Größere und Angriffslustigere. Er würde es nicht dulden, dass sich jemand an die Hündin oder mich ranmacht. Die Hündin hingegen steht nur doof rum und kümmert sich nicht um den Rüden, wenn dieser angegriffen wird...

Mein Rüde mag keine anderen Hunde (außer eben "seine" Hündin). So kam er schon ins Tierheim und da wird sich auch in seinem Leben nichts mehr dran ändern, dass andere Hunde einfach ein rotes Tuch für ihn sind. Dafür hat er zu viele negative Erfahrungen gemacht.

Und gerade als Schäferhund provoziert er natürlich gerne und gut durch entsprechende Mimik und Gestik. Für Gewöhnlich unterbinde ich das bevor es zu einer Eskalation kommt. Nur wenn plötzlich im Dunkeln von rechts ein Hund angerast kommt dann kann ich auch nicht schnell genug reagieren. Dann ist mein Hund schon auf 180 bevor ich die Situation erfasst habe.

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