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Hundeforum Der Hund
Bangy

Herzkranker Hund mit Wasser in der Lunge

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Hallo zusammen,

 

ich suche Rat und Tipps, wie ich meinem Hund das leben ein wenig leichter machen kann.

Zuerst vielleicht zu seiner Geschichte:

Bangy kam vor 6Jahren zu mir und soll damals ca 8Jahre gewesen sein. Ich habe ihn aus einer Tötungsstation in Belgien geholt, sein Zustand damals war leider nicht wirklich toll... Ungepflegt, kaum Fell, Untergewicht etc. Aber nach viel Zeit und Liebe ging es ihm wieder richtig gut. Er hat eine tolle Figur und war glücklich endlich Zuneigung zu bekommen.

Letztes Jahr im September hatten wir dann einen Autounfall. Zum Glück war er nicht schwer verletzt (Die Box im Auto hat ihm das Leben vermutlich gerettet), ihm ist "nur" die Lunge ein wenig kolabiert (das war aber nach 1-2 Wochen wieder gut verheilt). Jedoch wurde bei dem Röntgen festgestellt, dass sein Herz sehr stark vergrößert ist, er sehr auffällige Herzgeräusche hat und er viel Wasser in der Lunge hat. Bis zu diesem Tag dachte ich, er würde einfach alt werden und dadurch nicht mehr so gerne große Runden mit mir gehen. Er hat nie gehustet oder ähnliches...

Er wurde also auf Medikamente eingestellt:

Vetmedin (morgens und abends jeweils 5mg)

Vasotop (abends 2,5mg)

Libeo (morgens und abends jeweils 10mg) --> die Dosis ist erst die letzten Wochen so hoch geworden, da er immer mehr Wasser in der Lunge hatte und leider schlechte Luft bekam.

Zuerst war er wieder mein Hund von früher, wollte laufen, spielen und schlief endlich wieder die Nacht durch. Leider wird es jetzt wieder schlechte Nachts mit der Luft, er atmet schwerer und ist wieder unruhig.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Krankheit und kann mir Tipps geben was ich an der Fütterung o.ä. anpassen kann, damit es ihm vll besser geht? Zur Zeit bekommt er das Senior Futter von Wolfsblut.

 

Lieben Dank das ihr euch unsere Geschichte durchgelesen habt!

 

Grüße

Jacqueline mit Bangy

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Tja, das ist schwierig. Unser 1. Hund litt auch unter Herzklappeninsuffiziens. Eine Erleichterung außer mit der Gabe von Medikamenten kannst du ihm leider nicht verschaffen.

Wir haben unserem Hund damals selbst subkutan ein Medikament gespritzt (vom TA bekommen), um das Wasser aus der Lunge heraus zu bekommen.

 

Mit 14 ist Bangy ja nicht mehr der jüngste. Der negative Verlauf der Krankheit ist meines Wissens nicht aufzuhalten.

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Hallo,

danke für die Antwort!

Darf ich fragen, wie lange euer Hund damals nach der Diagnose noch lebte?

Das mit dem selber spritzen ist bei meinem Monster ein wenig schwer, durch seine schlechten Erfahrungen(früher wurde er sehr wahrscheinlich geschlagen etc.) reagiert er ziemlich agressiv auf jede Art von Schmerzen die man ihm zufügt. Und eine Spritze ist da schon ein kleiner Weltuntergang ;)

Liebe Grüße

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Wie schwer ist denn dein Hund?

Die Medikation klingt für mich nicht, als wäre das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

 

Was sagt denn der Tierarzt/Kardiologe zu einer eventuellen Erhöhung, insbesondere der Medis zur Entwässerung?

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Er wiegt 19KG und die Ärzte (Haustierarzt und Kardiologe) meinen, dass wir nicht viel mehr entwässerung geben können, weil er sonst Probleme mit dem Kreislauf bekommt... Die restlichen Medikamente sollen eine optimale Dosis für ihn sein.

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vor 5 Stunden schrieb Bangy:

 

Darf ich fragen, wie lange euer Hund damals nach der Diagnose noch lebte?

 

Die Diagnose stand schon länger fest. Er bekam Medikamente und wurde regelmäßig untersucht. Wir haben schließlich auf Anraten unseres TA einen Herzultraschall machen lassen und danach hat er leider nur noch  4  Monate gelebt.  Und ehrlich gesagt würde ich nicht zögern, ihn zu erlösen. Wir haben zu lange gewartet, weil mein Mann nicht loslassen konnte.

Gismo hat sich zwar scheinbar etwas erholt, aber letztendlich kann keiner von uns sagen, wie er sich wirklich gefühlt hat, denn Atemnot stelle ich mir furchtbar vor.

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vor 5 Stunden schrieb Bangy:

Er wiegt 19KG und die Ärzte (Haustierarzt und Kardiologe) meinen, dass wir nicht viel mehr entwässerung geben können, weil er sonst Probleme mit dem Kreislauf bekommt..

 

"nicht viel mehr" schreibst du.

Das klingt aber schon, als wäre noch etwas Spiel.

Gerade im Sommer lagert der Körper bei den herzkranken Hunden vermehrt Wasser ein.

Ich würde da auf jeden Fall in eine Tierklinik mit eigener Kardiologe gehen und mir dort Rat holen.

 

Den Ratschlag, den Hund erlösen zu lassen hab ich hoffentlich falsch verstanden :wacko:

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vor 28 Minuten schrieb Tina+Sammy:

Den Ratschlag, den Hund erlösen zu lassen hab ich hoffentlich falsch verstanden :wacko:

Das hoffe ich auch. Tom bekommt seit 3 Jahren Entwässerungstabletten und seit 4 Jahren Herzmedikamente und es geht ihm bestens. Man sollte daher nicht von seinem Hund/Fall auf andere Schließen, solange man weder den Hund persönlich kennt noch Veterinärmediziner ist.

 

Zu dir, Bangy, möchte ich sagen, dass du am besten wirklich einen Kardiologen aufsuchen solltest, falls du nicht schon bei einem warst. Dieser kann nochmal gezielter schauen, welche Ursache das vergrößerte Herz hat und wie der Hund bestenfalls eingestellt werden könnte.

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Ein Herzultraschall bei einem Kardiologen würde ich schon beim ersten Anzeichen von Herzproblemen machen lassen. Ich vertraue dem Abhören beim TA nicht sehr, wenn es um Wasser in der Lunge oder Herzgeräusche geht. Wenn das wichtig ist (z.B. Einschläfern ja oder nein), würde ich mindestens noch eine Röntgenaufnahme in einer Tierklinik machen lassen, um Ödeme in der Lunge festzustellen. Unsere Kardiologin hat wegen der Entwässerung empfohlen, alle 3 Monate die Elektrolyte (Natrium, Kalium, Kalzium, etc.) per Bluttest überprüfen zu lassen. Wir nehmen Furotab zum Entwässern und da hat noch keiner etwas von Kreislaufproblemen als Limit gesagt, aber das hängt natürlich vom Hund ab. Das Entwässern mussten wir seit Sommeranfang leider auch hochschrauben, könnte wirklich mit der Hitzebelastung zusammen zu hängen, die ja den Kreislauf sehr belastet. Mir hat man gesagt, das Ende ist erreicht (und Einschläfern nötig), wenn die Höchstdosis beim Entwässern nichts mehr bringt. Die Atemnot, die dann kommt, erzeuge Todesangst und das muss sehr schlimm sein. Bevor du ihn töten lässt aus Angst, ihn zu quälen, hol doch noch eine andere Meinung ein. Vielleicht kann man die Medikamente wechseln? Schwäche, Hecheln und Rumrennen nachts waren bei uns schlagartig verschwunden mit dem Kälteeinbruch vor einer Woche. Wenn dein Hund nachts unruhig ist, könnte das ja vielleicht noch andere Ursachen haben? Steht es fest, dass die Lunge wieder voll Wasser ist trotz der aktuellen Medikation? Meiner hatte eine Mandelentzündung und hustete genauso wie mit Wasser in der Lunge.

 

Ich füttere nichts spezielles wegen der Herzerkrankung, weil mein Senior extrem mäkelig und dünn ist. Beim Füttern würde ich insgesamt die TÄ fragen, was sie euch empfehlen. Du kannst auch mal Stichworte wie salzarm, Taurin, Fischöl bei Herzproblemen googeln und dann den Haus-TA befragen, ob das für deinen Hund gut wäre, denn z.B. salzarm bei Durchfall könnte gerade auch falsch sein. Angepasst habe ich das Futter bei uns nur wegen einiger bedenklicher Blutwerte (phosphatarm, nierenschonend). Soviel ich weiß, belasten die Medikamente Leber und Niere und um die Niere mache ich mir genauso viel Sorgen, wie um das Herz ;-)

 

Die Kardiologin meinte auch, wir sollten täglich mehrere kleine Runden an ruhigen Orten wie im Wald mit ihm machen. Bewegung sei wichtig und die totale Schonung unnötig (hängt natürlich vom Hund ab, aber ich hatte da auch so meine Sorgen, dass er einen Infarkt von jeder kleinen Aufregung bekommen könnte). Ich habe auch den Eindruck, dass die Kreislaufanregung beim Spazierengehen ihm sehr gut tut. Bei über 20 Grad gehen wir nur morgens und spätabends/nachts.

 

Was mir noch einfällt: du solltest unbedingt darauf achten, dass die Tabletten nicht heimlich ausgespuckt werden.

 

Alles Gute für euch!

 

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Nein, Tina, das hast du nicht falsch verstanden. 

Wenn du einen Hund zu Hause hast, der ganz schwer atmet, nicht mehr laufen will und du weißt, dass die Lunge voller Wasser ist, kommt schon der Gedanke zur Erlösung kommen.

 

Mein Hund war keine 8 Jahre alt, aber Bangy ist bereits 14. Allerdings haben wir, wie ich schrieb, einen Herzultraschall machen lassen.

Es war für mich ganz schlimm, den Hund so leiden zu sehen und ich konnte nicht helfen.

Vielleicht habe ich mich ein wenig ungeschickt ausgedrückt, aber ich denke, dass man mit so einer Diagnose und dem Alter von Bangy den Gedanken an Erlösung nicht verdrängen darf.

 

Bangy hat nach Erfahrungen mit dieser Erkrankung gefragt und ich habe meine Erfahrung aufgeschrieben . Und glaube mir, dass wünsche ich niemandem. 

  

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