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Hundeforum Der Hund
Kleiner Wolf

Apoquel wirkt nicht meh richtig - hilft nur mehr Cortison?

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Hallo zusammen,

 

ich habe bereits die Suchfunktion hier und im Internet genutzt, jedoch keinen wie meinen Fall gefunden.

 

Die Vorgeschichte.

Letzten November fing es an, dass sich mein Odin die Beine wund leckte. Hauptsächlich die Vorderbeine und an den Hinterpfoten hatte er irgendwelche Knubbel.

Also bin ich zu unserer Tierklinik. Parasiten hatte er nicht, der TA meinte, es könnte alles mögliche sein. Eine Allergie sei allerdings wahrscheinlich.

Ich hatte ihm damals nichts anderes gefüttert als zuvor, muss allerdings sagen, dass er zu dem Zeitpunkt erst 4 Monate bei uns war. Er hat immer das gleiche Futter bekommen.

 

Der Dermatologe in der Klinik meinte:

Bei Umweltallergien könne man eh nichts machen und beim Futter wäre eine Ausschlussdiät eine Möglichkeit, jedoch sei die sehr schwierig, da der Hund wirklich rein gar nichts anders erwischen dürfte (vom Boden usw.). Das ist tatsächlich schwer bei ihm, weil er wirklich jeden Dreck frisst. Um uns herum sind überall Felder und es wird alles mögliche an Getreide, wie zB. Mais, angebaut. Das frisst er auch. Ich passe immer auf, aber so schnell kann man gar nicht schauen. Ich dürfte ihn gar nicht mehr schnuppern lassen. Ich füttere ihm Wolfsblut Forelle + Süßkartoffel und Pferdesnacks, aber auch Hundekekse (Getreide).

 

Nun zu meinem Problem:

Er hat damals Apoquel verschrieben bekommen, die wunderbar angeschlagen haben. Nach zwei Tagen hat er komplett mit dem Lecken aufhört. Zuerst die Anfangsdosis 2 x tgl, dann reduzieren auf  1x tgl., und diese Dosis nochmal halbieren. Er hat zum Schluss eine halbe Apoquel 5,4 mg bekommen und das hat ein 3/4 Jahr super geklappt. Kein Lecken mehr.

 

Nun dachte ich, ich probiere es, die Dosis nochmal zu halbieren, also eine 1/4 Apoquel. Das hat der Dermatologe auch gesagt, dass man das probieren soll. Erster Tag alles ok, zweiter Tag ein bisschen geleckt und ab dem dritten Tag total viel wieder. 

 

Also wieder auf die halbe Apoquel erhöht, aber es half nicht mehr! Er bekam dann eine ganze Tablette und es hilft nur mehr solala. Am Abend leckt er wieder. Zur Zeit ist er auch wieder total wund.

 

Hilft hier nur mehr Cortison? Stimmt es, dass die Hunde darauf extrem viel trinken und alle 2 Stunden pinkeln müssen? Wie macht man das im Alltag? Gehen die Leute dann nicht mehr arbeiten?

Bitte um Hilfe, welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Dazu, das Apoquel nicht mehr wirkt kann ich nichts sagen, meiner kriegt das seit einem Jahr und bisher wirkt es noch.

 

Aber warum hast du bzw. der TA keine Allergietests gemacht? Wenn man weiß was es ist, kann man das vielleicht ganz einfach abstellen und er braucht weder Cortison noch Apoquel. Ohne Test ist ja garnicht klar wovon er das hat. Sicherlich kanns am Ende auch drauf hinauslaufen, das er auf was allergisch ist, das kein Test erfasst, aber wenn doch und man kann das Futter zb. einfach umstellen?

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vor 26 Minuten schrieb Mixery:

Dazu, das Apoquel nicht mehr wirkt kann ich nichts sagen, meiner kriegt das seit einem Jahr und bisher wirkt es noch.

 

Aber warum hast du bzw. der TA keine Allergietests gemacht? Wenn man weiß was es ist, kann man das vielleicht ganz einfach abstellen und er braucht weder Cortison noch Apoquel. Ohne Test ist ja garnicht klar wovon er das hat. Sicherlich kanns am Ende auch drauf hinauslaufen, das er auf was allergisch ist, das kein Test erfasst, aber wenn doch und man kann das Futter zb. einfach umstellen?

Das Futter habe ich damals schon umgestellt. Hilft aber nichts. 

 

Ich werde den Allergietest nächstes Mal ansprechen.

 

Wenn es aber zum Beispiel Pollen oder Grasmilben sind, kann man auch nichts machen.

 

Hat dein Hund auch mal Cortison bekommen?

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Futter umstellen hilft ja nur was, wenn du das "Problem" nicht mehr drin hast. Das kann ja leider alles sein von einzelnen Futtermitteln, Fleisch, Getreide und so weiter, bis zu Futtermittelmilben, Hausstaubmilben und so weiter. Das würde ich schon testen lassen.

 

Meiner hat eine Allergie auf Mais und eine einzelne Futtermittelmilbe, leider eine die auch draußen vorkommt. Trockenfutter kriegt er z.B. garkeins und trotzdem kann ich das Apoquel nicht absetzten da fängt das Gekratze wieder an.

 

Cortison hat er am Anfang mal bekommen, er hatte Hunger wie ein Wolf, hat nicht mehr gesoffen als vorher und musste auch nicht öfter. Nur genutzt hat es nichts, er kratzte sich fröhlich weiter.

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 @Freefalling hat ihrem Hund das soweit ich weiß gegeben und damit aufgehört.
Ich finde grad den Beitrag nicht.

 

Für mich (mit Allergie-Hund) käme noch Cetiricin in Frage, natürlich nur nach Absprache mit dem TA. (das wäre unser Schritt, falls meiner wieder anfängt Symptome zu zeigen)

 

Cortison als Dauermedikation würde ich nur in Erwägung ziehen, nachdem vorher alles ausgeschöpft wäre.

Dazu gehören mich in erster Linie all die Dinge, die ich selbst bereits mit meinem Hund hinter mir habe - wobei das keine feste "muss jeder auch so machen" to do Liste ist.

Bei uns gehörte ein großer Allergietest dazu. Später sogar noch eine Biopsie der Haut um Autoimmunerkrankungen ausschließen zu können.

Auf jeden Fall ein großes Blutbild. Hormone mit checken lassen, Schilddrüse auch und zwar ein richtiges Profil. Nicht die 3, 4 Werte die normal sind.

 

Ich habe noch 2 Optionen:  Apoquel und Cetiricin. Und erst wenn das ausgeschöpft wäre, käme Cortison.

Mein Hund hat in seinen schlimmsten Phasen 2x Cortison bekommen.

Das hielt halt solange wie es hielt und danach wars halt wieder schlimm.

Ich konnte in der Zeit keine negativen Veränderungen an ihm sehen.

Auch kein vermehrtes Trinken. Seine Haut, die immer rot war, hat sich nicht verändert. Sie blieb rot.

 

Auch wenn der Kampf aussichtslos scheint:

Man kann viel erreichen wenn man den Auslöser kennt.

Unsere sind Hausstaub- und Futtermilbenmilben und da kann man viel, viel verbessern.

 

Mein Hund hat schwer zu leiden gehabt. Ihm ist sogar das Fell am Hals ausgefallen.
Sein Fell war struppig, klebrig/ölig, stumpf.
 

Ihm hilft bis heute regelmäßig waschen (denn das wäscht auch die Allergieauslöser raus, die er mitnimmt aus  der Umwelt)

Früher alle 2 Tage, jetzt 1x die Woche. (mit Micocep - nimmt auch den Juckreiz) und zur Vorsicht ein hypoallergenes Futter.

NaFu natürlich, den irgendwas trockenes ist für ihn absolut tabu, es sei denn es ist selbstgemacht und wird schnell verfüttert.

 

Für diesen Weg braucht es den richtigen TA. Das habe ich gemerkt.

Nicht einfach einen TA - eher einen Partner der sich wirklich kümmert und mit Dir bemüht.
Einer der nicht abwinkt und offen ist.

Ich hatte den ersten Versuch mit: "Er ist auf Futter allergisch, hier nimm das ---> *Sack Trockenfutter reich* mehr kann man nicht machen"

 

Generell zum Thema Allergien:

 

 

 

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Hallo,

Ich kann leider nicht viel mehr beitragen als die anderen. Folgende Reihenfolge würde ich vorschlagen:

1. normales Blutbild (falls noch nicht geschehen)

2. Allergietest mit allem, was so geht. Also sowohl Umweltauslöser, als auch Futterbestandteile. 

3. Schilddrüse testen lassen. Bei uns kam eine allergiebedingte Unterfunktion raus, die nicht an sich behandelt wird. Aber es geht auch umgekehrt, dass Fehlfunktionen der Schilddrüse Allergien auslösen. Und dann kann man die Unterfunktion behandeln und hat eine gute Chance, dass sich die Allergien verbessern.  

4. Allergieauslöser vermeiden. 

Futtermilben: kein Trockenfutter und nix Getrocknetes mehr. Keine Knabbersachen. Am besten selbst kochen oder barfen. Hier gibt's Reinfleischdosen mit Reis und Gemüse gekocht. 

Hausstaub: da gelten die gleichen Sachen wie bei Menschen mit Hausstaubmilbenallergie. Putzen und waschen quasi. 

Pollen, Gräser, alles was draußen ist: Beobachten, wann die Reaktionen am schlimmsten sind. Wald? Feld? Nach jedem Spaziergang den Hund bürsten und mit einem feuchten Lappen abwaschen. Besonders das Gesicht, den Bauch und die Pfoten.  Ein Kamillebad für die Pfoten soll auch gut helfen. Dass man da nichts machen kann, stimmt einfach nicht. 

 

Warum das Apoquel nicht mehr hilft, weiß ich nicht. Wir haben das abgesetzt und er bekommt Cetirizin stattdessen. Im Urlaub hatte er viel Stress und konnte nicht gut schlafen, soviel hat er sich gekratzt. Da hat er abends eine halbe Apoquel bekommen und das hat gut geholfen. Seit wir wieder zu Hause sind, bekommt er es nicht mehr. Ich bin aber froh, dass ich es da habe. 

 

Cortison wäre für mich in dem Fall nur etwas für den Notfall. Bei uns hat es als Soforthilfe gut geholfen. 

 

Ich hab gerade nachgelesen und sehe, dass du noch keine Ausschlussdiät getestet hat. Das würde ich in jedem Fall machen. Man sagt immer: Kartoffeln und Pferd. Meiner hat beides nicht mit dem Magen vertragen, daher wurde es Reis und Huhn. Du kannst in jedem Fall mal nass füttern und Rind und Getreide weglassen. Dann hättest du die drei häufigsten Auslöser schon ausgeschlossen. Das würde ich auch sofort anfangen. Vielleicht verbessert es sich dadurch. 

 

Bei uns lindert das Cetirizin nur die Symptome. Ich muss schon ziemlich viel zusätzlich tun, damit es ok ist. Ich hoffe ja immer noch, dass bald die Pollenzeit vorbei ist. Und ich glaube fest daran, dass man nach 1-2 Jahren raus hat, wann die "schwierigen" Zeiten sind und wann der Hund vielleicht gar kein Medikament braucht. 

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Dürfte auch sehr interessant für dich sein.

 

Ich würde aber auch versuchen herauszufinden wo die Ursache liegt. Dann kann man zielgerichteter behalndeln!

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Umweltallergene kann man sehr wohl behandeln.  Nur beträgt die Chance dass es klappt 50/50. Das ganze nennt sich dann Hyposensibilisierung,  machen wir derzeit wegen einer Hausstaubmilbenallergie und bisher scheint das zu klappen.  Genaueres kann man im Allergiehunde versammelt euch nachlesen,  der hier ja bereits verlinkt wurde.

Aber was dein Tierarzt da sagte ist eben so nicht richtig.

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Ich würde eine Ausschlussdiät machen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es nichts bringen wird, weil er alles mögliche vom Boden frisst. Bei uns sind überall Feldwege und überall Mais (besonders allergieauslösend...).

Ich versuche alles, damit er nichts frisst. Er erwischt trotzdem immer was. Dann liegt plötzlich wo ein Maiskolben. Er springt auf die Maispflanzen und reißt sich was runter.

Er frisst immer wieder Kot und irgendeinen undefinierbaren Mist.

 

Wie soll denn das gehen? Mit Mauskorb Gassi?

 

Wie kann ich ihn dann noch mit dem Clicker trainieren? Das ist aktuell sehr wichtig, wir trainieren mit einer Trainerin wegen Leinenaggression.

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Ich weiss nicht... bevor ich dauerhaft Cortison geben würde, würde ich lieber Wege suchen die eine Ausschlussdiät erfolgreich machen.

Wenn Du schon eine Trainerin hast, frag sie nach einem speziellen Training.

Hier würde ich auch eindeutig nochmal, erstmal Prioritäten setzen: Gesundheit vor Verhalten. 

Es gibt Leckerchen auch mit den Zutaten die man gerade füttert. Ich würde sie wenn nötig selbst backen/herstellen.

 

Der Allergietest, Blutcheck, Schilddrüse usw. bleibt Dir aber eh unabhängig davon. 

Das kannst Du so oder so auch schon anleiern. (grad Schilddrüse - kann sich u. U. aufs Verhalten auswirken, ist nie verkehrt danach zu schauen)

 

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