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Hundeforum Der Hund
Vegas1989

Amy - Leinenpöbler on Tour

Empfohlene Beiträge

Guten morgen alle zusammen :) Ich hoffe, das ich niemanden mit einem weiteren Thread zum Thema Leinenpöbler auf dem keks gehe, aber wir sind mit unserem Latein am Ende. Amy bellt jeden Hund an, den sie sichtet. Dabei steigert sie sich extrem rein. Es ist keine Aggression, denn sie sucht den Kontakt mit fremden Hunden. Sobald sie hin darf, legt sich das ganze schnell wieder. Wir haben schon vieles versucht, von Einzeltraining bis hin zu hundeschule. Nichts scheint zu wirken. Machen wir einen Schritt vor, geht's am nächsten Tag vier Schritte zurück. Um genauer zu erläutern was wir gemacht haben : wir haben es mit Distanz versucht - klappte gar nicht, mit Ablenkung - klappte nur bedingt, mit Leinenkontakt - führte auch nicht zum Erfolg. Es geht mir nicht darum, das der hund nicht bellen darf, das wird sie wohl nie ablegen sondern eher, das sie lernen soll, entspannter an Freunden Hunden vorbei zu gehen. Ganz vielleicht hat ja jemand von euch auch so eine ähnliche Situation gehabt und kennt noch den ein oder anderen Trick. Ich erwarte kein Wundermittel. Ich wünsche euch allen noch einen sonnigen Tag und hoffe auf viele Tipps :)  Achja : als Welpe war sie extrem ängstlich und wollte sich kaum mit anderen Hunden auseinander setzen. Warum wieso wissen wir leider auch nicht. 

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Hallo,

So etwas ist sehr individuell.

Wie verhält sie sich denn im Freilauf? Was macht sie, wenn du mit Leine zu anderen Hunden hingehst?

Habt ihr medizinisch alles abgeklärt (Schilddrüse!)?

Gibt es Situationen/Orte, an denen sie sich nicht oder weniger aufregt?

Was machst du aktuell in einer akuten Situation?

 

 

Die Motivation des Hundes zu verstehen, ist das wichtigste. Ich bin da kein Experte. Aber bei uns ist es jetzt besser. Zeigen und Benennen und stures Gegenkonditionieren. Ich freue mich tierisch über jeden Hund, den wir sehen und es gibt Leckerlie, schon bei Sichtung. Ob im Park oder nur in der Ferne. Denn ein Teil des Problems war meine Einstellung, meine Angst rauszugehen. Wir gehen zu jedem Hund mit Leine, auch im Freilaufgebiet und im Wald. Ich suche förmlich nach Kontakten. Nur wenn beide entspannt sind, mache ich ihn los. Denn er ist unsouverän im Umgang und ich zeige ihm jetzt, wie man das so macht. Also langsam hingehen und höflich sein. Wenn er mal bellt oder knurrt - ok. Mittlerweile reagiert er auf freudige Ansprache und ich nutze die Bellpause um weiterzugehen. Er kommuniziert mit mir jetzt auch besser. 

 

Vielleicht ist deine einfach auch unsicher? Denn auch wenn sie zu anderen Hunden hinwill, kann das Unsicherheit sein. Meiner kann es nicht gut ertragen, keinen Kontakt aufnehmen zu dürfen. Das verunsichert ihn. Kontakt aufnehmen heißt für ihn aber auch immer, "seinen Punkt machen". Also er spielt sich auf. Im Freilauf still, an der Leine eben durch Pöbeln.

 

Ich will dir Mut machen. Bei uns sah es lange aussichtslos aus. Jetzt ist es nicht perfekt, aber total ok und es verbessert sich immer weiter.

Erzähl vielleicht mal etwas mehr, wie die Situationen so ablaufen. 

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Amy ist im Freilauf genauso wie an der Leine. Sie rennt dann meist auch direkt hin und lässt sich nur mit großem Widerwillen zurück rufen. Wenn ich mit Amy an der Leine zu anderen hunden gehe, bellt sie bis der hund erreicht ist. Dann stürmt sie quasi richtig drauf los aber eben wie gesagt nicht aggressiv. Medizinisch ist alles in Ordnung mit Amy. Zurzeit probiere ich tatsächlich Bachblüten aus, bin da aber mehr als skeptisch. Situationen in denen sie ruhiger ist, sind eher selten und dann auch nur wenn sie schon gut k.o ist. Aktuell versuche ich sie abzulenken, da viele Hunde samt Halter sich schnell genervt fühlen. Wenn es geht, lasse ich aber Kontakt zu. Liegt eben auch am Halter +Hund. Ich denke auch, dass Amy unsicher ist und nicht so richtig weiß, wie sie sich verhalten soll. Um es einfach mal detaillierter zu erklären : Amy sieht einen anderen Hund, fängt an nach vorne zu preschen, steigt auch teilweise und bellt ohne unterlass. Laufen wir nur am Hund vorbei geht das solange bis der andere nicht mehr in Sichtweite ist. Bei Kontakt wird sie ruhiger(was das bellen angeht) , ist aber total aufgeregt und versucht häufig mit dem anderen Hund zu spielen. 

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Das ist exakt auch Femos Verhalten! Außer, dass er nicht mehr bellt, wenn er an den Hunden dann ist.

Welche Rasse ist Amy? 

Ich würde nicht mehr zulassen, dass sie sich im Freilauf so verhält. Wenn Femo sich nicht anständig verhält und ich sehe, dass der andere Hund damit nicht umgehen kann, gehe ich hin und leine ihn an. Dann gehe ich ein paar Schritte zurück, lobe ihn fürs Gucken, er darf an der Leine dann auch wieder Kontakt aufnehmen. Manchmal darf er wieder von der Leine, aber meistens eher nicht, weil der "Hundetyp" nicht passt und er sofort wieder anfängt.

 

Ich sorge aber insgesamt für sehr viel Kontakt. Wir haben Hundekumpels, mit denen es gut klappt und eine Hündin, die wir regelmäßig zum Spazieren abholen. Und ich frage ganz oft Leute, ob wir ein Stück zusammen gehen können. Bei manchen muss er dann angeleint bleiben, aber bei den meisten kann er frei laufen und macht sein Ding. Er muss ja nicht "spielen", er soll lernen, dass man auch einfach zusammen rumlaufen kann und alles ist ok. 

 

Ich unterbinde das Hinstürmen beim Erstkontakt durch Anleinen und zwar immer. Ich rufe dann den Leuten zu, dass ihr Hund gern kommen kann. Natürlich haben wir schon die ein oder andere blöde Situation gehabt. In uns reinrennender Labbi z.B., aber dann kann ich im Zweifel immer noch ableinen. 99% der Hunde kommen aber freundlich und ruhig oder gehen vorbei. 

Wenn der andere Hund auch angeleint ist, frage ich, ob wir mal Kontakt aufnehmen dürfen. Das tun wir sehr kurz mit viel Lob und dann gehen wir weiter. Das tun wir aber nur da, wo wir zur Seite ausweichen können, nicht an der Straße. 

 

Es hat mir am Anfang nicht gefallen, das so stark zu reglementieren. Sonst darf er viel selbst entscheiden. Aber wenn ich ihn machen lasse, bringt das nichts. Seit ich den Hundekontakt im Freilauf sehr stark kontrolliere, ist er auch an der Leine gelassener. 

 

Hast du schon Gegenkonditionierung versucht? Das bedeutet, dass du, egal welches Verhalten sie zeigt, Hundesichtung positiv verknüpfst. Mit Freuen und Leckerlie. Du solltest sie dabei nicht ablenken, denn sie soll das Positive mit dem Hund verknüpfen und lernen, sich dir immer wieder zuzuwenden. 

 

Bei uns ist es so:

Ich sehe den Hund und sage: Schau mal, Femo, ein HUND!!! Ist das nicht toll?" (Oder halt: "Oh du hast den vor mir gesehen. FEINER MANN!!!")

Er guckt mich dann schon an (muss Amy am Anfang nicht). 1. Leckerlie. Manchmal reicht das schon, wenn der Hund nicht so nah ist. Wenn ich merke, er fixiert oder spannt sich an, spreche ich ihn nochmal mit freudiger Stimme an. 2. Leckerlie, auch in die Fixierung hinein. Da musst du deinen Hund einschätzen. Meiner macht da nichts. Das ist aber der wichtigste Moment. 

Wenn er bellt, sage ich sowas wie "Ach das ist doch nur ein KLEINER HUND. Das lohnt sich gar nicht!" Und immer wieder Leckerlies. Und dann aus der Situation raus.

Wir konnten das schon reduzieren. Er bekommt meistens 1-3 Leckerlies. Ich hab so Entenbruststreifen, auf denen er ein paar Sekunden kaut. 

1. Sichtung ("Fein ein HUND!!")

2. Auseinandersetzung ("Das ist doch nur ein KLEINER HUND! Fein machst du das!")

3. Weitergehen ("Na komm, da müssen wir jetzt nicht hin. Geh WEITER!")

 

Und ja, ich freue mich extrem, mit hoher Stimme und mache mich zum Affen. Mal muss schauen, welcher Tonfall dem Hund hilft und ihn gleichzeitig nicht noch nervöser macht. 

 

Ganz wichtig: Am Anfang einfach alles toll finden und immer Leckerlies. Hunde sind das tollste auf der Welt, egal wie Amy sich verhält. Zwing sie nicht zur Kontaktaufnahme, aber gib ihr das Gefühl, dass Hunde was tolles sind. Irgendwann kann man anfangen, das richtige Verhalten zu bestärken. Aber erstmal geht es um das richtige Gefühl. 

 

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Diese Art von Training haben wir noch nicht probiert, werde es aber auf jedenfall versuchen! Amy ist allerdings nicht so Leckerli begeistert beim Gassigang, da werde ich dann wahrscheinlich einfach ausprobieren müssen, wie sie es annimmt. Vielen Danke für deine Mühe :) es tut gut zu wissen, das man nicht allein mit gewissen Problemen ist. Ich werde auf jedenfall berichten, wie die Methode anschlägt. Aber natürlich nicht heute oder morgen, das wäre wohl ein wenig zu früh ;)

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Wenn ein Hund pöbelt, ist er nicht ansprechbar. Ich habe daher meine Hunde (immer am Geschirr) einfach festgehalten. Ich stehe dabei neben dem Hund, ein Bein leicht vor dem Hund und halte den Hund so fest, dass er weder nach vorne noch hochsteigen kann. Ich warte ab, bis sich der Hund entspannt hat und belohne ihn dann. Ich spreche den Hund auch nicht an, wenn er bellt, denn erhört mir ja nicht zu . Das hat super geklappt.

Das war für mich der 1. Schritt, denn der Hund muss ja erst mal lernen, dass man Kumpels nicht verbellt.

 

Die Situation "ich laufe bellend auf einen Hund zu" habe ich mit einer 3m langen Leine geübt.

Fremder Hund kommt und ich habe meinen Hund frühzeitig abgerufen und bei Erfolg natürlich belohnt. Die Abstände zu den entgegen kommenden Hunden wurden dabei immer verkürzt.

Mir ist dabei wichtig, dass ich entscheide, ob ich einen Hundekontakt zulasse, denn mein Hund sollte in jeder Situation abrufbar sein. Und das geht natürlich nicht, wenn er selbst entscheidet, zumindest nicht immer.

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Das haben wir auch schon lange Zeit so trainiert, hat aber leider nichts gebracht. Sie steigert sich trotzdem enorm rein, schwer zu erklären aber ist definitiv nicht der richtige Weg für Amy. Sind gerade gemeinsam zum fressnapf gelaufen, mit Futtertube. Hat tatsächlich besser geklappt als die andere andere Methoden. Kann natürlich auch Zufall gewesen sein ;) wir arbeiten weiterhin dran, vielleicht gibt es sich ja irgendwann :)

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vor 3 Stunden schrieb denny:

Wenn ein Hund pöbelt, ist er nicht ansprechbar. Ich habe daher meine Hunde (immer am Geschirr) einfach festgehalten. Ich stehe dabei neben dem Hund, ein Bein leicht vor dem Hund und halte den Hund so fest, dass er weder nach vorne noch hochsteigen kann. Ich warte ab, bis sich der Hund entspannt hat und belohne ihn dann. Ich spreche den Hund auch nicht an, wenn er bellt, denn erhört mir ja nicht zu . Das hat super geklappt.

Das war für mich der 1. Schritt, denn der Hund muss ja erst mal lernen, dass man Kumpels nicht verbellt.

 

Die Situation "ich laufe bellend auf einen Hund zu" habe ich mit einer 3m langen Leine geübt.

Fremder Hund kommt und ich habe meinen Hund frühzeitig abgerufen und bei Erfolg natürlich belohnt. Die Abstände zu den entgegen kommenden Hunden wurden dabei immer verkürzt.

Mir ist dabei wichtig, dass ich entscheide, ob ich einen Hundekontakt zulasse, denn mein Hund sollte in jeder Situation abrufbar sein. Und das geht natürlich nicht, wenn er selbst entscheidet, zumindest nicht immer.

Sorry, das stimmt einfach nicht. Vielleicht muss man da die Definition von Pöbeln festlegen. Aber mein Hund pöbelt immer noch. Das ist kein Melden und kein Zurufen, er pöbelt und spielt sich auf. Vorher hat er das 3 Min am Stück gemacht, ist in die Leine gesprungen und langsam schlug es schon in Aggression durch Frustration um.

In zum Glück seltenen, aussichtslosen Situationen halte ich auch einfach nur die Leine und sichere den Hund, z.B. wenn wir nicht ausweichen können und es für ihn einfach zu nah ist. Aber durch die Gegenkonditionierung wendet er sich mir innerhalb von 3-15 Sekunden wieder zu und wir spulen unser Programm ab wie oben beschrieben. Und er wird danach auch generell schnell wieder ruhig.

 

Und ich finde, der Hund muss zuerst lernen, dass er sich sicher fühlen kann und dass Hunde generell nichts schlimmes sind. Die Verhaltensänderung stellt sich danach ein. Die TE hat ja schon vieles versucht. Erfahrungsgemäß stellt sich die Verknüpfung Nicht Bellen - Belohnung, Bellen - keine Belohnung nicht so schnell ein in dieser aufregenden Situation. Die Verbindung Hund - toll, es gibt Leckerlie aber schon. Vor allem weil man sie immer bestärken kann. 

 

Mein Hund ist gut abrufbar und er läuft generell im Wald ohne Leine. Wenn wir einen Hund sehen, bleibe ich stehen, rufe ihn. Wenn er den anderen Hund weiter ansieht, gehe ich. Dann kommt er in der Regel mit. Dann belohne ich, leine an und wir gehen zusammen hin oder vorbei. Im Wald oder Park pöbelt er fast gar nicht mehr. 

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Sehe ich auch so. Bei uns ging die Methode auch daneben bzw hat rein gar nichts gebracht. Der hund hat dadurch keinerlei Sicherheit erfahren. Natürlich kann es bei anderen Hunden wirksam sein, aber ist ist eben kein Allheilmittel für jeden  Hund. Ich bin schon sehr erleichtert,wie gut Amy die Futtertube angenommen hat und wie toll sie mir ihre Aufmerksamkeit geschenkt hat. Der Berggipfel ist aber trotzdem noch weit entfernt. Wer weiß, wie es nächste Woche aussieht...;)

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Hab ich das richtig verstanden? Ihr geht trotz Leinenpöblen zu anderen Hunden an der Leine hin? 

 

Sollte es nicht das Ziel sein, dass der Hund lernt, dass er nicht hin darf und der andere Hund auch ohne ihn zu verbellen weggeht? 

 

Dann will er doch erst recht immer hin...?!

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