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Hundeforum Der Hund
Vegas1989

Amy - Leinenpöbler on Tour

Empfohlene Beiträge

Ich kenne auch die aufgeregte Bellerei von meinem Hund.

 

Ich kann es inzwischen ganz gut einordnen. In der Nähe unseres Hauses bellt er jeden anderen Hund grundsätzlich an, klingt für mich nicht unbedingt freundlich. Wenn der andere Hundebesitzer trotzdem einverstanden ist mit Kontaktaufnahme ist für Meinen sofort alles gut, er schnüffelt und geht dann weiter. Wenn nicht, bleiben wir entweder stehen oder wechseln die Straßenseite - er lässt sich ansprechen und kommt unter gelegentlichem Weiterbellen aber mit und wendet sich wieder Bäumen und Gebüsch zu. Der Weg dahin war allerdings mühsam und teilweise anstrengend: ich bin dann mit meinem aufgeregt zappelnden, bellenden, hüpfenden Hund stehen geblieben, habe ihn genügend gesichert, dass er nicht ausbüxen konnte, und bin erst weitergegangen, wenn der andere Hund weit genug weg war, dass mein Hund sich wieder beruhigt hatte. Ich kann nicht zählen, wie oft wir das machen mussten ...

 

Begegnungen weit weg von zu Hause - er guckt, fängt bei Annäherung des anderen Hundes an zu fiepen. Wenn der nicht näher kommen will, fängt er irgendwann an verhalten zu Bellen, lässt sich aber i.d.R. problemlos ablenken. Ich habe überrascht festgestellt, dass viele Hunde die Rute einklemmen und anscheinend Angst vor fremden Hunden haben.

 

Die vorigen Beispiele alle mit Leine. Im Freilauf, wenn er den anderen Hund vor mir sieht, kann ich mir jegliches Rufen ersparen, das interessiert ihn nicht. Da gibt es auch kein Gebelle, er geht langsam im Bogen auf den anderen Hund zu und schätzt dessen Reaktion ein. Ist der Andere nicht interessiert, kommt er zu mir zurück, ansonsten fängt gegenseitiges Beschnüffeln an.

 

@Vegas1989 Beobachte genau, ob du dem Bellen deines Hundes bestimmte Situationen zuordnen kannst. In der Nähe des eigenen Hauses ist es normal, dass mehr Aufregung da ist. Vll. kannst du auch mit Geduld und einfach Stehenbleiben die Situationen in den Griff bekommen.

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vor 9 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Hab ich das richtig verstanden? Ihr geht trotz Leinenpöblen zu anderen Hunden an der Leine hin? 

 

Sollte es nicht das Ziel sein, dass der Hund lernt, dass er nicht hin darf und der andere Hund auch ohne ihn zu verbellen weggeht? 

 

Dann will er doch erst recht immer hin...?!

Nein, das hast du wohl nicht richtig verstanden. Wir haben verschiedene Methoden ausprobiert. Amy hat nicht immer Kontakt zu anderen Hunden an der Leine. Wir haben über Monate hinweg auch die Standartmethode trainiert - der Erfolg blieb aus ( nicht mal ein Hauch von besserung). Ich denke, das sich die Fernhaltemethode nicht für jeden Hund gleich gut eignet. Die Ursache scheint der wesentlich wichtigere Punkt zu sein. Bei ihr liegt das Problem wohl eher darin, das sie sehr unsicher ist. Würde ich ihr jeden Leinenkontakt untersagen, würde es nur noch schlimmer werden - glaub mir, das haben wir mehr als deutlich erfahren.

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vor 7 Stunden schrieb Fricco:

Ich kenne auch die aufgeregte Bellerei von meinem Hund.

 

Ich kann es inzwischen ganz gut einordnen. In der Nähe unseres Hauses bellt er jeden anderen Hund grundsätzlich an, klingt für mich nicht unbedingt freundlich. Wenn der andere Hundebesitzer trotzdem einverstanden ist mit Kontaktaufnahme ist für Meinen sofort alles gut, er schnüffelt und geht dann weiter. Wenn nicht, bleiben wir entweder stehen oder wechseln die Straßenseite - er lässt sich ansprechen und kommt unter gelegentlichem Weiterbellen aber mit und wendet sich wieder Bäumen und Gebüsch zu. Der Weg dahin war allerdings mühsam und teilweise anstrengend: ich bin dann mit meinem aufgeregt zappelnden, bellenden, hüpfenden Hund stehen geblieben, habe ihn genügend gesichert, dass er nicht ausbüxen konnte, und bin erst weitergegangen, wenn der andere Hund weit genug weg war, dass mein Hund sich wieder beruhigt hatte. Ich kann nicht zählen, wie oft wir das machen mussten ...

 

Begegnungen weit weg von zu Hause - er guckt, fängt bei Annäherung des anderen Hundes an zu fiepen. Wenn der nicht näher kommen will, fängt er irgendwann an verhalten zu Bellen, lässt sich aber i.d.R. problemlos ablenken. Ich habe überrascht festgestellt, dass viele Hunde die Rute einklemmen und anscheinend Angst vor fremden Hunden haben.

 

Die vorigen Beispiele alle mit Leine. Im Freilauf, wenn er den anderen Hund vor mir sieht, kann ich mir jegliches Rufen ersparen, das interessiert ihn nicht. Da gibt es auch kein Gebelle, er geht langsam im Bogen auf den anderen Hund zu und schätzt dessen Reaktion ein. Ist der Andere nicht interessiert, kommt er zu mir zurück, ansonsten fängt gegenseitiges Beschnüffeln an.

 

@Vegas1989 Beobachte genau, ob du dem Bellen deines Hundes bestimmte Situationen zuordnen kannst. In der Nähe des eigenen Hauses ist es normal, dass mehr Aufregung da ist. Vll. kannst du auch mit Geduld und einfach Stehenbleiben die Situationen in den Griff bekommen.

Amy reagiert immer gleich - egal ob vor dem Haus oder anderswo. Stehen bleiben funktioniert nicht, sie steigert sich enorm rein, der Hund steht dann völlig unter Stress. Die Futtertuben-methode klappt bisher tatsächlich am besten. Sie bellt natürlich noch, lässt sich aber viel besser ablenken und beruhigt sich schneller.

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vor 9 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

 

Sollte es nicht das Ziel sein, dass der Hund lernt, dass er nicht hin darf und der andere Hund auch ohne ihn zu verbellen weggeht? 

Nein.

Er soll andere Strategien lernen und Erfahrungen sammeln. Die Leine soll möglichst wenig das Verhalten beeinflussen. Wenn der Hund die Erfahrung macht, daß die Leine nicht automatisch "kein Kontakt" bedeutet geht das- mit Erfahrungswerten sinkt auch der Druck, möglichst jeden Hund begrüßen zu müssen. Einerseits lernt der Hund die Signale des anderen Hundes zu lesen, andererseits kann mann mit z.B. einem "der will nicht"(in der Begegnung mit uninteressierten Hunden und vor allem Haltern) allmählich eine Erklärung schaffen, die schon vorher signalisiert, daß kein Kontakt gewünscht ist. Man etabliert so gemeinsam eine Strategie des Kontaktaufnehmens.

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Nein.

Er soll andere Strategien lernen und Erfahrungen sammeln. Die Leine soll möglichst wenig das Verhalten beeinflussen. Wenn der Hund die Erfahrung macht, daß die Leine nicht automatisch "kein Kontakt" bedeutet geht das- mit Erfahrungswerten sinkt auch der Druck, möglichst jeden Hund begrüßen zu müssen. Einerseits lernt der Hund die Signale des anderen Hundes zu lesen, andererseits kann mann mit z.B. einem "der will nicht"(in der Begegnung mit uninteressierten Hunden und vor allem Haltern) allmählich eine Erklärung schaffen, die schon vorher signalisiert, daß kein Kontakt gewünscht ist. Man etabliert so gemeinsam eine Strategie des Kontaktaufnehmens.

Gibt es für diese Methode vielleicht einen Namen?

 

Was passiert, wenn der Hund zu dem anderen Hund gelassen wird und die mögen sich nicht? Das ist mir einmal passiert. Und die Reaktion war schrecklich.

Es ist noch dazu der Nachbarshund und die zwei hassen sich nun wie die Pest.

 

Kennt ihr wen, der damit letztendlich Erfolg hatte?

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Ja. Hier. Ich hab ja oben beschrieben, wie ich es mache. 

Ich gehe nach Absprache mit ihm gern zu anderen Hunden mit Leine. Allerdings nur da, wo ich ungefährlich ausweichen kann, wenn es knallt. Also nicht an der Straße, wo die Hunde dann noch nah aneinander vorbei müssten. 

Vorher habe ich keinen Kontakt an der Leine zugelassen und das war bei uns sehr falsch. Dadurch hat sich das Ganze von Unsicherheit zur Pöbelei entwickelt. Wäre ich von Anfang an auch mal hingegangen und hätte ihm gezeigt, dass Hunde ok sind, wäre es nicht so gekommen, denke ich. 

Zu allererst muss man dafür sorgen, dass der Hund sich anders FÜHLT, dann erst, dass er sich anders verhält.

Für ehemalige Straßenhunde ist es teilweise komisch, sich nicht wirklich ausweichen zu können. Dann auch noch mit Leine. Femo braucht eine große Individualdistanz. Wenn er Platz hat ohne Ende, weicht er lieber aus und deeskaliert. Mittlerweile teilt er mir auch im Freilauf mit, wenn ein Hund ihm unangenehm ist. Was er lernen muss, ist dass auch ein geringerer Abstand zu Hunden ok ist und er sich mit denen nicht auseinandersetzen muss.

 

Wir haben mit den Leinenbegegnungen auf der Hundewiese begonnen, weil Femo Orte sehr stark mit den Erfahrungen verknüpft, die er da gemacht hat. Hundewiese, Park, Wald... 

Und ich hab mit für ihn leichten Hunden angefangen. Rüden aus der Nachbarschaft gehen gar nicht und das ist ok für mich. Genau wie plötzlich zusteigende Hunde in der Bahn. Da erwarte ich aber, dass er sich schnell wieder einkriegt. Er braucht aber nicht irgendwo auf ner Wiese ne Dackelhündin anbellen, die da rumschnüffelt und sonst nix. Ich gehe bei sowas absichtlich hin. Ich kann aber auch gut einschätzen, ob wir auf verlorenem Posten sind oder nicht. Wichtig ist, Signale zu etablieren. "KLEINER Hund" und "Alles gut" z.B. 

 

Wir werden nie so entspannt spazieren können, dass ich die Umgebung ignorieren kann. Aber ich versuche, angemessenes Verhalten zu üben. Angemessen kann in manchen Situationen heißen, nur einmal zu bellen oder zu knurren und dann weiterzugehen. Er darf sich ja mitteilen. 

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Meiner durfte am Anfang noch zu jedem hin. Wir waren in der Siedlung unterwegs und es hat bei jedem Hund gepasst. Solange er hin durfte, war alles in Ordnung. Keine Aggressionen.

 

Aber dann kamen die Hunde, bei denen die Besitzer keinen Kontakt wollten. Zum Teil, weil meiner gerne bellt, wenn er spielen will (nicht immer) Davon hat sich die eine oder andere gestört gefühlt und uns dann gemieden.

 

Dann gibt es einen, der mag meinen Hund nicht, obwohl meiner ihn mochte und als sie jünger waren haben sie auch miteinander gespielt. Aber dann wurde der andere älter und ist auch an der Leine aggressiv. Er hat mal nach meinem geschnappt, seitdem müssen wir auch an denen vorbei.

 

Und plötzlich stellte ich fest: Ui, mein Hund akzeptiert es nicht, wenn er nicht zu einem anderen Hund darf...

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Was ist denn seine wirkliche Motivation? Es könnte ja sein, dass er alle Hunde liebt und aus Frust bellt, wenn er nicht hin darf. Oder aber, er will eigentlich aus nicht ganz so positiven Gründen hin. Z.B. weil er meint, er muss sich mit jedem Hund auseinandersetzen. Vielleicht ist er sehr unsouverän in der Situation und kann es nicht anders lösen. 

 

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vor 6 Minuten schrieb Freefalling:

Was ist denn seine wirkliche Motivation? Es könnte ja sein, dass er alle Hunde liebt und aus Frust bellt, wenn er nicht hin darf. Oder aber, er will eigentlich aus nicht ganz so positiven Gründen hin. Z.B. weil er meint, er muss sich mit jedem Hund auseinandersetzen. Vielleicht ist er sehr unsouverän in der Situation und kann es nicht anders lösen. 

 

Ja, genau das ist es. Und zwar exakt das was du geschrieben hast. Kennst du uns ? :D

 

Meiner Meinung nach sind seine Motivationen unterschiedlich. Mit manchen will er spielen, weil er sie sympathisch findet. Da schmachtet er zuerst hin und wenn er merkt, er darf nicht, flippt er aus.

Andere sind ihm jedoch eher suspekt, er würde gerne hin um zu schnuppern und wie im Freilauf den Kasper machen um seine Unsicherheit zu überspielen. Nun geht auch das nicht, dann gibt es nur mehr eine Lösung für ihn.

Den Nachbarshund "hasst" er allerdings wirklich.

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Kleines Feedback : komme grad von der Gassi Runde mit Amy - kann nur sagen : ein Traum :wub:. Das gebelle hielt sich arg in Grenzen, sie reagiert super auf die Futtertube. Natürlich war sie nicht komplett still, aber das erwarte ich auch nicht. Ich bin erstmal froh, das es gut klappt. Hoffe das bleibt auch so :)

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