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Hundeforum Der Hund
Lefii

Nachbarshund "erziehen"

Empfohlene Beiträge

Hallo ihr Lieben, 

 

das Thema ist vielleicht etwas seltsam, mir ist auch nicht so die richtige Überschrift eingefallen...aber es treibt mich schon lange um und ich freue mich auf Meinungen.

 

Mein Vater wünscht sich schon lange wieder einen eigenen Hund. Er ist jetzt 66, wohl das, was man als rüstigen Rentner bezeichnet und ist für seinen Hundewunsch nach der Pensionierung extra aufs Land gezogen, in ein Haus in dem Hundehaltung explizit erlaubt ist. Kurz danach ist seine Frau miteingezogen, die schon einen Hund hatte. Weil die Hündin schon recht alt war, haben sie sich entschlossen erstmal keinen dazu zu nehmen. Die Hündin ist mittlerweile leider verstorben.

 

Im Laufe der Zeit hat sich aber ein anderes Problem gezeigt, nämlich die Hunde des Nachbarn/Grundstückseigentümers.

Dieser hat zwei Deutsche Doggen, die kastrierte Hündin ist eher zurückhaltend und scheu, der unkastrierte Rüde reagiert aggressiv auf andere Hunde und ist auch sonst nicht sehr freundlich. Menschen tut er nix, es ist auch nicht so, als ob er niemanden rein ließe. Auf mich wirkt er eher verunsichert und so als ob er mit fremden Menschen einfach nichts anfangen kann.

 

Das Wohngebilde dort ist so hofartig, d.h. es gibt verschiedene Hauseingänge, aber Garten, Hof, Einfahrt werden geteilt. Der Eigentümer hat einen eingezäunten separaten Garten, aber manchmal sind die Hunde auch frei auf dem Hof. Einen fremden, eher kleinen Hund, der mal in diesen Garten gelangt ist, hat der Rüde gepackt und geschüttelt und hätte wohl auch schlimmeres gemacht, wenn er nicht abgerufen worden wäre.

 

Bisher haben mein Vater und seine Frau also bei jedem Schritt aus dem Haus aufpassen müssen, ob die Hunde sicher verstaut waren, der eigene Hund konnte keine Sekunde unbeaufsichtigt bspw. im Garten sitzen, oder ohne Leine die Einfahrt passieren.

 

Meinem Vater ist das für einen neuen Hund zu gefährlich. Er hat Angst, dass er sich einen lieben, netten Hund zulegt, der dann einmal an den Rüden gerät und für immer traumatisiert ist, oder schlimmeres.

 

Ich finde das wirklich furchtbar, denn er will unbedingt einen Hund, möchte gerne einen älteren aus dem Tierschutz nehmen und könnte dem ein tolles, unkompliziertes Zuhause bieten,

aber wegen dem Nachbarshund soll es nicht gehen...und da frag ich mich, es müsste doch irgendwas geben was man machen kann.

Der Nachbar sieht das gelassen oder findet es irgendwie nicht so schlimm. Er ist oft nicht da, dann muss die über 80-jährige Mutter auf die Hunde aufpassen und die Hunde sind unausgelastet.

 

Kann man so einen Hund an den neuen gewöhnen? Oder lässt die Tatsache, dass er seine eigene Hündin mag, darauf schließen, dass es mit bestimmten Hündinnen gehen würde? Kann man, als Nicht-Eigentümer, den Hund konditionieren (läuft jeden Tag mit Hund vorbei, Hund kriegt Futter zu geworfen)? 

Oder ist das absolut zu blauäugig und mein Vater hat mit seiner Einschätzung völlig recht und da

gehört kein weiterer Hund hin?

 

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

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Ich glaube, dein Vater hat Recht. Ich würde das meinem Hund auch nicht zumuten wollen. Super, dass er einen Tierschutzhund möchte. Aber der käme dort vom Regen in die Traufe.

 

Der andere Hund wird sich von euch nicht beeindrucken lassen, auch wenn ihr noch so nett seid mit dem Futter. Er wird vielleicht euch mögen wenn er immer was bekommt, aber das überträgt sich nicht auf euren Hund. 

Die Hündin gehört ja zu ihm dazu, das heißt nicht, dass er andere Hunde mag. Aber vielleicht mag er Hündinnen, das müsste man abklären. Es kann aber auch ein territoriales Verhalten sein und er akzeptiert gar keine anderen Hunde auf "seinem Hof".

 

Blöd, dass das der Vermieter ist. Wäre nochmal umziehen eine Option?

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(bearbeitet)

@Lefii

Würde mich @Kleiner Wolf anschliessen und noch einmal einen Umzug ins Auge fassen.

Alles andere, wie den Vermieterhund füttern/erziehen ..., fiele für mich unter Kompetenzüberschreitung und könnte zu Spannungen im Vermieter/Mieter-Verhältnis führen.

Wie @Kleiner Wolf, stimme ich auch Deinem Vater zu.

Die tägliche Spannung/Schutzanforderungen/Einschränkungen  gehen zulasten der Lebensqualität ...

 

Weiterhin, und das ist das Wichtigste, das Risiko wäre mir eindeutig zu hoch.

Doggen haben eine enorme Kraft, der Fremdhund dürfte beim Schütteln einfach nur ziemlich viel Glück gehabt haben. Er hat nicht nur überlebt, weil die Dogge abgerufen wurde, er wird vorrangig überlebt haben, weil die Dogge ihn vll. nicht in der "richtigen" Position gepackt hatte, um ihn gleich mit dem ersten Schüttlern getötet zu haben. Denn das ist das Ziel des Schüttelns, immer. Und es entscheidet quasi nur Glück, gepaart mit evtl. einer nicht ganz so ausgefeilten Technik der Dogge (doch sie lernen schnell).

 

D.h. im Fazit, man kann auch nicht mehr eingreifen, der Tötungsakt dauert vll. 1 - 5 Zehntel Sekunde ...

 

 

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Tendiere auch schwer zum Umzug. Er ist deshalb aufs Land gezogen- waren da die Hunde nicht schon da? Wenn, dann hätte das natürlich gegen die Wohnung gesprochen. Oder ist das länger her? Egal.

Zur Dogge und deren Motivation läßt sich wenig sagen, erstens weil Beurteilung im Forum mehr Info braucht und zweitens, weil Versuchsreihen u.U. recht heikel wären. Auch macht es wenig Sinn, "erziehen" zu wollen, wenn er ohnehin Fremden nicht vertraut. Gegenkonditionierung ohne Leinensicherung geht da auch nicht. Evtl. könnte man bauliche Lösungen (Zaun) erwägen, falls der Vermieter das nicht schon ausgeschlossen hat.

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Danke euch für die Antworten!

 

Puh, das Risiko hab ich deutlich unterschätzt. Hatte ganz blauäugig Doggen so unter "sanfte Riesen" eingeordnet...dass es so schnell gehen kann, war mir wirklich nicht bewusst, danke für die Aufklärung!

 

Ja, die Hunde waren schon vorher da, das stimmt. Aber solange der Besitzer da ist, sind die ruhig und unauffällig, wie die in Wirklichkeit sind, konnte niemand wissen und er hat leider nicht aufgeklärt. 

 

Mit dem Umzug ist halt so ne Sache. Es war schon bei der ersten Suche nicht ganz einfach, alle Wünsche zu erfüllen und grade die Hundehaltung war meistens (obwohl auf dem Land) ein Ausschlussgrund. 

Außerdem haben sie sich grade eingelebt und so ein Umzug ist ja auch immer kostspielig...

 

Aber mal sehen, dann gehe ich ihm jetzt erstmal mit Wohnungsbildern auf die Nerven, statt mit Hundefotos :11_blush:

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ich habe da zwei Gedanken:

 

wenn ich unbedingt einen eigenen Hund möchte, Rentner bin, da

habe ich Zeit für das Tier.

Heißt, ich kann mit dem Hund raus,muss den gemeinschaftlichen "Hof"

mit der Nachbarschaftsdogge nicht nutzten.

 

Zweitens, meine ehemalige Straßenhündin ist auf Grund ihres früheren Lebens super im Einschätzen unbekannter Hunde.

Sie macht einen Bogen, wenn sie Gefahr sieht, verträgt sich sonst mit allen Hundewesen.

So ein Hund  wäre doch passend, oder???

 

Und Du schreibst ja, dass die ehemalige Hündin keine Probleme hatte.

Ich führe meine Zwei auch immer angeleint aus dem Eingangtor.

Sie werden erst abgeleint, wenn ich die Straße einsehen kann.

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Hmmm. ich weiss ja nicht... ist vielleicht altmodisch, aber MIR drängt sich bei solchen Themen immer dieses altmodische Ding, namens "Gespräch" auf. Also beovor ICH umziehen würde oder mir dort überhaupt einen eigenen Hund anschaffen würde ICH erst mal versuchen mit dem Eigentümer zu sprechen. Du schilderst EI'NE Situation mit EINEM fremden Hund und gibst (ohne die beiden Hunde näher zu kennen) eine subjektive Einschätzung ab, die (sorry) auch total daneben liegen kann. Ich finde es immer sehr mutig von anderen Forenteilnehmern auf Basis so weniger, bis eigentlich gar keinen Informationen ein sicheres Statement abzugeben. Ich trainiere Hunde und Menschen seit über 35 Jahren und würde mir das (und ich denke schon, dass ich da so einiges erlebt habe) nicht zutrauen.

 

Wie wäre es denn, erstmal ein Gespräch mit dem Eigentümer, bzw. dem HH der beiden zu suchen und z.B. mal ein wenig mehr über die Hunde zu erfahren? Viele Hunde reagieren sehr stark, wenn ein fremder Hund plötzlich in IHREM Territorium auftaucht. Viele Doggen wirken für viele Menschen oft nervös. Insoweit ist das Verhalten der Dogge erstmal nicht ungewöhnlich oder "besonders". Es würde sich da ohnehin empfehlen, eine erste Begegnung nicht auf dem Grundstück sondern auf neutralem Grund zu testen.  Auch sowas sollte man absprechen. Ich lese nirgendwo, dass der Eigentümer eine mieser, verschlossener Geselle ist und dass er den Mund nicht aufkriegt. Mal abgesehen davon dass man die Anschaffung von Hunden (auch wenn der Eigentümer selbst welche hat) in so einer Hofsituation ohnehin absprechen sollte, hat er ja vielleicht auch Interesse daran, hier "mitzuarbeiten"? Wer weiß? Das bekommt man aber nicht über eine Glaskugel, sondern nur im direkten Gespräch heraus.

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Klingt jetzt vielleicht etwas hart,  aber möglicherweise könnte man sich drüber erkundigen wie alt die Dogge ist.  Soooo lange leben die ja aufgrund ihrer Masse meistens nicht.

Ich würde wohl schauen,  dass ich mir dannach einen Hund ins Haus hole,  wenn ein Umzug eben nicht in frage kommt und ein Zaun auch nicht.

 

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vor 23 Minuten schrieb agatha:

ich habe da zwei Gedanken:

 

wenn ich unbedingt einen eigenen Hund möchte, Rentner bin, da

habe ich Zeit für das Tier.

Heißt, ich kann mit dem Hund raus,muss den gemeinschaftlichen "Hof"

mit der Nachbarschaftsdogge nicht nutzten.

 

Zweitens, meine ehemalige Straßenhündin ist auf Grund ihres früheren Lebens super im Einschätzen unbekannter Hunde.

Sie macht einen Bogen, wenn sie Gefahr sieht, verträgt sich sonst mit allen Hundewesen.

So ein Hund  wäre doch passend, oder???

 

Und Du schreibst ja, dass die ehemalige Hündin keine Probleme hatte.

Ich führe meine Zwei auch immer angeleint aus dem Eingangtor.

Sie werden erst abgeleint, wenn ich die Straße einsehen kann.

Ja,  so hatte ich mir das zunächst auch vorgestellt...und genau so einen Hund sucht er auch. Aber ich denke, was die anderen schreiben, ist schon richtig. 

Irgendwann ist man halt doch mal unaufmerksam...

Mit der alten Hündin war es schon ein enormer Organisationsaufwand und hat auch nur deshalb funktioniert, weil sie wirklich schon sehr alt war, sie musste so oder so hoch und runter getragen werden und wurde dann direkt ins Auto gelegt, wenns zum Spaziergang ging. Da sie Hitze nicht vertragen hat, hat man sich halt auch nicht mehr mit ihr in den Garten gesetzt, was aber natürlich auch bedeutet hat, dass auch die Menschen nicht im Garten gesessen haben. Ist halt auch nicht das Wahre.

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vor 20 Minuten schrieb Herdifreund:

Hmmm. ich weiss ja nicht... ist vielleicht altmodisch, aber MIR drängt sich bei solchen Themen immer dieses altmodische Ding, namens "Gespräch" auf. Also beovor ICH umziehen würde oder mir dort überhaupt einen eigenen Hund anschaffen würde ICH erst mal versuchen mit dem Eigentümer zu sprechen. Du schilderst EI'NE Situation mit EINEM fremden Hund und gibst (ohne die beiden Hunde näher zu kennen) eine subjektive Einschätzung ab, die (sorry) auch total daneben liegen kann. Ich finde es immer sehr mutig von anderen Forenteilnehmern auf Basis so weniger, bis eigentlich gar keinen Informationen ein sicheres Statement abzugeben. Ich trainiere Hunde und Menschen seit über 35 Jahren und würde mir das (und ich denke schon, dass ich da so einiges erlebt habe) nicht zutrauen.

 

Wie wäre es denn, erstmal ein Gespräch mit dem Eigentümer, bzw. dem HH der beiden zu suchen und z.B. mal ein wenig mehr über die Hunde zu erfahren? Viele Hunde reagieren sehr stark, wenn ein fremder Hund plötzlich in IHREM Territorium auftaucht. Viele Doggen wirken für viele Menschen oft nervös. Insoweit ist das Verhalten der Dogge erstmal nicht ungewöhnlich oder "besonders". Es würde sich da ohnehin empfehlen, eine erste Begegnung nicht auf dem Grundstück sondern auf neutralem Grund zu testen.  Auch sowas sollte man absprechen. Ich lese nirgendwo, dass der Eigentümer eine mieser, verschlossener Geselle ist und dass er den Mund nicht aufkriegt. Mal abgesehen davon dass man die Anschaffung von Hunden (auch wenn der Eigentümer selbst welche hat) in so einer Hofsituation ohnehin absprechen sollte, hat er ja vielleicht auch Interesse daran, hier "mitzuarbeiten"? Wer weiß? Das bekommt man aber nicht über eine Glaskugel, sondern nur im direkten Gespräch heraus.

Da haben durchaus schon Gespräche statt gefunden, und mein Vater will ja auch nicht wegziehen, grade weil das weitere Zusammenleben gut funktioniert (so was ist ja auch nicht selbstverständlich). Die Situation ist jetzt nicht irgendwie verbohrt oder so.

 

Ich bin ja bei den Gesprächen selbst nicht dabei, kann also nur vom Hörensagen berichten. Deswegen bin ich auch nicht weiter drauf eingegangen, wie der Mann so tickt.

Letztlich ist es aber wohl so, dass die Meinungen zwischen meinem Vater und dem Hundehalter bezüglich Hundeerziehung und -Haltung komplett auseinander gehen. Und sowas zeigt sich halt nicht bei der ersten Wohnungsbesichtigung. Das Herrchen sieht (oder will es nicht sehen) die Probleme nicht/schätzt es anders ein. Ist dann aber wiederum oft nicht da...

Mein Vater holt sich ja eben bewusst keinen Hund und dass seine Frau mit Hund mit einzieht, war so zuerst nicht geplant. Die Hündin war beim Einzug so 15-17 Jahre alt (genaues Alter unbekannt), kein Mensch hat gedacht, dass die es noch so lange macht. 

 

So ein Treffen vorab hat mit der alten Hündin schon statt gefunden. Das ging ja auch alles "irgendwie", aber halt nicht toll.

 

Ich habe eigentlich versucht, mich mit Einschätzungen zurück zu halten und nur die Lage zu schildern. Ich wage es auch nicht, da eine Empfehlung abzugeben.

Kam aber vielleicht anders rüber.

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