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Hundeforum Der Hund
Kruemeltier

Junghund bellt plötzlich, wenn in Betreuung

Empfohlene Beiträge

vor 19 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Ehrlich? Krass.

Ich hab' da den Ansatz, daß der Hund gerne zu mir kommt, weil er gerne Sachen mit mir macht und Wert auf meine Einschätzung legt.

Ich WILL, daß der Hund lernt, daß nichts Schlimmes passiert, wenn er es nicht macht, wenn keine Gefahr herrscht, außer daß eben die Party ausfällt.

Ich will auch, daß er versteht WARUM ich ihn rufe, das soll er lernen, ich signalisiere verbal, wenn Gefahr herrscht oder Ärger droht.

Das schliesst sich nicht aus.

Was stellst du dir denn vor, was ich den kleinen Welpen und Junghunden "antue"? ;)

 

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Am 27.8.2017 um 19:34 schrieb 2010:

Und wenn du nicht einwirken kannst (mit welcher Methode auch immer) lernt der Hund, dass es wurscht ist für ihn, ob er kommt oder nicht.

 

Am 27.8.2017 um 19:34 schrieb 2010:

Ich versuche immer so lange wie möglich meine jungen Hunde in dem Glauben zu belassen, dass es gar nicht anders geht, als auf mein Rufen zu kommen :)

Dieser "Glaube" muß durch irgendwas entstehen...

Anfangs folgen Welpen ja meistens, das tun sie aufgrund bestimmter Motivationen z.B. nicht Alleineseinwollen.

Tatsächlich geht Nichtalleineseinwollen auch mit jemand anders, vielleicht macht er das aber sogar lieber mit mir, weil er mir schon ein bißchen vertraut. Das wäre noch mehr Motivation

 

Idealerweise lernt der Hund durch dibverse positive Methoden und Erfahrungen Haltermotivation zu verstehen, wie z.B. Abruf, weil etwas gefährlich ist und hält das dann für eine gute Sache, die er einsieht. Er darf sich ausprobieren und andere Dinge vorschlagen, wie am Wegrand Schnüffeln um nicht in die Gefahr reinzulaufen.

Da nähern sich in meiner Idealvorstellung beide an, um den optimalen Umgang zu finden.

 

Das klang bei dir so einseitig als würdest du Eigenmotivation nicht früh fördern. Aber ich fand's wichtig, daß du das ausgeräumt hast.

:)

 

Was den Thread angeht haben wir ja völlig konträre Betrachtungsweisen.

Als Akutmaßnahme bei tatsächlicher Reizüberforderung (und da habe ich meine Zweifel- wie gesagt alle Dobermänner, die ich kenne, lassen sich von fallenden Blättern und anderen Außenreizen motivieren-ist ein Rassemerkmal) finde ich Reduktion akzeptabel, aber sicher nicht als Dauermaßnahme. Und nach der hört es sich an. Ist ja nicht so, daß anderweitige Strategien zur Reizdosiserhöhung erwähnt wurden. Nee.

Der Hund schläft ja so entspannt...gut - an anderer Stelle bellt und stellt er jetzt halt, aber das sind sicher die Hormone;) You got my point?

Die Kooperation beim Dobermann hängt eng mit seiner hohen Reiz- Motivierbarkeit zusammen- das ist kein besonders ausgeprägter will to please, der ihn dazu bringt. Er reagiert schnell auf Reize und er fährt darauf ab, auf Reize schnell reagieren zu können. Wenn man das dauerhaft und zu breitgefächert unterbindet, verliert er mit der Reiz- Motivation auch die Kooperationsmotivation. Gibt ja keinen Grund, Halter versteht nicht- Vertrauen stark angeschlagen.

Also  geht der Weg über gemeinsame Reizfestivals, möglichst mit beiderseitigem Input. Das geht aber nicht, wenn der Hund nicht rauskommt , er sich bei vermeintlicher Gefahr setzen soll indem sich jemand davorstellt.

Jedenfalls ginge das schlecht bei einem normalen Dobermann, der hätte mit 13-15 Monaten normalerweise keinen Bock mehr drauf und würde das zeigen. Aber vielleicht hat die Schaulinienzucht auch das schon zerstört neben so vielem anderen noch Schlimmeren, was sie bisher am Dobi verbrochen hat.

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Reizfestivals... cooler Begriff. :D Was macht ihr denn da so?

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Wahrscheinlich nicht viel anderes als ihr auch macht.

Es soll halt beide begeistern können. Und nicht immer dasselbe sein, sondern abwechslungsreich und offen für Neues. Und natürlich auch ganz viel "Unsinniges" was in keiner Prüfung abgefragt wird.

Also nicht zigmal apportieren lassen, sondern sich mit Tricks und Täuschungsmanövern was abjagen. An Orten, wo man das noch nie gemacht hat. Kumpels die man getroffen hat im Wald wieder aufspüren (man darf cheaten, in dem man die Wegrichtung abfragt). Knallhart ausnutzen, daß Hunde kurzsichtiger sind als Menschen und im Ausguck Sachen ausfindig machen, die der Junghund mit der Nase noch nicht sicher zuordnen kann. Gemeinsam Shoppen und Eis essen. Beobachten. Tiere, Sachen, Leute ggf. gemeinsam lästern oder freuen. Auf die Lauer legen. Einen 4m langen Ast, den man gemeinsam aus dem Fluß geborgen und sorgfältig entrindet hat nachhause schleppen und dort weiterverarbeiten- Spass haben

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Das klingt spannend. Bei dir wäre ich auch gern Hund. :D

 

Wir spielen oft Fangen. Mit oder ohne Stock. Oder wir rennen gemeinsam los und der eine verschwindet im Gebüsch, nur um an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen. Und wir tauschen ganz viel. Wobei er sich nicht austricksen lässt, was den Wert der Gegenstände angeht.

Ich gucke mir die ruhigeren Sachen mal von euch ab. 

Wir üben auch mit Kindern und sie mit uns. Das finde ich immer besonders schön irgendwie. 

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Naja, so vernünftige und langweilige Sachen für Prüfungen und Alltag haben wir schon auch. Wir sind auch nicht ständig einfallsreich und haben unsere Routinen. Aber man kommt da raus, wenn man den Moment umkrempelt.:)

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(bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

 

Dieser "Glaube" muß durch irgendwas entstehen...

 

Gut, dass du noch mal nachgefregt hast. Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht, was für mich hinter diesem Begriff steht. Wir haben das immer im  Rettungshundetraining gesagt. Der Hund muss dir GLAUBEN. Wenn ich es jetzt überlege, ist damit ein ganz umfassendes Vertrauen mit gemeint. Als zweiten Punkt, lernen meine jungen Hunde zu kommen automatisch. Ich konditioniere ganz schlicht, wenn sie sowieso kommen. Sie machen lange Zeit niemals die Erfahrung, dass ich dasteht und rufe, während sie entscheiden können zu kommen oder es zu lassen. Das kommt gar nicht vor. Und automatisch kommen die auch in Gefahrensituationen. Das ist faszinierend. Irgendwann sind sie natürlich auch abendlustiger und wollen eigene Wege gehen, was hier nicht möglich ist. (Also wirklich alleine unterwegs sein). Also wird auf dem aufgebauten Signal aufgebaut mit Training und auch einfach durch LEINE verhindert, dass sie zu autark werden.

Ich hatte immer sehr eigensinnige Welpen. (für ihre Rasse)

 

Zitat

Anfangs folgen Welpen ja meistens, das tun sie aufgrund bestimmter Motivationen z.B. nicht Alleineseinwollen.

Tatsächlich geht Nichtalleineseinwollen auch mit jemand anders, vielleicht macht er das aber sogar lieber mit mir, weil er mir schon ein bißchen vertraut. Das wäre noch mehr Motivation

 

Idealerweise lernt der Hund durch dibverse positive Methoden und Erfahrungen Haltermotivation zu verstehen, wie z.B. Abruf, weil etwas gefährlich ist und hält das dann für eine gute Sache, die er einsieht. Er darf sich ausprobieren und andere Dinge vorschlagen, wie am Wegrand Schnüffeln um nicht in die Gefahr reinzulaufen.

Da nähern sich in meiner Idealvorstellung beide an, um den optimalen Umgang zu finden.

 

Das klang bei dir so einseitig als würdest du Eigenmotivation nicht früh fördern. Aber ich fand's wichtig, daß du das ausgeräumt hast.

:)

 

Du beschreibst dass, was ich mit "der Hund soll mir Glauben" meine, Natürlich dürfen meine Hunde schnüffeln ;)

Deswegen gehen wir raus, damit sie ihre Hundedinge tun können, mit der Einschränkung, sich nicht umzubringen in unserer zivilisierten Welt ;)

 

 

Zitat

 

Was den Thread angeht haben wir ja völlig konträre Betrachtungsweisen.

Als Akutmaßnahme bei tatsächlicher Reizüberforderung (und da habe ich meine Zweifel- wie gesagt alle Dobermänner, die ich kenne, lassen sich von fallenden Blättern und anderen Außenreizen motivieren-ist ein Rassemerkmal) finde ich Reduktion akzeptabel, aber sicher nicht als Dauermaßnahme. Und nach der hört es sich an. Ist ja nicht so, daß anderweitige Strategien zur Reizdosiserhöhung erwähnt wurden. Nee.

Der Hund schläft ja so entspannt...gut - an anderer Stelle bellt und stellt er jetzt halt, aber das sind sicher die Hormone;) You got my point?

Die Kooperation beim Dobermann hängt eng mit seiner hohen Reiz- Motivierbarkeit zusammen- das ist kein besonders ausgeprägter will to please, der ihn dazu bringt. Er reagiert schnell auf Reize und er fährt darauf ab, auf Reize schnell reagieren zu können. Wenn man das dauerhaft und zu breitgefächert unterbindet, verliert er mit der Reiz- Motivation auch die Kooperationsmotivation. Gibt ja keinen Grund, Halter versteht nicht- Vertrauen stark angeschlagen.

 

Also wenn ich dich richtig verstehe, fehtl die, dass erwähnt wird, wie der Hund  gefördert wird? Und wo und wann der Hund Reizen ausgesetzt wird?

 

Ja das könnte die TE ja noch schreiben, sonst ist doch alles Vermutung. Ich habe vermutet, dass das Leben dem Hund genügend Abwechslung un Reize bringt, du vermutest er wird abgeschirmt?

Und ich propagiere Abschirmung? Nein, das mache ich nicht. Ich bin dafür unangemessenen Dauerstress zu VERMEIDEN und wenn nötig auch mit einem Entzug davon, sprich kurze Zeit keine oder wenig Reize. Aber natürlich nicht dauerhaft den Hund abschirmen.

 

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Am Sunday, August 27, 2017 um 22:29 schrieb gebemeinensenfdazu:

 

Leider können die meisten Hunde wohl die für sie reellen gefahren nicht erkennen. Bei einem unerwûnschten artgenossen wird das klappen. Ich denke aber das meine hunde bis heute nicht verstanden haben dass autos sie töten können wenn sie davor laufen oder der leckere snack eine falle sein kann. :)

 

Am Sunday, August 27, 2017 um 22:29 schrieb gebemeinensenfdazu:

Ich will auch, daß er versteht WARUM ich ihn rufe, das soll er lernen, ich signalisiere verbal, wenn Gefahr herrscht oder Ärger droht.

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Das ganze Leben ist eins der Gefährlichsten ;)

 

Viele Hunde verstehen, dass man Autos ausweichen sollte.

 

Ich habe bei gleicher Haltung 3 Hunde, die das nicht verstanden haben, und einen wo ich meine, erkönnte es verstanden haben.

 

Da leider mein erster "kindheitshund" (den ich ja nicht erzogen habe) mehrmals überfahren wurde und beim letzten Unfall dann starb, habe ich absoluten Horror davor und bin ansatzweise übervorsichtig.

 Die Hunde liegen schon auch frei ab, wenn Autos unsere Wege passieren, (oer die Hunde sitzen frei) Aber ich kann das eingentlich nicht gut ab und nehme sie oft an die Leine.

Mir steigt bei nahenden AUtos regelrecht Panik hoch.

 

Ich kann (im Moment) nicht einen Hund frei an der Strasse haben. Obwohl ich das einzel übe und alle es recht gut können. Aber wenn ich mir vorstelle, dass mir eines meiner innig geliebten Tiere vor meinen Augen überfahren wrd, könnt ich mich sogleich übergeben.

 

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Frei an der Straße ist ja auch eigentlich nicht nötig. Gut, vielleicht ist es bei mehreren Hunden praktischer darauf hinzuarbeiten, nicht 4 Leinen in der Hand zu haben. Aber mir wäre das zu gefährlich. 

 

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