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Hundebegegnungen verbessern?

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Hallo zusammen :)

 

Ich habe einen 3 Jahre jungen Islandhund (Hütehund). Wir haben leider ein ziemlich großes Problem bei Hundebegegnungen. Ich lasse meinen Hund so oft es geht frei laufen, wenn ich dann einen anderen Hund sehe oder Spaziergänger leine ich ihn an.

 

Es dauert dann meist noch ein wenig, bis er die Begegnung sieht. Sobald er einen Hund sieht, fixiert er ihn fast dauerhaft, läuft immer nur ein paar Schritte und bleibt dann kurz stehen usw.

Kommt der Hund näher (ab ca. 3-4 Meter), möchte er sofort auf ihn zuspringen. Dann beschnüffeln sich die Hunde und er unterwirft sich meistens recht schnell und möchte spielen. Dann nehme ich die Leine ab und lasse das zu, sofern der andere Hund auch möchte und es okay ist vom Besitzer aus.

 

Wenn wir dann weiter gehen, dreht sich mein Hund noch sehr sehr oft um und versucht auch zurück zu laufen, auch wenn wir keinen Kontakt aufgenommen haben zum anderen Hund. Er winselt auch manchmal und da ist es oft wirklich schwierig ihn zum weiter gehen zu bewegen.

 

Es gibt auch Situationen, wo mein Hund sofort losknurrt, wenn ein anderer Hund näher kommt, dies passiert aber eher selten und der Gegenüber knurrt dann meist auch vorher schon.

 

Wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe, wo viele Menschen und Hunde unterwegs sind, kläfft er jeden Hund sofort an, der vorbei kommt. Kommen vereinzelt Fußgänger vorbei, möchte er sofort zu ihnen hin und hochspringen. Da ihn jeder so süß findet ist es auch schwierig die Leute davon abzuhalten ihn dafür dann auch noch zu belohnen und zu streicheln..

 

Er verträgt sich normalerweise mit allen Hunden sehr gut im Freilauf und spielt sehr gerne mit ihnen.

Freut sich auch immer wenn viele Leute zuhause auf Besuch sind, da ist das gar kein Problem (außer mit anspringen am Anfang wenn der Besuch kommt)

 

Ich hab schon viele Hundeschulen und auch sogar Einzeltrainer durch, leider ohne Erfolg. Dort wurde mir Richtungswechsel empfohlen was nichts half, dann gab es eine Trainerin, die meinte, er muss mich nach jedem Schritt den ich mache ansehen, bekommt dann ein Leckerlie und dann erst der nächste Schritt usw. (es hat sich nichts verbessert an der allgemeinen Situation und ich fand es irgendwie ziemlich bescheuert) Wirklich weiter geholfen hat mir hier also nichts.

 

Vielleicht habt ihr ja Ratschläge für mich? Würde mich sehr freuen!

Liebe Grüße,

Sophie

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Hallo Sophie,

Das klingt einfach nach einem unsicheren Hund, den du da hast. Das erste Ziel ist, ihm ein besseres Gefühl und Sicherheit zu geben. Und vorher muss er überhaupt nichts machen, vor allem nicht dich ständig angucken, das macht im Zweifel ja noch mehr nervös. Benutze mal die Forumssuche und suche nach den Begriffen "Gegenkonditionierung" und "Zeigen und Benennen". Wir konnten damit gute Fortschritte machen. 

 

Darüber hinaus wäre ich ab jetzt mal ganz deutlich zu Menschen, die deinen Hund anfassen wollen. Ich hab mich dafür schon 100x mindestens erklären müssen, aber ich tue das jedes Mal wieder. Meiner hat den Drang, auf jeden Menschen reagieren zu müssen. Das habe ich nur in den Griff bekommen, indem ich sehr konsequent war, auch zu den Menschen. Meiner darf ohne Leine nicht einfach zu Leuten laufen. Wenn er das tut, sage ich deutlich Nein und sage auch zu den Leuten, dass sie ihn bitte ignorieren sollen. 

 

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Meiner Erfahrung nach, ganz pauschal gesprochen, weil ich ja deinen hund nicht kenne, ist der beste Lehrmeister in solchen Situationen ein anderer Hund.

 

Nein, keinen zweiten kaufen. ;)

Tu dich so oft es geht mit anderen, netten souveränen Hunden zusammen und geht gemeinsam Gassi. 

Lass ihn von anderen lernen, wie man Sozialkontakte aufnimmt. Und auch, wie man sie meidet, wenn man selbiges nicht möchte.

 

Dein Hund scheint der Beschreibung nach recht unsicher zu sein, ist dementsprechend aufgeregt bei Hundebegegnungen und sucht Wege um mit Unsicherheit und Erregung umzugehen.

 

Ich hatte in der Vergangenheit einen Hund, der Sozialkontakte kaum kannte und in hündischer Kommunikation mehr als beschränkt war. Der eckte dadurch furchtbar oft an.

Ich griff ein, wo es nötig war (zb indem ich allzu intensives Fixieren unterbrach, zusammen einen Bogen lief usw) und suchte Hunde, von denen er sich vieles abgucken konnte.

Dadurch wurde es deutlich besser.

 

In einer geordneten Hundegruppe, in Bewegung beim Gassigehen, lernt er (vermutlich) mehr über angemessene soziale Interaktion, als wenn du nur alleine mit ihm übst.

 

Viele Hunde habe kein Problem mit anderen Vierbeinern. Sie wissen nur nicht so recht, wie man sich einander nähert - oder auch, und das ist noch viel wichtiger, wie man sich aus dem Weg geht. Denn man kann auch einfach aneinander vorbeigehen - man muss es nur lernen.

 

Learning by doing.

Geordnet und unter Anleitung. 

Hilfe von Menschen, wo es nötig ist. Den Rest die (sozialkompetente) Gruppe machen. Damit habe ich die besten Erfahrungen gesammelt.

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Da kann ich nur zustimmen. Meiner guckt sich auch sehr viel ab. 

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Dem schliesse ich mich an, der Vorschlag von @acerino ist wirklich sehr gut.

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