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Hundeforum Der Hund
Zyramaus

"Darf ich den mal streicheln"?

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Ich habe das mit Kindern aus meinem Bekanntenkreis in unserem eigenen Zuhause geübt.

Da hat man die Möglichkeit das schrittweise zu machen, wenn man denn möchte.

 

Mit ganz fremden Kinder die man nur kurz auf der Straße trifft würde ich das nicht probieren um ehrlich zu sein.

Wäre mir zu viel für den Hund. Vom Stress her. Außerdem sollte er von sich Zeichen geben können, ob er soweit ist oder nicht. 

Das geht zu Hause einfach besser weil er weggehen oder kommen kann wie er will und wie er sich wohlfühlt.

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Also ich denke es kommt drauf an ob es dir wichtig ist das er Kontakt zu Kindern hat. 

Ist es das würde ich es auch erst mal mit Füttern versuchen und schauen wie dein Hundi reagiert. 

Ist es dir nicht wichtig würde ich einfach dabei bleiben und nein sagen.

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Wir haben die Situation hier oft. Loki lässt sich nicht gerne anfassen (außer von Personen die er kennt) er würde nicht schnappen aber man sieht sofort sein unwohlsein. Da sage ich auch nein.

Isco liebt alle Menschen, aber er will mit Kindern immer direkt spielen und da kann es passieren das er dann schnappt.

Da erkläre ich die Situation und entscheide nach Bauchgefühl.

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Ich glaube, ich würde den Kindern freundlich erklären, dass Zyra sich nicht gerne von Fremden anfassen mag und es dann auch nicht zulassen. Wenn in eurem Umfeld keine Kinder sind, die über kurz oder lang mit Zyra Kontakt haben werden und deshalb ein Training notwendig wäre, würde ich es dabei belassen. 

Warum sollte sich Zyra von fremden Kindern streicheln lassen, wenn ihr das so unangenehm Ist? Das kann man auch den Kids auch gut erklären. 

Und aus der Sicht einer Mutter kann ich nur sagen, dass es mir definitiv lieber Ist, das Streicheln mit einer netten Erklärung zu verbieten, als ein Risiko einzugehen.

Ich habe mal eine brenzlige Situation mit einem Nachbars-Hund erlebt, wo meiner Tochter auf Nachfrage erlaubt wurde, den Hund zu streicheln. Die Nachbarin meinte es nur gut weil sie uns kannte und nett sein wollte, aber der Hund fand's überhaupt nicht ok, zum Glück war ich schnell genug. 

Dann wirklich eher freundlich "nein" sagen im Sinne aller Beteiligten.

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vor 58 Minuten schrieb Zyramaus:

von Beginn an, hatte Zyra Angst vor Kindern.

 

Hat sie auch vor anderen Dingen Angst?

Wenn ja, konntet ihr diese Angst mildern? Wenn ja, wie ist euch das gelungen?

 

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Yoma darf es selbst entscheiden, ob er mag - ich instruiere aber, indem ich sage: NIcht drüber beugen/nicht auf dem Kopf - sondern sanft an den Wangen oder noch vorzugsweiße an der Kruppe.
Er entzieht sich deutlich durch Ausweichen, wenn er gar nicht mag, eigentlich verstehen das dann auch alle.

Akuma darf von niemanden angefasst werden, nie. Ich sage dann: "Er mag das nicht!" - was auch stimmt. Wird akzeptiert. Bei Kindern, die fragen, sag ich: "Leider mag er das gar nicht."

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Gibt es Umstände, die ihr den Umgang erleichtern?

Hier läuft das so- nicht wirklich vergleichbar, aber evtl. kannst du daraus etwas mitnehmen:

Kinder, vor allem kleine Kinder sind unserer auch nicht geheuer- so unberechenbar und widersprüchlich, Schreien (darauf reagiert sie sofort mit Alarmiertheit), Schubsen, Fuchteln aber dann Lachen... vielleicht doch ein Spiel? Dann will der der Hund freundlich anspringen und mitspielen, aber das darf er auch nicht... Sie wird beim Anblick also aufgeregt, bellt e ntsprechend und weiß nicht, was sie tun soll, weil alle unterschiedlich reagieren und mal eben Schnuppern und sich Vergewissern bei Kindern aus Vorsichtsmaßnahme meist nicht zugelassen wird. Wenn dann das Kind Angst kriegt, bellt sie um so lauter, weil sie davon beunruhigt wird. Da helfen auch keine Leckerlies, der Hund will dann Abstand- soweit läßt man es auch normalerweise gar nicht erst kommen.

Das macht sie aber nicht bei allen Kindern. Wenn die keine Angst kriegen, beruhigt sie sich schnell.

Was ihr leichter fällt: Wenn sie mitspielen darf. Darum geht es ihr auch primär- Mitspielen.- geht deutlich besser als Leckerlies. Ein Spiel auf Distanz mit Wasser und Gartenschlauch... Super- Kind ist super, dann würde sie das gerne auch zeigen und Küsse verteilen, aber das geht ja wieder nicht...

 

Eine Garantie, daß es klappt gibt es nur, wenn das Kind einen Hund dabei hat.  Das funktioniert ohne Ausnahme. Wenn sie nicht weiter weiß, dann orientiert sie sich am Hund. So hat sie mal superschön mit einer Vierjährigen gespielt, die sich richtig gefreut hat, daß der Hund nach dem Grashalm geschnappt hat, den sie für ihn in die Luft gehalten hat. Hund war genauso begeistert und hätte sie am liebsten umarmt.

Daß Menschen so ignorant von oben vornübergebeugt begrüßen sieht sie denen nach, die kriegen zwar die übliche Anleitung mit, aber ihre Erwartungshaltung ist da nicht besonders hoch, das verzeiht sie auch Kindern, wenn sie das mal wieder vergessen.

 

 

Also schon irgendwie nicht vergleichbar.

Wenn du den Eindruck hast, daß auch mit Spiel und Leckerlies nur ein krampfhaftes Erdulden machbar wäre, würde ich es lassen. Ansonsten einfach einen netten und freundlichen Umgang mit Kindern pflegen, den der Hund beobachten kann. Das mit dem Streicheln ist nicht so wichtig. Wenn Interaktion dann lieber Spiele , die man mit Distanz aufbauen kann, daran können bide Spaß haben

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vor 1 Stunde schrieb NannyPlum:

Wenn in eurem Umfeld keine Kinder sind, die über kurz oder lang mit Zyra Kontakt haben werden und deshalb ein Training notwendig wäre, würde ich es dabei belassen. 

 

Das Problem, das ich dabei sehe, ist, je weniger Kontakt der Zyra zu Kindern hat, desto schwieriger wird es für sie. Kleine positive Begegnungen helfen dem Hund seine Scheu vor ihnen zu nehmen.

 

Ich kenne das ja von Hundebegegnungen, Wega würde liebend gern darauf verzichten.

Aber: je weniger Hunde sie antrifft, desto giftiger wird sie zu ihnen. Deshalb schaue ich, dass sie doch öfters mal auf Hunde trifft, nach wie vor interessiert sie sich nicht für sie, aber sie stört sich nicht an ihnen.

 

Muss nicht auf Zyra zutreffen, aber könnte.

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Meine älteren Hunde dürfen das in der Regel selbst entscheiden, ich sage zu Leuten "wenn die Hunde das möchten". Die Nasen sind ziemlich cool, wenn sie keine Lust haben gehen sie einfach rückwärts, sie haben mit Menschen keinerlei Probleme, halten normal aber generell einen Meter Abstand. Werden sie trotzdem mal angefasst, ist das aber auch kein Problem.

Meine jüngste Hündin ist da ganz anders, sie möchte nicht mal angesehen oder angesprochen werden, geschweige denn anfassen. Ich bin schon froh, dass ich sie mittlerweile so weit habe, ganz normal an Menschen vorbei laufen zu können, wir haben hart dafür trainiert und quasi den ganzen Sommer mindestens zwei mal wöchentlich auch auf dem Spielplatz zugebracht, weil sie gerade Kinder total gruselig fand. Gegenwärtig schafft sie es sogar schon ab und zu von sich aus auf erwachsene Menschen zuzugehen, sofern diese auch einen Hund dabei haben. 

Im Grunde also, alles was vom Hund freiwillig ausgeht ist okay, ansonsten sage ich Nein. 

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vor 3 Stunden schrieb Glori2015:

Sie müssen erst mit der  Hand Richtung Nase,  so dass glori schnuppern kann

 

vor 3 Stunden schrieb agatha:

Aber diejenigen Fremden müssen erst ihre Hand der Hundenase hinhalten,

 

VORSICHT! Hand in Richtung Kopf bewegen empfinden viele Hunde bereits als Provokation oder gar als Bedrohung! Keine Ahnung, wer dies Unsitte mal in der Welt verbreitet hat. Jedenfalls hatte der Mensch von Hunden wenig Ahnung.

 

Mensch kann seine Bereitschaft signalisieren, Kontakt mit dem Hund aufzunehmen. Wenn Hund dann entscheidet, den Kontakt zuzulassen, kann Mensch sich dem Hund nach Hundespielregeln (!) nähern. Was sind "Hundespielregeln"? Weißt du nicht? Dann lass den Hund in Ruhe!

Ich hatte mal so einen Hund - der sah zu seinem Leidwesen sehr niedlich aus, denn er wollte, dass möglichst alle Menschen auf Abstand bleiben. Wem er vertrauen wollte, hat der Hund entschieden. Das waren aber nur 2-3 Personen. (Ball/Stöckchen werfen durften viele, aber da bleibt Mensch ja auch auf Abstand.)

 

Pavel sieht sehr niedlich aus und ist immer nett. Aber nachdem ich den ersten Blick von ihm bekommen habe "Boah ey, musstest du das jetzt erlauben?", verschone ich ihn vor dem ständigen Angrabschen.

 

Kindern kann man mit der Gegenfrage begegnen: "Möchtest du von fremden Leuten angefasst werden?" Gut, wenn die Eltern daneben stehen ...

Interessierten Kindern kann man (nach Ansage!) auch mal schnell und unvermittelt die Hand vor die Nase strecken oder zwei schnelle Schritte direkt auf sie zu machen. Meistens erschrecken sie sich und weichen zurück. Wenn man dann fragt "Wie hast du dich dabei gefühlt?" kann man nach ihrer Antwort sagen "Siehst du, genauso fühlt sich der Hund auch."

 

Zur Ausgangsfrage:

Ich würde mit ausgewählten und instruierten Kindern zu Hause üben. Der Hund muss den Kontakt aufbauen, agieren. Die Kinder sollten dann nur re-agieren und - richtig instruiert - den Hund positiv bestärken. Der Hund muss immer die Möglichkeit haben, sich der Situation zu entziehen.

Kleinen Kindern kann man sagen, sie sollen sich bei einem größeren Kind oder Erwachsenen abschauen, wie man es macht. Wenn sie es sich zutrauen, dürfen sie es versuchen. Manche Kinder sind Naturtalente, nachdem man sie mit einer kleinen Anleitung ausgestattet hat.

Wichtig: Halter muss zwingend anwesend sein! Zum einen um alles zu überwachen, aber auch, um mit dem Hund zu kommunizieren.

Auf der Straße würde ich weiterhin Streicheln nur in seltenen, begründeten Ausnahmefällen zulassen.

 

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