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Hundeforum Der Hund
Zyramaus

"Darf ich den mal streicheln"?

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Meine jetzige junge Hündin liebt Kinder. da brauche ich nichts zu sagen weil sie sofort wenn ein Kind stehen bleibt und sie anguckt zu dem Kind geht und sich schwanzwedelnd or sie setzt. Wenn das Kind dann fragt - ja klar. Meine andere Hündin ist neutral zu Kindern. Immer lieb, aber nicht sonderlich interessiert. Da entscheide ich nach Situation.

 

Meine Aussiehündin hat Kinder gehasst, da war das Thema klar.

 

Aber nein, wenn du weißt dass deine Hündin Angst vor Kindern hat, würde ich jeden Streichelversuch unterbinden., Entweder dein Hund sucht selbst den Kontakt - oder eben nicht. 

 

Ich finde es auch sehr schlimm wenn der Hund "im schlimmsten Fall" das Kind verbellen würde. Heißt es nichts anderes als dass der Hund sich in der Situation alleine gelassen fühlt und sich nicht anders zu helfen weiß. Ich würde da auch nichts "üben". wenn dein Hund erwachsen ist, nicht mehr in der Sozialisierungsphase, wirst du seine Einstellung gegenüber Kindern nur noch schwer ändern. Du könntest sie sogar verschlechtern.

Wenn dein hund sich "gut benimmt" reicht dass doch vollkommen. Es gibt genug Hunde die Kinder streicheln können. 

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Da fällt mir noch ein schöner "Abwehr"-Spruch ein:

"Finger weg, sonst Finger weg!"

:o

 

(Muss ja nicht der Wahrheit entsprechen, ist aber sehr wirkungsvoll.)

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Ich entscheide das je nach Kind und natürlich danach wie mein Hund sich schon vorher verhält. Es gibt Kinder die er direkt super findet, da ist es kein Problem. Es gibt aber auch welche, wo er direkt nen Bogen gehen will und die lasse ich dann auch nicht an ihn ran.

 

Wenn gestreichelt werden darf, dann knie ich mich runter zu meinem Hund und zeige und sage den Kindern wie sie meinen Hund streicheln dürfen. Je nachdem was mein Hund für Signale gibt kann mal etwas länger und mal nur ganz kurz gestreichelt werden. Sage ich ja,mein Hund will dann aber doch nicht, dann wird er nicht gezwungen.

 

Aufgedrehte Kinder, laute kinder, zu viele Kinder u.ä. lasse ich nie an meinen Hund. Wenn solche Kinder Fragen sage ich ihnen das er angst hat oder auch einfach das er beißt und es deswegen nicht geht. Manche Erwachsenen schicke ihre Kinder zu mir mit den Worten "geh den mal streicheln", denen sage ich immer sofort das der Hund leider bissig ist und gehe dann auch da weg, auch wenn die Kinder vernünftig auf mich wirken, ich sage das dann auch extra laut das die Eltern das aufjedenfall mitbekommen das mein Hund beißt (!) Damit sie eventuell daraus lernen und vorher fragen bevor sie ihre Kinder einfach losschicken.

 

Alles in allem entscheide ich nach Gefühl und den Signalen meines Hundes. Wenn es nach mir ginge müsste ich es nicht haben das fremde meinen Hund streicheln.

Aber ich finden es für vernünftige Kinder auch einfach toll wenn sie die Gelegenheit bekommen :) hab mich als Kind auch immer total gefreut wenn ich mal einen Hund streicheln durfte

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Chili hatte früher total Angst vor Kinder. Wir mussten da richtige Bögen laufen. Wir haben mit Kindern aus dem Bekanntenkreis geübt, in kleinen Schritten. Erst gemeinsam Gassi gehen, aber Hund ignorieren. Zwischenphase war dann, dass fremde Kinder in die Hocke gehen sollten und die Hand erst zum schnuppern anbieten. 

 

Mittlerweile ist das ein Kinderhund, der sich von jedem Kind nach Lust und Laune betatschen lässt, theoretisch. 

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Hallo zusammen,

 

vielen vielen lieben Dank für die vielen Rückmeldungen und Ratschläge.

 

Letzendlich ist es so, dass wir nicht viele Bekannte mit Kindern haben, sprich, es ist nicht absolut notwendig, Zyra an Kinder zu gewöhnen, da wir ja auch keine Kinder zum  üben hätten.

Wenn ich tatsächlich abwiege, ob  es die Zeit wert ist, Annäherungen mit Kindern zu trainieren, sage ich  ganz klar nein.

Dann nutze ich die Zeit lieber für andere schöne Dinge, die wir gemeinsam, positiv, erleben.

Mittlerweile weiß ich ja auch damit um zu gehen.

 

Dazu noch zwei kleine Geschichten.

 

Ich lief mit Zyra vor einigen Monaten  des Weges entlang, vor uns ein Junge, der mit einem Stock den Held spielte. Das geht für den Hund gar nicht, wenn Stöcke hin und her geschwungen werden. Der Vater des Jungen registrierte uns und sah auch, dass Zyra nicht wohl dabei war. Dann meinte er ganz besonnen und höflich zu seinem Sohn, er solle bitte aufhören mit dem Stock zu hantieren, weil der Hund Angst hat. Für den Bub war es gar kein Thema, damit auf zu hören - ich fand die Reaktion des Vaters einfach nur  klasse.

 

Heute geschehen; ich  laufe mit Zyra (unangeleint) durch die Gegend, weil ich der Meinung war, vorausschauend zu blicken, als ein Mädchen mit Down Syndrom von einem seitlichen Weg herkommend auf den Hund zurennt und "ei ei ei" ruft. Ich bekam schier einen Herzkasper, blieb stehen und rufe den Hund zurück. Sie kam dann auch postwendend zu mir. Ich nahm sie hinter mich und erklärte dem Mädchen und der Mutter (die zwischenzeitlich) auch da war, dass der Hund eben Angst vor Kindern hat. Uihhh, da ging es mir mal kurz anders, und ich weiß, dass ich eben  noch mehr aufpassen muss.

 

 

vor 23 Stunden schrieb Juline:

 

Hat sie auch vor anderen Dingen Angst?

Wenn ja, konntet ihr diese Angst mildern? Wenn ja, wie ist euch das gelungen?

 

 

Um auf deine Frage einzugehen.

Zyra hatte vor allem und jeden einfach nur Angst. Das Leben war ihr so was von fremd.

Wir haben jedes Flatterband, jede Mülltonne, jeden Baumstumpf usw. benannt. Darauf gezeigt, mit dem "Ding "geredet, Leckerchen darauf und darum verteilt... Das volle Programm.

Auch heute noch gibt es Situationen, dass sie Dinge wie Steinmännchen oder große Wurzeln, die auf dem Weg liegen verbellt. Dann reden wir eben mit dem Steinmännchen und der Wurzel und ziehen das gleiche Programm  ab.

Das sind jedoch  Dinge, die sie in der Zucht nie kennen gelernt hat.  Sie hat dort nix, aber auch gar nix kennen gelernt,

außer: Kinder und eine Gästetoilette und für die "Welpenshow" ein besseres Karnickelgehege.

Wir vermuten, dass genau daraus die Problematik entstanden ist. Können aber wie gesagt, nur Vermutungen anstellen. Die Züchter sind nach Abholung von Zyra nach unbekannt verzogen. Fragen können wir also nicht mehr.

 

Bis dieses Jahr, wollte Zyra noch nicht mal die Zeit im Sommer mit uns draußen verbringen, so schrecklich war alles.

Mittlerweile tut sie auch das. Ich glaube wir haben doch recht viel geschafft, um den Hund zu helfen, Vertrauen in uns und die Umwelt zu geben.

 

 

 

 

 

 

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Hand hinhalten bedeutet nicht, die Hand in Richtung Hund nehmen.

 

Sondern  die Hand mit offener Handfläche zumSchnuppern am Körper

"hinhalten".

Die Hand bleibt unten!!

Wir zeigen im Unterricht auch, wie es gehen kann, wenn Hände hoch genommen werden.

Zumal die Kinder vorher immer Fragen sollten, unbedingt.

 

Aber es wissen immer viele alles wesentlich besser!!!!

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Ich weiß nicht wie du das meinst, aber die Handfläche sollte nach unten schauen.

Hund denen Gewalt angetan wurde (gapackt, Fell gezogen, geschlagen,...) sehen in der Regel die Handfläche auf sich zukommen.

Deshalb biete ich immer den Handrücken und die Hand halte ich schlaff. 

 

 

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Zu dem Thema "Darf ich den mal streicheln":

Man muss seinen Hund nicht aus Höflichkeit in eine Stresssituation bringen. Wenn dein Hund nicht gestreichelt werden möchte, dann kann man das klar sagen. 

Meine Hündin sind Kinder auch nicht geheuer und wenn mich jemand fragt, sage ich einfach "Nein, die beißt" und fertig. Du wirst deines Lebens nicht mehr froh, wenn Zyra aus Angst heraus mal wen Fremdes beißt. Solange sie von dir und Freunden gerne gekuschelt wird, ist das Verhalten ja auch nicht schlimm. 

 

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Also meinen Hund lasse ich keinen ran, da mir das zu gefährlich ist.

 

Es kann passieren, dass er bei Kindern zuschnappt und dann hast du den Salat.

 

Lieber freundlich ablehnen und auf nummer sicher gehen

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