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Dein Hundeforum  Der Hund
Gusar

Die Zeit läuft ab

Empfohlene Beiträge

Gusar   

Ich fürchte mit meinem Grischa geht´s zu Ende! Er ist jetzt fast elf Jahre alt und als Barsoi schon im Methusalem Stadium.

Wir waren bis vor einer Woche am Land. Da hat er schon zu jammern begonnen. Ist bei ihm jetzt nichts Besonderes, hat er öfter einmal. 

Aufstehen war schon längere Zeit etwas mühsam, die Spaziergänge sind auch immer kürzer geworden.

Schmerzmittel habe ich ihm gegeben, hat nicht wirklich viel genützt. Also dachte ich eher an psychische Ursachen.

Am Donnerstag sind wir dann nach Wien gekommen und da hat sich das Gejammer gesteigert.

Am Samstag zur TÄ. Schmerzmittel bekommen, hat geholfen. Montag wieder zur TÄ, weil er nicht mehr viel frisst und das nur aus der Hand.

Dann ist er 40 Stunden!!! nicht Gassi gegangen. (War natürlich mit TÄ in Kontakt). Sein bisheriger "Rekord" waren 38 Stunden.

Er wollte einfach nicht rausgehen! Da hat die TÄ heute gemeint, dass sie ihn unbedingt sehen muss, ich soll Hundi mit allen Mitteln zu ihr bringen (ist nur zweimal ums Eck).

Also habe ich Grischa einfach aus der Wohnungstür geschoben. Und siehe da: Zwei riesige Pfützen und auch noch ein gesunder Haufen!

Jetzt hat er eine Infusion bekommen und seine Schmerzmedis. Ist auf die Dauer sicher kein Zustand.

Röntgen oder sonstige Untersuchungen lass ich im Einvernehmen mit der TÄ keine mehr machen.

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marcolino   

Wie traurig ... fühl dich mal ganz doll gedrückt :knuddel

 

Ob es das Alter ist, ob das jetzt eine schleichende Erkrankung ist - gegen die man in dem Alter genau WAS tun will? - oder ob es einfach Alles schwerer fällt ... ich weiß es nicht.

 

Wenn sich jetzt durch die Gabe von Medikamenten eine vernünftige Lebensqualität erreichen lässt ... dann würde ich den Hund mit Medikamenten vollstopfen, solange er dabei noch sein Leben (angepasst) genießen kann.

 

Der alten Lady meiner Züchterin hat es im letzten halben Lebensjahr gereicht, jederzeit den Garten nutzen zu können - und meine Züchterin hat sie gelassen.

Sie konnte jederzeit frei entscheiden, ob sie mit auf die Spaziergänge mit den anderen Hunden wollte oder nicht. Manchmal ist sie noch mit gegangen, und konnte sich darauf verlassen, dass diese Gänge auf sie zugeschnitten waren. Dann wurde halt später noch mal ein Spaziergang, zugeschnitten auf die agileren anderen Hunde, gemacht.

 

Ich drücke die Daumen, dass ihr mit Grischa noch eine schöne gemeinsame Zeit habt.

 

Trauriger, mitfühlender Gruß

Moni

 

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Gusar   

Danke!

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Lissy-und-Missy   

Ja, ja, das ist sehr schwer! Man möchte ihnen helfen, aber weiß nicht so recht wie :(

 

Raten kann ich dir nichts - leider - nur, dass du den Kopf nicht hängen lassen darfst! Ich habe so oft gedacht, dass mein Ömchen nicht mehr lange bei mir sein wird. Insgesamt waren das bestimmt 3 Jahre. So lange hat sie mich immer wieder aufs Neue überrascht, manchmal von einem Tag auf den anderen, manchmal hat der Hänger ein paar Tage angedauert. Man wusste nie, wie der nächste Tag wird! ABER sie ist fast 19 Jahre alt geworden. Es war nicht leicht, aber ich war für jeden Tag dankbar! 

 

Vielleicht kannst du mal mal noch ein Blutbild machen? Der Aufwand und der Stress ist überschaubar. Vielleicht ist es nur was ganz harmloses, ein Infekt o.ä.

 

Und wenn Infusionen und Schmerzmittel helfen, warum nicht? Das geht auch über längere Zeit. 

 

Nur nicht aufgeben, solange es Grischa auch nicht tut! 

 

 

 

 

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agatha   

mein Schäferhund Lux fing an mit seinen Vorderfüßen so am Boden lang zu schlurfen, dass er sich die Zehen blutig abnutzten.

Ich bastelte ihm Schuhe.

(die Gekauften reichten gerade mal zwei Tage)

Er wurde zusehens unsauber, selbst das Kot absetzten konnte er nicht mehr steuern.

Ich machte alles sauber, keine Frage.

Sein Platz war immer  sauber und trocken.

 

Aber den Sommer haben wir beide noch zusammen genossen, zum letzten Mal Urlaub an der Ostsee.

 

Es war  vor bei, er quälte  sich nur noch.

 

Und ich war verantwortlich, dass er sich nicht quälte!!!!

 

Der TA kam nach dem Urlaub in unseren Garten, alle,auch unsere anderen Tiere, haben sich verabschiedet.

 

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Laikas   

Ich kenne ja deinen Hund und seine Vorgeschichte nicht, aber so nach dem Lesen dieser wenigen Zeilen dachte ich, das ist doch ein ganz normaler steinalter Hund, kein Grund zur Aufregung! Im Netz steht, Barsois können auch 14 werden und Ausreißer nach oben gibt es vielleicht auch. Ich würde an deiner Stelle so gut es geht rausfinden, was ihm genau fehlt - per Ultraschall und Röntgen - und mit einem geriatrischen Profil mal checken wie die Blutwerte sind, ganz genauso wie bei einem jüngeren Hund, dem es plötzlich schlecht geht, und dann behandeln, wenn es nur die üblichen Alterszipperlein (Arthrose, Spondylose, Herz- und Nierenprobleme, etc.) sind. Da gibt es eine Menge, wie man helfen und gegensteuern kann. Mein größter Horror sind bösartige, schmerzhafte Tumore und Nierenversagen. Ich will die allgemeine Lage vom TA wissen, weil ich die Schmerzäußerungen eines Hundes nicht gut einschätzen kann.

 

Trinkt er denn genug? Ist er dement und vergisst das Trinken? Ist die Niere ok? Schieb ihn doch regelmäßig kurz vor die Tür, damit der Urin nicht zu lange drin bleibt. Jammern ist für mich immer ein Alarmzeichen in dem Alter (wenn es nicht eindeutig um eine läufige Hündin geht). Du hast doch jetzt ein Schmerzmittel, das wirkt (evtl. mit Magenschoner?). Ich selbst würde aber wissen wollen, ob das Tumorschmerzen oder nur Rückenschmerzen sind. Er verdaut noch gut und scheidet vielleicht entsprechend der Futteraufnahme dann auch seltener aus. Mäkeliges Fressen ist bei Senioren auch normal, die Nase lässt nach, sie haben keinen Appetit mehr und sie wollen ständig Abwechslung und nur noch die tollsten Sachen, die sich lohnen. Nierenprobleme verursachen Übelkeit, dann essen sie auch nichts. Fütterst du eine spezielle Diät (wegen Leber, Herz oder Niere)? Das kann schon Entlastung bringen. Mäkelei kann aber auch an Zahnproblemen liegen. Ist sein Herz noch in Ordnung?

 

Ich würde ihn nicht einschläfern, ohne genau zu wissen, was er hat. Wenn die Blutwerte halbwegs ok sind und er sich mit Schmerzmitteln wohl fühlt und er noch Lebenswillen hat, würde ich ihn am Leben lassen und regelmäßig den Zustand kontrollieren lassen. Mein Oldie schläft manchmal auch am liebsten den ganzen Tag und ich mache mir jedesmal Sorgen. Ein paar Tage später hat er wieder Kraft und ist aktiv. Die haben auch so ihre jammerigen, miesen Phasen, wo alles weh tut, so wie bei alten Leuten. Ich finde, solange sie keine furchtbaren Schmerzen haben müssen und ruhig und friedlich ihre immer kleiner werdende Welt haben und in den Tag hinein leben, sollen sie doch in Ruhe ihr Lebensende ausleben, selbst wenn sie dement werden, klapperig in der Gegend rumstehen und dauernd schlafen. Aber da hat sicher jeder seine eigene Grenze und Vorstellung von lebenswertem Leben.

 

Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft. Es tut so weh seinen Hund so mitzuerleben und vor einer dieser schlimmen Entscheidungen zu stehen. Ich hoffe, ihr habt noch viel Zeit!

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agatha   
(bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Gusar:

Ich fürchte mit meinem Grischa geht´s zu Ende! Er ist jetzt fast elf Jahre alt und als Barsoi schon im Methusalem Stadium.

Wir waren bis vor einer Woche am Land. Da hat er schon zu jammern begonnen. Ist bei ihm jetzt nichts Besonderes, hat er öfter einmal. 

Aufstehen war schon längere Zeit etwas mühsam, die Spaziergänge sind auch immer kürzer geworden.

Schmerzmittel habe ich ihm gegeben, hat nicht wirklich viel genützt. Also dachte ich eher an psychische Ursachen.

Am Donnerstag sind wir dann nach Wien gekommen und da hat sich das Gejammer gesteigert.

Am Samstag zur TÄ. Schmerzmittel bekommen, hat geholfen. Montag wieder zur TÄ, weil er nicht mehr viel frisst und das nur aus der Hand.

Dann ist er 40 Stunden!!! nicht Gassi gegangen. (War natürlich mit TÄ in Kontakt). Sein bisheriger "Rekord" waren 38 Stunden.

Er wollte einfach nicht rausgehen! Da hat die TÄ heute gemeint, dass sie ihn unbedingt sehen muss, ich soll Hundi mit allen Mitteln zu ihr bringen (ist nur zweimal ums Eck).

Also habe ich Grischa einfach aus der Wohnungstür geschoben. Und siehe da: Zwei riesige Pfützen und auch noch ein gesunder Haufen!

Jetzt hat er eine Infusion bekommen und seine Schmerzmedis. Ist auf die Dauer sicher kein Zustand.

Röntgen oder sonstige Untersuchungen lass ich im Einvernehmen mit der TÄ keine mehr machen.

Biiittte nicht böse sein, aber ich würde mich verabschieden!!

 

Wisst ihr, ich denke immer, wie viel ich so aus halten möchte.

 

Nicht mehr essen wollen, nicht mehr auf die Toilette können.

BeimAufstehn jammern vor Schmerz.Nichtmehr spazieren gehen wollen.

 

Nicht böse sein, aber bitte da gebt mir Hilfe zu weggehen!!!

 

Aber leiderbin ich ein Mensch, ich muss alles weiter aushalten, bis zum elenden Ende.

(ich habemeinen Vater in den Tod begleitet, nicht schön, unmenschlich jedenfalls)

 

 

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Gusar   
(bearbeitet)

@Laikas

Ich werde die Sache natürlich nicht überstürzen, aber es geht um seinen Lebenswillen. Momentan schaut es damit nicht wirklich gut aus. Er trinkt gar nicht mehr und frisst nur mehr aus der Hand. Jedes Gassi gehen ist stressig für ihn, er hat richtig Panik.

Ich bin es gewöhnt, dass er langsam ist und sehr viel schläft. Aber das jetzt ist eine andere Situation.

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Gusar   

@agatha

Die beiden Posts zeigen genau das Dilemma auf. Einerseits die Hoffnung es ist etwas Vorübergehendes, andererseits der Gedanke, dass er sich nur noch quält.

Eine Entscheidung, die wir wahrscheinlich alle treffen müssen.

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marcolino   

Ja, diese Entscheidung wirst du letztendlich alleine treffen müssen ... :(

Nur du kennst deinen Hund wirklich, und ich mag dir keine Bedenken oder Zweifel überstülpen, die alleine auf meinen Erfahrungen und Empfindungen basieren ...

 

Das Einzige was ich dir wirklich geben kann ist mein Mitgefühl - aber das aus vollem Herzen :kuss:

 

Egal welche Entscheidung du wann fällst - auch dann wirst du mit Zweifeln hadern, weil die Gefühle nicht vom Verstand kontrolliert werden können ... nur "beaufsichtigt".

 

Aber auch dann hast du hier Menschen, die mit dir mitfühlen ... :knuddel

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